Funktion Montagekappen Antriebswelle

  • Hallo,

    Vor einer Weile stellte ich fest, dass meine Pappe beim beschleunigen irgendwie unrund lief(mechanisch). Als würde er stampfen bzw. Ruckeln.


    Heut hab ich die Antriebswelle mal ausgebaut und da war ein Lagerring komplett runtergehüpft und die Nadeln überall verteilt. Habe alle 28 Nadeln wiedergefunden inkl. einer dieser Plastikkappen. Die anderen beiden Lager waren noch zusammen, aber die Deckel von den plastekappen fehlten.


    Ich wollte fragen, was die Kappen genau für eine Funktion haben? Beschrieben wurden sie im Onlineshop als Befestigung für die Lagerrollen. Ich dachte eher, dass sie Axial etwas abfangen sollen.


    Könnt ihr mir etwas dazu sagen?


    Und ist es überhaupt möglich, dass so ein Lagerring im eingebauten Zustand runter hüpfen kann?

    Ansonsten wünsch ich allen ein gemütliches Fest und einen schönen Abend!


    Gruß Felix

  • Die Kappen sind meines Wissens nur dafür da als Halt das die Ringe nicht runter rutschen bei Montage und Demontage. Bei mir fehlte auch jeweils einer von drei, hat aber mit der Funktion nichts zu tun. Habe die Wellen auch ohne die Kappen wieder verbaut. Halt bei Demontage , beim ziehen der Wellen aufpassen, Tüte oder ähnlich drüber stülpen.

    :thumbsup:Alles wird gut ;)

    Edited once, last by Guido ().

  • Beim ziehen der Welle zuerst die Manschette lösen und den Antriebsbecher so drehen das eine Nut nach unten steht. Dann die Welle ziehen und mit der anderen Hand und ausgestreckten Zeigefinger unterhalb vom Becher die aus dem Becher rutschende Rolle vom Stern abfangen und halten. die beiden anderen Rollen stehen dann 120° nach oben und können somit nicht abfallen.


    https://www.trabitechnik.com/i…b%20aus-%20und%20einbauen

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    Edited once, last by Andi ().

  • Das weis ich auch.... es geht nur darum zu vermeiden das er bei der Demontage bzw. Montage herrunter fällt.... Ich denke das den meisten denen das passiert es eben beim Ausbau der Welle passiert da sie nicht aufpassen und einfach die Welle ziehen und sich dann wundern wenn der Ring fällt.

    enjoy the silence

    Edited once, last by Andi ().

  • Ich frage mich was er nun genau meinte. War die Rolle schon runter, noch während die Welle im Becher steckte? Dann müsste sie wie Fahrfusshebel erwähnt schon bei der damaligen Montage runter gerutscht sein und hatte nie eine Funktion.

    Oder ist der Ring erst beim rausziehen runtergerutscht?

    So richtig klar ist mir das nach der Eingangschilderung nicht, man kann es so oder so verstehen.


    Die Plättchen sind in meiner Vorstellung nur eine Abrutschsicherung. Ich habe nie Nachteile gehabt wenn mal eine oder alle fehlten.


    Es gibt aber Aussagen, die aber mehr aus dem Motorsport kommen, wo es dort ohne Plättchen zu leichten schlagen/Unwuchten kam.


    Was aber noch zu beweisen wäre. Ich habs mir nach der Aussage nicht nochmal genau angesehen, ob es möglich ist das die Tripode ohne Plättchen in z.B. Kurven mit hoher Last an die Außenwand schlagen kann (so in etwa wurde es beschrieben). Muss man mal machen......

  • Brauchste nich. Hab ich schon. Ohne Veränderung. Dazu wären die Plastikstopfen auch ganz einfach zu popelig, um ein Taumeln der Welle dauerhaft zu unterdrücken.

  • Ich kanns mir ja auch nur schwer vorstellen, aber es wurde so von der Rennstrecke berichtet.

