Beiträge von Marlene

    Ach gottchen, die Petromax... Als ich 1993 beim THW angefangen habe, hatten wir die Teile noch. Glühstrumpfwechsel war Teil der praktischen Abschlußprüfung. War die Lampe schlecht gewartet, konnte man den Unterschied zwischen "Lampe leuchtet" und "Lampe brennt" recht eindrucksvoll erleben :-D Und dann gabs da die Saga vom "Helfer Petromax". Der Kamerad wollte im laufenden Betrieb nachpumpen und legte dazu die bloße Hand auf den Kamindeckel, was zur Folge hatte, daß er nach der Art amerikanischen Rindviehs das Firmenlogo in Spiegelschrift im Handteller verewigt bekam.

    Also daß man Addinol MZ406 fälscht, halte ich für wenig wahrscheinlich. Dafür ist der Aufwand zu hoch und der Markt zu klein. Ich denke mal, das betrifft irgendwelche superduper Leichtlauföle großer Marken.

    Das ist bei Autos aus den 60er bis 90er Jahren meistens so, daß die übersichtlicher sind. Ob ich da den Wartburg, Trabant oder Mercedes nehme, ist eigentlich wurscht. Da gabs auch mal eine Untersuchung vom ADAC zu, die diese subjektive Einschätzung anhand eines BMW 2002 voll bestätigt hat.

    Naja, ich hab jetzt auch den Gockel befragt, weil die Teile in der Garage liegen und ich "aus der la meng" auch nicht weiß, wieviel Fahnen die haben. Der Gockel sagt, die erste ist für 6V und die zweite für 12V, aber die haben immer nur vier Fahnen...

    In der Sache gebe ich Deluxe und den anderen durchaus recht, ich kann nur nicht finden, daß da ein ominöses "System" am Werk ist. Wenn wir ehrlich sind, ist die Welt, in der wir leben, Ergebnis der Wünsche und Vorstellungen der Mehrzahl der Menschen. So will ein großer Teil der Leute z.B. im Eigenheim leben, das geht aber wegen der begrenzten Flächen oft nur "jwd" und schon haben wir Zersiedlung und weil man ja irgendwie auf Arbeit kommen muß, auch Individualverkehr, denn mit Bus und Bahn ist es wieder zu unflexibel oder langsam und neben dem unbedingt nötigen Auto auch noch teuer. Oder man nehme den ausgestorbenen Dorfladen. Klar kann man da dem Supermarkt in der Kreisstadt die Schuld geben, aber wer hat sich denn mit dem kleineren und teureren Sortiment des Dorfkrauters nicht zufriedengegeben? Genau, die Dorfbewohner. Natürlich facht die Wirtschaft das Konsumfeuer durch Werbung zusätzlich an, aber zuallererst wollen wir doch alle mehr oder weniger den Komfort haben, den "das System" bietet. Und genau deswegen wird sich am Ende auch nichts durchgreifend ändern, weil nämlich konsumieren schlicht eine weit verbreitete Angewohnheit des Menschen ist. Schon Diogenes war eine absolute Ausnahme in seinem Faß. Und wenn das Experiment des real existierenden Sozialismus eines gezeigt hat: Mit keinem Mittel war dieser "bourgeoisen" Untugend beizukommen...

