Posts by Deluxe

    Bis auf das unerträgliche Gender-Geschwurbel im Text sehr treffende Aussagen.


    Dem Mann wird man sicher schon bald kommunistische Umtriebe vorwerfen. Dabei ist es nur gesunder Menschenverstand.


    Eine Staatskrankenkasse für alle, private KV nur noch für Zusatzleistungen, keine Schlupflöcher mehr, m.M.n. auch keine Beitragsbemessungsgrenze mehr, Krankenhäuser in Staatshand und weg von jeglicher Gewinnerzielungsabsicht im Gesundheitswesen.

    Hm, also was ich in den letzten Wochen dort so bestellt habe, kostet auch jetzt nicht mehr. Hab grad mal geguckt.


    Bei welchen Teilen ist Dir das aufgefallen?

    Es ging nicht unbedingt darum, wie gut oder ausgereift ein Westprodukt war.

    Sondern ob der Beschenkte in der DDR es notfalls auch mal reparieren lassen konnte. Und das ging bei DDR-Produkten besser als mit Moulinex & Co. Die konnte man in der DDR nicht reparieren weil es keine Teile dafür gab.

    Die Einfuhr des Genexkatalogs in die DDR war verboten.

    Aus gutem Grund. Schließlich sollte die Bevölkerung nicht irritiert werden. Besonders zum Thema Preise... ;)


    Übrigens...abgewickelt wurden die Genexgeschäfte über die Palatinus GmbH Zürich und die Jauerfood AG Kopenhagen. Beides Firmengründungen der Kommerziellen Koordinierung.

    Das wiederum ist aber eine ganz andere Geschichte und hat mit Westautos, die über Genex in die DDR verschenkt wurden, quasi nichts zu tun.


    Es gab beides.

    Für DDR-Mark gab es über den IFA-Vertrieb aber nur Golf I, Citroen GSA Pallas, Mazda 323, Volvo 244 DLS und eine kleine Menge Peugeot 305.


    Bei Genex gab es viel mehr. Passat, BMW u.a.

    Die klassenlose Gesellschaft war nicht ganz so klassenlos wie sie vorgab.

    Es gab die mit Westgeld und die ohne Westgeld. Spätestens an der Tür zum Intershop trennte sich die Spreu vom Weizen.


    Genex-Begünstigte, für die die Westverwandtschaft zahlte, stellten aber insgesamt eine verschwindend kleine Minderheit dar. Und Autos über Genex erst recht. Denn SO spendabel waren die wenigstens Westverwandten.

    Und nachdem es keine Grenzen mehr zwischen Ost und West gab, reduzierte sich das Interesse auf der westdeutschen Seite sowieso auffällig oft sehr drastisch.


    Mit einer schützenden Mauer dazwischen ist das Leben als Gönner halt irgendwie einfacher...oder entspannter. Der Empfänger kann halt nicht nachschauen.

    Ich habe auch erst später mitbekommen, warum auf so vielen edlen Spielsachen in den Westpaketen, für die Dankesbriefe gen Westen geschrieben wurden, immer irgendwas von Volks- und Raiffeisenbank zu lesen war...darauf wollte die Verwandtschaft sicherheitshalber nicht angesprochen werden, weshalb erst die schlechten Straßen im Osten, später das altersbedingte Zipperlein für die Ablehnung jeglicher zwangsumtauschbefreiter Besuche hier bei uns herhalten mußten. Und in die Gegenrichtung gab es kurz nach Grenzöffnung auch nur ein, zwei Anstandsbesuche. Was soll's...die Verwandtschaft war eher weitläufig, das beiderseitige Interesse war begrenzt, ich hab nix vermißt. Und viele andere erzählen ähnliches.

