Beiträge von TV P50

    Das Problem bleibt aber bestehen, weil sich der Amateur heute nicht zuerst das Buch nimmt, sondern sein Smartphone zückt und auf youtube nach dem passenden Video sucht. Dann möglicher Weise seine Bremse nicht fachgerecht instand setzt und so sich und andere gefährdet.

    Die Wenigsten schauen sich sowas an, um zu sehen was einen erwartet, vielmehr wird sowas als Anleitung und für bare Münze genommen.


    Deshalb ist m.M. nach so ein Video auch nur für den Profi geeignet um sich ein Bild zu machen, da der Laie garnicht einschätzen kann, was der Darsteller richtig oder falsch macht.

    Ich hab mir auch schon div. Videos angesehen und in 80% der Fälle nur mit dem Kopf geschüttelt. Gerade auch im Trabantbereich sind da div. inkompetente Selbstdarsteller unterwegs. Ich erinnere nur an den "Kolbenstopper" :D

    Das ist das Problem mit solchen Laienpredigern und selbernannten "ich will ja nur helfen" Menschen. Jeder kann (fast) alles auf youtube hochladen, ohne das es fachlich fundiert sein muß und es irgendjemand mit entsprechendem Sachverstand geprüft hat.

    Jegliche "wie helfe ich mir selbst" Videos sind immer mit sehr viel Vorsicht zu genießen.

    Um im Fahrzeug bei hohen Umgebungsgeräuschen wie Autobahn bei geöffnetem Fenster noch halbwegs Musik hören zu können


    Ganz unabhängig der Gesamtproblematik, wer macht sowas, also auf der Autobahn bei geöffnetem Fenster mit lauter Musik fahren?


    Ich hab hier nen A6 aus 1997 stehen und der hat ein Soundsystem mit Subwoofer (werksseitig verbaut). dass für mich wie ein Konzertsaal klingt. Aber das kann auch sein, dass mein über 40 Jahre altes Gehör schon so schwer geschädigt ist, dass ich nicht mehr in der Lage bin "gemogelte Frequenzen" rauszuhören :D

    Und wer außer vielleicht spätpubertierende Jugendliche hören im Auto Musik mit 120 db?


    Mein erster Trabi anno 1995 hatte ein für mich wahnsinnig teures Magnatradio (400DM, was damals noch nichtmal Spitzenklasse war)und weil dann das Geld alle war ein paar Lautsprecher aus nem alten Gettoblaster von Woolworth rausoperiert und in die Ablage gepflanzt :) Ging auch......dagagen sind die Möglichkeiten von heute nahezu traumhaft.

    wenn verzinkte Schrauben fressen, ist die Schichtdicke (punktuell) viel zu groß und der Prozess zu optimieren.

    Nein nein, dass kommt ja nur selten vor und liegt dann auch eher am Vorherzustand der Schraube ;) Sowas tritt auch eher bei Teilen auf, die vorher nie verzinkt waren. Da wäre z.B. Ausrückgabel und der Umlenkhebel. Die sind normal blank und wenn sie in der Galvanik waren, dann gibts da aufgrund der Zinkschicht schon mal Schwierigkeiten sie wieder zu vereinen.


    Und was ich mich noch frage, wenn ich eine zusätzliche Schutzschicht drauf hab, ist die auch unanfällig für meinen Schraubenschlüssel? Wenn das eine Form von Lack ist, geht der bei der Montage nicht kaputt, oder ist das was anderes?

    Könnte man auch nur diesen "Nachgalvanikschutz" auftragen, um einen vorhandenen Zustand zu konservieren? Quasi um eine vorhandene Patina einzufangen und so zu erhalten wie sie ist, ohne das sie weiter "patiniert"?


    Ich denke das Deli nach dem alles montiert ist, dann erst etwas Lack als zusätzlichen Schutz aufträgt, also bei Schrauben und Muttern, nicht beim Dämpfer?

    Vielleicht solltest du doch mal eine Liste machen und dann lohnt sich auch ein Besuch ;) Ich habe durch den Aufbau am 64er inzwischen viele Teile (auch doppelt und dreifach) da. Ist vielleicht einfacher als sich mühsam Stück für Stück alles einzeln zusammen zu suchen?

    Probleme in Gewinden gibt es keine, du hast die positive Eigenschaft, Kontaktkorrosion zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

    Ich denke was Steffen meint, habe ich manchmal auch schon ohne das da nochwas zusätzlich raufkommt. Wenn ich neu verzinkte Schrauben und Muttern verwende, so kommt es ab und an vor das ich mal ein Gewinde in einer Muter nachschneiden muß, um die Schraube überhaupt schadfrei ohne fressen rein zu bekommen. Wenn dann noch zusätzlich eine Beschichtung drauf ist, wie soll das gehen?

    Und der Wagen um den es hier gerade geht, hatte ich gekauft und auch "nur" fahrbereit gemacht. Da kam nur Bremse und Felgen zum vorhandenen Zustand dazu und ein paar kleine Ausbesserungen am Lack. Der Rest wurde erhalten so wie er war. Und dann straff Alltag so vier, fünf Jahre lang.

    Ging dann an jemand hier im Forum, der unbedingt so ein Fahrzeug haben wollte zum Original machen. Was draus geworden ist weiß ich nicht. Aber vermutlich .....nix. Disese Modelle sind ja recht überschaubar.


    Hach ja...........

