Plastikwahn Pro & Contra

  • Was wir an der Plastetüte (falsch oder nicht: hier Sprachgebrauch seit anno Knack :)) hatten, werden wir erst merken, wenn's wirklich keine mehr gibt. Nasse/ölige/stinkige Ware in Papiertüten und 'Schdoffbeudeln' dürfte oft spannend werden...:zwinkerer:

    Wir haben jedenfalls noch gut ausreichend gebunkert. Das war hier aber auch noch nie ein Wegwerfartikel, sondern wurde und wird mehrfach bis zig Jahre lang ganz selbstverständlich weiterverwendet. Der Ostdeutsche neigt(e) zumeist mehr zum Aufheben, denn zum Wegwerfen.

  • Irgendwo in meiner Bude sind noch 'Tütjes' und 'Täsch' aufgehoben von (manchmal schon im vorigen Jahrhundert) aufgehobene Kleinhändler aus diesem Dorf. Da wird eines Tages die Heimatverein sich vielleicht freuen.

  • Ich denke es geht mehr um den Einkaufsbeutel/Tüte an der Kasse in der Kaufhalle und da ist (zumindest bei uns) eher selten Offenes das stinkt, nass oder ölig ist dabei.

    Früher gabs den frischen Fisch auch immer in einer Zeitung als es bei uns vor Ort noch einen Fischladen mit Becken gab.


    Wir haben schon seit sehr vielen Jahren große aus Kunststoff bestehende Taschen im Auto. Und für lose Ware wie z.B. Ost und Gemüse habe ich (auch vor vielen Jahren) ein Großgebinde Papiertüten aus längst vergangener Zeit gekauft. Die gehen auch mehrmals und dann ins Altpapier.



    Halte ich für besser als Kunststoffbeutel/Tüten.

    Und nebenbei sorgen die auch öfter für kurze Gespräche. Und unser Edeka hat das aufgenommen und da gibts seit kurzen tatsächlich wieder so dreieckige Papiertüten aus Altpaier in der Ostabteilung:thumbup:

    Auch in der Frischwurstabteilung wird wieder Papier verwendet, dass dann aber einseitig eine Kunststoffbeschichtung hat. Da ist zumindest der Anteil an Kunststoff verringert.


    Aber ja, für die ganzen öligen Sachen, die bei mir mehr in der Garage zu finden sind, hab ich einen guten Vorrat an Zippbeuteln aus Kunststoff für die Kleinteile und große transparente Tüten die von Arbeit über sind. Da fällt genug an Verpackungsmaterial zur Wiederverwendung an.


    Mein Spitzenreiter bei Plastikbeuteln war mal eine Tüte von einer Modekette, die mir ca. 7 Jahre täglich fürs Frühstück diente. Das war der absolute Härtetest. Mehrfach Risse von innen mit Klebband geflickt. Nach den 7 Jahren war die aber wirklich fertig.......

  • Bei uns heisst das Plastiksack 8)


    Plaste ist meiner südwestlichen Wahrnehmung her vor allem in Neufünfland gebräuchlich.

  • Tim : mir ging es bei den öligen und stinkigen Sachen nicht vordergründig nur um Einkaufsware. Gerade im Auto-/Werkstatt- incl. Hobby-bereich gibt es eben vielerlei Sachen, die in einer Plaste(:zwinkerer:)tüte sehr gut und sicher transportiert und (ggf. lange) gelagert werden können, während Papier oder Stoff hier völlig fehl am Platze wären (nur z.B. die angefangene Ölflasche im Kofferraum).

    Leider ging es der so praktischen (und eben auch im positiven Sinne langlebigen) Plastetüte so, wie es vielen anderen nützlichen Gegenständen auch schon erging bzw. noch ergehen wird: sie fallen einem geradezu dogmatischen Plastebashing zum Opfer - u.a. wegen der (anerzogenen) Ex- und Hop-mentalität vieler und der vernünftig "nachhaltigen" Nutzung durch zu wenige.

    Mal sehen, wann N*ke und A**id*s auf Bastschuhe umstellen...:zwinkerer:

  • Ich hab dich schon verstanden. Es ist aber auch so, dass vorranig nur die Plastiktüten an den Kassen in der Kaufhalle verschwinden, bzw. zuerst mal kostenpflichtig wurden.

    Damit setzte auch erst das Umdenken ein, die Dinger nicht nach jedem Einkauf zu entsorgen.


    Kaufen kann man ja jederzeit und überall entsprechende Tüten für die öligen Zwecke ;)

    Weil sie in der Kaufhalle aussterben, heißt dass ja nicht das sie vollkommen verschwinden. :)

  • Ich habe es so verstanden, dass es nur noch die ganz dünnen Flattertüten und die dicken Taschen(artigen) geben soll, aber nicht mehr die so praktischen normalen Einkaufs-Tüten (meist mit Werbeaufdruck).

    Genau wegen dieser Aufdrucke (und des gewissen Flairs der "großen weiten Welt" :lach:) waren diese Tüten schon zu DDR-Zeiten 'wertvoll' , wurden gerne und quasi "ewig" benutzt. Somit musste bei vielen ostgermanischen Mitbürgern das besagte Umdenken vmtl. gar nicht so sehr einsetzen. Es war ganz einfach längst da...:zwinkerer:

  • (Frische) Nahrungsmittel dürfen nach wie vor in eine dünne Plasttüte mitgegeben werden. Aber wer zb Mondos kauft, soll die diskret in eine eigene Tasche wegstecken.

