Ist das ein HP500 Anhänger ??

  • Guten Abend ich habe mir diesen Anhänger zugelegt leider ohne Papiere. Mein bekannter hat diesen auch nur geschenkt bekommen es wurde mir aber versichert dass dieser nicht gestohlen sei. Der Anhänger soll ein Geschenk sein. Bei dem TÜV war ich schon vorstellig da sagte man mir Zugmaul muss neu ( hab mir schon ein neues besorgt von Typ KK82 / Typ KK71) und Reifen müssen auch neu ( diese kommen noch drauf 145/80R13 da die alten porös sind).


    Jetzt zu meiner Frage ist dies ein HP 500 und wenn ja woran sieht man dies eigentlich als Leihe. Ich hatte schon mal mir einen HP500 aufgebaut nur mit Trabant Dreieckslenker und einer querliegenden Blattfeder da hatte ich aber Dokumente dazu. Deswegen Tippe ich hier auch auf ein HP 500 weil der Aufbau ähnlich ist. Auf dem Zugrohr ist hinten was eingeschlagen mit 3 zahlen und vorne was mit 6 Zahlen. Kann mir jemand sagen ob ich mit diesen Daten was anfangen kann oder bei der Zulassungsstelle weiter komme. Danke

  • Die Form der Schlagzahlen und der entsprechende Zackenstern weisen auf eine Kleinserie bzw. Eigenbau hin.


    Die Größenordnung entspricht schon der, der klassischen 500er.


    Aber ohne Typenschild bleibt es Rätselraten.

  • grundsätzlich kann es nen hp500 sein, kann aber auch der größere Bruder sein, glaube nen hp650. Aber da er keine bremse hat tendiere ich zum hp500. Aufbauend der Achsen gan es da verschiedene, genauso wie holzaufbau, blechaufbau.

  • Das ist einer der üblichen Eigenbauten und/oder Kleinserie einer PGH.

    Die 3 Zahlen Baujahr, die anderen die Fahrgestellnummer.


    Dafür gibt es leider kein Nachschlagewerk zur Identifizierung.

    Sieht aus wie 500kg Klasse.

  • Ich habe noch die Infos auf dem Zugmaul. Aber die bringt uns bei dem Hänger nicht weiter. Könnte man also wenn man jemanden erreicht bei der Zulassungstellen Nachfragen ob was hinterlegt ist zu dem Hänger mit den ersten drei Zahlen was das bj ist und den anderen 6 was sowas wie die rahmennummer ist.

  • Wenn du weißt wo er zugelassen war besteht die Chance das es noch Aufzeichnungen gibt.

    Ansonsten kann die Zulassung eine KBA Abfrage machen und wenn er innerhalb der letzten 7 Jahre noch zugelassen war eine Auskunft geben.


    Wenn dann nur über die Fahrgestellnummer, bei der man dann auch hoffen muss, dass das Symbol nach dem ersten beiden Zahlen ein ☆ oder * war......je nachdem wie es damals eingetippt wurde.


    Es wird wohl eher auf ein Vollgutachten hinauslaufen. Dafür ist es vorteilhaft quasi ein selbsterstelltes Datenblatt vorzulegen, das verkürzt die Begutachtung/Kosten.

    Muster findet man über die Suchmaschine. Also Daten wie Länge, Breite, Höhe, Felgen, Reifen usw.

  • Das KBA hat es schon im Namen.....Bundesamt. Es speicht alles aus der ganzen Republik.

    Heute sind beim KBA alle Daten für Fahrzeuge und Halterdaten gespeicht.

    Teilweise, wenn es um eigene Daten geht, auch länger als 7 Jahre.

    Wenn man einen Personalausweis mit Onlinefunktion hat, kann man da alles über sich selber abfragen.....

    Das hab ich letztes Jahr mal gemacht....da kamen dann gut 30 Seiten....bis hin zu den Mopedversicherungskennzeichen von vor vielen Jahren. Hat die Datenkralle alles erfasst.


    Sollte zu dem Hänger da was gespeichert sein, wirst du es erfahren. Die Schwierigkeit ist wie gesagt die Schreibweise der Nummer und wie es eingegeben wurde.


    Wenn eine Zulassung nichts mehr hat, dann hat meist auch das KBA nichts mehr. Das KBA besteht nur noch aus Servern. Je nach Zulassung besteht manchmal noch die Chance auf ein analoges Archiv. Ist aber auch selten geworden.


    Mit Muster meine ich nicht einen Vordruck sondern eine Vorlage/Vergleich. Also einen Datenblatt.

    Wenn du das von deinem Hänger im Vorfeld schon erfasst und zuarbeitest, wird das Gutachten günstiger, weil es einfach nicht so lange dauert.


    Beispiel eines Serienanhängers:


  • Für Eigenbauten wurden aber Einzelbetriebsgenehmigungen vor Ort erteilt, da ist ein zentrales Datenblatt unwahrscheinlich.

  • Also ich habe gestern echt eine ganze weile im Netz gesucht um an Datenblätter oder Technische Zeichnungen für einen HP 500 zu gelangen. Aber ich konnte nicht wirklich was finden. Ich dachte es gibt irgendwo Baupläne einmal für die mit einer Blattfeder und einmal für die mit 2 Blattfedern . So das ich beim TÜV schon mal was habe zum Vorzeigen. Und man sieht es ist ein HP 500 kein HPXXX oder so. Aber es ist nix zu finden. Hat von euch jemand Datenblätter von den Verschiedenen aufbauten wie Blechaufbau oder Holz mit Heckklappe zum klappen oder auch nicht. Oder war es früher wirklich so Rahmen, Rohr, Reifen, Blattfeder und nach “§21“ abnehmen lassen und hoffen das es klappt. Dachte es gibt Anhaltspunkte was ein HP500 an Reifen/Felgen fahren muss und die Anzahl an Blattfedern oder Lagen der Blattfeder.

