Beiträge von Mossi

    Das waren Zeiten, eine komplette 69er Innenausstattung, + Grill, Spiegel, mit Stoßstangen etc. und anderem Kram für 50,- DM.....


    Und das war 96......


    Die Frage die sich stellt: verkauft man zwecks Refinanzierung oder wartet man doch lieber bis einer was tauschen will und kann? :/


    PS: Neulich im Auftrag für jemanden ein Kübel-A-Brett geholt, Zustand ok, muss nur lackiert werden. Gilt mit 50,- € als Schnäppchen.... 8)

    Ich habe mitte der 90er Jahre, bei einem hiesigen großen Verwerter nicht nur das anfallende Benzin für kleines Geld entsorgt sondern auch natürlich Teile geborgen und gesichert.

    Aber mal ganz ehrlich: Wer hätte denn damals und heute die Möglichkeit, in einem größeren Rahmen als wenige Stück Fahrzeuge vernünftig weg zu stellen und einzulagern?

    Und wie viel Teile sollen es denn sein und was denn z.B?


    Spätestens ein oder mehrere der Satze runter Stoßstangen hätte ich vor 15 Jahren an die Retro Leute verkauft - und nicht für das Geld was es heute dafür gäbe.


    Und wenn ich mir so überlege, welche Mengen an komischen, geschenkten Blechteilen ich hier noch habe da müsste ich langsam mal anfangen, was davon zu verkaufen.


    Kurbelwellen, Zylinder u.ä. habe ich schon mal bekommen - im Alltagsauto dann aber auch gnadenlos abgefahren. Und ich kann mich entsinnen, das dies nicht vordringlich die Teile waren, die die Leute irgendwo liegen hatten - oder die Werkstätten verschenkt hätten.

    1990 wären keine der für uns wirklich relevanten Orginalteile aus den Sechzigern ohne weiteres verfügbar gewesen.

    Die Quellen wären auch damals die gleichen gewesen wie jetzt, Keller, Garagen und Schuppen von Leuten, die das Zeug weggelegt haben.

    Die alten Auspuffanlagen sind auch schon in den Siebzigern weggeschmissen worden.


    Und die Qualität der zum Ende der Produktion verfügbaren Teile, war ja bekannterweise auch nicht die Beste.

    Die Erfahrung hat gezeigt: für einen 15 Jahre alten bekommt man den Neupreis. Wg. der wenigen Kilometer in erster Hand noch etwas mehr. Ergo Verkaufspreis: 3500,- €

    Früher waren Fahrzeuge mit Einspritzung etc. die Exoten, jetzt sind es die alten und eher einfachen Fahrzeuge.


    Vor 30 Jahren war die Prüfung der strukturellen Integrität der Karosserie der Scheidepunkt zum schnellen Abschied, jetzt sind andere Dinge relevant.


    Blöd ist, dass einige Punkte tatsächlich im Wissen um die Vorschriften verborgen liegen. Und da kommt sowas bei raus - oder auch HU-Verweigerung wg. fehlender NSL bei einem 89er S.


    Schön, wenn sich dieser Punkt so klären lässt, schlecht ist, wenn man das Gefühl nicht los wird, der Prüfer müsste neben der Ingenieurberatung auch mal selbst wieder zur HU....

    "....war ein gutes Auto, man durfte nur nicht in tiefen Schlamm oder Sand kommen....."


    Was beim Militär unwahrscheinlich, aber nicht völlig auszuschließen war....

    Wohin möchtest du es denn verschoben haben?


    In die Motorradecke? Mit oder ohne Abstimmung? Ideen, Vorschläge?


    Möchtest du dein "Gelaber" woanders auch gelöscht haben? Kein Problem...



    Und wo ist denn eigentlich dein Bild des Tages?




    PS: der Schreibstil wäre natürlich einfach rückrüstbar....... natürlich...

    "Wo im Osten findet ihr noch so ein Fahrzeug in dem Alter Unrestauriert in dem Zustand?"


    Ich unterstelle mal, die Frage ist ernst gemeint. Dies ließe zweierlei Rückschlüsse zu:


    - du kennst nur deine eigenen kleine Welt um dich rum. Nach meiner Erfahrung haben die kleinen Treffen im Westen eher selten Konzentrationen an unveränderten Zeitzeugen aufzuweisen. Dort gibt es andere Prioritäten und Einstellungen.