    Nein da war kein BKV im Spiel und es ging aus Höchstgeschwindigkeit in eine Autobahnausfahrt :) Und wenn man da (also in einem P50) Simplex auf Spalttabletten gewöhnt ist und dann Scheibe auf Radial erleben darf.......aber das weißt du selber ;)

    Das ist unbestritten, aber doch bei Teilen die neu aufgelegt werden ist das im Besonderen zu beobachten. Auch das dann ein nicht unerheblicher Teil an Fahrzeugbesitzern, wenn denn ein Nachbau auch in sehr guter Qualität auf dem Markt präsentiert wird, kommt und sagt, dass das Eigene möglicherweise vorhandene Teil, ja doch noch nicht so schlecht sei und man mit der vorhandenen "Patina" durchaus leben kann. Wo wir wieder beim Thema sind.


    Den dadurch entstehenden Frust und die folgende Hemmung weitere Neuauflagen in Bewegung zu bringen, bei demjenigen der sich um einen Nachbau bemüht hat, kann man dann durchaus verstehen und es ist garnicht mehr so verwunderlich, dass es eben nicht soviele neue aufgelegte Teile für den Trabant gibt und Originalteile in ihrer Rendite den Aktienmarkt weit überflügeln ;)

    Ein Teufelskreis........


    Aber um wenigstens einen positiven Aspekt in der Preisentwicklung zu sehen, dass stärkt vielleicht auch den Respekt vor Original- und auch Massenteilen und man schraubt nicht mehr jedes Jahr ein Paar neue Rücklichtschalen ran, weil die die dran sind ein wenig ausgeblichen sind. (bewußt deutlich überspitzt)

    Auch die werden irgendwann mal weniger, nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann........versprochen :)

    Ich war selber in den Neunziger Jahren so, wo es alles noch in Massen in jeder zweiten Garage gab. Aber heute ist man da ja klüger als man es damals war.

    Im Bezug auf die Handschuhfächer, frag nicht wie sich dadurch auch (ob gewollt und wie man das findet sei dahingestellt) die Preise für Originalteile entwickeln. Denn dann bekommt man von Verkäufern zu hören, wenn sie den 130€ für ein originales haben wollen: kauf dir doch einen Nachbau für "nur" 95€ bei TW.

    Salz ist im gebirgigen Süden wirklich deutlich mehr auf den Straßen als im Berliner Umland

    Absolut unbestritten.........aber auch in deinem Umfeld, könnte ich einen Trabant mit Technologien von heute so aufbereiten, dass die Revision sicher nicht schon nach 10, sondern vielleicht erst nach 20 Jahren nötig ist und dann auch sicher nicht so umfangreich wird. Die regelmäßige Pflege und Wartung brauche ich dabei auch garnicht erwähnen und setze ich bei uns voraus. ;)

    Warum tust du dem Kombi denn das an (Winterbetrieb)? Für den Winter gibt es doch auch andere Autos. Oder liegt es daran das es ein end 80ger ist?

    Das ist recht einfach zu beantworten................. Weil ich es kann :)


    Und etwas erweitert: weil das Fahrzeug ideal in mein Profil passt. Ich habe 5km zur Arbeit und auch ein Großteil der Freizeit, sowie auch Besorgungen usw. liegen für mich im 5km Nahbereich. Dazu kommt, das ich Fan von diesem Auto bin und es sehr gerne fahre. Des Weiteren habe ich einen Teilvorrat, der sicher bis an mein Lebensende reicht und ich die Einfachheit des Fahrzeuges schätze.

    Für mich kommt es nicht in Frage, auch wenn ich es mühelos könnte, in den Laden zu gehen, mir ein Auto zu kaufen, um dann monatlich im Durchschnitt einen mittleren dreistelligen Betrag für dieses Auto zu bezahlen (inklu. allem Sprit, Wartung, Reparatur, Wertverlust etc pp.).

    Ich fahre dann lieber meinen Erst-, Zweit-, Dritt- und Vierttrabant, als nur einen VW Golf VII.

    Da kann ich noch viel weiter ausholen und schreiben, aber das geht dann am Thema Patina vorbei und wäre Stoff für ein neues Thema :)


    PS. und ja wir haben auch ein neuzeitliches Auto aus dem Hause Auto Union von 2007, aber wenn einer fragt, dann gehört der meiner Frau und steht nur als Statussymbol vorm Haus. Aber das ist kaum noch nötig, denn die Leute hier denken auch, wer vier verschiedene Trabant fahren kann, der scheißt das Geld:thumbsup:

    Dann würde ich den Galvanikbetrieb wechseln. Klar kann da auch mal ne Charge sehr dünn sein und so schnell wieder "Patina" ansetzen, die Regel sollte es nach einem Winter aber nicht sein.

    Und die Fahrzeuge im fast Werksneuzustand gibt es, nur eben nicht mehr an jeder Ecke und im Normalfall auch nicht für ein Taschengeld ;)


    Auch wieder, der oben gezeigte Kombi hätte als Sonntagswagen nicht wirklich viel gebraucht, außer einer Wäsche, Bremse klar, Vergaser/Tank reinigen und etwas Konservierungsarbeit um den Zustand so zu erhalten wie er ist, um dann im Sommer mal ne kleine Runde zu drehen und/oder auf Treffen Huckepack zu fahren, um Pokale für einen guten Originalen abzuräumen :thumbsup: (theoretisch gedacht)