Beiträge von Marlene

    Hallo und willkommen,

    das ist dann aber eher kein Motor- sondern ein Kupplungsproblem. Der Motor läuft ja wohl, oder? Erste Prüfung: Bewegt sich der Ausrückhebel oben auf dem Getriebe, wenn die Kupplung losgelassen wird? Nicht, daß der Bolzen vom Ausrücklager oder das Seil in der Hülle festgegammelt ist und die Kupplung dauernd trennt. Ansonsten muß halt mal der Motor raus und nachgeschaut werden, wie es der Kupplung geht.

    Viel Erfolg,

    Rolf

    Mit Buch ist es halt da nicht getan. Das Werkstatthandbuch zum 353W weist ausdrücklich darauf hin, daß man die Sättel nicht auseinanderbauen soll. Das war ein Fall für den Regenerierungsbetrieb, deswegen steht da auch nichts weiter zu drin. Wenn man also wissen will, was einen erwartet, wenn man so ein Ding trotzdem auseinanderbaut, kann einem ein Video helfen. Aber der sorglose Umgang mit allerlei scharfkantigem Werkzeug, fragwürdigen Chemikalien und Sandpapier am Bremssattel ist schon bedenklich. Da muß man sich halt sein eigenes Bild machen. Gibt auch nen schönen Faden dazu im Wartburgforum, wobei da auch MoS2 verwendet wird, was ich für keine gute Idee halte. Rauspressen lassen sich die Kolben auch mit Druckluft (Verletzungsgefahr) oder Fettpresse (muß nachher gründlichst gereinigt werden). Dann werden sie wenigstens nicht vergrießknaddelt, wie mit der Wasserpumpenzange.

    Solange man ohne andere zu gefährden oder zu behindern überholen kann, ist das doch ok. Das ist halt der Vorteil eines einspurigen Fahrzeugs. Allerdings verstehe ich Jenson nicht, warum ich nur deswegen, weil ich an der Ampel nicht so schnell beschleunigen kann, ein offenbar in großem Abstand davor wartendes Krad nicht überholen dürfen soll. Solang da Platz ist, darf ich das. Ist auch sinnvoll, denn man sollte den zur Verfügung stehenden Verkehrsraum im Sinne der anderen Verkehrsteilnehmer möglichst optimal ausnutzen. Der Heini könnte ja auch vorne ranfahren.
    Letztlich ist diese Diskussion irgendwie ähnlich der Öldiskussion. Was soll das heißen, die und die Sorte Fahrzeugnutzer fährt per se schlecht? Ist doch Quatsch. Ich beobachte gute und schlechte Fahrweisen bei jeder auftretenden Fahrzeug- bzw. Verkehrsteilnehmerart ohne statistische Besonderheiten. Und die Kyffhäuserstraße hat halt besonders viele schlechte Motorradfahrer angezogen, nämlich diejenigen, die glauben, sie hätten es besonders gut drauf. Vor dieser Sorte Menschen muß man überhaupt immer Angst haben: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz. Da ist doch im anderen Forum auch mal so ein Kamikaze einem Trabant unter die Frontschürze geflogen... Und die Moral: Wegen dieser selbsternannten Superbiker dürfen alle jetzt über schlafende Polizisten rumpeln.

    So einfach ist es halt auch wieder nicht. Wie das Beispiel der zerbrochenen Skulptur oder des Korbes aus Wikipedia anschaulich macht, ist Restaurieren nach dortiger Definition eben nicht die Wiederherstellung eines Neuzustandes. Eine zerbrochene Skulptur, die man wieder zusammenfügt, trägt die Spuren ihrer Zerstörung und ihrer Zusammenfügung sichtbar. Das ist es gerade, was als "Respekt für das Original" gemeint ist, Stichwort Reversibilität. Das vollständige Sandstrahlen und Neulackieren eines historischen Fahrzeugs mag ein schönes Ergebnis erzeugen, eine Restaurierung ist es aber nach wissenschaftlichen Maßstäben nicht, denn es wird einfach ein scheinbar werksneuer Zustand hergestellt, der weder reversibel ist noch die Geschichte des Gegenstandes erkennen läßt. Toni hingegen konserviert das Moped ja nicht bloß im Fundzustand, er versetzt es aus einem geschichtlich bedingt unbrauchbaren Zustand reversibel in einen brauchbaren Zustand, der, wie es bei Wikipedia so schön heißt "Wahrnehmung, Wertschätzung und das Verständnis für das Objekt fördert", denn ein fahrendes Moped ist besser als ein Haufen festgerosteter Teile. Und dennoch erzeugt das Objekt nicht den -falschen- Eindruck, es habe unmittelbar nachdem es 1938 das Werk verlassen hat, bis heute in einer Klimakammer ohne Benutzung gestanden.

