kleine Schwedentour

  • Heyho


    Melde mich nach 2716km und 8 Tagen wieder wohlbehalten aus Schweden zurück. Ich dachte mir, ich könnte an der Stelle einen kleinen Reisebericht verfassen - hab ich zwar noch nie gemacht, aber macht ja nix.


    Interessiert euch was Spezielles?

    Deluxe Oder wäre das was für die Oktan?


    Gruß

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Hi!


    Finde ich eine tolle Idee! Ich lese Reiseberichte immer gern. Egal ob hier oder wo anders, von daher immer her damit ;)


    MfG

    Matze

    Stets dienstbereit, zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol!

  • Ich denke, ich werde erstmal anfangen, in loser Folge einige Dinge zu schreiben.


    Zu den Fakten:

    effektiv waren wir von Mi, 29.07. spät abends bis Fr, 07.08. nachmittags unterwegs.

    Hinfahrt: Saalekreis, A9, A10, A24, A19 nach Rostock. Ab dem Berliner Ring nordwärts war die Autobahn regelrecht verlassen, nur wir und ab und an ein paar einsame Autos und LKWs. Das hab ich in der Form noch nie erlebt, obwohl wir in der Vergangenheit auch immer nachts, auch wochentags, zur Fähre unterwegs waren.


    Überfahrt dann 7 Uhr ab Rostock mit TT-Line "Huckleberry Finn". Das ist ne relativ schlichte Fähre der Reederei, aber da die Fähre C-bedingt auch sehr leer war, gabs genug Sitzgelegenheiten, ansonsten empfiehlt es sich eine Kabine zu buchen.

    Ankunft nach 13 Uhr in Trelleborg, dann gleich weiter entlang der Westküste (Malmö, Helsingborg) bis Varberg. Ferienhaus, 2 Nächte.


    Danach zwischen Vätternsee und Vänernsee entlang nach Norden in die Region Örebro, 3 Nächte in einer Hütte auf einem Pferdehof.

    Von dort wieder nach Süden, allerdings mit einem Umweg über Småland, um den Katthulthof zu besichtigen, nach Markaryd, 2 Nächte "Ferien"-Haus über AirBNB.

    Am 06.08. dann tagsüber auf diversen Umwegen zurück nach Trelleborg und ab 23 Uhr mit TT-Line "Nils Holgersson" zurück nach Rostock. Ankunft leider verspätet gegen 8 in Rostock. Die Nils Holgersson ist schon deutlich komfortabler als die H. Finn, war aber natürlich auch sehr leer.


    Insgesamt wie gesagt auf dieser Tour 2716 km und (incl. Öl) fast genau 200 Liter Sprit, also um die 7,4 Liter/100km, finde ich in Ordnung mit vollgeladenem Wägelchen. Spritpreise in Schweden immer um die 1,40€ und tageszeitlich bei weitem nicht so stark schwankend wie hierzulande.


    Erste sofortige Erkenntnis bei der Rückfahrt auf deutschem Boden: mein Gott, sind die Straßen hier schlecht. Nach der Rückkehr aus Schweden fällt einem das richtig heftig auf. Dort fährt es sich überall wie Sahne (wenn man nicht eine geschotterte Nebenstraße erwischt, aber selbst die ist ebener als diverse Kreis- und Bundesstraßen hierzulande...)


    Überhaupt fährt es sich in Schweden deutlich entspannter. Die Tempolimits tun ihr übriges dazu, aber die meisten (natürlich nicht alle) Schweden fahren an sich sehr defensiv, halten vernünftig Abstand und beachten auch die Tempolimits. Auch auf den Europastraßen kommt man so in Schweden mit dem Trabant recht entspannt von A nach B, obwohl lange nicht alles 2-spurig ist.


    Und jetzt sichte ich erstmal Fotos ;-)

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  • ...Interessiert euch was Spezielles?

    Ich habe es an an andere Stelle schon einmal erwähnt und gilt auch für alle nachfolgenden Reiseberichte.

    Wenn Ihr auf Campingplätzen wart, die Ihr hier erwähnt oder auch näher beschreibt, so hinterlasst doch bitte die Koordinaten.

  • Damit kann ich leider nicht dienen.

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  • Jahaa :-D

    Erstmal sortieren und gucken, was wir da überhaupt fotografiert haben.

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  • Für alle, die damit keinerlei Erfahrungen haben, eine kurze Beschreibung für TT-Line:

    man bucht seine Überfahrt und kann dann 48 Stunden vor Reisebeginn schon von zuhause aus den Check-In durchführen. Je nach dem, wann man am Hafen erscheint, muß man erst ein Weilchen Schlange stehen (in der TT-Line-Reihe, gibt ja auch noch Stena Line u.a.) oder kann sofort am Check-In-Automaten (früher Personal im Häuschen) die Daten abgleichen und darf dann in den Hafen. Man erfährt dann, an welchem Kai und in welcher Spur man sich in die nächste Schlange stellen darf, bevor es auf die Fähre geht. Man kann von dort aus beobachten, wie die anderen von der Fähre runter kommen.


