Beiträge von mulchhüpfer

    Komplett kann ja die Sprit Versorgung nicht abbrechen, das Leerlaufsystem arbeitet ja weiter. Wenn dann die Zündung wieder zugeschaltet wir, gibt es eine ordentliche Verbrennung in der Abgasanlage und du brauchst evenl. Ersatz.

    Wenn sich das in irgend einer Art bewährt hätte, dann wäre die Schubabschaltung bei MZ usw in Serie gegangen, ist mir aber irgendwie nicht bekannt.

    Also zumindest bei meiner ES 125 war es so, dass man den Gasschieber durch Drehen am Gasgriff weiter über die Nullstellung hinaus schließen konnte, sodass er auch den Spalt für das Leerlaufgemisch dichtgemacht hat. Von wann bis wann das so In Serie war, keine Ahnung. Wäre aber mal interessant.

    Fuck mein KFT-Inhaltsverzeichnis reicht nur bis 1952 :D Vom Straßenverkehr habe ich das komplett, vor Ewigkeiten mal in Excel-Tabellen extrem aufwändig angelegt mit allen Details und nach Fahrzeugtypen sortiert. Falls jemand Interesse daran hat, gern per PM.

    Warum die Schubabschaltung nie in Serie ging? Ganz einfach, weil der Motor Schmierung braucht. Und solange die ohne extra Ölpumpe und seperatem Öltank von statten geht, ist die Gefahr von Motorschäden durch Schmierfilmabrissen viel zu gross. Wer z.B. in der Großstadt ständig von Ampel zu Ampel fährt und dabei permanent die Schubabschaltung im Eingriff wäre, macht sich den Motor, respektive die Welle schnell zur Sau.

    Komsicherweise schien es bei MZ geklappt zu haben. Da ist der Gasgriff zumindest bei der ES ja so ausgelegt, dass er über die Nullstellung hinausgedreht werden kann, sodass die Spritversorgung abbricht und ohne Schiebruckeln motorgebremst werden kann. Da der Zündfunke dadurch auch versagt, entsteht dann auch keine neue Wärme mehr.

    Alternative Schubaschlatung durch Unterbrechung in der Zündanlage bei fortlaufendem Spritfluss war glaube ich die Variante, die für den Trabi mal in der KFT diskutiert wurde. Müsste man noch mal herauskramen ... ich schaue heut abend mal nach.

    Schieberuckeln hat man doch nur bei zuwenig Gas. Ich merke immer wieder, wenn ich mal jemanden meinen Trabi fahren lasse, der nur moderne Autos kennt, daß die Leute die richtige Technik nicht beherrschen. Die nehmen das Gas zu weit zurück. Im dritten immer mit genügend Gas fahren und bei Erreichen der Wunschgeschwindigkeit entweder in den vierten schalten und den Freilauf nutzen oder, wenn die Geschwindigkeit dafür zu gering ist, eben den Leerlauf wählen. Das ist doch das schöne, daß ein Zweitakter eben anders gefahren werden muß als die Viertakter.

    Wenn man in Berlin die Trabidafari sieht, kanns einem auch schlecht werden. Wie die leute da die Trabis fahren, die haben einfach Null Ahnung und Gefühl für die Sache. Es gibt ja generell viele Leute die kein Gespür für Drehzahlen und die Belastung des Motors haben. Diejenigen sollten vom quirligen Zweitakter lieber gleich die Finger lassen und sich nen /8 200 D kaufen (oder noch besser: Tesla).


    Zum Vergaser: Er sollte schon so laufen, dass man sauber konstant 30 oder 40 km/h im 3. Gang fahren kann. Ruckeln sollte er erst, wenn man das Gas ganz wegnimmt (was man durch Herausnahme des Gangs vermeidet). Wenn er schon eher ruckelt, läuft er zu mager. Wenn man den Schiebebetrieb für bergabfahrten oder Fahren bei Glätte nutzen möchte, empfielt sich ein minimales Ziehen des Chokes, dadurch läuft er dann auch ohne Gas ruckelfrei. Aber da ist Gefühl gefragt, wenn es zuviel des guten ist, säuft er ab. Wer ein Mäusekino hat, kann die "Dicke" des Gemischs zuverlässig anhand der Diodenanzeige kontrollieren/steuern. Bei längeren, steilen Bergabfahrten lohnt es sich auch, die Zündung abzustellen, man muss nur krass aufpassen dass die Lenkradsperre dabei nicht greift, dann wars das. Ich verstehe nicht, warum die Schubabschaltung in Serie nie verwendet wurde, eine sinnvolle Sache beim Zweitakter.


