Schwenklagerbuchsen wechseln - Richtige Vorgehensweise

  • hallo zusammen,




    hat jemand von euch eine richtig brauchbare vorgehensweise zum wechseln der Schwenklagerbuchsen parat?


    hab das bis jetzt zwei mal machen müssen und die DInger (originalteile) haben NIE ohne anpassung gepasst...




    da mir der spaß bald wieder bevorsteht, würde ich gerne wissen wie es Richtig geht, ob es irgendwelche Tips und tricks, werkzeuge, ein oder ausdrückvorrichtungen gibt..




    falls jemand nicht weis welche buchsen gemeint sind, bilder im anhang (quelle Spätbremser)




    pf31.pappenforum.de/wcf/attachment/6911/


    pf31.pappenforum.de/wcf/attachment/6912/

  • Werde mir am Samstag die untere der beiden vornehmen...also schießt mal los mit Tipps...


    MfG Björn

  • ja, bitte mehr zu dem thema!



    @ Papa_Bär: soviel kann ich dir sagen: mach gleich beide... die auf den bildern sind di beiden die ins obere schwenklager gehören, du meinst bestimmt die untere schwenklageraufnahme... von der buchse hab ich garnkein bild hochgestellt... ;)

  • Alles, was man wissen muss und was man braucht, wie z.B. ne Reibahle zum Aufreiben und verschiedene dünne Unterlegscheiben zum Einstellen des Höhenspieles etc. steht im Whims sehr gut erklärt!



    http://trabitechnik.de/index.php?page=2&type=book_list&table=whims2&lang=de&style=1&page_number=27


    http://trabitechnik.de/index.php?page=2&type=book_list&table=whims2&lang=de&style=1&page_number=28


    Sinnvoll ist auch aus ner Gewindestange, zwei Muttern und zwei großen Scheiben sich ne Eindrückvorrichtung zu bauen.

    Siehe dazu Punkt 15.40



    http://trabitechnik.de/index.php?page=2&table=whims2&type=book_list&lang=de&style=1&id=263&page_number=51#15.%20Konstruktionszeichnungen%20zur%20Anfertigung%20von%20Spezialwerkzeugen

    summ, summ, summ, mein Trabi summt herum :raser:

  • gutes thema....



    hab vor ner weile n unteres schwenklager samt bolzen gewechselt und kann sagen, dass ich noch nie so lange gebraucht hab um EIN teil zu wechsel... und am ende wars so klapprig wie vorher...



    also her mit den tipps :o)



    mfG da StefaN



    PS: das WHIMS lag beim wechsel neben mir ;)

    Alle Angaben ohne Gewehr!







    Gewalt is schließlich keine Lösung :thumbsup:

  • Beim ausreiben der buchse darf mann eben nicht zu viel ausreiben, der federgabel muss sich wenn montiert schwergängig drehen lassen am anfang. dann gut abschmieren und dann laufend beim fahrt bewegen, dann müsste eigendlich nix klappern. :winker:

  • Die Bilder zeigen die Buchsen der Federgabel.Das Schwenklager ist das untere Lager.Wenn du diese Buchsen wechselst,dann ersetzt man auch die Federgabel bzw.den Schwenklagerbolzen.Bei den Nachfertigungen muß man nichts mehr aufreiben,die passen nach dem Einpressen recht gut,halten aber nicht wirklich lange.Bei der Federgabelbuchse (Originalteil)passt eine 20
    mm Reibahle.Beim Schwenllager mehme ich eine verstellbare Reibahle und taste mich an das optimale Maß ran.Das sollten 22
    mm sein,aber irgendwie ist das immer zu groß.Wenn es halten soll,immer Federgabel und Schwenklagerbolzen mit wechseln.Der Schwenklagerbolzen wird von einem Kerbstift gehalten,den rausschlagen und dann den Bolzen mit dem Abzieher rausziehen.Wie so ein Ding aussieht ateht im WHIMS.Das Höhenspiel mit den Distansscheiben ausgleichen.Wenn du die Passung des Schwenklagerbolzens etwas anwärmst,lässt er sich besser ziehen.Mit dem richtigen Werkzeug solltest du dein Auto in 2h fertig haben.

  • Wichtig beim Wechsel ist m.E.:
    - nur Original-Teile (Pertinax) nehmen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    - nur VERSTELLBARE Reibahlen nehmen (1x 18-21mm und 1x 21-24mm)
    - Federgabel und Laufbolzen wechseln wenn diese eingelaufen oder rostvernarbt sind
    - Radantrieb aus dem Schwenklager ziehen/ Achsschenkel ausbauen, damit man das obere Schwenklager vernünftig ausreiben kann
    - Federgabel und Laufbolzen sitzen dann, wenn diese sind schwergängig drehen lassen.


