Posts by V603

    Ich denke, solche Erfahrungen macht hier jeder dann und wann.

    Wir haben einen innerörtlichen Straßenabschnitt, der wegen seiner Zweispurigkeit leicht zum Gas geben einlädt. Aber weil dort des Öfteren ein Blitzer steht...
    Wenn ich dort mit meinem Passat fahre, werde ich niemals überholt, ganz egal, ob 40 oder 55km/h. Fahre ich dort mit dem Trabi, werde ich selbst dann überholt, wenn ich mit 55km/h am Limit des gesunden unterwegs bin.

    Trabant voraus, heißt stets Gas geben und überholen. Das ist eben so.

    Bei den zu DDR-Zeit regenerierten Kurbelwellen sind 2 kollabierte Lager auffällig oft: Die beiden mittleren Hauptlager bei den käfiglosen Rollenlagern und das untere Pleuellager. Die Innenringe sehen dort häufig ähnlich aus, wie auf meinen Fotos, eine Seite zurück. Ich meine, dass das Nachschleifen der einsatzgehärteten Flächen keine standfesten Lager erzeugte.

    Deshalb betrachte ich den Überzug des Kurbelzapfens mit einem durchgehärteten Ring als einzig zielführend.

    Mario-P50K Das Problem liegt darin, dass bei der von Euch gewünschten Präzision, ein Umspannen höchst problematisch ist. Einmal zentrieren und ein einer Aufspannung arbeiten. Dann kannst Du etwas erreichen.

    Rechne mal nach, wie groß die Winkelabweichung sein darf, damit die Welle auf 250mm maximal 0,01mm unrund läuft.

    ich wollte neue Pleuel, keine neue Wellen.

    Um sie einzurahmen? Ich sehe das Problem mit den Pleuel absolut zweirangig. Versuche doch erst einmal, mit Wiederholgenauigkeit, die erforderliche Menge Hubscheiben der Trabantwellen zu fertigen oder aufzuarbeiten.

    ...Aufspritzen soll nur dafür Sorgen, das der Zapfen wieder rund ist um die Tragfähigkeit der Hülse zu Gewährleisten.

    Genau! Nur! Zeige das Teil mal jemanden, der es zur Bearbeitung genau so einspannen soll, dass die Achsabweichung der geschliffenen Kurbel deutlich unter 0,003° bleibt. Der zeigt Dir nen Vogel.

    Darum wollte ich neue .... und will das auch nicht schon wieder breit treten.

    Du willst also keine Wellen regenerieren, sondern neue bauen. Da kann ich Dir nur sagen: ich wünsche Dir viel Erfolg. Den Interessenten sei empfohlen, jetzt schon einmal ein frisches Sparschwein anzulegen.
    Ich bin der Meinung, dass die Gesamtsituation das definitiv nicht hergibt! Da wirst Du wahrscheinlich nur Geld verbrennen oder Einzelstücke an eine elitäre Kundschaft verkaufen. Das ändert aber nichts daran, dass ich hoffe, dass Du es schaffst.

    Pleule ... Stückpreis von rund 300€.

    Ich sage nur: Sparschwein.

    Dann käme die Hubwange, die ja aktuell das größte Problem darstellt, ...

    Richtig. Wer das Problem nicht löst, kann sich nur mit teuren Pleuels eindecken und sie anschauen.

    ...Bliebe die Qualität der Lager selbst, die im Verdacht steht.

    Sicher. Aber zeige einem Hersteller von Rillenkugellager mal einen Trabantmotor. Da übernimmt der keine Garantie für irgend etwas. Entweder eine Fettpackung oder Ölumlauf mit Filter, sonst wird das nichts. Wenn Du dann auch noch viele Kurzstrecken in der Anwendung hast oder längere Stillstandszeiten, wird das nichts mit den 100tkm.

    Riemenscheibenseite: Lager schwergängig

    Du hast den äußeren Lagerring neben seine Position. Die Ablagerungen neben der Rollspur behindern das Lager.