    - Das hieße aber auch, das du arrogant genug bist, zu glauben, du wärst der Einzige, mit einem sich an Originaltreue orientierendem Fahrzeug (wobei dieser Punkt ja peu á peu entfällt).


    -Fehlen dir vermutlich Informationen, was anderswo (ich will das gar nicht explizit in den Osten rücken, wobei dort natürlich aufgrund der Fahrzeugmengenverteilung der letzten 60 Jahre, die Dichte gefühlt etwas höher ist) getan wurde, um Wissen und Zustände zu archivieren, Daten zu sammeln, verfügbar zu machen etc..


    Und dann lehne ich mich in Anbetracht der Ausgangslage (lediglich Bilder in einer diesbezüglich etwas oberflächlichen Publikation zu diesem Fahrzeug, keinerlei Details von Technik und Karosse) mal aus dem Fenster und frage: woher glaubst du zu wissen, das an dem Fahrzeug noch nicht modifiziert wurde? Seit wann hast du den? Kannst du das mit deinem Wissensstand sicherstellen? Oder ist das nur


    Problematisch ist bei dieser Diskussion, dass sich persönliche Ansichten nicht unbedingt in ein Schema zum Thema originalgetreue Historie pressen lassen.


    Aber um mal ein bildhaftes Gegenbeispiel aufzuführen:




    Wenn sowas Schönes herangerollt kommt, in gedeckter pastellener Farbgebung, die originalen Räder schüchtern mit lecht negativem Sturz auf die Straße zeigend, der schlicht und ohne Effektheischerei aus einer Zeit erzählt, die die meisten hier entweder gar nicht mehr oder aus der Sicht durch eine Brille, die meist nur noch in der Lage ist, die 80er Jahre leicht verschwommen zurückzufokussieren, kennen, dann geht mir das Herz auf.



    Keine Orgie hochreflektierender Metalloberflächen, keinen Tinnef, der eine Pseudoalterung herbeiführt (dazu ggf. die Sicht beschränkt) und die recht üppigen Anbautüdelmöglichkeiten der 60er Jahre ignorierend, Leichtmetallräder, deren Grundlage in einer Bauxitmiene bis Anfang der 2000er geschlummert hat, keine Sturzänderungen, die eine Reifenumziehaktion zum Nachinnenbringen der abgefahrenen Außenseiten konterkariert, sondern schlichte Schönheit, die sich aus Funktion und Aussehen eines unverfälschten Objekts ergibt, welcher über die Jahre schon allein herstellerseitig natürlich Wandlungen unterlegen war.


    Nichtsdestotrotz kann man trefflich darüber diskutieren, ob der originale "Prunk" eines 68er alaskagrau / polarweißen LL an der Schlichtheit eines delphingrauen 85er S ohne Sonderwünsche zu messen ist. Jedes der Beispiele hat einen ganz eigenen Charme


    So, und was soll jetzt das ganze Gelaber? Was will der Spinner mit den Schachtelsätzen und dem schwer zu lesenden Sermon eigentlich sagen?



    Lange Rede - kurzer Unsinn: ganz einfach. Von denen gibts (fast) keine mehr.


    Weil Individualität das höchste Gut ist, hochglänzende Oberflächen scheinbar Erektionsprobleme verschwinden lassen (der Anwendungshäufigkeit nach :D) oder manch einer endlich die Sachen anbauen möchte, die er früher nicht bekommen hat oder sich leisten konnte.


    Da die Gefahr bestehen könnte, dass sich vermutlich viel mehr Leser angesprochen fühlen, als es tatsächlich trifft:


    Es geht um den Erhalt guter, unverfälschter Strukturen, die Zeugnis von der Vergangenheit ablegen könne, die ggf. als Referenz für Zustände vor 30-60 Jahren dienen können - weniger um die verschönerten DailyDriver, Neuaufbauten, Totmodifizierten.... um all das, was die meisten hier pilotieren....


    Aber jeder zieht sich den Schuh......



    PS: der hatte zu dem Zeitpunkt nicht nur MatchingNumbers.... :love:

    Ich fühle mich demaskiert.....