    Einiges davon wurde schon gesagt.

  • also ich habe letztes mal zum anpassen die Drehbank benutzt ( weil ich keine reibale hette ) aber ich musste die buchsen sowohl außen als auch innen bearbeiten... die haben wirklich kein stück gepasst...

  • :winker:
    zum Anpassen haben ich und ein Kumpel Schleifpapier genommen, ging auch gut und hat wunderbar gepasst, eben so wies sein muss.
    Zu den Buchsen hät ich auch mal ne Frage, ich hab Buchsen aus drei verschiedenen Stoffen, einmal diese grüne Plaste, dann eine leicht transparente, weiße und leicht fettige Plaste und dann hab ich noch welche aus Alu.
    Was ist davon das Beste?
    mfg vandomas

  • Hallo Zusammen,
    Also in den Büchern sieht das ja immer recht eindeutig aus, aber wie muss ich mir den Vorgang des Aufreibens konkret vorstellen? Wie wird die Reibahle in der Buchse bewegt, um den gewünschten Effekt zu erzielen? Ich habe sowas noch nie gemacht, es steht mir aber demnächst bevor....
    Gruß,
    Freddy

  • DerJan
    danke :winker: aber warum gibts dann welche aus Alu oder ner anderen Plaste, wenn Pertinax eh das beste ist :hä: :hä: :hä:


    FREDDY
    Reibahle rein und drehen. Die Buchse immer der Länge nach über die Ahle drehen, mehr is das nicht.


    mfg van

  • Der beste Buchsenwerkstoff ist PE.Die halten am länsten.Die grünen aus DDR Zeiten gehen auch.Alle anderen Materialien sind ungeeignet oder unwirtschaftlich.
    Pertinax ist nicht grün,sondern braun.
    Wie lange die Buchsen halten,hängt im wesentlichen vom sorgfältigen anpassen ab.Ohne verst.Reibahlen kommt zu 90% Murks raus.Die Buchsen werden auch zuerst eingedrückt,und dann auf das passende Maß aufgerieben.

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  • Und wo kriege ich jetzt auf die schnelle ne verstellbare Reibahle her? Ich glaub ich hab nur normale rumfliegen... :grinser:
    Gruß,
    Freddy

  • Mit verstellbaren Reibahlen Vorsicht! Da ist sehr schnell zuviel von der Buchse ausgerieben!


    Bei neuer Federgabel (20mmm) und/oder neuem Laufbolzen (22mm) machen sich zwei nichtverstellbare Ahlen der genannten Größen am besten...


    Verstellbare nur bei überholten Gabeln oder Laufbolzen...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Was bis jetzt noch nicht erwähnt wurde ist, das wenn der Laufbolzen oder die Federgabel schon etwas abgenutzt sind, aber von der Oberfläche noch gut, sollte man bevor man reibt den Grat unten am Laufbolzenende bzw Gabelende entfernen. Tut man das nicht kann genau das passieren, ausgerieben bis alles rein past und dann klapperts. Wenn der Grat schon ein paar Zehntel hat versucht man solange zu reiben bis Bolzen bzw. Gabel passen. Aber man reibt dabei soweit um über den Grat zu kommen und dann klapperts eben.


    Und ja mit Reibahlen muß man auch umgehen können. Reibahlen werden nur in Drehrichtung gedreht auch beim wieder rausziehen und man muß so gut es eben geht gerade durch die Buchse und nicht verwackeln bzw ein rattern vermeiden.


    Und wenn man versucht die Federgabelbuchsen im Radkasten zu überholen...... :augendreh:
    Dazu wurde schon richtig gesagt das es sich einfach besser macht den Radantrieb dafür auszubauen, auch wenn man hinterher die Bremse entlüften muß, dafür kann man aber vernünftig arbeiten. :top:

  • Für die Federgabelbuchsen muß nicht unbedingt die Achse raus, ist aber sicherlich einfacheres Arbeiten, vor allem wenn man es noch nicht (so oft) gemacht hat.


    Dann eher noch ausbauen zum Laufbolzen wechseln, aber dank Übung (noch von PGH-Zeiten) gehts auch im eingebauten Zustand...


    Denke mal das die Richtzeiten ohne Achsausbau sind...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

    Edited once, last by Dirk 72 ().