Posts by Fridl

    ...Die konnte man in der DDR nicht reparieren weil es keine Teile dafür gab.

    Nun ja, bei meiner Kaffeemaschine ist das inzwischen auch der Fall ;-) Aber ich habe schon verstanden, worum es eigentlich ging. Mein Zwischeneinwurf war eher etwas off topic.

    ...eher auf die Westprodukte aus war, die konnte man zu einen sehr guten Kurs an den A&V abgeben,...

    Das traf aber meistens auf Produkte zu, die es bei uns gar nicht, oder nur sehr schwer zu kaufen gab. Videorekorder, Kameras, Computerdisketten...


    Ein Kommilitone von mir aus Simbabwe hat sich so sein Studium finanziert und nebenbei seine Familie unterstützt. Er hatte ein kleines Stipendium in harter Währung, was er durch solche Transaktionen vervielfacht hat. Nach der Währungsunion war er dann voll gekniffen und ständig Pleite :rolleyes:

    Also in meiner Provinz (und meiner Erinnerung) gabs zunächst nur das Schoko, und auch nur im Fress-Ex. Erdbeer habe ich erst ab Mitte der 80er gesehen. Irgendwann gab es das Trinkfix auch im Dorfkonsum, wobei das Erdbeer eher ein Ladenhüter war, das Schoko meist vergriffen. Obwohl es ziemlich teuer war. Ich meine, mich an Preise im Bereich von Bohnenkaffee zu erinnern.

    DDR- Produkte waren im Alltag besser zu brauchen, weil z.B. reparierbar. Irgendwelches Moulinex- Zeugs wäre da nicht so gut gewesen.

    Moulinex? Ist das schlecht? Meine Kaffeemaschine dieser Marke funktioniert schon seit über 20 Jahren einwandfrei, und ist gerade jetzt im Corona-Home-Office verstärkt im Einsatz. Aus heutiger Sicht schätze ich das Gerät technisch deutlich ausgereifter ein, als bedingt vergleichbare Produkte der Marke "AKA-Elektrik".


    Und falls das Gerät demnächst doch ausfallen sollte; Ich habe immer noch einen Sonja-Kaffefilterhalter, mit dem ich die Kaffeeversorgung sicher stellen kann;-) (Im Urlaub wird der sowieso immer benutzt, denn wer nimmt schon die ganze Kaffeemaschine mit ;-) )


    Gruß Steffen

    Das Radlager habe ich bei Trabantwelt.de bestellt, daher gehe ich davon aus das es das richtige für den Trabi ist.

    Ja, passen wird das schon, und vermutlich wird es auch eine Weile halten. Aber wenn auf dem Lager steht: "6206 2Z" dann ist es eben nicht genau das Richtige für den Trabi, weil es eben keine verminderte Lagerluft (C2) hat. Zu DDR-Zeiten war es natürlich auch nicht unüblich, auf Grund der Verfügbarkeit ersatzweise Standardlager mit normaler Lagerluft zu verwenden, aber wie lange das dann hielt, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.


    Auf dem Lager sollte stehen: 6206 / C2 (für offen) oder für gekapselt: 6206 / C2 2RS oder 6206 / C2 2Z oder ähnliches. Aktuell ist es etwas schwierig, überhaupt etwas passendes zu finden. Außerdem sind Markenhersteller wie SKF oder FAG zu bevorzugen. Damit wird es nochmal dünner.


    Prinzipiell: Normteile wie Kugellager muss man nicht unbedingt beim Oldtimer-Discounter kaufen, wenn man sie auch woanders ohne "Katze im Sack" bekommen kann. Grundsätzlich habe ich zwar viel weniger Ressentiments gegenüber Trabantwelt, als viele andere hier, aber verschiedene Teile würde ich trotzdem nicht ungesehen dort kaufen.

