Posts by Fridl

    Stichwort Remanenz. Alle ferromagnetischen Teile der Lichtmaschine sind sowieso immer leicht magnetisch. Das genügt, um beim Anlauf des Ganzen eine gewisse Selbsterregung zu erzeugen und soweit hochzuschaukeln, bis überhaupt erst der Regler (im Erregerkreis) ins Spiel kommt.


    Sorry, diesen Umstand bei der Gleichstromgeschichte hatte ich bis eben völlig ausgeblendet.


    Ich hab jetzt den Aufbau des Reglers für die Gleichstrom-Lima nicht 100% im Kopf, aber eigentlich sollte er doch 2 Kontaktsätze haben: Einen, der bei Drehzahl die tatsächliche Erregung regelt, Und einen, der sowohl bei Stillstand die Batterie von der Lichtmaschine trennt, als auch sicher stellen soll, dass bei Anlauf die Selbsteregung funktioniert. Vielleicht solltest du diesen Kontakt nochmal genauer betrachten.


    Gruß Steffen

    Sollte ich den Regler wirklich anfassen was die Einstellung angeht?

    Wenn du dir nicht sicher bist, was du da tust (am Regler) dann tu es bitte nicht.


    Vielleicht ist meine Warnung unbegründet, denn die recht großen elektromechanischen Regler aus der DDR sind offensichtlich recht Wartungsfreundlich. Ich habe da aber eine Phobie aus meiner Jugend (lange bevor ich meinen ersten Trabant hatte) als mein Vater, der eigentlich sehr versiert ist, versuchte, den sowjetischen elektromechanischen Regler im Shiguli 2101 (allerdings für Drehstrom-Lima) wieder richtig einzustellen. Zwischen permanent überladen und viel zu wenig laden ging da wohl nichts mit normalen Werkzeugen zu verstellen. Er baute dann kurzerhand einen selbst entworfenen transistorgesteuerten elektronischen Regler, der dann von igrendwann 1983 bis mindestens 1994 funktionierte, danach kehrte das Fahrzeug mit unseren Freunden in sein Produktionsland zurück, weshalb die weitere Geschichte unbekannt ist.


    Gruß Steffen


    PS:

    Der mechanische Regler braucht schon etwas mehr Drehzahl als ein elektronischer, aber mehr als 1500 U/min sollten es nicht sein.

    Die Drehzahl und die Arbeitsweise des Reglers sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Drehzahl brauchst du immer bei einer Gleichstromlichtmaschine. Egal ob die Erregerspannung elektronisch oder elektromechanisch geregelt ist, Und ja: auch bei deutlich weniger als 1500/min sollte selbst eine Gleichstrom-Lichtmaschine schon Leistung liefern.

    Hallo,


    schon deine Ausführungen im Startbeitrag lassen als naheliegendste Ursache vermuten, dass der Regler nicht richtig funktioniert (sofern der Rest der Elektrik in Ordnung ist). Das hat dir bereits Marlene in der ersten Antwort auf deine Frage gesagt.

    Wenn ich den Motor starte liegen an der erregerwicklung nur 0,5 Volt an.

    Wieviel sollte denn da anliegen?

    Der elektromechanische Regler arbeitet "digital". D.h. je nach Bordspannung schaltet er entweder die volle Bordspannung auf die Erregerwicklung durch, und sobald die Bordspannung zu hoch wird, wieder ab. Das ganze natürlich mit einer gewissen Hysterese, um unter anderem die Mechanik und die Schaltkontakte nicht zu schnell zu verschleißen.


    Wenn du die Lichtmaschine als Motor betreibst, gibst du ja vermutlich auch die volle Spannung auf die Erregerwicklung. Zumindest mache ich das mit der 6V Lima so.


    Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du dir erstmal einen funktionierenden Regler besorgst, der dein Problem hoffentlich behebt, und dann in Ruhe den alten Regler analysierst und wiederbelebst.


    Gruß Steffen

    Darum ist es besser in unser Hobby immer nur das an Geld rein zu stecken was nicht an anderer Stelle fehlt . Ein Hobby muss Hobby bleiben und darf das Auskommen der Familie nicht belasten . Ich würde auch nie einen Kredit aufnehmen . Gebe nie aus was Du nicht selber hast und Du lebst wesentlich Entspannter

    Offensichtlich hast du entweder meinen Text darüber nicht besonders aufmerksam gelesen, oder ihn anders verstanden als ich beabsichtigte.

    Soweit schick, mach bitte noch die Schürze und die Spritzfänger dran, sieht sonst so nach halb fertigem Auto aus.

