Beiträge von Deluxe

    Und ich kann mich entsinnen, das dies nicht vordringlich die Teile waren, die die Leute irgendwo liegen hatten

    Wie auch?
    Das Zeug war Mangelware - und daher für Normalbürger schwer zu bekommen. Ich habe in über 20 Jahren genau eine einzige werksneue Welle aus Privatbestand bekommen. Und die war - was Wunder - von einem früheren Barkas-Mitarbeiter, also vom Produzenten selbst.

    Etwas häufiger gab es neue Zylindergarnituren mit Kolben. Aber auch ausnahmslos aus dem Dunstkreis des früheren Herstellers und zumeist B-Qualität, die legal an die MItarbeiter zum günstigeren Preis verkauft wurde.


    Das Glück des richtigen Heimatortes. Daß im Küstenbezirk irgendwo größere Mengen an solchen Teilen in privaten Kellern lagerten, darf man getrost anzweifeln. Woher hätte es denn kommen sollen?


    Das einzige, was man 1990 hätte wegstellen können, wäre eine gewisse Zahl relativ original erhaltener Altfahrzeuge gewesen. Wenn man Platz gehabt hätte und schon geschäftsfähig gewesen wäre. Und erkannt hätte, welches Potential das Zeug 30 Jahre später haben würde.

    Das aber hat keiner vorhergesehen. Und die meisten von uns waren zu jener Zeit weder volljährig noch auf dieses Gebiet spezialisiert.

    Heftig...


    Aber wie auch immer - allein die Mehrwertsteuer auf die HU an den deutschen PKW spült etwa 500 Millionen Euro ins Staatssäckel. Jedes Jahr, wenn man mal davon ausgeht daß jedes Jahr die Hälfte des Bestandes mit der HU dran ist.


    Deshalb wird auch so eifrig über die jährliche HU für ältere Fahrzeuge debattiert - obwohl alle Beteiligten genau wissen, daß die Liebhaberfahrzeuge und Oldtimer durchschnittlich in bestem Pflegezustand sind und eine HU aller 5 Jahre völlig ausreichend wäre.


    Gelddruckmaschine - wie oben schon gesagt.

    Das Problem ist, daß der mitunter mangelhafte Sachverstand direkt konträr zu den jährlich massiv steigenden Preisen steht.


    Und diesbezüglich muß ich auch sagen, daß ich für eine 20min-Aktion, die mich bei der Dekra mittlerweile 104,-€ kostet (vor zwei Jahren waren es noch 90€, was einer Inflation von fast 10% pro Jahr entspricht), schon erwarte, daß der Prüfingenieur sich auch mit Randgruppenfahrzeugen auskennt.


    Es geht dabei weniger darum, ob einer mal einen Fehler macht oder mal etwas nicht weiß.

    Es geht darum, daß ich das selbe Geld bezahle wie alle anderen und deshalb als Nicht-Ingenieur nicht noch dem Ingenieur Wissen vermitteln möchte, wofür sein Arbeitgeber hinterher noch über 100€ von mir bekommt.


    Dann sollen sie einen Randgruppentarif einführen, bei dem ich nur die Hälfte zahle - dann bringe ich ihm auch noch die passenden Unterlagen mit.


    Die HU ist in vielen Punkten zur Gelddruckmaschine verkommen. Wenige als Vereine getarnte Unternehmen haben vom Staat die Lizenz dafür bekommen, diese Pflichtprüfungen an rund 50 Millionen KFZ in unserem Lande durchzuführen. Sie bekommen auch jährlich die Genehmigungen für massive Preiserhöhungen. Der Kunde kann dem nicht entgehen. Er muß.


    Lukrativ ist es eben nicht nur durch die verbesserte Sicherheit für alle, sondern zuförderst auch für den Staat selbst, der gute Steuereinnahmen aus der Sache erzielt und für die Prüforganisationen sowieso.


    Wenn das nun alles schon so ist, dann erwartet der Kunde zu Recht, daß er für eine so kurze Sache, die ihn mittlerweile dreistellige Beträge kostet, auch entsprechende Fachkompetenz geboten bekommt. Auch dann, wenn er nicht mit einem aktuellen Serienmodell vorfährt.

    Ich hätte auch keine Lust, das im Motorraum zu machen.

    Wasser und Getriebeöl raus, ein paar Schläuche und Kabel ab und dann geht das doch relativ entspannt. Ich habe entweder meinen elektrischen Seilhebezug dafür verwendet oder mit vom Kollegen den Motorkran ausgeborgt.