    Viele Grüße

    Steffen


    PS: Trabantwelt ist definitiv kein schlechter Laden, ich habe in den letzten 5 Jahren kumulativ mehrere 1000 EUR dort ausgegeben und bin insgesamt eher zufrieden. Ich schaue mir aber vorher auch immer genauer an, was ich dort bestelle. Grund zur Reklamation hatte ich dennoch schon einige Male, aber es genügte immer ein einziger Anruf, um eine faire Lösung zu finden, die dann auch beiderseits eingehalten wurde.


    PPS: Sowohl gekapselte als auch ungekapselte 6206 / C2 von SKF scheint es gerade hier zu geben: https://www.rollerbearings.shop/ Vielleicht auch anderswo, Vor nicht allzu langer Zeit sah es temporär deutlich schlechter aus

    Ich musste die Marke "Viba" bei Wikipedia nachschlagen. Haben die früher nur für den Export oder Fress-Ex produziert, oder weshalb kommt mir das so völlig unbekannt vor?

    Es wurde also auch auf breiter Front abgezockt. Nur an der Tanke nicht - man erinnert sich noch dunkel an Benzin-Preise knapp unterhalb der 1 DM-Grenze...😍

    Auch diese Freude war nur von kurzer Dauer. Den nachdem wenige Wochen später der Herr Hussein in Kuweit eingefallen war, gab es nie wieder Preise unter 1 DM.


    Was mir an der heutigen Berichterstattung zur Währungsunion immer wieder sauer aufstößt, ist die Aussage, dass niemand mehr die "Ostprodukte" kaufen wollte. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn selbst wenn man gewollt hätte: man hätte es nicht gekonnt. Scheinbar wurden die einheimischen Hersteller durch den Handel regelrecht boykottiert. Natürlich sinkt die Nachfrage, wenn Konkurrenzprodukte dazu kommen, aber auf null wäre sie sicherlich nicht gegangen, schon allein auf Grund der deutlich moderateren Preisgestaltung.


    In unserem Dorfkonsum haben sich sehr viele Kunden beschwert, dass immer mehr Produkte aus dem Sortiment verschwanden (sicherlich nicht zuletzt wegen der damals wirklich unseriösen Preisgestaltung der "Westprodukte"). Die Verkaufsstellenleiterin konnte nur mit den Schultern zucken. Selbst wenn die Sachen noch irgendwo bestellbar waren, es war ihr untersagt, dies zu tun, auf Grund verschiedener Exklusiv-Verträge mit bestimmten Lieferanten.


    Gruß Steffen

    Viel leerer, als sie zu DDR-Zeiten je waren.

    Das fiel vor allem deshalb auf, weil noch wenige Wochen vorher für kurze Zeit plötzlich Dinge in den Regalen lagen, die es sonst, wenn überhaupt maximal bis unter den Ladentisch geschafft hätten.


    Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass nur wenige Tage später die Regale voller wurden, als je zuvor. Allerdings hat man dann die Produkte des täglichen Bedarfs, an die man gewöhnt war, vergeblich gesucht, und musste stattdessen für den "Ersatz" horrende Preise zahlen.

    4-lagiges Arschverwöhnpapier könnte da tatsächlich knapp geworden sein wo es alle wollten.

    Das mag es vielleicht bei Euch im Berliner Raum gegeben haben, bei uns in der Provinz gabs nie etwas anderes als Krepp. Was komfortableres konnten wir uns bestenfalls selbst aus der ČSSR importieren. Letzteres musste man jedoch 4x falten, wenn man 4-lagig wollte ;-)

    ...nur dass sich bei mir sowohl Zylinder 1 als auch 2 nicht einstellen lässt. Hier scheint ja irgendwie eher vom 2. die Rede zu sein.

