Beiträge von Ennatz1902

    LED-Voll- und Tagfahrlicht und auch die Xenonscheinwerfer haben in der Zeit, als noch nicht jedes Fahrzeug damit herumfuhr, zumindest auf mich einen doch ziemlich einschüchternden Eindruck hinterlassen, gerade auf Autobahnen im Rückspiegel. Denn: Meist handelte es sich entweder um einen teuren Dienstwagen mit Tankkarte oder um ein Fahrzeug, was einfach eine hohe Ausstattung und Motorisierung verbaut hatte.


    Devise: Bei Annäherung lieber ganz schnell auf die rechte Spur zurück...^^ Heute sehe ich das doch deutlich entspannter.

    Voll krass, wie auf einmal überall Bedrohungen gesehen werden. Klar- Digitalisierung birgt zwar viele Chancen, aber so ein komisches Sprachsteuerungsgerät möchte ich dann doch nicht haben... Und da bin ich wirklich skeptisch, ob das nicht auch idealerweise zum spionieren und abhören genutzt werden kann. Wobei ich mir die Skepsis sparen kann, denn dass es möglich ist, wurde schon zweifelsfrei geklärt.

    Auch das ganze Gedöhns mit pausenloser Übermittlung von Daten an Versicherungen etc. auf freiwilliger Basis, um Vorteile zu erhalten... Schon mal gedacht, dass ein Belohnungssystem bei genügend Resonanz auch mal irgendwann zu nem Sanktionssystem werden kann? Da finde ich den Begriff "Schlafschaf" schon eher gerechtfertigt... Aber zeigt ruhig her, eure Paybackkarten...


    Man hat aber auch irgendwie das Gefühl, den Leuten wird langweilig. In den 80ern war die Gefahr eines Atomkriegs oder einer Panzerspitze des Warscher Vertrages/ NATO unmittelbar vor der Haustüre. DAS wäre für mich ein echtes Problem gewesen.

    Problematisch wird es halt, wenn vermeintliche wirtschaftliche Stärke und ein hoher Beschäftigungsgrad dazu genutzt werden, jegliche Kritik am System im Keim zu ersticken, a la "dann geh doch nach drüben". Es liegt doch einiges im Argen...


    Allerdings kann in diesem Lande selbst der arbeitsunwilligste Mensch noch ein Leben in Würde führen, was z.B. Menschen in Afrika trotz ehrlicher Arbeit oftmals nicht vergönnt ist...


    Was mich manchmal ankotzt ist der gerade hier so verbreitete Ruf nach dem Staat. Alles ist dessen schuld, er hat sich um alles zu kümmern. Eine willkommene Ausrede, um nicht vorhandene Eigeninitiative zu übertünchen. Aber nunja, wenn man so sozialisiert worden ist, kann man das auch wieder irgendwie nachvollziehen.

    Naja, die Stones leben ja auch noch. Frage mich dabei immer, wie viel Show dabei ist und wie wenig Authentizität...


    Wobei die harten Drogen von damals ja inzwischen die Einstiegsdrogen von heute sind.

    Die systematische Lösung von Heimatgefühlen durch systembedingte Vorgänge werden ja fleißig gefördert, denn nur Menschen ohne Heimatgefühl können gelenkt werden.

    Du musst zugeben, dass das eine steile These ist, wenn man sich unsere Geschichte anschaut.


    Gut, dann beenden wir die Diskussion eben hier. Wird anscheinend zu spannend.

    Wer sich den Stiefel anzieht:D:rolleyes:


    Hannover im Norden und Gö im Süden lässt arg darauf schließen, dass ich Menschen meine, die ich auch kenne. Nämlich die, mit denen ich z.B. zur Schule gegangen bin.

    Na das nenn ich mal ne Sturm und Drang Zeit, wenn man seine Heimat 200 km hinter sich lässt:D Im Gegensatz zu meiner Freundin, die schon ein Jahr in Spanien und Norwegen gelebt hat und gefühlt 50% der Studierenden, die alle schon mal auf eigene Faust über einen längeren Zeitraum im Ausland waren, fühle ich mich richtig "spießig".


    Aber irgendwie meiner Meinung nach immer noch besser, als diejenigen, die mit Mitte 20 noch immer bei Mutti wohnen, die Taschen voller Geld und Garage mit finanzierter Protzkarre aber nem Horizont, der gerademal bis Hannover im Norden und Göttingen im Süden reicht.


    Da bin ich froh, dass ich damals ins kalte Wasser geworfen wurde in einer fremden Großstadt, ohne Freunde, ohne Wohnung.

    Jeder wie er mag... Ich bin durchaus froh, die südniedersächsische Provinz vorläufig verlassen zu haben. Und auch Halle wird mittelfristig nicht meine Heimat bleiben.


    Neue Eindrücke, Orte und Menschen erweitern den Horizont schon ungemein. Das hat mich auch reifer gemacht, zumindest habe ich den Eindruck, wenn ich die "Daheimgebliebenen" so ansehe.

    Niedrige Zinsen gut und schön, dafür schießen die Immobilienpreise in die Höhe und machen den Zinsvorteil zunichte... Mieter zu sein hat nicht nur Nachteile, gerade in der heutigen Zeit. Stichwort Flexibilität.

    Wobei ich das Wort "Wertanlage" im Bezug auf unser Hobby immer etwas komisch finde. Also klar, alles, was ich in meinen Trabant investiere um ihn original zu erhalten, werde ich in Jahren wieder drin haben, wenn sich die Preise weiterhin so entwickeln.


    Aber ganz ehrlich, ich werde diesen Wagen nur verkaufen, wenn ich durch widrige Lebensumstände und finanzielle Engpässe sondergleichen dazu gezwungen werde. Ansonsten steht er halt da... Davon kann ich mir nichts kaufen. Und darin wohnen kann ich auch nicht.


    Eine "Anlage" ist so ein Auto meiner Meinung nach für Menschen, die keinen Bezug zum eigentlichen Fahrzeug haben und nach etwa 15 vergangenen Jahren ihr Sammlerstück mit Gewinn weiterverkaufen. Also im Grunde für Investoren.

    Abgesehen davon, dass es vielleicht Wurstmotore sind, hat es auch einfach Gründe der Gewährleistung, nehme ich mal an... Mein Opa durfte bei seinem 120er Skoda auch immer gut nachkippen.


    Alle Wagen, die meine Familie seit 2000 besessen hat, waren absolut abstinent... Darunter bis auf den aktuellen BMW übrigens nur Wagen japanischer Hersteller, Mitsubishi und Toyota.


    Der einzige Ölfresser kommt aus Hannover, das Arbeitsauto meines Vaters.