    Übrigens - seitdem ich wieder mit 1.1er-Automat fahre statt mit 1.3er hat sich die Grenznutzungsdauer meines linken Beines irgendwie verdoppelt..

    Und die Kupplungspedale halten auch viel länger. Ich hoffe, mein verstärktes hält ewig.

    Solange man beim Kauf eines neuen Motorrades schon vom Händler ungefragt halboffiziell Tips bekommt, wie man die Karre lauter macht, wird sich daran auch nichts ändern.


    Früher war jeder froh, wenn sein Auto oder Motorrad möglichst leise war. Was wurde da nicht alles unternommen, um die Geräte per Schalldämmung irgendwie ruhiger werden zu lassen.

    Heute muß es bei vielen Leuten möglichst laut sein. Warum, bleibt mir unklar.

    Das Schärfste ist ja das eingravierte VEB-Logo in der alten Version. Toll gemacht!

    Meiner kam vorgestern mit der Post.

    Und weil ich sowieso schon die ganze Woche Teile und Werkzeuge schleppe, um meine alte Kate leerzuräumen, ist das gleich in die Kiste mit dem Spezialwerkzeug gekommen.

    Falsch.

    Es gehört 20W 50 bzw. 20W 40 rein - das 15W 40 ist zu dünn. :zwinkerer:


    Was die Abgaswerte betrifft, so weiß mein Prüfer, daß ich an dem funktionierenden Vergaser nicht herumstellen möchte und daß der Pseudo-G-Kat Marke Nachrüstset nebst Steuereinheit auch mehr für's gute Gewissen gedacht ist. Er gibt sich Mühe und am Ende passen die Werte jedes Mal ganz prima...

    Naja, da der Bauplan ohnehin vorsieht, bis auf die 60cm dicken Erdgeschoß-Außenmauern alles abzureißen, sollte sich das mit den Überraschungen hoffentlich in Grenzen halten.

    Aber er ist eben auch aufwändiger im Unterhalt (was sich mit Eintritt ins 07er Alter demnächst relativieren wird)

    In dem Punkt liegt mein 1.1er gleichauf - "dank" 1.3er-Motorisierung. Seit die grüne Plakette drin ist, tut es aber schon deutlich weniger weh. Und in 3 Jahren gibt's H auf Saison für den Wagen.


    Hinzu kommt, daß der Trabant als 1.3 deutlich agiler ist als der Wartburg als Tourist mit gleicher Motorisierung. Allein der Unterschied in der Leermasse relativiert die Sache. Beim Wartburg würde ich wahrscheinlich sogar eher auf den Zweitakter setzen. Stichwort Drehmoment.

    Oder man baut einen 1.3 Tourist um auf 1.6 oder wenigstens 1.3 mit 75 PS.

    Was bleibt ist die doch etwas umfangreichere/"defizilere" Technik, die ggf. auch ihre Zicken machen und vergleichsweise mehr Aufwand erfordern kann.

    Das hält sich relativ in Grenzen. Das Problem beim 1.3 ist die Karosserie - umso mehr beim Tourist. Das meinte ich oben auch mit "Schattenseiten". Wie gut so ein Fahrzeug auch immer aussehen mag - es wird zwangsläufig eine Vollrestaurierung, bevor man richtig losfahren kann.



    weil kein passender ET-Grundstock da ist

    Genau das ist eins der Hauptargumente, die mich bisher von einer solchen Markenerweiterung abgehalten haben. Aber falls ich eines Tages doch schwach werde, liegt es am bis dahin geschaffenen Lagerplatz. :grinser:
    Teil 1 dieses Prozesses ist ja nun bereits erfolgt. Teil 2 steht unmittelbar bevor. :zwinkerer:


    Weswegen ich auf's eigentliche Thema zurückkomme und feststelle, daß das 79oktan-Materiallager gestern bereits ins neu errichtete Domizil hinter Tor 3 umgezogen ist und wenn nachher der Elektriker mit der Installation durch ist, auch alle am Standort befindlichen Ersatzteile und das ganze KFZ-Zubehör hinter Tor 1 umziehen werden.


    Ich hoffe bloß, daß sich nicht noch hinter irgend einem Tor der Zonk versteckt. :lach:

    Das ist sicher mehr als ein Körnchen Wahrheit dran - aber wir werden sehen. Da dieses "zu viert" ja zeitlich doch befristet ist, geht es bei näherem Hinsehen um höchstens 2-3 Jahre, in denen aus Tour Tortour wird. Danach fahren die dann 16jährigen erfahrungsgemäß kaum noch mit den Eltern in den Urlaub. Man kann ja vielleicht auch eine Fahrkarte der DR sponsern, für ein, zwei Urlaube. Ohne Gepäck ist das erträglich - man trifft sich dann am Reiseziel.


