Posts by V603

    ...schlauer,was den Zustand angeht.

    Umbau auf Kugellager zog ich in Erwägung,weil Du sagtest daß es bei Rollenlagern schonmal bis zu nem Jahr dauern kann.

    Als Laie ist man eher geneigt, das eine oder andere zu übersehen oder falsch einzuschätzen.

    Bei den beiden Rollenlagern in der Mitte besteht das Problem darin, dass es keinen wechselbaren Innenring gibt. Man kann nur das komplette Mittelstück wechseln. Da es aber seit 1985 keine Neuteile mehr gibt, bleibt nur die Alternative, ein Teil aus ein anderen Welle zu gewinnen. Grundsätzlich gesehen, sind Zylinderrollenlager etwas solider.

    Ich würde Dir raten, die demontierte Welle mal von einem wirklich erfahrenen Schrauber begutachten zu lassen. Vielleicht ist mit einer Reinigung wirklich etwas erreichbar. Das eine Kugellager kann man mit leichtem Werkzeug tauschen. Wenn es sich dann lohnt.

    Wenn es der richtige in die Hand nimmt, wäre auch der Tausch gegen Pleuel mit Nadellager am Kolbenbolzen möglich.

    Nunja. Der dritte Gang hat eine Presspassung. Da muss gebohrt werden. Entweder vor oder nach dem schweißen.

    Die Achsen der beiden Zahnräder sollte am Ende schon sehr genau aufeinander passen. Der Rundlauf ist auch nicht aus den Augen zu verlieren. Ohne einen zusätzlichen Nadelkranz im dritten Gang würde ich das nicht machen.

    ...Kommt auf die Nutzungsweise an.

    Das steht außerfrage.

    Bei meiner Cousine hat hat eine Kupplung stets maximal 10tkm gehalten. Dann war alles restlos hinüber.

    Beim Trabi meines Vaters waren Getriebe und Antriebswellen nach 20 Jahren und 130tkm unangetastet.

    Ein Kurbelwellenschaden bei 10tkm, geschliffene Zylinder bei 60tkm und eine neue Kupplungsscheibe bei ca. 100tkm.

    ...wurde es nie werksmässig verbaut....

    Doch, gab es, beim P50.
    Der Nachteil ist die deutlich höhere Belastung des Freilaufsterns. Dieser leidet nicht primär unter klassischem Verschleiß durch Abnutzung, sondern durch die Pressmarken der Zylinderrollen.

    Um das Schieberuckeln zu reduzieren, solltest Du jemanden kontaktieren, der den Vergaser wirklich beherrscht und nicht nur durch reinigen "regeneriert".

    Nun ja. Die Welle wurde über 30 Jahre so gelagert, dass sie jetzt (vorsichtig gesagt) Lagerspuren hat.
    Da gibt es einige Exemplare, die bereits nach wenigen tausend Kilometern Probleme mit den mittleren Hauptlagern hatten.

    Auf jeden Fall scheint mir hier die Gefahr sehr groß, dass zumindest Schmutz in die Lager gekommen ist. Deshalb kann man nur raten, die Welle für eine Inspektion zerlegen zu lassen. Dabei würde ich auch die mittleren Lager erneuern lassen.

    Welcher Kaufpreis sich dann lohnt, muss jeder selbst für sich entscheiden. Die Alternative wäre: einbauen und hoffen.

    ...von Fremden mit irgendwelchen Zusicherungen sollte man aber dem Profi überlassen. Ich habe Leute gesehen die krumme Pleuel mit dem Hammer gerade geschlagen haben und dann ab zu eBay...…auf die Frage was das werden soll kam: "is mir doch egal"...

    Schaut Euch doch mal bei Youtube (Suche: Trabant Motor zerlegen) an, wie die Stars der sozialen Medien Motoren zerlegen und/oder ihre Analysen besprechen, was nun zu tun sei. (Auch die Kommentare der Bewunderer sind zum Teil niedlich.) Die Überreste tauchen dann nicht selten mit allerhand Werbeaussagen in den Kleinanzeigen auf.

    Der grauen Gummi von dem Bild da oben ist doch nicht neu. Ich kenne die harten grauen Dinger auch noch. Wenn die Geometrie des Falzes nicht 100%ig stimmt, bekommt man mit keinem Türschloss die Tür zu. Und die harten grauen Gummis sind elastisch wie Gartenstühle.

    Ich rede von axialer Bewegung auf den Stiften. Bei höheren Drehzahlen und damit schnelleren Lastwechseln bremst die Masse der Drehschieber deren Bewegung, Gas geben bei niedriger Drehzahl verstärkt sie.