Beiträge von Deluxe

    Was ist /war die 50 km - Regel?

    In der DDR war gesetzlich festgelegt, daß alle Güter, die weiter als 50km transportiert werden, mit der Bahn transportiert werden müssen.

    Damit wurde dem LKW die Rolle des Zubringers und Verteilers übertragen, während er ja heute quasi das rollende Lager der Industrie ist, die selbst keine Lager mehr vorhält. LKW-Fernverkehr war somit in der DDR eher eine Randerscheinung.


    Nun muß man das natürlich alles in die entsprechenden historischen Epoche einordnen und kann das nicht aus der heutigen Sicht beurteilen.

    Natürlich ist die 50km-Regel heute nicht mehr anwendbar. Wirtschaftlich ist sie sowieso nicht - aber diese Frage wird sich eines Tages der Frage des Verkehrsinfarkts unterordnen müssen und nicht mehr im Mittelpunkt stehen.

    Natürlich sind die LKW heute leistungsfähiger und haben mehr Ladekapazität als früher der durchschnittliche DDR-Fünftonner W50, der heute in Sachen Nutzlast zu den Klein-LKW gehört.


    Aber man wird irgendwann verstehen, daß es auf Dauer nicht sinnvoll sein kann, Waren mit dem LKW auf Fernstrecken zu befördern und einen Motor pro 30to Ladung laufen zu lassen, während man auf der Schiene mit einem Motor mehrere Tausend Tonnen Fracht bewegen kann.


    Vielleicht wird man sich eines Tages wieder von der privaten 24h-Mentalität (24h zwischen Kauf und Eintreffen der Ware) und vom industriellen just-in-time verabschieden müssen. Das kann sein und es wird auf Widerstände treffen.

    Wäre dann aber auch nur Einsicht in die Notwendigkeit, unsere Straßen vom Schwerlastverkehr zu entLASTen.

    Es ist doch völlig egal, ob vernetzt oder nicht vernetzt, ob elektrisch oder mit dem Verbrenner gefahren wird.


    Fakt ist und bleibt auch dann, daß zuviel Güterverkehr auf der Straße stattfindet und die Anzahl der LKW wird weder durch Vernetzung noch durch elektrischen Antrieb kleiner.

    Da die Straßen aber nur eine Fläche x haben, gibt es nunmal rein physikalische Grenzen. Egal, ob die mit 50m oder 5m Abstand fahren. Der Platz ist und bleibt begrenzt.

    Du hast die Nazis vergessen... ;)



    was ich vor 30 Jahren geantwortet hätte?

    Das kann ich Dir sagen:

    Vor 30 Jahren hättest Du geantwortet, daß auf der Autobahn sowieso nur Tempo 100 erlaubt ist und das genau zu den technischen Gegebenheiten Deines einzigen PKW paßt. :zwinkerer:


    Hier haben irgendwie alle ein bißchen Recht.


    Die DDR hatte in den 80er Jahren bei rund 16 Millionen Einwohnern immer so zwischen 2000 und 3000 Verkehrstote pro Jahr zu beklagen.

    Bei einem PKW-Bestand von 4,5 Millionen. Mit Tempolimit 100km/h auf schlecht ausgebauten Autobahnen ohne Leiteinrichtungen usw.

    Die heutige BRD, also das Territorium von DDR und Westdeutschland zusammen, bringt es auf ca. 3500 Verkehrstote pro Jahr. Bei einem PKW-Bestand von etwa 45 Millionen, also dem zehnfachen Fahrzeugaufkommen auf dem drei- bis vierfachen Territorium.


    Mit anderen Worten:
    Trotz schnellerer Autos und deutlich höherer Verkehrsdichte sterben im Verhältnis deutlich weniger Menschen.

    Die Straßen sind besser. Leiteinrichtungen ganz anders oder überhaupt vorhanden. Naja, und die Autos sind natürlich sicherer.

    Aber es hat auch noch einen anderen Grund, und der hat mit dem Straßenverkehr selbst gar nichts zu tun:

    Rettungsmaßnahmen sind heute durch die moderne Kommunikationstechnik viel schneller durchzuführen. Früher mußte man in Ost wie West erst zum nächsten Telefon fahren - mit Ausnahme der Autobahn, wo es schon Notrufsäulen gab, meist also in den nächsten Ort. Heute hat jeder ein Mobiltelefon dabei und kann innerhalb von Sekunden Hilfe holen - manche Autos machen das nach einem Crash sogar schon automatisch.


    Das sollte man bei der ganzen Debatte nicht vergessen. Es ist nicht nur der Straßenverkehr selbst, es sind auch die Rahmenbedingungen, die sich geändert haben.


    Trotzdem wird es über kurz oder lang zu einem Tempolimit kommen. Das Verhältnis aus PKW und LKW wird hinsichtlich der absoluten Menge und der Geschwindigkeitsdifferenzen immer mehr zum Mißverhältnis und die Straßen geraten an ihre Grenzen. Wir können auch alles auf 8 oder 10 Spuren ausbauen. Wenn sich aber nicht ganz grundlegend etwas an der Güterverkehrspolitik ändert, werden unsere Straßen immer und immer wieder an ihre Leistungsgrenze kommen.

