Tuning P60 - auf Polo - Magdeburger "Pappauto" & Trabi-trueffel - Meinungen

  • Ich war heute in Magdeburg zum Teilemarkt. Dort fand ich neben einigen schönen Autos auch einen umgebauten P60. Dieser ist auf einen VW - Polo aufgebaut. Dazu gab es folgendes Plakat:



    Näheres dazu kann man lesen bei


    http://www.pappauto.de/?page_id=14
    & Trabi-trueffel.de


    Ich finde recht schön. Wenn man jetzt mal die Frage der Originalität wegläßt, so scheint das ein erhebliches Stück Arbeit gewesen zu sein ? Ob der zulassungsfähig ist?


    Wie findet ihr den Umbau?

  • Ob der zulassungsfähig ist?


    Am besten Matt McBowl frageb ;)

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de

  • Wer so alles mein Auto kennt... =)


    Schön das er auffällt, war ein Spass mit den Sommerreifen durch Schneematsch in die Messe zu fahren.




    Zur Zualssungsfrage: Kann, ist er aber nicht, bisher.



    Ich habe eine definitive Zusage vom Prüfer für das Auto wie es bisher steht, schlichtweg weil er den Umbau schon teilweise begleitet hat und Forderungen stellen konnte. Sinn macht es für mich derzeit aber nicht, ich studiere und kann den Wagen, da er in der Heimat steht, sowieso nur in Ausnahmefällen oder bei Treffen mal bewegen. Da ich recht bequem an rote Nummern komme, und auch ein 5-Tages-Schild ab und zu mal bezahlbar ist spar ich mir die Zulassung vorerst. Für die 2-3 Wochenenden im Jahr gehts ohne Zulassung.



    Vergleichbar mit dem grauen von Sascha Fiß ist er aber längst nicht.


    Bisher ist er nur mehr oder weniger fahrbar zusammengeschustert, kein innenausbau, nur ein schneller Garagenlack usw.... die Zeit fehlt.



    Ausserdem baut Sascha meist mit Trabi Papieren auf Trabi-Basis, meiner Hingegen hat eine komplette Polo Bodengruppe von vorn bis hinten und bekommt auch entsprechende Polo Papiere.



    Für jene die es noch interessiert: http://www.myvideo.de/watch/64…_600_Umbau_auf_Polo_Basis

  • wirklich interessantes und schönes Fahrzeug.


    Zu unicates:
    Dort habe ich unter Aktuelles folgendes gelesen:


    "Aufgrund von beruflicher Veränderung werden ab sofort keine Leistungen
    rund um das Thema Trabant, Umbau, Aufbau und Instandsetzung usw.
    mehr angeboten."


    Ich dachte Sascha Fiß von Unicates baut auch auf VW auf??? Habe mal gerade auf der Homepage von unicates nachgelesen. Dort heißt es http://www.unicates.de/medien/presse/ : zit: "Die Karosse fällt sechs Zentimeter breiter und zwölf Zenti­meter länger
    aus. Ein Größenzu­wachs, der sein muss, um all die Technik überhaupt
    unterzukriegen. Denn die hat nun gar nichts mehr gemein mit einstiger
    Sachsenring-Fabrikation.
    Sascha Fiß hat für den Trabanten ein völlig neues Fahrwerk
    konstru­iert und dabei tragende Strukturen des Lupo GTI von VW benutzt.
    Angetrieben wird der Trabi von einem Audi-TT-Motor, und auch die
    Brem­sen und Räder sind nicht mehr aus volkseigener Produktion.
    Stattdes­sen ist dieser Trabi mit ABS und Ser­volenkung und dem hellen
    Xenon­licht aus- beziehungsweise aufge­rüstet. Schließlich soll das
    Fahrzeug trotz der Schnelligkeit sicher und problemlos gefahren werden
    kön­nen, erläutert Fiß."


    @ Matt McBowl
    sage mal, habe ich das richtig gelesen? 1.200 h hast Du da an Arbeit drin.
    Das ist natürlich sehr viel, da kann man als Normalbürger sich solch einen Traum dann leider nicht realisieren :-(
    Vor allem, wenn man sowas bauen lassen will :-(
    Kupke macht sowas wohl auch. NUR, die Kosten dort sind nicht vom Aufbau her sehr hoch, sondern vielmehr die Anfertiung der GFK - Teile, insbesondere der Formen dafür, sind wohl sehr teuer....


