E5, E10, V+, oder Ultimate 100 tanken?

  • Naja, der Sprit im Tank der S50 und RT ist bereits mehrere Jahre alt und bisher völlig unauffällig. Aber es heißt beim Super ja, dass maximal 5% Ethanol drin sind - vielleicht habe ich Benzin mit 0% erwischt. :D



    Bei den Motorgeräten nimmst du das "Rote" Öl von Stihl und Co? Da ist ein Zusatz bereits drin, der das Umkippen eine gewisse Zeit verhindert

    Dasselbe Öl, welches auch Trabant und Co. bekommt, also Addinol MZ 406.



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Nun, ich habe es erlebt. Moped Yamaha RD 80 MX, Tank mit Normal Bleifrei abgestellt zum Saisonende (3-10). Nicht ganz mehr am Beginn der neuen Sasion, also erst etwa April, Moped rausgeholt, Hahn auf.....sprang nicht an.

    Zuerst Kerze geschaut, Funke alles da, aber schon leicht feucht mit Geruch.

    Dann Tankdeckel auf und es roch dezent nach fauligem Getreide.

    Vergaser ab und Kammer auf, Benzin darin leicht grünlich.

    Sprit komplett abgelassen, Kerze trocken gelegt, Vergaser gereinigt, neuen Sprit rauf.......... ein Tritt ...Motor käuft, wie man es von einer RD gewohnt ist......

    Die Jauche war umgekippt und zündunwillig....was auch immer da passiert ist.


    Seit dem bin ich geheilt davon. Und auch wenn es nicht immer passieren muss, gehe ich das Risiko nicht mehr ein und werde den Teufel tun noch irgendwelche Zaubermittel extra zu kaufen.


    Das E-freie gibts direkt an der Säule, das kommt bei den Sasionkräften vorm Winter rein und alles ist gut. Das mache ich seit gut 8 Jahren so, solange ist das etwa her mit der RD.

  • Der ADAC hat es mal getestet. Benzin, sie hatten sogar noch original verbleites, war nach 25 Jahren luftdicht abgeschlossen (und nicht im Kunststoffkanister), noch immer gut und hätte ohne Einschränkungen verwendet werden können. Im Tank, wo auch immer etwas Luft rankommt, war des Benzin nach drei oder vier Monate schon am umkippen.

    Diesel war angeblich in beiden Varianten nur sehr begrenzt haltbar.

    Bei V-,Ultra-,Mega-,Hyperpower und wie das Beste vom Besten heißt, sind, so wurde mir gesagt, die ganzen Zusätze schon drin.

    Den Trabi schmeiße ich auch im Winter mal an und tanke nach.

    Bei meinen Bootsmotoren hatte ich früher immer große Probleme sie nach dem Winter wieder zum Laufen zu kriegen, meistens half, wie bei Tim, frisches Benzin rein und/oder div. Zusätze, auch mal Vergaser reinigen.

    Mit den guten Sorten habe ich die Probleme praktisch nicht mehr, muss nur beim erst Starten ein paar Mal öfter ziehen, aber dann ist bis zum Herbst alles topi. Die Mehrkosten sind sehr gering, meistens verfahre ich pro Saison nur drei bis max. vier Kanister a 5L, da ich die meisten Strecken eh unter Segel zurücklege. Also warum da am Sprit sparen?

    Und mit dem Trabi ist es ähnlich, lieber das richtig gute Zeugs rein, dafür muss es nicht das teureste Öl sein.

  • Das teuerste Öl muss es wirklich nicht sein, aber ein ordentliches schon. ;)

    Am Sprit spare ich nur insofern nicht, dass ich eben nur E5 statt des billigeren E10-Gelumpes tanke. Superduper aller Art ist mir hingegen zu teuer und ich sehe es nach meinen langjährigen Erfahrungen mit dem E5 eben als überflüssig an, wie schon erwähnt .

  • In meiner Schwalbe hatte ich bis 2017 noch den Sprit von 1993 drin. Sie ist damit bestens gelaufen bis denn der Tank alle war. Dann hab ich wieder vollgetankt. Zu dem Zeitpunkt sah der Tank top aus. Null Rost. Von Ende 2017 bis Sommer 2018 hat sie dann gestanden und als ich dann wieder fahren wollte ging nichts mehr. Der Tank ein einziger Rostklumpen. Da war dann erstmal saubermachen angesagt.

    Von 2019 bis jetzt steht sie ohne Sprit.

    Ich hatte da einen Kanister Super plus geholt den ich dann da eigentlich reinfüllen wollte, bin aber nicht dazu gekommen. Mal sehen ob der auch im Kanister gammelig wird.

  • Da Ethanol im Sprit das Wasser bindet, verstehe ich die Geschichte mit dem Rost im Tank ehrlich gesagt überhaupt nicht.

    Vielleicht kann es jemand erklären?


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • aber so ganz richtig is die Aussage das ein voller tank eher rostet als ein leerer ja auch nicht, wie ich aus eigener Praxis weiß.

    Meine Fahrzeuge die ich nicht bewege haben alle einen komplett leeren Tank, seid mindestens 3 Jahren, und keinen Rost.

    Ich habe letzten Winter ein Moped mit super+ vollgetankt und weggestellt. Dieser tank hat Rost angesetzt...