    Sehe ich auch so, muss aber leider zugeben, dass ich auch schon seit 2017 ohne hintere Schmutzfänger rumfahre. Ganz einfach weil von den originalen nur noch einer vorhanden ist, und die neuen Zubehörteile (mit Schriftzug) einen anderen Lochabstand haben und ich noch keine Zeit zum Umbohren hatte. Das sollte jetzt eigentlich alles im Rahmen der Unterboden- und Hinterachs-Renovierung erfolgen. Ist nun aber auf Eis gelegt, auf Grund der 500km Entfernung zwischen Auto und mir. ;(


    Rein technisch sehe ich fehlende hintere Schmutzfänger am Trabant auch eher unproblematisch und kein TÜV wird das bemängeln. Du bewirfst im Wesentlichen nur das eigene Heck mit Dreck. Bei vielen neumodischen Kleinwagen Kompaktwagen und SUV, mit der Achse ganz hinten ist das wesentlich problematischer. Die Scheißkarren beschmeißen wirklich den Hintermann extrem mit Dreck. Aber das scheint schon seit Jahren niemanden mehr zu interessieren...


    Gruß Steffen


    PS: Das einzige andere Auto, was ich bisher temporär ohne hintere Schmutzfänger gefahren bin war ein Toyota Corrolla E10 Compact. Ein Bissel Überhang am Heck hatte der schon. Vor der ersten Urlaubsfahrt mit Wohnwagen hatte ich auch Schmutzfänger für den Toyota bestellt, sie kamen aber leider nicht rechtzeitig an. Die Front des Wohnwagens hatte nach diesem Urlaub so viele Steinschläge, wie sonst gefühlt erst in mindestens 10 Jahren zusammen kommen.

    dann ist für Den, der schuldenfrei ist, eine sichere Stellung besitzt und vorgesorgt hat, auch der Zeitpunkt a) zum Häuser- und b) zum Oldtimerkauf günstiger denn je..

    Das glaube ich nicht. Ich habe noch nie wirklich Schulden aufgenommen, außer ein bissel Bafög, was ich auf einen Schlag zurück zahlen konnte, und einmal meine Eltern angepumpt, was ich dann ebenfalls sehr viel schneller als erwartet zurück zahlen konnte. Außerdem haben mich meine Eltern dann vor ca. 12 Jahren auch mal kurz angepumpt, um eine kurzfrisig entstandene Situation auszugleichen.


    Mein Arbeitsverhältnis empfinde ich nach aktuellem Kenntnisstand auch als relativ sicher, beim global agierenden IT-Dienstleister. Krisen habe ich schon mehrere erlebt, beispielsweise 2001 (Neuer markt) und 2009 (Banken). Gewonnen haben an diesen Krisen immer nur andere. Mein wirkliches Realeinkommen als normaler Angestellter ist dadurch jedesmal gesunken.


    Ich wollte eigentlich nicht so sehr schwarzmalen, aber so funktioniert Kapitalismus. Und ja, ich klage auf hohem Niveau.


    Gruß Steffen

    Sehr schön!


    Wenn Motorraum und Fahrwerk/Unterboden genau so vorbildlich aussehen, wie Außenansicht und Fahrgastraum, dann wird dir kein Prüfer das "H" verweigern.


    Weiterhin gutes Gelingen und viele Grüße

    Steffen


    Nebenbei bemerkt: Dir scheint noch ein schwarzer Außenspiegel zu fehlen ;-) . Ich hätte noch einen Neuen in Originalverpackung da. Kannst du haben, wenn du mir deinen Silbernen dafür gibst.

    Gibt's eigentlich Grammophone für normale Venylplatten?

    Nein, denn ein Grammophon spielt a) Mit Stahlnadel, und b) mit einem Auflagegewicht von 50-200 Gramm. Das überlebt keine Vinylplatte.

    Mal ganz davon abgesehen: Wie sollte es überhaupt physikalisch funktionieren, aus einer Mikrorille auf rein mechanischem Wege eine Amplitude zu erzeugen, die ausreicht an der Membran ein hörbares Signal abzustrahlen? Allein das ist schwer vorstellbar ohne elektronischen Verstärker. Hinzu kommt auch noch die Tatsache, dass die meisten heute vorhandenen Vinyl-Platten Stereo-Mikrorillen haben dürften, was die Komplexität der Mechanilk noch einmal erhöhen würde.


