Posts by Micha123

    Mein erstes Auto - ebenfalls eine 1989er Limousine habe ich mit 65.000 km auf dem Tacho damals weiterverkauft und der neue Eigner fuhr auch einfach weiter.

    Damals meinte ein Mechaniker auch mal - die Kurbelwelle klingt so als ob sie bald kommen könnte, jedoch war das bei 30.000 km und damals waren das Wegwerfautos und so fuhr ich (vorsichtig) immer weiter.

    Natürlich nicht mit heute und bzgl. der langen Standleitung vergleichbar. Dass aber alle Motoren der Baujahre früh sterben mussten, kann aber somit eigentlich auch nicht sein.

    Was wohl normal ist ... in jedem Hobby. Der Motor ist beim Trabant ja sicher das sensibelste und komplexeste Bauteil. Wenn man ein (an sich ja substanzmäßig passables) Auto wie meins als "Nachwuchs" angeht, ist der Motor sicherlich das Letzte, an das man sich rantraut. So geht es ja auch mir - übrigens auch bei 4-Taktern.

    Ist übrigens auch bei Bootsmotoren zu sehen. Schon mehrfach bei Bootswerkstätten von den Mechanikern gehört - wenn ein Kurbelwellen(lager)schaden vorliegt, empfehlen sie an sich meist die Entsorgung und Neukauf eines Motors.

    Mal schauen...

    Wer aus dem Forum "steckt denn Motoren zusammen" - im Berliner Raum...?


    Ansonsten kann ich durchaus alles nachvollziehen, was hier (teils berechtigt streng) geschrieben wurde. 😉

    Herr B. aus Z. - Anfang letzten Jahres hatte ich, ob der damaligen Krebsdiagnose, den Trabant mal weggeben wollen und hier beschrieben. Es gab nur eine einzige PN mit 200 EUR als Angebot.

    Da habe ich ihn dann erst mal stehenlassen und der Frau gesagt, dass sie ihn im Falle des Falles ja dafür dann weggeben kann und halt nicht in den Schrott.

    Hatte ich bei meinen anderen Autos ähnlich gemacht - beim Golf 2 aus 1. Hand und mit dickem Ordner Unterlagen hätte es mit fast 4.000 EUR deutlich mehr gegeben... 😉

    was hätte man denn nun machen sollen? Habe gerade noch mal im Forum gesucht und keine wirklich eindeutige Anleitung gefunden.

    Ich las, bei alten "kostbaren Motoren" solle man wohl eher immer zerlegen und schauen, bei einem 0815 601er der späten Baujahre könne man ggf. auch (mit etwas (geölt) Durchdrehen und Brennräume prüfen) starten. Es wäre ein Risiko, jedoch bei den Baujahren ja vertretbar.

    Wie gesagt - keine wirkliche Ringeltaube, sondern ein gletscherblauer 601SLimo und somit wohl das Unbegehrteste, was es am Markt so gab/gibt.

    Ich will ihn halt langsam und möglichst preiswert (nicht billigst) wieder zur Zulassung bringen. Einigermaßen aussehen tut er ja und wenn er bis jetzt keine Durchrostungen hat, wird er hoffentlich noch ein paar Jahre fahren können. Kinder und Frau interessiert das Auto ohnehin nicht und auf einen immensen Geldwert kann man das ohnehin nicht heben - will ich auch gar nicht.

    Also -noch was zu machen?!? Und wenn ja - was? 😞

    Weil es ggf. ja durchaus sinnvoll ist sich belehren zu lassen?

    Wie gesagt - ich hatte ihn ja hier mal zimum Kauf angeboten. Da gab es als Angebot 200 EUR. Und die Bandbreite dazwischen und hohen 4-stelligen Beträgen für eine Restaurierung ist aus meiner Sicht sehr groß. Bei den hohen Beträgen in ich halt raus, weil ich meine Autos werterhaltend gern fahre, sie jedoch nicht auf neu aufarbeite. Wer weiß wie lange man noch Auto fahren darf oder in meinem Fall kann und meine Frau entsorgt / verkauft dann ohnehin alles.