    Es fehlt bisher ein Schwerlast-Masterplan und der politische Wille. Aber irgendwann wird uns die Wirklichkeit dazu zwingen, so etwas wie die aus der DDR bekannte 50km-Regel (die Älteren wissen, was ich meine) oder ähnliches neu zu erfinden und den Transitverkehr im Rahmen "rollener Landstraßen" auf noch neu zu bauende Bahntrassen parallel zu den Autobahnen zu zwingen. In diesem zusammenhang wird man auch noch bitter bereuen, wieviele vorhandene und intakte Bahnstrecken man dem Rückbau geopfert hat, in den letzten 25 Jahren.

    Irgend etwas wird in den nächsten Jahrzehnten passieren müssen und das Tempolimit kann und wird nur ein Teil des notwendigen Maßnahmenpaketes sein.

    Nun ist das letzte überlebende Mitglied der legendären Olsenbande gestorben.


    Der dänische Schauspieler Morten Grundwald starb gestern im Alter von beinahe 84 Jahren. Und da die Olsenbande ihren mit Abstand größten Auslandserfolg in der DDR und dank der DEFA-Synchronversion feierte, gehört er natürlich hier hinein.


    Die drei Synchronsprecher der Bande (Karlheinz Oppel - Egon, Erhard Köster - Kjeld und Peter Dommisch - Benny) sind ja auch schon lange nicht mehr unter uns. Günter Schubert sprach einmal auch den Kjeld - und auch auf ihn trifft diese Aussage leider schon fast seit 10 Jahren zu.

    Willkommen hier... :winker:


    4km sind eigentlich für kein Auto das richtige. Kurzstreckenbetrieb ist nie gesund - und für den Zweitakter schon gar nicht. Man sollte dann zumindest einmal wöchentlich eine richtige Strecke einplanen.


    Eigentlich sind 4km Arbeitsweg eher etwas fürs Fahrrad. :zwinkerer:

    Als der Markt noch auf dem Kasernengelände war, hatte er deutlich mehr Charme. Und bei nassem Wetter weichte auch kein Boden auf.

    Jetzt auf der Wiese ist das anders - der Charme ist weg, es sieht aus wie auf jedem anderen Teilemarkt.


    Dafür klappt es verkehrstechnisch offenbar besser.


    Leserfragen am 79oktan-Stand wurden mir diesmal fernmündlich übermittelt, deshalb habe ich am Montag auch mal kurz mit Hegau-Junior telefoniert. :zwinkerer:

    aber Schulterblick-Gegner, das ist neu

    Interessant, wie aus einer gewissen und durchaus begründeten Slkepsis gegenüber dem Schulterblick in EINER speziellen Verkehrssituation eine generelle Gegnerschaft gegenüber dem Schulterblick gemacht wird.

    Ich habe noch nie eine dritte Bremsleuchte in einem Trabant gehabt - vielleicht liegt es daran. Optik hin - Sicherheit her, der olle Niva hat auch keine. Und irgendwie hab ich auch keine Lust, überall welche einzubauen - womöglich noch 6 Volt.


    Wobei - sowohl der 1.1er als auch der 66er haben das Bremslicht von Haus aus ja oben und eben nicht unten.

    Da soll ja auch schon der eine oder andere umgeklemmt haben, damit es wie bei späteren 601 unten ist. Wegen der Gewöhnung der Leute. Wobei ich es bestreite, daß "die Leute" nach 30 Jahren auch nur ansatzweise einen Erinnerungseffekt haben, wo denn beim Trabant welches Licht leuchtet. Das dürfte vorbei sein - schon lange.


    Was "Shice" aussieht, ist auch immer subjektiv. Ich habe mit der Optik von Fahrradhelmen keine Probleme - auch nicht mit der von dritten Bremsleuchten oder dritten Zähnen. :grinser:

    Am Ende ist es die reine Unlust, mir sowas einzubauen.


    Und der Schulterblick ist mir auf der Autobahn viel zu gefährlich.

    Ich weiß aber, warum es Unfälle dieser Art gibt. Weil es viele Leute gibt, die schon nach einem einzigen Blick in den Spiegel rausziehen - und das hab ich noch nie gemacht. Unter 3x linker Außenspiegel und entsprechend langem Blinken fahre ich nicht rüber.

    Beim Einfädeln, an Engstellen usw. schon - aber beim Überholen in Autobahngeschwindigkeit auf Strecke? Nee...

    Schulterblick auf der Autobahn?


    Das hat mir mein Fahrlehrer angesichts des dann (und aufgrund der höheren Geschwindigkeit) blind zurückgelegten Weges verboten. Schulterblick wollte er nur in der Stadt und ggf. auf der Landstraße sehen. Aber auf der Autobahn lehnte er das strikt ab.

    - da gab's ja womöglich noch nicht mal Hartz4

    Aber da wurde es bald darauf erfunden...


    Ok - was das Reglement in Most betrifft, hatte ich Unrecht.

    Und was steht da jetzt als Fahrzeugtyp in den Papieren?