Beiträge von Marlene

    Tja, also Whatsappgruppe des Sohnes in der Schule wirds mit mir nicht geben. Die Kollegen bedauern das arme Kind jetzt schon. Mir kommt kein Smartphone ins Haus, basta. Und in die Schule wird gelaufen (ok, die ist am Ende der Straße ;-)

    Und genau das wäre jetzt ein Fall für einen brauchbaren Verein. Wenn die IFA- Fahrer vernünftig organisiert wären, könnten sie an einen europäischen Erstausrüster herantreten und dort Manschetten herstellen lassen. Setzt natürlich eine gewisse Größe der Organisation voraus. Der Vdh hat z.B. Lenkräder für die Heckflosse und frühe /8 nachfertigen und bei Mercedes aktuell testen lassen. Clubmitglieder bekommen die Dinger bei Vorbestellung deutlich verbilligt, der Rest wird übers Mercedes- Classic- Center teuer verkauft. Es gibt eine Reihe weitere Beispiele von solchen Nachfertigungen.

    Hegautrabi Naja, viel isses nicht, woran ich mich erinnere. Legendär war auch der Grundschulbesuch in einer Kläranlage. Umwelt war ja damals großes Thema. Am Ende der Führung wollte der Kläranlagenmensch wissen, ob wir später auch mal da arbeiten möchten (er war sichtlich stolz auf seine nigelnagelneue Anlage). Prompt kam von mir die Antwort "Nee, ich geh zur Armee!" - Woraufhin der humorlose Zeitgenosse (Friedensbewegung damals ebenfalls brandaktuell, Militär total out) mich zurechtwies, bei uns gebe es gar keine Armee, die gebe es bloß bei den Amis und in der DDR... Nagut, ich bin dann auch nie bei den bewaffneten Orangen gewesen ;-)

    Na, also ich bin 1982 in Hessen eingeschult worden. Irgendwann, es dürfte die vierte Klasse gewesen sein, frug uns die Sachkundelehrerin, woran man denn Mädchen und Jungs unterscheiden kann. Na, ist doch klar: Mädchen tragen Röcke und haben lange Haare, war der Klassenkonsens. Das fand die Lehrerin nicht überzeugend und dann begann der Sexualkundeunterricht, mit schönen bunten Schnittbildern von Geschlechtsorganen und entsprechenden Klassenarbeiten, wo wir die Vorsteherdrüse ins Arbeitsblatt einmalen mußten usw. Ok, am Ende wußten wir, wie das geht, aber von der Praxis waren wir so weit weg, wie wenn wir statt Eierstöcken das Innenleben einer Sojuskapsel oder eines Spaceshuttle gezeichnet hätten. Ich kann mich noch erinnern, daß ich diesen ganzen Sexualakt ziemlich verdächtig fand und die Lehrerin gefragt hab, ob man das bei jedem Kind nochmal machen muß...

    Was ich grad mache? Kind- krank- Tag, weil der Bengel wegen fieberhafter Erkältung nicht in die Kita darf. Die Kita ist auf jeden Fall ne Bereicherung für den Jung' und hier in Karl-Marx-Stadt mit 170 Euro im Spitzensatz auch nicht besonders teuer. So solls sein.

    Also erstens weiß man seit achtzehnhundertfuffzich: Fernseh meschd bleed (für Nichthessen: Fernsehen macht dumm). Oder anders gesagt: Wer sich ins TV begibt, kommt darin um. Und zweitens ist es doch seit dem 9.11.1989 so, daß der "Trabbi" nichts taugt und dauernd kaputt ist. Um meine Mitwessis mal in Schutz zu nehmen: Schon in der Polizeiruffolge "Ein unbequemer Zeuge" (1977) sagt die Knutschtussi in der Bushaltestelle angesichts des Regens zum Trabant- fahrenden Gauner, er soll abhauen, sein Trabi weicht auf. Das Image war also auch im DDR- TV schon bedenklich. Insofern kann auch diese neue Dokuseife an der allgemeinen Meinung kaum was ändern. Den Posten als völlig unkaputtbarer Kleinwagen, der immer läuft und läuft und... hat die VW- Werbeabteilung halt rechtzeitig gepachtet, aber die hat heute andere Probleme. Zum Schluß: Ob man sich unbedingt beim Heulen filmen lassen muß, naja, aber das ist heutzutage halt so. Und wer Trabant fährt, der muß dessen Image eben ertragen, ansonsten muß er sich nen Käfer kaufen.

