Hallo. Akt II

  • Und eigentlich soll das kein Diskussionsthread über Kinderbeförderung im Trabant zum Zwecke einer Urlaubsreise sein und wie man es damals gemacht hat und heute machen könnte. ?(

    Das Thema ist zwar durchaus interessant, kommt für uns derzeit aber mit Baby und 1,5jährigem schlicht nicht in Frage. Der Trabant ist mein Zweitwagen, nicht mehr und nicht weniger - auf die Sicherheitsaspekte eines moderneren Autos gerade mit voller Familienbesatzung und auf langer Strecke mag ich ungern verzichten. Auf den Komfort kommt es mir dabei nur zweitrangig an, der reicht mir im Trabant vollkommen aus und “Infotainment“ oder wie das heißt benötige ich nicht. ;)


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

    Edited once, last by bepone ().

  • Ihr werdet es vermutlich auch nicht anders haben wollen.

    Da wir nur Trabant fahren, ist ganzjährig ein 601 im Alltag unterwegs. Insofern besteht am originalen Fluidum keinerlei Mangel. ;)

    Aber mit der vollen Campingausrüstung ist der Viertakter wirklich mein Favorit.


    Was uns nicht davon abgehalten hat, dieses Jahr mit 601, Camptourist 5 und Dachzelt in den Urlaub zu fahren. :)



    Da das allerdings eine Gruppenreise war, haben wir die Kinder auf Wolga und Benz verteilt. ;)

  • Schee, das de wieder do bist, bepone! :)


    Auch wenn der Fred nicht für diese Diskussion gedacht war... Wir fahren in jeden Urlaub mit dem Trabant. Meist mit Klappi, manchmal in eine Pension. Ich erinnere mich nur an einen Urlaub in den letzten 7 Jahren, wo wir mit dem A6 nach AT wollten. In Holzkirchen hat er seine Ölpumpe abgestoßen, das leidige AGW-Modul, wer's kennt... Ich hab das als Zeichen betrachtet. :saint:

    Die Püppies (jetzt 6 Jahre alt) lieben den Trabant. (Könnte aber ein Stück weit auch an den Fernsehern in den vorderen Kopfstützen liegen. So verschieden ist halt die Herangehensweise :P.) Aber auch ich muß dazu sagen, daß ich das auf 2T für längere Strecken nicht mehr haben möchte (wir waren 2013 in Norwegenmit Klappfixund 2T). Voll beladen mit Klappi bergauf 100km/h fahren zu können u.v.a. auch zu dürfen ist eine gigantische Verbesserung und auch ein Gewinn an aktiver Sicherheit, mit den Rollgurten hinten auch passiv - im Rahmen der Möglichkeiten. Letztes Jahr hatte ich längere Zeit die rechte Hand in Gips und mein Schatz ist die 2000km im Urlaub selbst gefahren. Mit Spaß! Aber, FelixBRB , es ist schon so, daß die Familie das wollen muß. Davon irgendwie überzeugen geht m.E. nicht. Bei einem Kumpel geht es jetzt z.B. einfach nicht mehr. Sein Großer ist 16 und so groß, das längere Urlaubsfahrten einfach eine Tortur wären. Mal sehen, wie lange das bei uns gut geht.. vielleicht muß irgendwann die Wolgatrommel ran. ^^

  • Wenn bei mir die ersten zu groß für die Langstrecke auf dem Rücksitz sind, sponsere ich für An- und Abreise vielleicht eine Fahrkarte der Deutschen Reichsbahn.

    Falls bis dahin noch was fährt.


    🙈

  • ich muß dazu sagen, daß ich das auf 2T für längere Strecken nicht mehr haben möchte

    Definiere mal längere Strecken.


    Bei uns sah es dieses Jahr ähnlich aus wie bei Deluxe.



    Einen 353 für den Alltag stelle ich mir gut vor, aber man muss dass dann mit dem Spritverbrauch auch wollen, vor allem beladen und im Urlaub.

    Teilmäßig ist es ja ähnlich wie Trabant. Nur das Kurbelwellenthema ist (konstruktionsbedingt) deutlich besser.

    Da nochmal bei Null heute anfangen......braucht auch etwas Mut und auch Kapital. Kostet ja doch ein paar Mark mehr wie Trabant. Der Platz in einem Tourist ist aber auch nicht zu verachten.

    Edited 2 times, last by Tim ().

  • Voll beladen mit Klappi bergauf 100km/h fahren zu können u.v.a. auch zu dürfen ist eine gigantische Verbesserung und auch ein Gewinn an aktiver Sicherheit, mit den Rollgurten hinten auch passiv - im Rahmen der Möglichkeiten.

    Naja, Rollgurten hinten haben wir auch. Und über Leistungsmangel will ich mich nicht beklagen, aber vielleicht bin ich auch besonders genügsam oder mein Motor besonders brav. ;)

    Aber, FelixBRB , es ist schon so, daß die Familie das wollen muß. Davon irgendwie überzeugen geht m.E. nicht.

    Überzeugen im Sinne von aufzwingen ist natürlich zwecklos. Aber ich würde behaupten, dass meine Frau aus nicht ganz unähnlichen Verhältnissen wie die von Tomsailor stammt. Als ich erstmals mit dem Trabi vor der Tür stand war sie ganz sicher mehr als skeptisch. Aber sie hat es eben ausprobiert und gefallen dran gefunden. Genauso war es mit dem Zelten - hat sie vorher auch nie gemacht. Ich allerdings auch nicht, obwohl ich sicher schon vorher Gefallen dran gefunden hätte. Sie ist aber auch sehr aufgeschlossen für Neues und ich behaupte eine ihrer Stärken ist die unvoreingenommene Herangehensweise an Neues (bzw. in diesem Fall Altes ;) ).