  • Du solltest nicht nach fertigen Datenblättern suchen, denn wie Mossi erwähnt gibt es dazu in der Regel nichts.


    Du solltest nur eines als Muster dafür nehmen, welche Daten dort erfasst sind. Also Länge, Breite, Höhe usw. Alternativ einfach mal nach einem Fahrzeugschein eines beliebigen Anhängers suchen und schauen welche Daten da drin stehen.


    Genau diese Daten werden vom Sachverständigen beim Vollgutachten ermittelt.


    Wenn du ihm diese Daten, für die du aufstehen und dich an deinen Hänger begeben musst um sie zu erfassen, dem Prüfer schon zu Beginn der Prüfung vorlegst, dann wird es für den Prüfer einfach und für dich günstiger.


    Diese Daten findest du nicht hinter dem Bildschirm bei google, sondern ganz analog an deinem Anhänger.


    Solche Eigenbauanhänger waren in der Regel immer einzigartige Unikate. Es gab zu anderen sicher Parallelen, weil oft auch gleiche Bauteile verwendet wurden, aber am Ende hat jeder Eigenbauanhänger seine eigene persönliche Abnahme und Papiere bekommen. Und für dein Unikat eine technische Zeichnung zu finden.....kannst du noch 100 Jahre erfolglos googeln.

    Es gab natürlich Vorgaben, aber diese würden dir heute genau NULL weiterhelfen.


    Und wenn heute keine Papiere mehr existieren, dann müssen diese im mit einer Vollabnahme nach §21 wieder erstellt werden.


    Der Vorschlag ist jetzt nur, dass du dem Prüfer hilfst, indem du ihm zuarbeitest und deinen Anhänger vorher genau ausmisst und bestenfalls noch wiegst.


    Du kannst das alles auch vom Prüfer machen lassen, aber dann wird es eben teurer, denn dort wird meist jeder angefangene Viertelstunde in Rechnung gestellt. Und wenn der Prüfer erst alles ausmessen und wiegen muss, dann dauert das halt eine Stunde länger und kostet 100€ mehr (wenns reicht).


    Beispiel, ich hab etwa 2014 einen Eigenbauanhänger nach §21 abnehmen lassen. Es war vorher ein Wohnwagen und jetzt ist es ein Autotrailer. Diese Abnahme/Prüfung hat 221€ gekostet. Heute 6 Jahre später würde sie wohl 280€ kosten. Und da waren die ursprünglichen Wowapaiere vorhanden.


    Am allerbesten ist es ganz einfach, sich mit dem Prüfer der es machen soll in Verbindung zu setzen und mit ihm zu besprechen was man an Zuarbeit leisten kann und ob er es überhaupt macht ohne daraus eine "Neubauabnahme" zu machen.

  • Tim Danke schon mal für die Antworten. Habe schon eine Skizze. Fahre nach die Feiertage zu meinen bekannten der hat auch ein HP XXX würde meinen das es ein 500er ist. Er sagte nur das dieser Anhänger Eigenbau ist und mit Trabant Dreieckslenker also wird schon so einer sein. Ich habe von meinen Damaligen HP500 leider keine Dokumente mehr da ich ihn nach meinen komplett Aufbau verkauft habe. Diese Hänger sehen zwar schön aus aber viel zu klein für mich. Dieser Hänger sollte aber für meinen beschenkten aber locker ausreichenJ


    Hier mal der Link von meinen alten Hänger vor der Restauration:


    HP500 EZ79



    Und hier Bilder danach:

  • Mein Vater sein Eigenbau müsste auch ein HP500 Nachbau sein, hat auch 2 Blattfedern mit Trabanträder und durchgehender Achse wie deiner, werde morgen mal Fotos machen und mir die Zulassung geben lassen, kann Ich dir als Kopie dann zur Verfügung stellen.

  • Man sollte sich auch nicht immer auf dieses HP so versteifen. Die mit damit bezeichnet wurden sind die Serienhänger. Die Eigenbauten müssen nicht eine solche Bezeichnung haben. Mein Holzkastenhänger mit Trabi Achse ist von einer Firma Schulz gebaut worden und heißt demzufolge Schulz450.

  • Mario-P50K wenn du das machen würdest wäre das super. Dann hab ich was zum vorzeigen beim TÜV. Will ihn ja ohne große Probleme als 500 haben und nicht kleiner zwecks Zuladung.

  • Mein 450er Holzkasten kann auch gut und gerne eine Tonne und mehr ab, Dank noch nachgerüstetem Gummipufferanschlag. Die Beladungsgrenze sind dann die Reifen. Man sollte aufhören bevor sie platzen.

  • Er wird im zweifelsfalle seine Datenblatt selber anfertigen müssen und der Prüfingenieur wird es entsprechend kontrollieren müssen und ebenfalls ein Typenschild erstellen müssen.


    HP bedeutet nichts anderes als Hänger (für) Personenkraftwagen.

  • Er wird im zweifelsfalle seine Datenblatt selber anfertigen müssen

    Genau das habe ich versucht zu sagen, ich hoffe es wurde verstanden. :)