    Ich stehe ja wie der Fels in der Brandung. Mode? Was ist das? Ich sah schon mit zwei so altmodisch aus wie heute. Aber die 90er waren schlimm, vernünftige Klamotten gabs nur im Altstoff :-) laden.

    Versteh' ich nicht, daß alle diese blöden Fledermäuse gut finden. Dabei sind die ganz bestimmt schuld an dem Insektensterben. Und dann wirds wieder Monsa.., ach nee, Bayer, in die Schuhe geschoben :-D

    Und das ist genau der Grund, weshalb ich mit Kind im Fernverkehr nur noch im Benz unterwegs bin. Das "hintendrauffahren" (auch in der Form des "beinahhintendrauffahrens") hat meiner subjektiven Beobachtung nach einfach zugenommen. Meine Hypothese dazu kennt Ihr ja: Es wird heute einfach mehr "schnell mal" aufs Smartphone geguckt. Gabs früher nicht, da mußte man notgedrungen vorne rausgucken. Und eine Sekunde Ablenkung macht halt schon bei Tempo 120 über 30 Meter...

    Am Ende bestimmen die Forenteilnehmer, worüber grade gequatscht wird. Manchmal kommt man halt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Jedenfalls schadet es nichts, Mythen egal in welcher Richtung auch mal kritisch zu betrachten. Neulich habe ich Leute gesprochen, die in diesem Jahrtausend geboren sind. Die meinen auch, die DDR war ganz toll. Da tut es dann mal not, darauf hinzuweisen, daß die Wende, der Zusammenbruch oder wie man es nennen möchte, nicht durch irgendeinen dummen Zufall gekommen ist, sondern daß die politisch-ökonomischen Verhältnisse unzweifelhaft von einer Clique unfähiger, starrsinniger und dabei allzuständiger Politiker derart in den Dreck kutschiert wurden, daß es nicht mehr weiterging. Wäre die DDR nicht Teil Deutschlands gewesen, dann hätte sie vermutlich auch irgendwie weiterexistiert, die meisten anderen ehemaligen RGW-Staaten gibts ja heute auch noch. Die Vereinigung dürfte jedoch rückblickend für beide Teile der aus verschiedenen Gründen sinnvollste Weg gewesen sein und war im Übrigen angesichts der Wahlergebnisse auch Volkes Wille.

    Zahlen der DDR- Verschuldung müssen aber auch in Bezug zur Wirtschaftsleistung gesetzt werden. Da empfehle ich als Lektüre Klaus-Dietmar Henke (Hg.), Revolution und Vereinigung 1989/90, dort das Kapitel "Außenwirtschaft in der Schuldenfalle". Ende 1989 mußte die DDR allein für die Zinsen 62% ihrer Exporteinnahmen in konvertiblen Devisen aufwenden. Daß das nicht mehr lange gut gehen konnte, ist klar. Oder einfacher gesagt: Ein Hartz-IV-Empfänger, der 5.000 EUR Schulden hat, ist hoffnungslos überschuldet, ein Durchschnittsverdiener kann locker mit einer Verschuldung von 50.000 EUR leben.

    Problematisch dürfte tatsächlich sein, ein H-Kennzeichen ohne Vorlage des entsprechenden Gutachtens zu erlangen, denn es liegt in der Natur der Sache, daß ein H nur zugeteilt wird, wenn auch das entsprechende Gutachten vorliegt. Und nein, das H machen nicht die Prägeleute einfach auf Kundenwunsch, das vergeben die Zulassungsmenschen. Insofern würde ich in Deinem Fall einfach die Kurzzeitkennzeichen nehmen. Wenn Du sie bei der Versicherung versicherst, die auch später das Auto versichert, fallen als Kosten nur die Bearbeitung und die Schilder an.