  • Mal sehen, wann N*ke und A**id*s auf Bastschuhe umstellen...:zwinkerer:

    Meintest du „Aldidas“? (Obwohl: Aldi hat ja auch (Sport-)Schuhe mit ihrem Logo im Programm).

    Standard. weniger ist mehr.

    Suche Kastenschürze für den W311.

    Suche Innenausstattung grau oder rot für P50/0 Standardausführung.

    Suche P50 Felgen von 6/59.

  • Ich meinte prinzipiell alle namhaften Schuhhersteller. :zwinkerer:

    Der Rest ist wahlweise der viel zu kleinen Schmiertelefon-"tastatur" geschuldet - oder meinen dafür zu ungeschickten Wurstfingern...:verwirrt:

  • viel zu kleinen Schmiertelefon-"tastatur"

    Das ist eins der Gründe, weshalb ich noch immer nicht so ein Gerät habe. Schon drei Mal ist ein Teenager, der so lieb (oder stolz?) war, zu versuchen mir gewisse Funktionen seines Smartphones zu erklären, schreiend davon gerannt, als ich fragte wo man dann die Tastatur einstecke...

  • Spätestens bei Regen ist der Kunde beispielsweise am Stand auf dem Treffen froh, wenn er für Magazine oder Bücher eine Plastetüte bekommt...


    Verbotsgesellschaft...

    Wohin man schaut.


    Mit dem Rauchen in der Kneipe fing es an. Auch wenn ich persönlich es absolut nicht vermisse, aber das war Schritt 1 der grünen Verbotskultur. Plastetüten, Trinkröhrchen, Feuerwerk...


    Da geht noch mehr. Wetten?

  • Trinkröhrchen

    als ich das mitbekommen habe, hab ich erst an versteckte Kamera gedacht... Strohhalm aus Pappe... sehr sinnvoll zum gemütlich trinken. Seitdem schmeiß ich den Halm gleich weg, und trink ausm Becher... schmeckt auch besser dann...


    Und mehr geht immer, ob sinnvoll oder nicht. Weil bei nicht sinnvoll müsste man sich Fehler eingestehen, und das erlebt man eher selten ;)

  • @Deli, ich behaupte im Falle der Kunststoffe geht es weniger um den Verbotswillen.

    Wenn man mal schaut was an Plastemüll an den Stranden auf der ganzen Welt angespült wird und wie hoch die Mikroplastebelastung im Wasser ist......


    Papiertüten lösen sich im Wasser auf und Strohhalme gibts inzwischen auch aus biologisch abbaubarem Kunststoffen....z.B. aus Maisstärke, kann man praktisch nach dem Getränk wie ne Salzstange wegknabbern 🙂


    Auf Märkten hab ich schon seit vielen Jahren einen (wasserabweisenden) Beutel dabei.


  • Die Pansinette hat eine Winterjacke mit Wildtasche. Da passen nicht nur Kaninchen drinne...

  • Wie "viel" von dem Plastikmüll an "den Stränden der ganzen Welt" wird wohl unterm Strich aus Europa, speziell aus D stammen? ;) Wir können hier verbieten und einsparen, was wir wollen, es bleibt lediglich guter Wille/Aktionismus, der rein gar nichts am weltweiten (Plastik-) Müllproblem ändern wird...X/

  • Wir können hier verbieten und einsparen, was wir wollen, es bleibt lediglich guter Wille/Aktionismus, der rein gar nichts am weltweiten (Plastik-) Müllproblem ändern wird... X/

    Diese egoistische Denkweise ist die beste Voraussetzung für einen Stillstand. Wenn alle nur mit dem Finger auf die anderen zeigen, und niemand mit (mehr oder weniger) gutem Beispiel vorangeht, wird sich nie etwas ändern. Und dass man Pionierleistungen nicht von Entwicklungsländern erwarten kann, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.

  • Wir können hier verbieten und einsparen, was wir wollen, es bleibt lediglich guter Wille/Aktionismus,

    Das ist kein guter Wille. Die labern doch bloß. Seit 37 Jahren sitzen solche Deppen im Bundestag...

  • Fridl : Egoistisch oder realistisch? ;)

    Der Weltrettungsgedanke ist mir persönlich jedenfalls zu idealistisch, dafür sind wir im weltweiten Emissionsgetriebe eben doch ein zu kleines Zahnrad.

    Daran ändert auch der exportierte und dort (mehr oder minder kriminell) entsorgte Anteil (!) unseres (Verpackungs-) Mülls nicht viel.

    Keine Frage, dass dieser Müll pro Kopf viel zu viel und ein Großteil des Verpackungswahns einfach nur Irrsinn ist. Drum hätte man m.E. besser hier angesetzt (z.B. bei Doppel- und Dreifachverpackungen oder bei solchen, die 1/3 oder mehr Luft enthalten) - hätte sicherlich weit mehr Volumen eingespart, als die vgl.weise albernen Trinkhalme oder Wattestäbchen. Oder etwa nicht? :schulterzuck:


    Dass mit dem "vor der eigenen Tür kehren" ist ja gut und schön und prinzipiell auch richtig - nützt aber nicht viel, wenn der mit dem größeren Nachbargrundstück und noch viel mehr Müll nicht fegt, sein Dreck stets und ständig umhergeweht wird. ?(