    Es war überhaupt kein Problem, über Genex an einen Westwagen zu kommen. Wenn die Westverwandtschaft den bezahlt hat, bekam man den auch. Ich empfehle dazu die Lektüre der 79oktan-Ausgaben 3/2018 und 1/2019. Da gibt es zwei sehr ausführliche Artikel speziell zu West-Importfahrzeugen über Genex, zu den Hintergründen, der Organisation GENEX und auch dazu, was die KoKo damit zu tun hatte: http://www.79oktan.de


    Nur:
    Wer hatte solch spendable Gönner im Westen? Und wer von denen, die sie hatten, wollte wirklich einen Westwagen fahren? Das Auto zu besitzen, war ja nur die halbe Wahrheit. Aber was wurde danach?

    Werkstätten? Dünn gesät. Nachfolgende Beschaffung von Ersatzteilen? Problematisch. Besonders dann, wenn man dafür wieder auf das Westgeld und die Gönnerschaft der Verwandten angewiesen war.


    Ganz abgesehen davon, wie man mit einem solchen Wagen auffiel und daß man das Finanzamt und das MfS häufiger auf der Hacke hatte, wenn man Westauto fuhr. Viele werden froh über einen unauffälligen Trabant oder Wartburg gewesen sein. Für die gab es Werkstätten und auch (und das war oft schwierig genug) Ersatzteile.

    Vorrangig ging es darum, der DDR Devisen zu beschaffen. Westgeld für den Staatshaushalt.


    Meine Oma kam auf diesem Wege mal zu einem Blaupunkt Farbfernseher mit Fernbedienung. Die Westtante hatte die Spendierhosen an. Aber in der Dimension Auto war sowas für uns unvorstellbar.


    Es soll Familien gegeben haben, wo die automobile Vollausstattung von der Westverwandtschaft bezahlt wurde.

    Eigentlich dachte ich ja, im vergangenen Jahr alles gesehen zu haben. Aber denkste...ich hatte die Gasflasche noch nicht draußen.

    Um sie herum fand sich im Flaschenkasten einmal ATA, eine Rahmbutterdose voller Schnipsgummis, eine Packung IMI, verpackt in zwei Broilertüten des VEB Geflügelwirtschaft Dresden sowie eine Packung Spee universal. :grinser:




    Ich gebe Dir jetzt mal aunabhängig von allem anderen einen Tip:


    Besorge Dir eine Betriebsanleitung, ein "Wie helfe ich mir selbst" und schau mal in die Kaufberatung. Dort werden solche Grundsatzfragen recht umfassend beantwortet. Es ist heute nicht mehr "in", aber das intensive Studium der Betriebs-, Wartungs- und Pflegevorschriften hat wirklich gute Gründe. Es lohnt sich.


    für die komplette Lebensdauer abgeschmiert ist

    Ja.


    6206 2Z

    Gegen gekapselte Lager ist an sich nichts einzuwenden, ich baue auch keine offenen mehr ein. Aber es sollte, zumindest gemäß Originalhersteller, ein Lager mit verminderter Lagerluft, erkennbar am Nachsetzzeichen C2 sein.


    ist das normal auch dass auf der Verpackung Hydrauliköl steht

    Ja. Siehe Wartungs- und Betriebsvorschriften. ;)

    bei uns in der Provinz gabs nie etwas anderes als Krepp

    Bei uns in Karl-Marx-Stadt und dem Umland habe ich auf unterschiedlichsten Toiletten incl. der teilweise noch vorhandenen hölzernen Trocken-Aborte auch nie etwas anderes zu Gesicht bekommen als Werra Krepp oder, besonders im Haushalt älterer Menschen, zurechtgeschnittenes Zeitungspapier.

    Nun haben wir seit genau 30 Jahren Westgeld.


    Gestern vor 30 Jahren haben wir somit zum letzten Mal mit DDR-Mark die Bockwurst bezahlt. Falls es noch eine gab, den die Regale waren in den letzten Tagen vor der Währungsunion wie leergefegt. Viel leerer, als sie zu DDR-Zeiten je waren.


    Naja, und am Rande sei noch erwähnt, daß gestern der Genosse Walter Ulbricht seinen 127. Geburtstag hatte.