    Für mich steht fest, tank leer, tankdeckel ab zur Belüftung, fertig. Geht natürlich kur wenn der Raum nicht ständig seine Temperaturen wechselt, oder das Fahrzeug gar draußen gelagert wird.

  • Tim, das ist für mich immer noch keine Erklärung. Dass Ethanol das Wasser bindet, schrieb ich bereits - aber besser gebundenes Wasser im Tank verteilt als ausgefallenes Kondenswasser am Tankboden. :/


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Das war nur der vorsichtige Versuch wo man ansetzen könnte. Mit mehr Wasser im Tank (gebunden oder nicht) kann ich mir schon vorstellen, dass es schneller/mehr rostet.


    Leere Tanks die ich liegen habe rosten auch kaum, weil vorher mal ein Tropfen Öl drin war. Manche auch wo vorher Gemisch drin war.

  • Bei meinem alten Tank, den ich nochmal herrichten will, war nach 18 Jahre Standzeit oberhalb des Bezinspiegels alles richtig extrem blättrig verrostet, alles darunter war noch blank. Der Tank war zu etwa 1/3 voll, als mein Opa den Trabi unbewust in den langen Dornröschenschlaf schickte.


    Bei seiner alten SR2, sieht es auch so aus, die steht schon mindestens 22 Jahre (wird auch noch flott gemacht). Der Tank ist fast leer.

  • Ähnlich bei meinen Kombi... Den habe ich seinerzeit aus einer Garage bergen dürfen, wo er seit ca. 5 Jahren unberührt (außen dick verstaubt und innen an allen Griffflächen schimmelig <X) stillstand. Sämtlicher Sprit aus dem Tank hatte sich über die Jahre verflüchtigt, der K.hahn hatte sich mehr oder minder aufgelöst. Dessen Steigeröhrchen war z.B. dick aufgequollen und hatte gummiartige Konsistenz, die Siebe auf und davon.

    Der Tank selbst trug innen eine dicke Rostschicht. Das hat also auch damals, noch ohne E-Anteil im Sprit, schon 'ganz gut' geklappt.

  • Um die Bildung von Kondenswasser vollständig auszuschließen, müsste der Tank ja richtig randvoll sein. Das bedeutet wiederum, dass man regelmäßig nachfüllen müsste, um die Verdunstung über die Belüftung auszugleichen, bzw auch die Wärmeausdehnung. Macht das wirklich jemand?


    Mein S51 ist seit inzwischen über 30 Jahren mit leerem Tank abgestellt. Der ist lediglich mit etwas Graphitöl (bzw. neuerdings mit Fluid Film) konserviert und sieht aus wie neu.

    Der Tank selbst trug innen eine dicke Rostschicht. Das hat also auch damals, noch ohne E-Anteil im Sprit, schon 'ganz gut' geklappt.

    Bis Mitte oder Ende der 90er Jahre war der Sprit auch noch nicht vollständig etschwefelt. Da wird so eine Restpfütze Benzin in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit sicher auch für ein saures Milieu gesorgt haben.

  • Kommt auch ein bisschen auf die Konstruktion an: Meine Bandit mit 4 Vergasern in Reihe mag E10 überhaupt nicht und hat nach ein paar Wochen Standzeit schon Probleme. Den Vergaser da rauszufummels überlegt man sich mehrmals. Unsere CB500 kratzt das wiederum überhaupt nicht. Die springt nach monatelanger Standzeit ohne Probleme an. Beide nur noch mit E0. Der Trabant wird regelmässig bewegt und bekommt eigentlich nur E5, bisher problemlos. Bei den Motorgeräten nur E0 - Das Fertiggemisch von Stihl und Konsorten ist mir dann doch zu teuer.

    Bis voriges Jahr gab es gleich hinter der Grenze noch eine alte Benzina Tankstelle. Deren 91er (!) Sprit hat noch richtig wie früher geduftet (andere sagen gestunken) und fasste sich auch ganz anders an, als der aktuelle Sprit. Leider wurde die Tankstelle jetzt modernisiert und die Laster aus Hartmannsdorf fahren auch dorthin ...

  • Ich hole immer Superbenzin von der Tankstelle und 2 Takt Öl von Phillips und mische es zuhause selbst. Wenn meine Trabis in die Winterpause gehen mache ich die Tanks voll.

  • Ich fülle das Öl in den Kanister mit Benzin und schüttel ihn richtig durch.

  • Ich hatte eine ganze Weile auch das Öl von Thomas Phillips verwendet bis ich den Motor mal aufgemacht habe und mir die Bezeichnung des Öls nochmal genauer angesehen habe in Verbindung mit der fetten Ölkohle auf den Kolben. Seitdem nicht mehr.

  • Ich kenne mich in der Materie zu wenig aus. Kann es auch am Gemisch liegen wegen der Ölkohle? Ich fahre z.b.

    1:50

  • Selbstverständlich, wenn zu viel Öl drin ist bildet es auch mehr Ölkohle. Mit 1:50 machst du grundsätzlich nichts falsch, aber minderwertiges erzeugt halt mehr Ölkohle. Dieses Öl kann man mit dem vergleichen was es zu DDR Zeiten gab.