    Und, zur Allradfrage...
    Auf Basis des Trabant geht es wohl eher wenig. Aber es gibt den ja schon. Einmal der grüne, der hier behandelt worden ist und ich weiß ganz genau, dass derzeitig wieder einer erbaut wird... noch mehr Leistung.

  • Hallo!


    Also ich war auch da und habe ihn gesehen aber ist nicht ganz mein fall auf grund des polo motors aber ansonsten schönes Fahrzeug macht auf jeden Fall aufmerksam drauf..


    mfg Henne

  • Carsten, die Fahrzeuge von Sascha Fiß basieren in den Papieren alle auf einem 1.1er Trabant, ich habe persönlich mit dem Prüfer gesprochen der es abgenommen hat. "Ich habe nicht mehr gemacht als einen größeren Motor in einen Trabant 1.1 eingetragen..."


    Er verwendet den Vorderwagen bis zur Spritzwand vom Spenderfahrzeug (zB Lupo) sowie die Hinterachse mittels Adapter wie er selbst sagt.
    Wie genau das gelöst ist habe ich mir noch nicht anschauen können.


    Bei meinem ist wie gesagt die Bodengruppe komplett vom Spenderfahrzeug und wurde mehr oder weniger auf den Trabi angepasst, nicht andersrum.
    Dadurch musste ich an der Aussenhaut nicht mehr ändern als die Radkästen zu verbreitern. Auf GFK kann also weitestgehend verzichtet werden.
    Die 1200h sind nur grob nachgerechnet anhand der Arbeitstage und geschätzten Stunden pro Tag. Allein hätte ich das in der Zeit nie geschafft, da waren schon viele helfende Hände und gute Freunde nötig! Schaffen tut man das auch als normaler Mensch, wie ich... Nur Zeit muss man sich lassen.
    Wenn man sowas wie ich, nur aus einer Wette heraus, baut und unter Zeitdruck steht wirds wohl meist schwer und endet in Frust.


    Von Kupke habe ich bisher nichts gutes gesehen, geschweige denn gehört und von unicates kenne ich die ehemaligen Preise nur ungefähr. Zwar teuer, sehr teuer, aber durchaus berechtigt wenn man den Aufwand und die erreichte Qualität sieht.


    Einfacher ist es sicherlich einen 1.1er Vorderwagen in den 600er zu schweissen, aber den muss man erstmal kriegen, der Polo war da deutlich billiger. Die Lösung von unicates.de ist nur was für wirklich große Maschienen, er baut ja schließlich keine 1.3er ein.

  • Quote

    Einfacher ist es sicherlich einen 1.1er Vorderwagen in den 600er zu schweissen,


    Einfacher auf keine Fall, aber man kann es allein ohne Helfer machen ;) Ich habs gemacht, ist aber bis heute noch nicht fertig das Auto. Der Vorteil ist sicher der Hilfrahmen als Lehre.
    Bei dir dürfte es der gewonnene Platz sein und die Achsen und Tankhalter des Polo. Das einzige was genau sein muß, ist ja die Veränderung des Radstandes, so das Nach dem trennen und wieder zusammen setzen die HA nicht schief zur VA ist.
    Noch ein Vorteil dürfte der Tunnel im Polo sein, so das man einen Auspuff vernünftig verlegen kann. Ein echter Schwachpunkt im trabant, gerade wenn es tief sein soll.


    Zeit ist es die man beim Eigenumbau braucht und die viele (inklusive mir) nicht haben :schluchzer:


    Carsten, man muß wissen was man will. Wenn es nur außen nach Trabant aussehen soll, so ist die Variante Polobodengruppe eine sehr gute Wahl. Es könnte ja auch ein anderes halbwegs passendes Fabrikat sein.
    Wenn es hinterher auch innen nach Trabant aussehen soll (das ist mein Plan) so ist der Umbau unter Verwenudng von 1.1 Teilen zu favorisieren.

