Beiträge von Hegautrabi

    Machen wir uns nichts vor, die Wende selber kam, weil die Nomenklatura es so zuließ. Es hätte auch in der DDR ein Kriegsrecht nach Polnischem Vorbild, oder eine Schießerei wie auf dem Platz des Himmlischen Friedens geben können.

    Nur war offensichtlich auch der Führungsriege die hoffnungslose wirtschaftliche Situation bewusst, aus der heraus eine Position der Stärke auch denen nur noch lächerlich erschien. Resignation eben.

    Stimmt, mein Vater der zum Besuch seiner kranken Mutter nach Neuwied reiste, schickte plötzlich eine Ansichtskarte vom Rheinfall. :-)


    So ein neuer Trabant war in der DDR schon auch ein Statussymbol, man war stolz darauf. Und wenn der Glaube daran stark gefestigt ist, warum dann nicht mal eben in's Land der Berge damit fahren, wo es doch wohl für denjenigen möglich war. :-)


    Man weiß es nicht, vielleicht waren die (abgelaufenen oder abgelösten) Vignetten auch nur Mitbringsel der Westverwandschaft um die Betrachter des Trabis zum Staunen zu bringen.

    Wenn dir Teile schon mal an dem Auto dran waren, ist es eigentlich egal wie du anfängst. Natürlich nur, wenn sie gut gepasst haben.

    Ansonsten mit den Türen beginnen.

    Den Kleber mache ich auf die Beplankung um ihn nicht bei der Montage nach außen zu drücken.

    Die Türen unten waagerecht besser nicht kleben, nur nieten. Das lässt sich dann besser konservieren.

    Auch eine Firma Horch musste sich wirtschaftlichen Zwängen unterwerfen und hat nicht alles gebaut was technisch möglich ist. Aber darum geht es doch garnicht. Der Trabant ist ein Teil meines Lebens, deshalb hege ich eine sentimentale Beziehung zu ihm. Und nicht zu den Herren die ihn zu verantworten haben.

    Und genau das ist eine unzulässige Verknüpfung. Nur weil ich den Trabi mag, muss ich nicht automatisch ein Anhänger des politischen Systems sein in dem er entstand. Ein Horch-Besitzer ist ja auch nicht gleich ein Nazi, nur weil sein Wagen 1936 gebaut wurde.

    Alleine der Zustand der Infrastruktur hätte keine Jahrzehnte mehr zugelassen, Bahn, Brücken, Energiegewinnung, alles kurz vor dem Kollaps.

    Die Umweltbelastung der Menschen im Chemiedreieck wo die Devisen erwirtschaftet wurden und bei den Braunkohlekraftwerken war unmenschlich, und zu allem die verblödeten roten Parolen. Alles wessen man habhaft werden konnte wurde in den Westen verscherbelt um wieder etwas Aufschub zu erhalten.

    Ich möchte die Zeit nie mehr erleben...

    Unter der Abdeckung ist auch nur Blech, bei einigen Armaturentafeln mit Ausschnitten.

    Du ziehst die Steckfassung raus und kannst aus dieser dann die Lampe entnehmen. Manchmal zerbröseln die Fassungen aber bei dem Versuch, dann wird es noch fummeliger.

    So wird das nichts, von dort kommst du nicht dran.

    Du musst von links dahinter greifen und schraubst die Tachowelle ab und dann dahinter die Plastikmutter welche den Haltebügel hält.

    Nur, durch den Bügel gehen schon die 2 Kabel für die Beleuchtung. Also aufpassen.

    Dann ganz vorsichtig das Tacho nach vorne ziehen, bei zu wenig Gefühl fallen dir die Lampensockel raus oder du ziehst die Kabelstecker ab.

    Ist etwas fummelig.

    Die Verbindlichkeiten mussten einfach bedient werden, egal wie. Schließlich wollte man ja auch in Zukunft noch Kredite bekommen.

    Der Staat war 1989 blank und die Volkswirtschaft bis auf wenige Ausnahmen auf Verschleiß gefahren, da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Und ich bin mit dem reservierten Kennzeichen, die entstempelten Tafeln hatte ich noch, und einer EVB in der Tasche erst zur Prüfstelle, und dann zur Zulassungsstelle gefahren.

    Ob das im Falle einer Kontrolle den Gesetzeshütern gereicht hätte?

    Das Kennzeichen verweist in jedem Fall auf mich und die Fahrten waren versicherungsmäßig gedeckt. Ich war und bin mir ziemlich sicher, möchte aber lieber nicht zur Nachahmung raten. :-)

    Da fliegt nicht viel auseinander, nur wenn man den Motor aus dem Oberteil zieht fällt eine Druckfeder heraus. Beim Einsetzen des Motors muss nur auf die Polarität geachtet werden, und beim Aufsetzen des Motorgehäuses darauf, dass Abflachung der Motorwelle in der richtigen Position zur Pumpenwelle steht.

    Das ist ein Standard-Spielzeugmotor bei dem sogar die Kohlebürsten erreichbar sind. Und oft sind die Motoren garnicht kaputt sondern haben nur elektrische Kontaktprobleme. Daher reibe ich das Motörchen und seine Kontakte mit säurefreiem Fett leicht ein.