    Graue Maus : Du willst doch jetzt nicht wirklich Parallelen der Motoren von Simson/MZ zu denen von Trabant/Wartburg ziehen?

    Diese Sorte Wellen kenne ic

    Ich meine, dort waren die Hubzapfen dünner. Die gebrochenen Hubzapfen von heute sind alle auf 25mm abgedreht oder geschliffen. Dann wird es zu dünn für höhere Belastungen.
    Fg601 Die Pleuel haben einen NENNmaß von 38mm. Es gibt viele, die liegen darunter. Nach der Regenerierung waren sie meist darüber. Deshalb scheiden die für die Nadellager-Methode dann aus.
    Wie gesagt, Du brauchst als erstes einen RUNDEN Hubzapfen. Ob die in festgelegten Schritten neu geschliffen wurden, weiß ich nicht. Die Zylinderrollen für die originale Lagerung gab (gibt) es in 0,05mm-Schritten. (Das Werk gibt es nicht mehr). Nach den beiden Teilen wurden die Pleuel innen passig gemacht.
    Die meisten Schäden sind am Hubzapfen aufgetreten. Aber es gab auch Extremschäden am Pleuel. Schau Dir das obere Auge an. Bei 100 Pleuel siehst Du kaum Verschleiß. Beim 101. ist die Laufbahn der Nadeln 1mm tief eingelaufen.

    Heutzutage werden wir massiv mit Korrosionsschäden und deren Folgen konfrontiert. Bei 1mm tiefen Rostporen zeigt Dir jeder einen Vogel, der die herausschleifen soll.


    ..wurden schon 1963 so gemacht ...

    Schon damals wurde die Pleuel innen auf Maß geschliffen.

    Du brauchst einen soliden Hubzapfen. Die Innenringe kannst Du zur Not noch mit einer Zulage bekommen, so dass Du nicht nur 32mm hast, sondern eventuell 32,1. Bei größeren wird auch schon der Nadelkäfig problematisch. Nadeln über 3mm gibt es nur als Sonderfertigung. Bei zu viel Übermaß passt der Käfig nicht mehr und Du brauchst auch dort eine Sonderfertigung. Da kann man dann wirklich über die Nachfertigung von Pleuel nachdenken.
    Aber wer von Euch plant, jetzt jährlich 500+ Kurbelwellen zu bauen?

    Ja, zwei Probleme.
    1. Die Haltbarkeit, wenn die Rollen direkt darauf laufen. Ich habe da so meine Zweifel.
    2. Die Kosten

    Bleibt also nur der aufgezogene Innenring. Egal, ob ab Werk mit 28mm Durchmesser der nach dem Auftragen von Material. Das funktioniert und ist seit Jahren bewährt.
    Mit einem Haken: Standardlager erfordern ein Innenmaß beim Pleuel von 38mm. Musst Du die Pleuel größer schleifen, ist es aus. Sonderlager haben Sonderpreise und entsprechende Abnahmemengen.
    Neue Pleuel sind ja ganz nett. Aber ohne neue Hubzapfen leider mehr etwas zum anschauen.

    Das kann man unterschiedlich interpretieren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass hier darauf hingewiesen werden soll, dass sie das Thema ernst nehmen. Kann aber auch mehr Schein sein.

    Ich habe in verschiedenen Bereichen mit Frauen, als auch ohne gearbeitet. Ehrlich gesagt, war das Klima mit Frauen meist angenehmer.

    Die Pleuel sind endliche Restbestände.

    Dann ist das keine echte Perspektive. Und selbst wenn: ohne neue Hubzapfen (Hubscheiben) ist das nur die halbe Miete.
    Die durchgehärteten Pleulaugen nachzuschleifen, ist ja kein echtes Problem, so dass man sagen müsste, dass man auf neue Pleuels angewiesen ist. Was machst Du mit den dann fehlenden Hubzapfen? Die Idee mit dem Aufchromen hatten andere Leute auch schon. Vor allem: anschließend wieder verworfen.
    Um das Problem bei den Eiern an der Wurzel zu packen, müssten konstruktive Änderungen Motor vorgenommen werden.