    Aber schon allein aus dem ersten Grund klingt mir das Ganze nahezu nicht machbar, und falls doch, dann wäre die Mechanik wahrscheinlich so empfindlich, dass sie für ein mobiles Gerät ungeeignet wäre. Aber vielleicht haben ja irgendwann mal Leute viel Zeit und Geld, auch diese Herausforderungen zu lösen, man soll ja niemals nie sagen ;-)


    Gruß Steffen

    Ich besitze das ostdeutsche Pendant dazu,

    So einen RFT-Tangetialplattenspieler hat mir anno 1991 mal ein Kommilitone auf den Tisch gestellt. Ich stand davor wie ein Schwein vorm Uhrwerk. Mein RFT-Servicehandbuch von 1987 kannte diese Technologie noch gar nicht. Zum Glück konnte ich den Fehler dennoch lokalisieren, und auf sehr russische Art beheben: Gebrochene Ader der flexiblen Leiterkarte zum Tonarm kurzerhand mit einem Stück Schaltlitze überbrückt ;-) Hat offensichtlich danach noch lange einwandfrei funktioniert.


    Der Kommilitone war so happy damit, dass er mir 2 Jahre später ein defektes RFT-HiFi-Kassettendeck mit vollelektronischer Laufwerkssteuerung auf den Tisch stellte. Damit war ich dann aber echt überfordert. Im o.g. Handbuch war diese Technologie schon erläutert, aber erstens nicht sehr detailliert und zweitens konkret auf ein etwas anderes Modell bezogen. Zu allem Übel habe ich dann auch noch beim Durchmessen mein Drehspulinstrument quer durchs Zimmer geschleudert, weil ich übersehen hatte, dass es am Netzteil spannungsführende Teile ohne Berührungsschutz gab. Nach dieser Erfahrung hatte ich erstmal ernsthaft überlegt, ins Krankenhaus zu gehen und ein EKG machen zu lassen... Irgendwie hab ich das Ding dann auch wieder zum Laufen gebracht, aber ob der Kollege damit wirklich glücklich geworden ist, bezweifele ich. Ich wusste selbst nichtmal, welche meiner zahlreichen, teilweise vermutlich sinnlosen, Maßnahmen zum "Erfolg" geführt haben.


    Gruß Steffen

    Hab nie so recht verstanden, warum die Sachsenringer das R.rad derart suboptimal und unnötig Platz zehrend "mitten in den Kofferraum" gestellt haben, sozusagen.

    Gewundert hat mich auch immer, dass man da keine bessere Lösung gefunden hat. Aber wenn ich ehrlich bin: Wirklich ernsthaft behindert hat es mich in der Praxis eigentlich so gut wie nie. Wenn man wirklich mal was Sperriges zu transportieren hat, ist der "Einwurfschlitz" das wesentlich größere Hindernis.


    Ansonsten betrachte ich das Rad als nützlichen "Raumteiler", der verhindert, dass Ausrüstungsteile wie Werkzeug, Sanikasten etc. frei im Kofferraum umherfliegen. Denn wirkliche Befestigungsmöglichkeiten gibts ja dafür auch nicht.


    Gruß Steffen

    Hier geht es aber nicht um Vinyl sondern um Schellack. Das ist ein ganz anderes Kaliber. Zu kaufen gibts die schon noch, das ist mir klar, aber spielt die auch noch irgendwer tatsächlich mal ab?


    Meine "Bessere Hälfte" hat sich auch mal eine ziemlich teure gekauft aber nur zum Angucken. Zumal sie nicht mal ein passendes Gerät dazu hat.

    Gibt es überhaupt noch Medien, die auf solchen Geräten abgespielt werden können? Also geben wird es sie mit Sicherheit noch, aber doch eigentlich nur zum Anschauen in der Vitrine, und nicht zum Verschleißen durch abspielen... :/

    Und wie kann ich, deiner Meinung nach, den Zündfunke bis zum Brennraum kommen lassen?

    Es ist in der Tat nicht ganz trivial, zu prüfen, ob unter den Bedingungen im Brennraum (Druck, Temperatur) noch ein ausreichender Funke überspringt. Es gibt dafür Prüfgeräte, die solche Bedingungen simulieren können, die hat aber kaum jemand in der Hobbygarage ;-)


    Daher geht man als Hobbybastler eher den Weg: Andere Kerze ausprobieren, anderen Kerzenstecker ausprobieren, Funkenstrecke am freien Zündkabel ohne Kerzenstecker gegen Masse prüfen, Zündspulen vertauschen usw. usf. Und immer schön eins nach dem anderen, damit man dann am Ende noch weiss, welche der Maßnahmen nun wirklich eine Veränderung brachte.


    Gruß Steffen