    Also - war das Anlassen nun zu ambitioniert, lässt man ihn nun einfach laufen und hofft oder wie?

    Ich kenne es halt aus anderen Foren so, dass wir da jedweden Ansatz gut finden, ein Auto weiter am Laufen zu halten. Ob im T4-Forum bspw. jemand seinen Handwerkertransporter einfach am Laufen hält oder jemand Details an seinem teuren Vollausbaubus verbessert - da ist das alles ok.

    Wie hätte es denn hier also optimal laufen sollen?

    - Motor ausbauen und irgendwo hin senden

    - Getriebe vmtl. analog

    - Fahrwerk komplett neu

    -Bremsanlage komplett neu

    - Karosse strahlen und Lacken, Konservieren,...

    Wie geschrieben - faktisch ist es doch ein 200 EUR-Auto. Ich stecke da maximal 2.000 EUR rein, was eine Totalrevision des Motors vermutlich ausschließt. Zwar leider, ist aber wohl so. Und das ist inakzeptabel und im Forum hier "verpönt"? Fände ich schade...

    Und nun - jetzt ist er nach 2 min Lauf ja gem. Euren Vermutungen ohnehin schon tot...

    Wie gesagt - Zerlegen und Neuaufbau sind beim Motor keine Option. Bei Bremsen, Achsteilen etc. gerne - Motor geht mit zu weit. Müsste ich weggeben, wüsste dann auch nicht, was und wie da reingebaut wird und zittere doch genauso -siehe Beiträge hier im Form zu neuen oder auch DDR-Kurbelwellen etc..

    Was wäre denn aus Eurer Sicht ein gangbarer Weg? Habt ihr einen Link zu den Beiträgen, wie man so ein Auto wieder in Betrieb nimmt, ohne tausende Euro zu investieren?

    Danke!


    Gruß


    Andreas

    Ja, ich kenne die Beiträge die meinen, man soll den Motor etc. am besten zerlegen und prüfen und dann (teilrepariert) wieder zusammenbauen. Leider übersteigt das meine Möglichkeiten und auch die verfügbare Zeit.

    Zudem habe ich noch einen kompletten Motor mit 0 km liegen. Klingt doof, erschien mir jedoch der pragmatischere Weg. Ich habe den Motor im Trabant über die Jahre immer mal wieder durchgedreht und etwas Öl reingegeben - Kolben und Zylinderwände sahen zumindest schon mal sehr gut aus.

    Ich habe in Summe 9 Autos, ein Boot, ... Baujahre 1985 - 1997 - nie war ein Motor wirklich defekt und durch die Menge der Autos sind die jeweiligen Jahresfahrleistungen auch sehr gering. Insofern ging es mir hier, auch wegen meiner Krebserkrankungsgeschichte, erst mal nur darum den Trabant wieder mit geringem Aufwand zum Laufen zu bringen. Die Damen des Hauses wollten/wollen ihn eigentlich verschrottet sehen oder maximal auf ebay verkaufen, mir ging es darum, dass er noch mal läuft. Was hätte ich auf platten Reifen, festen Bremsen und verklebter Kraftstoffanlage schon bekommen - 500 EUR? Da bastle ich lieber selber dran und fahre vielleicht noch mal ein paar Kilometer. 😉

    Insofern, ich verstehe Euren Standpunkt, jedoch soll das halt keine Top-Restaurierung werden. Ich hoffe das ist auch ok. Falls nicht, verabschiede ich mich halt dann (leider) hier. Will ich aber eigentlich nicht, da das Lesen hier echt Spaß macht und man hoffe Teich auch bleiben darf, wenn der Trabant halt nicht "besser als neu" wird... 😉


    Grüße


    Andreas

    So, heute nach 25 Jahren Standzeit mal den 89er 601S gestartet. Und - er sprang auf den ersten Funken an. Erstaunlich... :thumbup:

    Natürlich war vorher Tank, Vergaser, KMVA,... von klebrigen Brei zu reinigen, Tank zu entrosten,...