    Ohne Plättchen war wohl ein Schlagen da, mit war es dann wohl weg:schulterzuck:

    Sowas kann man natürlich nur schwierig "trocken" simulieren.

  • Das kann ich mir nur vorstellen wenn an sich die Becher/Rollen /Nadeln/Sterne schon recht viel Spiel haben.

  • Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die Tripode mit verbauten Kappen wesentlich mehr Belastung aushalten.

  • Du bist ja auch derjenige den ich mit "von der Rennstrecke" meine 😉 du hattest uns darüber mal in Anklam berichtet, als es da um das Thema ging.

  • Mögliche Erklärung bitte?

    Kann mir nur schwerlich vorstellen,daß diese Plastikpömpel was "aushalten".

  • Unter Last zentriert sich der Stern ja selbst in den Bechern, aber ohne Last sorgt die Schwerkraft dafür das die Welle immer nach unten in den Bechern fällt, je nach dem wieviel Spiel die Rollen schon haben. Die Plastestöpsel zentrieren die Sterne dann etwas. Die nutzen sich dabei auch ab, weshalb sie oftmals dann beim Ausbau nicht mehr vorhanden sind.

  • Eine gewagte These :staun:.....ich habe noch nie Plättchen mit Verschleißspuren gesehen.

    Wenn die weg waren, dann weil sie im Fett verschwunden sind, oder schlicht und ergreifend weil sie irgendwann bei De- oder Montage mal (unbemerkt) abgefallen sind

  • Ich bringe dir mal so eine Weile mit wo die Kappen schon dünn wie eine Briefmarke sind. Um so mehr die Becher und Rollen schon abgenutzt sind um so mehr kommen die Kappen mit den Bechern in Berührung.

  • Es sollte erstmal der Nachweis geführt werden, ob sich die Kunststoff-Kappen überhaupt mit den Antriebsbechern großartig berühren. Auch wenn die Kappen bei vor langer Zeit ausgebauter Teile zerstört sind, so steht der "Stift" fast immer über den Zapfen hinaus, und ist meist nicht glatt (abgeschliffen). Es fehlt also nur die "Scheibe" der Kappe (abgerissen oder ...).


    Ich wollte schon länger mal einen Stern in den Becher stecken, um selbst zu sehen wie der Stern geführt wird. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen. Aber ich habe bspw. noch keine Fress- oder Verschleißspuren an der Seite der Rollen zum Stern hin gesehen.

  • Kann man ganz einfach testen, ohne Kappen hat der Stern radiales Spiel und mit Kappen ist er mehr oder weniger zentriert. Sieht man auch, wenn man mal einen Becher auswäscht, dann kann man sehen wie die Kappen getragen haben.

  • Ich beantworte meine aufgeworfenen Fragen einmal selbst. Hier aber erstmal die Bilder, wie Tripode-Stern im Antriebsbecher sitzt und zentriert wird (beide Teile sind Neuteile):




    Es ergibt sich zunächst die Erkenntnis, dass sich Kappe und Antriebsbecher berühren, aber nur an der Außenkante der sich leicht krümmenden "Scheibe". In der Mitte des Zapfens ist der Abstand deutlich sichtbar.


    Weiterhin kann man OHNE Kappe das 1mm-Blatt einer Fühlerlehre zwischen Zapfen und Becher durchführen (hierbei ist anzumerken, dass die Messung aufgrund er Krümmung recht ungenau ist => der tatsächliche Abstand ist sicher etwas größer). Die "Scheibe" der Kappe ist ca. 0,9 mm dick (Messschieber). D.h. die Kappe kann den Stern nicht zentrieren. Womöglich sind die Beobachtungen subjektiv und/oder auf andere Einflüsse zurückzuführen. Allein die Tatsache, dass sich die Scheibe krümmt und damit am Becher anliegt, könnte eine zuätzliche Zentrierung hervorrufen. Dem entgegen steht aber die geringe "Federwirkung", so dass schon das Eigengewicht der Gelenkwelle diese Vermutung kaum bestätigen kann.