Posts by phi

    Selbst wenn man mit einem Motorersatz durchschnittlich alle 20 Jahre rechnet (angenommene Motorlebensdauer 80'000km, Jahresfahrleistung 4000 km), kommt man noch auf Jahresstückzahlen von 1500 instandgesetzten Motoren.


    Und wenn die Hälfte der Leute fährt, bis es nicht mehr geht, oder Alt- und Gebrauchtmaterial aufbraucht, sind es immer noch 750 Wellen, die neu regeneriert werden. Korrigiert man diese Zahl nochmals etwas, um nicht zu grosse Erwartungen zu wecken, kommt man auf 300-400 Wellen. Das sollte man halbwegs wirtschaftlich in entsprechenden Losgrössen bearbeitet bekommen. Nicht zu vergessen: je mehr gefahren wird, bis nicht mehr geht, desto grösser werden die Bedärfe für den Ersatz.

    Wenn, dann müssen die von einem Fachmann wie FG gekauft werden, der mit seinem Fachwissen auch die Weiterbearbeitung in der benötigten Qualität sicherstellen kann.


    Für den 0815 Schrauber ohne Kenntnisse und Zugang zu den entsprechenden Werkzeugmaschinen ist das "Edelschrott".

    Vor Jahren habe ich mir auch mal ein nagelneues Lenkgetriebegehäuse in Neuruppin gekauft. Erst später habe ich festgestellt, dass es noch gar nicht fertig bearbeitet war :/

    In Sachsen muss es auch noch den ehemaligen Zulieferbetrieb für die Pleuelrohlinge geben...


    Edit: Die Frage ist halt, was man mit diesen Rohlingen machen kann... Vermutlich sind die relevanten Mass-, Form- und Lagetoleranzen nur dem Endbearbeiter bekannt. :(

    Bezüglich Werbung ist es recht unklar:

    - Ohne QR-Code und Website-Adresse sind die Chancen schon etwas höher

    - Allerdings ist deine Werbung mittels Folie realisiert und nicht auflackiert


    Das mit "zeitgenösisch" und 10 Jahre nach Inverkehrssetzung könnte grad so knapp aufgehen...


    Hier etwas Lesestoff:

    https://www.google.com/search?…tgen%C3%B6ssische+werbung


    Wenn absehbar ist, dass du demnächst eine Karosserieinstandsetzung planst und kein unmittelbarer Wintereinsatz bevorsteht, solltest du mit der Konservierung mit langfristigen Mitteln wie Sanders-Fett noch warten. Es sei denn, dein Budget gibt dereinst eine Tauchbadentlackung her.


    Hinterachse: Abbauen und Schütteltest. Wenn zu viel Rost drin rumraschelt, ist sie bald hin. Ich hatte letztes Jahr auch mal eine Achse tauschen müssen, die aussen noch "gut" aussah.

    Irgendwie sieht das Fahrzeug schon länger nicht mehr richtig gewartet aus. Zwar sieht man neue Bremsleitungen, Bremszylinder und einseitig ein Handbremsseil - vermutlich waren das genau Dinge, um das Fahrzeug "mal über den TÜV" zu bringen.

    Ich wage mal zu behaupten, dass das Fahrzeug schon länger keine Fettpresse mehr gesehen hat und die Fettkappe am unteren Schwenklager fehlt auch schon länger, so wie es da aussieht.

    Zusätzliche Minuspunkte: Viel Rost an Fahrwerksteilen, Lackierung nur teilweise (Innenraum noch blau und Übergang in Tür unschön), Distanzrohr an Generatorbefestigung und Entlüfternippelkappen fehlen und die Stossstangenbefestigungsschrauben sehen nicht mehr wirklich "gängig" aus.

    Insgesamt mag das Fahrzeug betriebs- und verkehrssicher sein (daher der frische TÜV), aber ob es erhaltenswert im Sinne eines Oldtimers ist oder halt nur ein altes, gebrauchtes Auto, ist schlussendlich die Entscheidung des Gutachters. Da können wir hier diskutieren, wie wir wollen. Mittelfristig wirst du nicht darum herumkommen, etwas Zeit und Liebe in dein Fahrzeug zu stecken, damit es noch weiterhin erhalten bleibt.
    Und: je mehr H-Kennzeichen in der Umweltzone verkehren, die bei genauerer Betrachtung eigentlich "nur alte Gebrauchte" sind, desto schneller werden alle Oldtimer generell ausgesperrt werden. Es ist eigentlich genau das gleiche, mit den Leuten, die meinen, mit dem 07er jeden Unfug machen zu können, nur weil die periodische Prüfungspflicht entfällt.