    Es ist ja am Ende immer eine Frage der Dosis. Würden noch drei Millionen Trabant, eine Million Wartburg, hunderttausende katlose Lada, Moskwitsch, Skoda oder meinetwegen die Pendants westlicher Hersteller durch die Städte rollen, dann wäre da die Luft noch genauso mies wie in den siebziger und achtziger Jahren, die Ofenheizung im ehemaligen Osten noch dazugerechnet. Das hat sich durch die Modernisierungen natürlich gebessert. Geblieben ist der immense Energiehunger der Industrie- und Schwellenländer in logischer Verbindung mit dem CO2- Ausstoß, denn zum einen wurden die Verbesserungen in der Effizienz der Motoren durch die Zunahme an Gewicht und Nebenaggregaten zum Teil wieder zunichtegemacht und zum anderen ist das sparsamste und umweltfreundlichste Auto das, welches in der Garage stehen bleibt oder gar nicht erst produziert wird. Am Mobilitätsverhalten hat sich aber meiner bescheidenen Erfahrung nach in den letzten ca. 35 Jahren nichts in die richtige Richtung geändert. In "Neufünfland" wird naturgemäß viel mehr Auto gefahren als vor der Wende, in den "gebrauchten" war in den 70ern schon genausoviel Stau wie heute. Der Clou besteht letztlich darin, daß es die Autoindustrie geschafft hat, dem Fahrer eines modernen Fahrzeugs das Gefühl zu geben, daß er reuelos fahren dürfe, weil sein Auto ja umweltfreundlich und künftig vielleicht elektrisch angetrieben ist. In den 80er Jahren gab es mal Kampagnen der Bundesregierung unter dem Schlagwort "Ich bin Energiesparer". Da wurde mehr oder weniger deutlich gemacht, daß man besser mal mit dem Rad fahren sollte, (man konnte auch Fahrräder gewinnen) und das von einer schwarz-gelben Bundesregierung. Aber erstens hats eh nix genutzt und zweitens gibts das auch nicht mehr. Im Prinzip müßten wir alle bei jeder Form der Energienutzung im Kopf die Frage beantworten "Ist das wirklich nötig?" Aber das führt am Ende zu einer konsumfeindlichen Haltung und die ist schlecht fürs Wachstum. Man kann sich also entweder einreden, daß wir mit irgendwelchen Programmen den Klimawandel in den Griff kriegen oder sich damit abfinden, daß es irgendwann ziemlich ungemütlich hier auf der Erde wird oder man erklärt den Klimawandel für "fake news"; konsumiert wird so oder so.

    Dazu müßte man erstmal nen Anhaltspunkt dafür haben, daß das Handy schuld ist. Wie schon geschrieben, mir ist am Sonntag auf fast leerer, dreispuriger Autobahn bei gutem Licht beinahe ein größerer BMW hinten rein. Da habe ich gar nicht erkennen können, was der Fahrer eigentlich gemacht hat, so schnell ging das. Der hat im letzten Moment gebremst, gelenkt, das Auto ist ausgebrochen, links an mir vorbei und in die Mittelleitplanke. Vierköpfige Familie drin. Ich kann mutmaßen, daß man gemeinsam ein Foto im Whatsapp angucken wollte, aber beweisen kann ichs nicht. Es gibt nur irgendwie keinen triftigen Grund, bei einer so simplen Verkehrslage (beinahe) auf den Vordermann draufzufahren, außer, daß es den Leuten mittlerweile zu langweilig ist, einfach nur so Auto zu fahren...

    Eben deswegen hoffe ich aufs selbstfahrende Auto. Da können die dann surfen bis der Arzt kommt. Mir ist ein Computer mit Radaraugen im Nacken lieber als so ein humanoider Wurmfortsatz eines Multimediageräts...

    Was den Heckaufprall betrifft: Ich hatte es ja da und dort schon geschrieben. Ich fahre seit über 20 Jahren Trabant und immer auch auf der Autobahn. Man wurde früher auf der rechten Spur in Ruhe gelassen. ABER: Seit Smartphones wie die Pest verbreitet sind, habe ich den Eindruck, die rechte Spur ist zur "schnell mal was im Inet gucken"- Spur geworden. Was ich da so im Rückspiegel an abenteuerlichen Manövern inklusive eines Unfalls, der nur um Haaresbreite auch mich im Trabant erwischt hätte, beobachten muß, hat mich jedenfalls zur Aufrüstung bewogen. Ich fahre unser Kleinkind nur im Benz über die Autobahn. Leute, fürs Internet gibts genau einen Platz: Den Parkplatz. Ansonsten hat der Fahrer nach vorn zu schauen.

    Das liegt an den vielen Wabant- Umbauten :-D In ein paar Jahren ist der Wartburg dann das Spitzenmodell des Trabant oder so... Vor Jahren meinten ein paar Leute ausm Westen auf dem Autobahnparkplatz anerkennend zu mir, daß mein Trabi ja sogar vier Türen habe... Tja, kein Wunder, konnte ich entgegnen, ist ja auch kein Trabi, sondern ein Wartburg ;-)

    Jo, das kann durchaus sein, wie TVP50 schrieb, daß die Spiegelschicht schon angegriffen war. Die waren eben alt und dreckig und ich wollte es mal mit Kukident probieren.