    Lima und Lüfterrad wieder leichtgängig gemacht, Öl in die Brennräume und durchdrehen ...


    Er läuft soweit erstmal, nur die KMVA zeigt nicht so recht an. Bei "Zündung an" leuchtet sie kurz etwas auf und vorhin hat kurz die erste Diode gezuckt. Noch mal zerlegen???


    Ansonsten bin ich erst mal froh, dass er läuft, jetzt geht es dann langsam weiter - Bremsanlage, Fahrwerk, Abschmieren, neue Reifen,... Vielleicht fährt er dann im Frühjahr mit H-Kennzeichen durchs Land -der Himmelblaue mit 34.000 km, den meine Eltern und ich im August 1989 bei IFA-Vertrieb Potsdam abholten.

    1994 hatten wir ihn dann für 1.000 DM bei Opel für einen neuen Astra F in Zahlung gegeben, jedoch konnte ich ihn da gleich wieder für 1 DM in die Kaffeekasse mitnehmen und aufbewahren.


    Kann vielleicht mal jemand schauen, wie die Kabelfarben von serviert KMVA da im Bereich der Zündspulen gesteckt sind? Das Braune habe ich da auf ein Braun-Schwarzes gesteckt...



    Was bin ich entzückt, dass der wieder läuft! :):thumbsup:


    Danke!


    Gruß


    Andreas

    Ja, sollte eher ein Lob sein.

    Ich habe ja eine ähnliche Sammlung von "Youngtimern". Allerdings halt wirklich "Ringeltäubchen aus Rentnerhand", weshalb die halt weitestgehend mit Originalteilen oder sehr gutem Zubehör repariert werden.

    Wenn man in den Trabantforen sieht, welch einen (finanziellen) Aufwand der Neuaufbau eines Trabant mit sich bringt, kann man das bei einem Auto ja mal machen. Jedoch halt nicht wenn man 10 Autos hat...

    Und außerhalb eines Fantreffens hat ein fahrender Trabant den gleichen Sympathiefaktor wie ein to restaurierter.

    Ich mag inzwischen persönlich selber patinierte Alltagsautos lieber als die Edelrestaurierten, die im Anhänger zum Treffen fahren.

    Ich habe bspw. einen Golf 2 in sehr gutem Originalzustand. Erst jetzt kann man in den meisten Foren bleiben, wenn man ihn nicht "tuned" bzw. setzt allgemein ein Rückrüsten auf "original" ein. Aber - es ist alles okay - von der Postgolfratte bis zum edlen originalen Rallye-Golf.

    Zum Thema Ersatzteile ruinieren - wenn es so wäre müsste man jeden Schritt verfluchen. Täglich gehen da weit bessere Teile in die Presse. Und der Motor war nun wirklich festgerostet...

    Interessante Diskussion...

    Rein faktisch hat er einen Trabant "aus Schrottteilen zusammengebaut" - als "junger Wessi". Und traut sich damit jeden Tag zur Arbeit, fährt durch die Heimatstadt...

    Offenkundig schraubt er meist an Autos ohne wirklich grossen Marktwert, ob nun alter Ami, Trabant, Käfer, Golf, W210, Moped, Polo...

    Er arbeitet offenbar in einem ehrlichen Beruf, kümmert sich um seine Tochter, die Frau scheint das Hobby auch zu tolerieren... passt doch alles.

    Die meisten Autos die er da am Laufen hält, wären ohne ihn vermutlich schon auf dem Schrott. So laufen sie noch. Natürlich ist es teils "auahhh" wenn er einfach loslegt - wie eben bei der Zahnriemenabdeckung beim Audi B4. Aber - auch das Auto ist erkennbar kein Ringeltäubchen, sondern eine billige Alltagskiste, die billig am Laufen gehalten wird.