    Danke @alle die hier detiellierte Einstelldaten des Vergasers gepostet haben, sehr hilfreich :)

    Schon seit über 10 Jahren funktioniert bei meinem Päppchen die Wischwasch-Anlage nicht. Einen Wasserbehälter habe ich inzwischen, aber der Wasseransaugkopf ist defekt. Hat da jemand noch einen herumliegen? Damit ich den Mangel mal abstellen kann.

    Danke und beste Grüße, Max

    Danke für den tollen Kalender! Ich wollte als kleinen Verbesserungsvorschlag nennen, dass man den Anteil des Bildes vergrößern könnte. Der Kalender ist ja ohnehin nur A4, da wäre es schön wenn das Foto wenigstens die eine A4-Seite ausfüllt. Die Foto-Quaili ist ja gut genug dafür. Würde mich freuen, wenn das künftig berücksichtigt würde :)

    Der Kunststoff hält normal schon, das Problem ist der Ethanolanteil im Kraftstoff, dieser lässt den Kunststoff aufquellen. Nicht nur das, Ethanol bindet auch Feuchtigkeit und begünstigt somit Gammel im Tank und sogar im Vergaser, dort gerade am Schwimmer und den Düsen.

    dazu wiederum habe ich gegenteiliges gehört. Ethanol wirkt sich in Bezug darauf sogar positiv aus. Eben weil Ethanol Wasser bindet, wird dadurch verhindert, dass Wasser sich ablagert, sondern es wird im Ethanol gelöst und geht raus. Gabs mal ne Untersuchung von Oldtimer Markt dazu, weiß grad nicht welche Ausgabe.


    PS: Muss mich korrigieren, Ethanol soll wirklich zu Wasserabscheidung führen können. Chemisch verstehe ich das zwar nicht, aber egal. Hier der Bericht über die Oldtimer-Markt-Untersuchung dazu

    https://www.welt.de/motor/news…klassische-Fahrzeuge.html

    Man man, diese Filterglocke scheint ja ne echte Schwachstelle zu sein. Mir fing sie gestern auch an zu tröpfeln, zum Glück habe ich es noch bemerkt ehe der Tank leer war.


    Warum überhaupt Kunststoff - macht ja ansich Sinn, auf die Weise wird verhindert, dass durch beherztes Festziehen das relativ kurze Gewinde des Benzinhahns überdreht wird oder zerbricht. Nur hatte man damals sicher nicht aufm Zettel, dass die Plasteglocken ihre Größe verändern können sodass sie undicht werden, obwohl die Gewinde in Ordnung sind. Eieiei.

    Ihr empfehlt also auf Aluglocke umzusteigen, ja? dann werde ich das jetzt mal machen. Sollte man wohl als Standard-Empfehlung jeglicher Trabant-Kaufberatung hinzufügen, was? Ist doch ärgerlich wenn Pannengefahr wegen solcher sinnloser Kleinigkeiten besteht.

    Hängt ja davon ab, was man mit "thermisch höher belastet" meint. Im Alltagsbetrieb denke ich, auf jeden Fall. Denn die Simme wird oft und dauerhaft mit Volllast gefahren, was beim Trabi ja eher nicht der Normalfall ist. Zudem ist die Literleistung des Simme-Motors erheblich größer. Es spielen da sicher weitere Faktoren mit rein. Jedenfalls ist für die fahrtwindgekühlten Simmen ne 260er Kerze vorgeschrieben, das wird schon seinen Grund haben.

    Okay, danke soweit für die ernüchternde Erkenntnis. Es ist nicht so dass ich ein Kapitalismus-Jünger sei, aber man ist doch immerwieder überrascht, wo überall so perverse kap. kacke am dampfen ist. Deutsche Autos sind ja wohl der letzte Garant, der fällt - dachte man zumindest bis vor kurzem noch ...