  • Größtenteils stimme ich dir zu. Aber das man ihn mit 1.1er Vorderwagen allein bauen kann verstehe ich schon als Erleichterung. :-)


    Widersprechen muss ich dir in Bezug auf den Tank und die Achse.
    Beim Polo sitzt der Tank unter der Rücksitzbank, das ist gleichzeitig auch so ziemlich die einzige stelle um die Bodengruppe sinnvoll zu kürzen.
    Alles andere würde mehr oder minder sinnlos die eigentliche Trägerstrutur oder gar den Fahrgastraum zerflexen, das war mir zuwider.
    Ergo fallen anstelle des Tanks ca 31cm Bodengruppe weg und ich durfte das halbe Heck neu konzipieren.
    Tank sitzt nun in Eigenbau unter der umgedrehten Reserveradmulde, da ist mir das 600er Heck doch lieber da der Tank genug Fläche im Boden hätte.


    Desweiteren finde ich die Vorderachse des 86C nicht gerade sehr Vorteilhaft, mit den üblichen 55-75 PS kommt sie durchaus sehr flott an ihre Grenzen
    und der Wagen fängt an beim Beschleunigen wie wild nach links und rechts zu ziehen weil die Achse nur vom unterdimensionierten Stabi gehalten wird.
    Da gefällt mir die Querlenkerstruktur beim 1.1er schon besser. Wenn man dem Polo nun mal nen Motor mit Leistung präsentiert kommt man um
    eine Verstärkung der Achse nicht drumrum >> 86C Tuner bauen nicht umsonst alle auf Salzmannrahmen und ähnliches um...


    Da gibs also durchaus bei beiden Varianten große Vor- wie Nachteile, muss sich jeder selbst überlegen was besser passt.

  • Die 86C -VA ist ein ziemlich unzureichender und primitiver Mist, da stimme ich Dir absolut zu. Allerdings ist das ja auch eine uuuralt-Konstruktion, noch vom seligen Audi 50 stammend. :zwinkerer:

  • Achso...ja du mußtest ja irgendwo kürzen :thumbsup:


    Nur mit der Achse verwechselst du was ;) Die vorderachse im Polo und Trabi 1.1 ist mehr oder weniger baugleich und beim 1.1 rappelt es genauso. Bis auf einen Zentimeter zwischen Stabiauge und Kugelkopfgelenk außen, haben trabi und Polo sogar identische Querlenker. Im Polo wäre der 1.1 Querlenker eine schöne Stuko.


    Und diese Poloachse gabs ja bis 115 PS ;)


    Beim 1.1 hängen Stabi und Querlenker am Hilfsrahmen, beim Polo hängts an der Voderen Quertraverse und hinten an einem Rahmenausleger.

  • Nuja, nur weil der G40 115PS hatte heisst das ja nicht das die Achse die auch halten kann.... ;-)


    Aber ich geb dir recht so groß ist der Unterschied zum 1.1 nicht, ich habe das mit den 601er Querlenkerprinzip vertauscht.
    Die sind zwar für den Zweck auch nicht ausreichend, aber vom Prinzip her schon stabiler angelegt denk ich.
    Da könnte es die Achse zumindest nicht aufgrund des Vortriebs auseinanderdrücken.

  • Richtig, der 1.1 (und auch der Polo) könnten deutlich stabiler sein, wenn sie einen min. zweifach gelagerten Querlenker(ähnlich dem 601) hätten.

  • Polos ab 75Ps haben einen Lenkungsdämpfer, um die Lenkungseinflüsse zu mindern. Über die 1.1er Achse kann ich mich kaum beschweren, nur auf sehr welligen Straßen unter Volllast tritt das Problem auf.
    Von Salzmann gibt Übrigens es ein Aufrüstkitt das die Polo Querlenker zu Dreieckyslenkern ähnlich dem Trabant 601 Lenkerarm aufrüstet.Salzmann Dreieckslenker Bausatz


    Beim Weinbergrennen in Naumburg, konnte man sehr schön vergleichen zwischen 1,1er und 601er Aufhängung, mein Fazit die 601er Aufhängung ist deutlich besser.

  • Wobei die Sazlmanteile nichts anderes sind, als das was der trabi schon hat :top: Erzähl einem Polotuner was der 1.1er in Serie verbaut hat und der staunt nicht schlecht :grinsi:


    Aber an der Grundkonstruktion ändert das Salzmanteil auch nichts. Die Anzahl der Aufhängungspunkte bleiben, nur der Stabi ist weg.