    Ich finde Arbeitsberichte interessant und bin insofern froh, wenn man "jeden Arbeitsschritt" dokumentiert. Das Problem ist bloß, daß man ja meist keine Zeit, Kamera oder grade dreckige Pfoten hat, wenn es was zu dokumentieren gibt. Erstens kann man oft was lernen und zweitens ist es manchmal wie Löwenzahn für Erwachsene ;-) Natürlich gibt es Projekte, die nicht in meine Richtung gehen - diese Themen brauche ich ja nicht zu lesen. Mir ist auch die möglichst originale Erhaltung der Substanz am liebsten, aber auch die "einmal alles neu"- Fraktion hat ihre Freunde und damit ihre Daseinsberechtigung. In diesem Sinne: Dann berichte Du doch, Toni , wie Du so ein Altzweirad erhältst. Interessiert mich z.B. im Hinblick auf mein 52er Diamant durchaus.

    Ich finde den Satz "Steht gut da" immer wieder lustig. Der wird gern bei Exemplaren verwandt, die in der Tat nurmehr zum Stehzeug taugen. Bis ein Auto nicht einmal mehr gut dastehen kann, sondern darniederliegt, dauert es wohl eine Weile...

    Was solls den da für ne Zeichnung geben? Du mußt halt schauen, was rausgetrennt werden muß und das dann intelligent nachfertigen. Sozusagen Bildhauerei in Blech. Bei nem einfachen graden Teil ist das kein Problem, bei komplizierteren Formen schon. Nicht umsonst gibts da Fachleute für. Sinnvollerweise suchst Du Dir jemanden, der Ahnung von Blecharbeiten hat und machst es mit ihm zusammen.

    Schöne Geschichte. Nachdem mir innerhalb von sieben Jahren zweimal so eine ESG- Scheibe zerkrümelt ist, habe ich nur noch MSG in meinen Autos. Man findet noch jahrelang irgendwo Krümel von dem Zeugs...

    So, jetzt kann ich sie sehen. Das sind halt die typischen Stellen, an denen die Duroplastteile ans Gerippe geklebt wurden und die wegen unzureichenden Korrosionsschutzes knuspern. Alle diese Teile gibt es als Bleche, man könnte sich einen ganzen Trabant wieder zusammenbraten. Wieviel bei Deinem nun wirklich ersetzt werden muß, wird sich erst nach der Entfernung der alten Klebereste und dem zumindest partiellen Sandstrahlen erweisen. Ist wohl auch schonmal geschweißt worden, wie man an den schwarzen Einstiegsblechen erkennt. Wenn das der Transportschutzlack ist, dann rostet das bestimmt auch bald wieder.

    Hallo,

    offenbar sind einige hier der Meinung, man dürfe in diesem Faden Kritik allenfalls an Kfz-Themen des Heftes äußern. Klar, wenn das Heft nur Kfz- Themen behandelt, ist das ok. Wenn das Heft aber Mutmaßungen darüber anstellt, daß neue Autobahnen ins Baltikum zumindest auch aus militärischen Erwägungen gebaut wurden, dann muß Kritik daran auch hier erlaubt sein. Ein "bashing" oder sowas kann ich da nicht erkennen.

    Gruß,

    Rolf

    Duftzweitaktöl gibts in Italien. https://www.amazon.de/Strawber…akt-%C3%96l/dp/B0022F6OSI Da fahren die Mädels mit Erdbeerduft am Roller rum. Frittendiesel (sogenannte PÖL- Fahrer) gibts heute noch. Igitt, sowas würde ich meinem Diesel nie antun. Der riecht immer wie eine Menge ausgeblasene Kerzen. Alte Dieselmotoren riechen völlig anders als die modernen Feinstaubschleudern. Erinnert mich an meine Jahre beim THW, wenn die ganzen alten Mercedes Rundhauber und Magirus angelassen wurden...

    So sieht es aus. Ich gucke irgendwelchen Randgruppenkram -meistens Eisenbahn- oder Schraubervideos- auf Youtube und höre Deutschlandfunk, um auf dem laufenden zu sein. Der Fernseher hängt hinter dem Nordmende Tannhäuser 57, falls man mal ne DVD schauen will, muß man erst das Röhrenradio runterwuchten. Neulich hat eine Umfragerin bei meiner Frau angerufen und wollte wissen, wieviele genutzte Fernseher wir haben - keinen. Daraufhin war die Umfrage zu Ende ;-)