    Ich durfte neulich Ratko Delorco in einer sehr kleinen Runde bei einer Reise durch die Geschichte des Klaviers begleiten - ich gebe zu, mit grosser Faszination ob der technischen und kulturellen Aspekte.


    Da dies tatsächlich als etwas hobbyfremd gelten darf, gibt es für den geneigten Interessenten hier die Möglichkeit, sich einen kurzen (etwas überholten) Eindruck zur o.g. Sphäre zu verschaffen:



    Hey Leute.... Weshalb immer so aggro??


    Von der Sache her ist das hier selten aggro....


    Einen Teil der Leute kenne ich - manchmal gibt es schon Diskrepanzen zwischen dem virtuellen Auftritt und dem Verhalten in der Realität. Was insofern nicht schlecht ist, um einige Ausschreibungen hier gewichten zu können.


    Diese Websaite (blöde Autokorrektur) dient dem Austausch. Im gleichen Maße wie "fishing for compliments" aber über einen individuellen Geschmack erfolgt, in gleichem Maße steht den anderen eine eigene Meinung dazu frei.


    Die wird hier auch gelegentlich mal geäußert. Meist positive, manchmal aber auch sachlich-kritische....


    Ihr könnt nicht nur mit den Autos machen was ihr wollt, sondern sogar mit euch selbst.... dauerhaft anmalen, Löcher reinmachen und Metall oder Kunststoff durchstecken und andere komische Sachen. Jeder wie er mag.

    Guten Appetit!


    Tatsächlich ging es mir um was anderes: die Authentizität inkl. eines bis dahin scheinbar recht wenig von Aktualisierungsdrang betroffenen Zeitzeugen wird unter dem Argument der "Individualität" und des "persönlichen Geschmacks" in eine ""gesichtslose Retrokarre" wie schon zu -zig vorhanden" umgerödelt.

    Dabei gehen eben auch die spezifischen Eigenschaften dieser westdeutschen Insellösung verloren, die sich neben der Technik auch in der Optik niederschlagen.


    Ich halte es für verwerflich, auf der einen Seite das "Scheinwerferlicht der Fachpresse" (wenn ich mich recht erinnere, wars die ABK :D) argumentatorisch für sich in Anspruch zu nehmen um mehr oder weder den eigenen "Verschönerungsanspruch" mit "alten Ostteilen" als Authentizität zu deklarieren. Da beißt sich was.


    Es gibt auch andere (alte, gute) Fahrzeuge, welche wg. Ahnungslosigkeit, Bequemlichkeit u.ä. modifiziert werden, gerne unterstützt von Aussagen wie: das hat man früher auch schon gemacht, das Alte funktioniert nicht, das kann man jederzeit zurückrüsten etc. pp.*.....


    Nu gloar..... immer macht. Hab ich früher auch schon....


    Vielleicht weiß ich aus den vielen Besichtigungen den Wert des Erhaltenen eher zu schätzen, da langsam viele Referenzen dem scheinbar unbändigen Drang ihrer Besitzer nach Individualisierung, Alltagstauglichkeit und anderen teilweise verständlichen, teilweise komischen Wünschen angepasst wurden.


    Sicherlich: es kommen welche nach. Mit Akribie und Augenmaß restauriert, zurückgerüstet und auch mal nach Referenzkriterien zurechtgemacht. Aber parallel stirbt eben auch viel.... mit zweifelsohne guten Vorsätzen. Davon gibts mittlerweile so viele, dass sogar der Weg zu Hölle damit gepflastert wurde.


    Aber: das bisschen, was an dokumentierten Aussagen noch in die jetzige Zeit geschafft hat, wird eben um- und überschrieben. Selten zum Vorteil... Und hier eben offensichtlich - verbunden mit der Bitte nach Beifall.


    PS: ich habe bis dato noch keine wirkliche Rückrüstung von irgendeinem alten Besitzer erlebt, ich halte das nach Jahren des Umherwerfens tatenfreier Worthülsen für eine hypothetische Möglichkeit. Und so 2-3-4 Autos habe ich mir schonmal angekuckt... meistens auf Treffen mit Haube auf....


    * (hier bitte andere beliebige Ausreden einsetzen)



    Dass dieser Beitrag polarisiert, ist erwünscht. Ich bitte, von übermäßigem Daumenkino abzusehen. Vielen Dank!