    Auf der Fähre wird man dann eingewiesen. Dieses Mal standen wir auf dem Außendeck.


    Bei dieser Überfahrt fuhr die gesamte Zeit Stena Line voraus, die scheinen die Linie Rostock-Trelleborg zu identischen Zeiten zu bedienen.


    Trelleborg voraus, leider sehr windig, war leider (für mich!) kaum möglich, vernünftige Bilder zu machen:


    Im Trelleborger Hafen:


    Die "Gränskontroll" bestand übrigens nur in der Frage, was wir in Schweden vorhaben, ansonsten nur durchwinken. Das war aber immer noch eine deutlich gründlichere Einreisekontrolle als auf dem Rückweg auf deutschem Boden.


    Man sieht allerdings, wie leer es hüben wie drüben im Hafen war.

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    Edited once, last by Gunnar ().

  • War der Trabi während der Überfahrt nicht verzurrt?



    MfG

    Matze

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  • Nö, verzurrt wird da nix, zumindest nicht bei den PKW. Die Fähren geraten bei Seegang nicht so in Bewegung, daß das nötig wäre. Auch früher auf dem kleineren Katamaran, der den Wellengang schon deutlich mehr mitmachte, wurde da nix verzurrt.

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  • Okay, meine einzige "Hochseeüberfahrt" bisher beschränkt sich bisher auf Dünkirchen-Dover aber da die mit Motorrad war hab ich selbiges natürlich festbinden müssen weil ja der Schwerpunkt ganz anders ist und auf die PKW gar nicht geachtet.

    Wieder ein stück schlauer geworden, danke!


    MfG

    Matze

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  • Mir wurde mal gesagt, dass bei stärkerem Seegang, v.a. im Winter verzurrt wird.

    Meiner hat mittlerweile auch an die 6-7 Tage auf See verbracht und wurde noch nie verzurrt.

  • Wir haben mit dem Katamaran schon Seegang erlebt, da war aus den Fenstern blickend abwechselnd nur Wasser oder nur Himmel zu sehen und selbst da wurde nix verzurrt. Ein PKW ist ja i.a. recht standfest, kommt aber vmtl. auch auf die Reiseroute und Überfahrtsdauer an.


    Unser erstes Reiseziel lag an der Westküste bei Varberg. Das scheint dort ausgesprochenes Pferdeland zu sein und Kornkammer.


    Die hier haben schon auf Besuch gewartet:


    Unsere Gastgeber waren übrigens Lehrer, die nebenbei Touristen empfangen. Am Tag der Ankunft noch 14°C, windig und Nieselregen, danach aber bis zur Rückreise sonnig bei 20-25°C.


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  • Ich hab mal eine sehr heftige Fährfahrt mitgemacht wo die Hälfte der Leute mit Kotztüten umhergetaumelt sind. Auf die Autodecks dürfte man da gar nicht. Angeblich wurden die Autos festgemacht, davon hab ich aber nichts gesehen. Es gab aber in den Böden solche Löcher wo man was festmachen konnte.

  • Ja, Verankerungen und Gurte sind immer vorhanden. Vielleicht auch eher für die LKW, wenn ich mir die Kaliber so angesehen habe.

    Auf die Autodecks darf man während der Überfahrt nie bei TT-Line.

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  • Hier nochmal zur Ansicht: relativ wenig Wald, relativ viel Getreideacker, typisch Südschweden halt, ändert sich so ungefähr ab dem 58...59. Breitengrad.


    Und überall Pferde:


    Hier unsere Aussicht beim Frühstück:

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  • Besuch bei den 'sprechenden Steinen' in Grimeton:


    Natur ist...


    Alles schön hergerichtet, Wetter war auch gerade richtig. Bin ja sehr sonnenempfindlich und hatte auch noch ausgerechnet den sonnenhut in Dtl. vergessen, aber das nordische Quantum Sonne hab ich gut vertragen, bin sogar braun geworden statt rot :-D


    Nettes Detail: Holzpfade mit Drahtgitter überspannt. Dürfte sehr vorteilhaft bei Regenwetter sein.


    In Güstrow im Tierpark sind wir auch mal durchs Moor auf so einem Holzpfad, das war vielleicht glitschig...

    sapere aude! incipe! (Horaz)
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  • Dabei soll Grimeton vor allem bekannt sein dürch die Längstwellensender.

  • Eigentlich wollten wir uns nach den 'sprechenden Steinen' die Festung in Varberg ansehen, allerdings war es dann schon Freitag Nachmittag und die Festung liegt direkt am Strand. Nachdem wir gesehen hatten, daß dort gefühlt 1 Milliarde Menschen unterwegs waren (nur Einheimische und Inlandstouristen) entschlossen wir uns spontan, die Festung sausen zu lassen und lieber die alte Telegraphenstation Grimeton anzuschauen, an der wir vorher schon vorbei gekommen waren.

    Bißchen altes Werkzeug von früher...

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