    Nehmen wir es wie es ist - ein junger Mann hat hier ein Hobby an LowBudget-Autos rumzutüdeln und erstaunlicherweise laufen die dann auch. Allemal besser als Endloszocken, Wettbewerbstindern oder was weiß ich was die Jugend heute sonst so macht... ?

    Grund ist halt die Gesundheit bzw. Krankheit... und die Kinder sind mit 10 und 13 Jahren vermutlich nicht wirklich an DDR-Autos interessiert.

    Ich werde es wohl nicht schaffen ihn wieder in Gang zu setzen und verwende die verbleibende Zeit dann halt lieber für Anderes...

    Komme aus Falkensee bei Berlin...

    Meine Frau ist aus dem Westen und ich glaube dass meine Söhne, 13 und 10, vermutlich nicht wirklich Trabantbegeistert sein werden.

    Und ich hatte/ habe ja auch zu viele andere Projekte (Boot, 190er Benz, Golf 2, T4 Bus, Haus, Garten...) und komme vermutlich auch nicht mehr zu den Trabant mal wieder fit zu machen. So ehrlich muss man ja irgendwann sein...

    Wäre zwar ganz lustig aber wohl nicht schaffbar.;-)


    Gruß


    Andreas

    Kann ich machen...

    Ist aber halt ein ganz normaler später gletscherblauer 601S.

    Unfallfrei, 1. HAND...

    Das einzige was ich damals da nachgerüstet hatte waren diese Gummipuffer auf den Stoßstangen. Die waren sogar aus dem Nachbardorf - Gummiwerk Brieselang... ;-)

    Innen auch ganz normal - nix verschlissen - diese Stoffsitze halt.

    Ah... vergessen ... der Lack an den Türen blättert oben etwas ab. Warum auch immer...

    Hallo,

    vermutlich muss ich mich (aus gesundheitlichen Gründen) vom Trabant trennen, den ich mit Vati im August 1989 noch beim IFA-Vertrieb Potsdam abholte - schöne Erinnerung... ;-)

    1. Hand, Limo 601S, Gletscherblau, PUR-Lenkrad, Original-DDR-Radio mit Kugelboxen liegt bei, immer Garage, 32.000 km

    Zustand - ziemlich gut denke ich :-)

    Der Tank ist innen verrostet, einen neuen habe ich noch da. Sparvergaser müsste man sicher auch mal reinigen vorm Neustart, Benzinschlauch etc.

    Er ist seit Jahren nicht gelaufen, Brennräume hatte ich damals konserviert

    Reifen und Gummis müssen natürlich neu. Bremsen waren etwas fest, ließen sich aber lösen und wir konnten in bewegen.

    Die Substanz ist halt wirklich gut, wer eine späte Limo sucht, hat da sicher Spaß dran.

    Ich gehe in 14 Tagen wieder ins Krankenhaus - was könnte ich meiner Frau sagen, was sie ggf. noch bekommen könnte?

    Danke.


    Gruß


    Andreas

    Hallo,


    meine Eltern haben ja im August 1989 ihren neuen 601S abholen dürfen.
    Wenn ich mich recht erinnere, konnte man sich wohl aussuchen, ob 601 oder 1.1er, wobei 1.1 finanziell vielleicht machbar gewesen wäre, aber sie wollten halt nicht.
    Der 1.1er sollte wohl 3000 - 4000 Mder DDR mehr kosten, was im Osten ja eine Menge Geld war (für die Normalverdiener mit 600 - 1100 im Monat).
    Es gab damals eine ziemliche Welle der Diskussion über die strammen Preiserhöhungen bei Trabant und Wartburg. Man hätte sich ggf. damit anfreunden können, wären das nicht so optische Bastarde gewesen. Als 4-Takter erwartete man ein Design wie den 323, einen Golf oder ähnliche Dinge. Und dann kamen die ersten Entwürfe zum 1.1er und man schüttelte nur den Kopf...
    Irgendwie passte das Alles in die Endzeitstimmung der DDR...
    Na ja, den 601er haben wir heute noch.


    Gruß


    Andreas