    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass man manchmal einfach nur zeigen muss wie viel Spaß das macht. Der Rest kommt dann oder eben nicht. Und manchmal hilft es auch sich andersrum genauso aufgeschlossen zu zeigen. Ich hab früher von Toastbrot und Ketchup gelebt und nichts vermisst. Meine Frau hat mir gutes Essen durchaus schmackhaft gemacht. Auch das Lesen habe ich durch sie wiederentdeckt und meine Frau hat mir die Faszination am Reisen offenbart - vorher war ich nur zwei mal in Dänemark und einmal in Belgien (Klassenfahrt). :)


    Gruß, Felix

  • Definiere mal längere Strecken.

    2000km in 2 Wochen bzw. 500...700km Anfahrt zum Urlaubsort.


    N waren damals 4000 in 2 Wochen, allerdings noch ohne Gefolge.

  • Und manchmal hilft es auch sich andersrum genauso aufgeschlossen zu zeigen. Ich hab früher von Toastbrot und Ketchup gelebt und nichts vermisst. Meine Frau hat mir gutes Essen durchaus schmackhaft gemacht.

    Gutes essen könnte ich immer schon schätzen, aber sie hat mir die Arbeit abgenommen. :saint: Daß ich mir ein undurchschnittliches und protzfreies Wägelchen widmete, hielt sie für praktisch. Anderseits stehe ich in einem Stoff- und Strickwolle-Laden auch nicht hilflos herum und zusammen halten wir unser Arsenal an alte Nähmachinen auf Trab.

  • "Einen 353 für den Alltag stelle ich mir gut vor, aber man muss dass dann mit dem Spritverbrauch auch wollen, vor allem beladen und im Urlaub."


    dazu müssen die Variablen


    353

    Spritverbrauch

    voll beladen

    Urlaub


    definiert sein.


    1967 oder 1987? Radial oder diagonal? Hycomat?


    Was ist viel? 7l 10l?


    Vollbeladen? So richtig, mit Anhänger 600 kg?


    eher 300 km Anfahrt ohne Alpenquerung oder norwegische Fjorde? 500 km in 5 Tagen und dann wieder 300 km am Stück zurück?


    Oder richtig?

  • Gehen wir von einem, weil sein Trabant auch aus der Zeit ist, Mitt 80ziger 353 aus, der voll beladen ist und einen Anhänger HP 400 oder wahlweise Klappfix zieht.

    Weiterhin von 2 Erwachsen und 2-3 Kindern.


    In jedem Fall geht dann mehr durch den Vergaser als bei einem Trabant oder wenn man den Vergleich ziehen will, mehr als bei einem vergleichbaren Fahrzeug von heute.


    Und bei der dann auch angedachten Alltagsnutzung zu Arbeit, wird der Durschnittsverbrauch, auch an Öl, Wartung, Verschleiß, höher sein als bei einem Fahrzeug von heute.


    Und das muss man eben auch kalkulieren und wollen. 🙂

    Edited 3 times, last by Tim ().

  • Ich frage nicht ohne Grund.


    Mein 69er ist mit Diagonalreifen, Hycomat und Motor im letzten Schleifmaß schlicht eine Saufzicke mit 9-10 Litern.


    Der 88er Tourist mit Jikov, Ebza und Frontkühler nahm zwischen 6,5 solo und 9l vollbeladen mit 600 kg Rapido hinten dran im Erzgebirge.


    Warum? Weil der Teillastanteil viel höher ist als beim Trabant, obwohl die Fahrleistungen darüber liegen. 450 km Autobahn mit 100 km/h und Anhänger? Teillast mit 7-8l. Inkl. Überholreserve......


    Deswegen wird dies dann auch das nächste Projekt, ein alltagstaugliches Auto mit Platz für lange Leute auf langen Strecken. Der "Rückstand" zum 1.3 mit seiner unausgereiften Serientechnik wird durch auskonstruierte, beherrschbare Technik für mich mehr als aufgewogen.


    Kurzstrecken übers WE bis 1000 km kann man gerne auch mal weiterhin zu zweit mit dem gelben 2+2 Flitzer und CT 8 oder Rhön fahren.

  • Hallo bepone, schön, daß Du wieder an Bord bist!

    Ich hab' mir für den bequemen und sicheren (Masse und Knautschzonen!) Kindertransport den alten Diesel- Mercedes geholt. Der Wartburg ist zwar spritziger, doch das Gefummel mit den Statikgurten hinten und diesen Sitzmonstern, die man für die Kleinsten braucht, hat ziemlich genervt. Aber sonst kann ich über den Wartburg nach nunmehr 18 Jahren auch nicht klagen. Es ist halt, wie bei allen Oldtimern: Man muß schon ne Weile arbeiten, bis man die Wartungsmängel und Schwachstellen erkannt und abgestellt hat. Beim Mittelkühler hat man es aus meiner Sicht mit einem abenteuerlich konstruierten Kühlsystem zu tun. Der Ausgleichsbehälter an der tiefsten Stelle leuchtet mir nicht ein. So finde ich gelegentlich das Kühlwasser im Ausgleichsbehälter, dafür aber im Kopf Luft vor, vermutlich, weil das beim Abkühlen an Volumen abnehmende Wasser lieber Luft durch die Gleitringdichtungen zieht, als brav das Ausgleichsventil zu betätigen... Wenn man das weiß, schaut man halt vor der Fahrt mal nach, ob alles ok ist bzw. befördert das Wasser wieder dahin, wo es hingehört, und dann gehts auch.

    Das Gepäckraumvolumen nimmt egal wo sofort ab, wenn Weibsvolk beim packen mitmacht ;-)

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.