Im Netz gefunden

  • und die meisten mit ü70 haben schon recht verschwommene Erinnerungen. Frage 3 Leute, bekomme 4 Antworten.


    Aber ich denke das einige Leute hier im Forum schon sehr viel wissen gesammelt haben :thumbup:

  • Für verschwommene Erinnerungen braucht es aber keine ü70. - Frage mal 3-4 Unfallzeugen verschiedensten Alters nach dem genauen Ablauf. Da erzählt oft jeder was anderes...;)

    Meine Mutter wird demnächst 90. Es ist immer wieder faszinierend, wie detailliert sie noch aus Kinder- und Jugendtagen berichten kann. :)

  • ohne es böse zu meinen, kann sie wirklich detailliert erzählen, oder ist es das was sie denkt was passiert ist?

    Es gibt sicher auch einige die noch sehr gut drauf sind, aber halt auch einige die aus der Zeit nur noch halbwissen haben.

  • Auf jeden Fall ein Kennzeichen aus dem Raum Zwickau. Das 2.Bild könnte auf dem Windberg in Richtung Marienthal/HBK aufgenommen sein. Im Hintergrund die Neubaublöcke im Bau. Da kommt 1963 ganz gut hin.


    Hier in Z. fuhren einige Umbauten rum. Es gab auch eine Limousine mit Fliessheck. Angeblich auch ein Heckschaden, der in irgendeiner Karosseriewerkstatt neu aufgebaut wurde.

  • Ich glaube ja auch eher an einen Umbau , in den 60ern hat man ja noch einiges an Teilen bekommen ,später sah es dann anders aus .

  • Und welche Hecklichtteilen sollen es dann sein, wo de Besitzer hier heran gekommen ist?


    fahrgast: Mit 90 hat man schon gelernt die Geschichten in das richtige Maß zu würzen.

  • Diese gewisse Würze macht (auch Familien-) Geschichten doch erst interessant. 8o

    Aber ganz im Ernst, gerade das Langzeitgedächtnis funktioniert doch bei vielen älteren Leutchen noch erstaunlich gut. Und Ihr dürft davon ausgehen, dass die "Geschichten" mancher Prüfung standgehalten haben, z.B. durch Befragung anderer involvierter Personen. Insbesondere trifft das auf die Ereignisse zum und nach Kriegsende zu, als die Russen hier "übernahmen" (und oft leider tatsächlich arg hausten. Es gab aber auch positive Erlebnisse, z.B. den jungen Offizier, der eine ganze 1. Nacht Wache vor dem Keller hielt, in dem die Frauen und Mädchen waren. Der hat etliche "Muschkoten" verjagt und somit viel Leid verhindert. Gute und schlechte Menschen gab und gibt es überall...).

    Ergo: Muttchen ist noch nicht tüdelig...;)

  • Bei der Demenz (ich habe mich damit auseinandergesetzt) ist erwiesen, dass Erinnerungen rückwärts verschwinden.

    Das ist bei allen die daran mehr oder weniger leiden zu beobachten. Die ältesten Erinnerungen werden am längsten gespeichert und als letztes gelöscht.


    Und das letztes was sie tat.....sie summte ein Kinderlied :schluchzer:

  • Davon ist sie/sind wir glücklicherweise noch weit entfernt offenbar. Wenn ich viele ihrer Altersgenossen dagegen so sehe und vor allem höre, absolute Tattergreise dabei, auch geistig. Um so schlimmer, wenn man die Leute noch aus ihren Blütezeiten kennt und zusehen muss, wie sie langsam (oder eben erschreckend schnell) dahinsiechen... - aber das ist halt der Lauf des Lebens. ?(

  • meiner Meinung nach lieber erschreckend schnell, als dass es sich ewig hinzieht.

    Bei erschreckend schnell bekommen die betroffenen es auch seltener mit, was mir persönlich lieber ist. Das beziehe ich jetzt nicht nur auf Demenz ;-)

  • Wie weit du von einer Demenz entfernt bist, merkst du nur ganz kurz. Danach merken es deine Angehörigen die Restlaufzeit.....