    Selbst wenn ich die Zeit nehme, um Öl-Datneblätter der letzten 20 Jahre zu vergleichen - daraus erfahre ich ja nicht, welcher Stoff welche Eigenschaften hat. Sicherlich gibt es wissenschaftliche Untersuchungen dazu, populär zugänglich fand ich jetzt aber nur einen Öl-Test von AutoMotorSport 2013, dem ich jetzt eher nicht vertrauen würde.


    Dass das Vollsynthetik-zeugs rauchärmer ist, konnte ich wirklich sehr eindeutig feststellen. Ich gehe daher zumindest von einem effektiveren Verbrennungsvorgang als beim Mineralöl aus.




    Schon kurz nach der Wende sah man am Autobahnrad nicht Trabis, sondern die ganzen liegengebliebenen Westkarren stehen. Da stand höchsten mal ein Trabi dahinter, weil er gefragt hat ob man helfen kann :D 

    Da muss ich an unsere Hausmeister in der Grundschule denken (war 1993 rum). Der eine blieb beim Trabi, der andere hatte sich nen Rekord E gekauft, im eher mittelmäßigen Zustand. Nach der Schule hatten wir mehrfach zugeschaut, wie der Trabi den Rekord aufm Sportplatz Runden gezogen hat, am Schleppseil. Ziel war es, den Opel zum Anspringen zu bewegen :D (der Trabi war übrigens Neptunblau mit Moosbewuchs, kann also auch nicht mehr der jüngste gewesen sein ...)


    Selbst wenn die Zündspule aussteigt, läuft die Pappe eben noch auf dem anderen Pott weiter. Wenn die HD zu ist, fährt man mit Choke weiter, wenn der Keilriemen reißt, muss eine Dame an ihre Beinbekleidung glauben ... aber liegenbleiben?? naja, ich zupf' dem Teufel mal lieber nicht am Bart. Ist denn deine Urlaubsreise glücklich verlaufen, Bayern_Trabi?

    Boah, das liest sich wie eine Gruselgeschichte. Ob die Lager dich auch lieben ... wenns Sado-Maso-Stahl ist, vielleicht ja. Dem Serienmotor bei 65-70 km/h den 3. Gang immernoch verweigern und weiter Gas geben, eieiei. Du schreibst doch selbst, dass er dann gar keine zusätzliche Leistung mehr entwickelt, weil er schon völlig überdreht ist. Ich hoffe, der Arme wird danach wenigstens ein bisschen gestreichelt, wenn er sein Tagewerk vollbracht hat. Wobei ich an ein derartiges "Naturtuning" nicht glauben kann. Gibts denn das Video dazu inzwischen??


    Das Drehzahlmaximum habe ich ehrlichgesagt noch nie ausprobiert bei meinem Päppchen. Selbst beim eiligen Überholen auf der Landstraße, schalte ich spätestens bei 45 km/h in den dritten bzw. bei 75 km/h in den vierten hoch. Der Kraftanschluss zum nächsten Gang ist dann ja schon optimal. Und spätestens bei 110 (Tachoanzeige) gehe ich grundsätzlich vom Gas runter, ich finde, bei 90 km/h klingt er im 4. Gang so, als würde er sich noch wohlfühlen, danach fühlt sich der Motor doch eher wie ein sich aufblasender Luftballon an, der gleich platzt man!

    Ich fahre seit kurzem Nobal-Öl. Das ist vermutlich billiges, stinkendes baumarkt-Öl? Erfahrungen? Der Preis ist jedenfalls sehr niedrig für vollsynthetisch. http://www.ebay.de/itm/1L-4-75…85419?hash=item5ae688db8b


    Es riecht in der Tat nicht so gut wie mineralisches Standardöl, aber man riecht eh kaum noch was, zumindest qualmt nix mehr damit.


    Ich mische zur Zeit nur 1:50 weil meine Benzinzufuhr nicht ganz koscher ist. Ich denke aber auch, heutige, synthetische Öle dürften wesentlich besser schmieren als das was man da ab 1974 1:50 mischte ...