    Bisher konnte ich mich nicht entschließen, meine Markentreue mit einem Wartburg zu brechen. Das Thema 1.3 ist gut und schön - aber auch der Kollege Lotze wird die Schattenseiten dieses Projektes noch kennenlernen.


    Klar - die aktuelle heimische Debatte über Lösungsansätze für die Kühlschrankmitnahme hätte sich mit einem Wartburg Tourist sofort erledigt - gar keine Frage.

    Alles hat zwei Seiten...

    Der Hauptgrund war, daß Reifen als absolute Mangelware einfach schwer zu bekommen waren und man deshalb um jeden Preis versucht hat, seine Pneus so lange wie nur irgend möglich zu erhalten.


    Da die damaligen Reifen offenbar auch deutlich empfindlicher gegen UV-Strahlung waren (die zeitgenössische Literatur sagt das zumindest aus), gab es für den DDR-Bürger gute Gründe, auf seine Gummis gut zu achten. Neue zu bekommen war jedes Mal ein Problem, das ggf. auch viel Zeit beanspruchte.

    Und genau deshalb mag ich die IFA-Viertakter, besonders im Familienmodus mit zwei jährlich größer werdenden Kindern.


    Ich muss so nicht auf den Trabant als liebstes Hobby verzichten und habe trotzdem keine Probleme mit einem überforderten Zweitaktmotor. :zwinkerer:

    Beim kombinierten Blechauto schafft sie das jedenfalls immer wieder sehr eindrucksvoll...

    DAS ist auch so ein Faszinosum...

    Bis 1990 war der Trabant Kombi beim Familienurlaub zu viert immer voll. Nun gut - so groß isser ja auch nicht.

    Dann kam da 1991 ein Opel Vectra in der Fließheckausführung. Und der war beim ersten Urlaub - genau: voll. Wie der Trabant vorher auch, nur daß der nun wirklich deutlich mehr Kofferraumvolumen hatte.

    Schon komisch...


    Für mich gehört zum Urlaub nach Möglichkeit immer ein Trabant. Das hat bis auf wenige Ausnahmen immer geklappt und ich mag das auch bei Reisen zu viert. In zwei Wochen geht es (um die Sachsenquote halten zu helfen) mit 1.1 Universal und Camptourist an die Küste und ich freue mich durchaus auch auf den Weg dahin.

    Vorteil dieses Gespanns: vier Sicherheitsgurte, ausreichend Leistungsreserve und deutlich mehr Wohnfläche als bei sämtlichen DDR-Wohnwagen mit Vorzelt.

    Naja, jeder hat so seine Vorlieben und seit Kindertagen und (bervor der väterliche Trabant ausgeliefert wurde) endlosen Reichsbahn-Verspätungsorgien bei diversen Reisen weiß ich: Urlaub mit Trabant ist deutlich entspannter als mit der DR. :lach:

    Dann wären sie womöglich noch nicht fertig. :lach:




    Morgen kommt die Elektrik und dann zieht eine Menge Hausinhalt um. Denn diese Garagen sind nicht mehr als das Startsignal. Der wirkliche Hauptspaß kommt erst noch...

    Ich freu mich schon wieder. Nicht nur über den Fußball - das auch. Ich finde, die Gastgeber sollten Weltmeister werden.


    Nein - ich freue mich heute viel mehr darüber, daß hier seit heute drei nagelneue Garagen stehen und die ersten beiden Trabanten schon eingezogen sind. :grinser:

    500 Sätze sollten sich doch innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes verkaufen lassen.


    Aber daß Händler mal wirklich alle im Sinne der Sache zusammanarbeiten, ist nicht zu befürchten. Schließlich könnte ja "die Konkurrenz" dabei etwas vom kleinkarierten Kuchen abbekommen und das zu vermeiden ist wichtiger als alles andere.

    So ticken sie - zumindest einige. Und deshalb wird sowas nichts.


    War das nicht beim Zweitakter an manchen Belagträgern auch nötig?

    Sicher doch. Schon zu DDR-Zeiten war es absolut üblich, die Stütznasen der Belagträger etwas nachzufeilen, wenn die Trommel nicht passen wollte. Das ist seit Urzeiten so und ich mache das auch heute noch, wenn es notwendig ist.


    Ob allerdings das Herumbohren an Bremsscheiben gleichwertig ist? Ich meine nein.