    10x DEKA. 5x P28. 5x P33. Globo-Blau. H260. HB. H1-1. Weber TLA 32. Pulmo.

    Und dann Westluft in den Reifen.....

  • und was ist es wenn man immer wieder mal klare Augenblicke hat in denen man Leute wieder erkennt, und am nächsten Tag nicht mehr?

  • Psychologie spricht vom sogenannten Schollenverhalten.


    es gibt Tage, an denen kommen Informationen und der Änderungen mehr oder minder gehäuft auf einer Scholle vorbei und erwecken den Eindruck, dass die betroffene Person Zugriff auf ihre Erinnerungen hat.


    Es gibt aber auch Tage, wo eben keine Scholle vorbeischwimmt und selbst simple und einfache Erinnungen nur noch aus dem Langzeitgedächtnis abgerufen werden können - und auch dieses häufig nur fragmentartig....


    Was nützt der längerlebende Kadaver, wenn der Hauptrechner nur noch auf das Basisprogramm zugreifen kann?

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


    www.trabant-original.de

    Edited once, last by Mossi ().

  • Was nützt der längerlebende Kadaver, wenn der Hauptrechner nur noch auf das Basisprogramm zugreifen kann?

    also manchmal hast du ja sehr komische Formulierungen, aber diese trifft es perfekt :thumbup:

  • Kommt auf die Form an, manchmal tritt besagtes Schollenverhalten über einen längeren Zeitraum auf, oft aber nur kurz, gerade bei aggressiven Formen.

    Ich bekomme vermutlich zu rund 75% Demenz (wie mein Vater und Grossmutter), zu einem unbekannten Teil eventuell Blutkrebs oder gleich Lungenkrebs. Sagt die Familienanamnese oder mein Lebensstil. Oder vielleicht gar nix.

    Es kommt, wie es kommt.

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    Und dann Westluft in den Reifen.....

  • es kommt wie es kommt, ich möchte es vorher nich wissen, aber wenn es da ist, darf es gerne schnell gehen.



    Wenn ich von meinen Vorfahren ausgehe, bekomm ich auf jedenfall Krebs. Auf beiden Seiten reichlich vorhanden gewesen, und Vater auch schon daran verstorben.

  • Bei der Demenz (ich habe mich damit auseinandergesetzt) ist erwiesen, dass Erinnerungen rückwärts...

    Ich bin mehrfach mit Demenz konfrontiert worden und kann das nur bestätigen. Die Erinnerjngen werden teilweise erstaunlich scharf.

    Aber einer 90jährigen eine Demenz anzudichten ist auch...

    Als Kind hat mich "Geschichte" so sehr interessiert, wie der berühmte Sack Reis.

    Heute finde ich es unglaublich interessant, Geschichte nicht nur zu lesen, sondern Menschen zuzuhören, die das erlebt haben! (Das täte im Übrigen vielen Mitmenschen wirklich gut!)

    Und selbst Demente können uns in Erstaunen versetzen. Das was sie erzählen, ist oft nur aus der Sicht eines gesunden Menschen dummes Zeug.

    Viele unserer "Alten" über 80 haben Sachen erlebt, die es lohnen, anzuhören und für die später geborenen aufzuheben.

  • Aber einer 90jährigen eine Demenz anzudichten ist auch...

    ich glaube das hatte hier hoffentlich niemand vor, ging nur darum das Erinnerungen im Laufe der Jahre doch mit allerhand Sachen aufgehübscht werden manchmal. Oder eben auch mal die eine oder andere Kleinigkeit vergessen wird. Was meiner Meinung nach bei dem was man in 90 Jahren alles erlebt, auch absolut normal ist, und keinerlei Krankheit ist...

  • Also Jungs...hier scheint die Sonne.

    Geht doch mal raus bevor ihr eurer Ableben hier kundtut...