    Ein wenig Mitdenken wäre aber auch begrüßenswert. Beide Unterbrecher Sitzen auf dem gleichen Nocken. Wenn dessen Welle "eiert", dann wird sich das wohl kaum nur auf einen Kontakt auswirken, ohne den anderen ebenfalls negativ zu beeinflussen.

    aber wenn ich den Nocken abnehme und um 180 Grad verdreht aufsetze, bleibt es trotzdem gleich, dass der Zylinder unten ist und der Unterbrecher max. offen

    Das ist irgendwie überhaupt nicht nachvollziehbar. Wie viele Berge hat denn der betreffende Nocken? Warum hast du immer auf der falschen Seite einen Berg, egal wierum du das Teil drehst? Das übersteigt mein Vorstellungsvermögen.

    Wenn die beiden Zylinder vertauscht sind, dann werden wohl irgendwo die Kabel vertauscht sein. Das zu beheben sollte eigentlich keine große Herausforderung darstellen.


    Dass es Toleranzen im Durchmesser des Nockens gibt, ist für mich auch nicht verwunderlich. Schließlich unterliegt er ja auch einem, wenn auch minimalen Verschleiß. Deshalb stellt man ja den Kontaktabstand ein.


    Wie hast du denn den Rundlauf gemessen. Dazu hast du nichts geschrieben, ausser dass du glaubst es wäre ok.


    Wie verhalten sich denn nun die Kontaktsätze während einer KW-Umdrehung, nachdem du den Abstand auf 0,4mm eingestellt hast? Öffnen und schließen sie zuverlässig?

    War bisher bei anderen Moden, wie Katzentreppen und Rallyestreifen, auch so.

    Etwas differenzierter würde ich das schon betrachten. Mir gefallen nach wie vor geschmackvoll gestaltete Rallye-Streifen und auch Katzentreppen (Der DeLorean in meiner Nachbargarage hat sowas übrigens serienmäßig). Auch eine dezente Tieferlegung finde ich reizvoll, wenn sie dem Kfz eine sportlichere Note verleiht. Nur mit so einer Achsbruch-Optik konnte ich noch nie etwas anfangen. Sieht eben einfach nur kaputt aus, und der einzige Reiz der für mich davon ausgeht, wäre es zu reparieren.

    Das es bei dem Buch ein andere Auflage gab, ist mir nicht bekannt.

    Das war nur eine Vermutung von mir, nachdem ich über die zwei Jahreszahlen im Impessum gestolpert bin.


    Ich wollte das Buch keinesfalls schlecht reden. Wie ich mehrfach erwähnte, finde ich es sehr interessant, und ich blättere immer wieder gerne darin. Und in den inneren Umschlagseiten vorne und hinten sind 2 Fotos, die aus meiner Sicht tatsächlich einen Schnappschuss auf realistische Straßenbilder darstellen. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Fotos, die offensichtlich zwischen 1988 und 1990 entstanden sind. Sehr viele andere Fotos sind aber eben mehr oder weniger museal aufbereitete Geschichte.


    Du legst offensichtlich großen Wert auf farbige Fotos. Je weiter du in die Vergangenheit schauen willst, umso weniger wirst du fündig werden. Bis in die 1960er Jahre war es selbst in aufwändig produzierten Prospekten und Werbe-Publikationen üblich, mit handcolorierten Fotos zu arbeiten. Diese haben zwar auch einen gewissen Charme, und gefallen mir selbst richtig gut, sind aber eben auch nur eine verzerrte Darstellung der Realität.


    Für mich fängt ein originales Schwarzweiß-Foto eine Szene wesentlich realistischer ein, als ein später nachgestelltes Szenario. Die Farben stelle ich mir dazu einfach vor. Aber wie du schon richtig feststelltest: ein wenig ist das auch Geschmackssache und darüber kann man bekanntlich nicht streiten.


    Viele Grüße

    Steffen

    Danke. Ist das Bild wirklich älter als 30 Jahre? Wenn nein drehen wir uns im Kreis.


    PS: Sorry, dass ich hier jeden und alles erstmal anzweifele. Aber ohne genauere Hinterfragung wird es immer schwieriger, sich ein Bild zu machen was es wann und wo wirklich einmal gab.


    Gruß Steffen