    Also, der Entlüftungsschlauch wars nicht. Da muss wohl wirklich der Vergaser mal fein säuberlich zerlegt und gereinigt werden. Dazu hatte ich vorerst aber keine Gelegenheit. Bin erst mal wie üblich mit leicht gezogenem Choke in den Urlaub gefahren, die 700 km hat er problemlos abgespult. Das plötzliche Wegbleiben des Spritflusses trat nicht wieder auf, weiß der Teufel was das war. Bin gespannt wo der Fehler liegt, dass er nur mit gezogenem Choke ordentlich läuft (und dann trotzdem normalen Spritverbrauch hat).


    Anbei mal noch ein kleines Urlaubsbildchen :) 

    Okay, danke für die Hinweise. Ich guck mir den Entlüftungsschlauch nochmal an, wenn das nichts bringt, muss wohl etwas mehr Arbeit und Zeit investiert werden, auf jeden. Kann ich ja gleich mal mit Dichtungen bestellen beginnen ...


    PS. Laut Ratgeber Trabant kann bei Modellen mit KMVA allein das Umschalten von Normal auf Reserve die Bildung einer Luftblase in der Leitung verursachen, die zu einer Störung des Benzinflusses führt. Ein kräftiges Durchblasen des Entlüftungsschlauchs schafft dann angeblich Abhilfe. Schaun wer mal ...

    Den originalen 28H1-1 hab ich drin.


    Mein Verdacht liegt jetzt vor allem auf dem unregelmäßigen Benzinfluss mit den Luftblasen. Das Benzin kommt nur wellenartig-Schwappweise raus, als wäre der Fluss durch einen sich bildenden Unterdruck gestört. Habe grade noch mal in WHIMS und Ratgeber Trabant gelesen, dort steht, das Ventil des Entlüftungsschlauchs am Tank sei eine Schwachstelle, allerdings wird nicht weiter ausgeführt, wieso. Einfach mal zerlegen und durchblasen vielleicht? Bloß wozu ist der Schlauch überhaupt da? Bin übrigens auch schon mal probehalber mit gelockertem Tankdeckel gefahren, hat am Problem nichts geändert.

    Naja, ob 270 oder 250 ml, das sind wohl individuelle Messschwankungen. Und 250 ml bzw. 15 l/h müssten ja schon ausreichend sein eigentlich. Außerdem bekomme ich starkes Beschleunigungklingeln bereits nach wenigen Kilometern, sobald der Motor halbwegs warmgefahren ist.


    Welche Funktion hat dieser Entlüftungsschlauch, der zurück zum Tank führt? Soll der einfach nur Luftblasen verhindern oder wofür? Den schaue ich mir noch mal an, viell. ist der ja verstopft sodass die Entlüftung nicht funktioniert und sich dadurch die Luftblasen bilden?


    Ansonsten habe ich den Verdacht, dass der Schwimmerstand zu niedrig eingestellt wurde, oder am SNV was hakt. (wohl eher letzteres, denn es tritt ja teilweise sporadisch eine komplette Unterbrechung des Spritflusses ein). Denn bevor eine gewisse Werkstatt am Vergaser herumgebastelt hatte, hatte ich nie Beschleunigungsklingeln. Leider habe ich keine Ahnung, was genau die Wekstatt damals am Vergaser gemacht hatte, fest steht, dass es nicht gerade Profis waren und letztlich ohne Grund der Vergaser auseinandergenommen wurde. Typischer Fall von "kaputtrepariert", fürchte ich ... allerdings wurde zeitgleich ein Ersatzmotor eingebaut, aber da fällt mir nicht so recht ein, welche rein motorseitige Ursache das Beschleunigungsklingeln haben sollte (Keilriemen ist ordentlich gespannt).


    Noch etwas: Den angeblichen Druckpunkt am Gaspedal, fühle ich im Gegensatz zu früher nicht mehr. Könnte es sein, dass die Anreicherungsdüse verstopft ist oder nicht ausgelöst wird, und dadurch bei stärkerem Gasgeben zuwenig Sprit bzw. zuviel Luft ins Gemisch kommt? Und wodurch wird der Druckpunkt am Gaspedal ausgelöst?