Hinterachse 89er, Umbau auf 4x100

  • Hallo zusammen,

    ich restauriere derzeit eine 89er Limousine. Ich möchte auf den Lochkreis 4x100 wechseln und habe mich daher bei der Hinterachse für eine Bremstrommel mit 4x100 von Trabantwelt (Link) entschieden. Wie in der Beschreibung habe ich folgende Artikel auch bestellt:

    • Achsstumpf Hinterachse Trabant 1.1
    • Bundmutter
    • Zwischenscheibe

    Bei der Montage wollte ich mich am Ersatzteilkatalog vom 601 (erstes Bild) orientieren, nur sieht das bei mir etwas anders aus. Ich habe mir auch den Ersatzteilkatalog vom 1.1er (2. Bild) gesucht, da ja Achsstumpf usw. vom 1.1er sind. Dabei ist mir aufgefallen, dass dieses meinem doch viel näher kommt.


    Bild 1


    Bild 2


    Nun mein eigentliches Problem und meine Frage: Ich habe den Zusammenbau nach dem 2. Bild gemacht. Für die Nummer 13 habe ich die Zwischenscheiben eingesetzt. Wenn ich die Bundmutter fest anziehe, lässt sich die Trommel kaum noch drehen. Was kann dafür die Ursache sein?


    Zur Info: Ich habe das ganze erstmal ohne Bremsbacken montiert weil ich erstmal nur testen möchte ob die Felgen so in meinen Radkasten passen oder ob Nacharbeit nötig wird.

  • Das Bild 1 zeigt eine alte 601 Achse. Dein Fahrzeug hatte schon eine modernere Version.


    Ich würde bei besagter Firma anrufen oder bei einer bestellen, die passende Artikel verkauft.

    Mach mal eine zweite Distanzscheibe drunter und probiere dann.

  • Schau doch mal nach wo es klemmt und evl in Etappen die Mutter festziehen. Und wie schon erwähnt mit 2. Scheibe mal probieren.

    Bei meinen Umbauten auf 1.1er Trommel musste ich die Trommeln etwas mehr anfasen, da sie immer an der Ankerplatte schliffen.


    2. Boom Car Musik, Anklam 2009 :)


    4. Platz 1/8 Meile Trabant 4Takt offene Klasse, Anklam 2016 :)

  • Um welchen Betrag wird eigentlich eine derart durchlöcherte Nabe geschwächt?

  • Ich sag mal der Nabe schadet es nicht.

    Da kenne ich Serienteile die noch viel schwächer, auf Grund noch größerer Löcher, sind.

  • Das Bild zeigt eine umgebohrte Trommel. Die Bei TW verkauften Trommeln haben nur die Bohrungen 4x100.

    Hattest du den Achsstumpf ausgebaut? Sitzt der richtig? Mit der 2. Scheibe nochmal probieren. Evtl. kannst du die dann sogar wieder rausnehmen.

  • Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde morgen bei der 2. Seite mal genauer darauf achten wo es klemmt.


    Hattest du den Achsstumpf ausgebaut? Sitzt der richtig? Mit der 2. Scheibe nochmal probieren. Evtl. kannst du die dann sogar wieder rausnehmen.

    Ja, war alles alles raus. Habe neue Lager eingesetzt, den Achsstumpf vom 1.1 und die besagten Zwischenscheiben, eine vor und eine hinter der Trommel.

    Das Bild 1 zeigt eine alte 601 Achse. Dein Fahrzeug hatte schon eine modernere Version.

    Was wurden denn in der "modernen" Version alles geändert? Bisher sehe ich nur den Ersatz der Druckfeder durch das Distanzrohr.


    Bei meinen Umbauten auf 1.1er Trommel musste ich die Trommeln etwas mehr anfasen, da sie immer an der Ankerplatte schliffen.

    Das Schleifen an der Ankerplatte klingt logisch. Mir fällt auch nichts anderes ein was stören könnte. Innen stößt die Trommel an die Zwischenscheibe, die am inneren Lagerring sitzt und dieser sollte frei sein.

  • Oje! Die Lagergasse hält die Außenringe auf Abstand. Wenn Du jetzt die Innenringe mit der Achsmutter auf einen anderen Abstand presst, was passiert dann wohl?

  • Die Achsmutter soll, soweit ich bis jetzt recherchiert habe, mit 150 bis 200Nm angezogen werden. Bisher bin ich bei Handfest mit einem Schraubenschlüssel. Da fehlt also noch einiges.


    Ich hatte das so verstanden, dass der Abstand der Radlager zueinander durch die Länge vom Distanzrohr definiert wird. Die Innenringe der Lager werden durch dieses Rohr auf Abstand gehalten. Dementsprechend sollte das Rohr länger sein als die Länge der "Lagergasse", damit das Lager zum Federbein hin als Loslager funktionieren kann. Das Lager zum Rad hin ist durch den Sicherungsring "fest". Bitte korrigiert mich wenn meine Annahme falsch ist.


    Habe leide keine Zeichnung vom 1.1 oder neueren Model des 601 gefunden aber die Angabe des Anzugdrehmoments sind ähnlich hoch.

  • Ja, war alles alles raus. Habe neue Lager eingesetzt, den Achsstumpf vom 1.1 und die besagten Zwischenscheiben, eine vor und eine hinter der Trommel.


    Ich habe mir das Inserat mal angeschaut und denke, dass du einen Fehler bei der Montage gemacht hast.



    In der Produktbeschreibung steht drin:

    "Sparkomplettset für Umbau der Hinterachse Trabant 601 auf Lochkreis 100 mm, inklusive 2x Bremstrommel, 2x Achsstumpf, 2x Bundmutter, 4x Zwischenscheibe, 2x Wellendichtring und 8x Radbolzen verlängert (60mm Länge ab Innenkante Bund)"


    Du hast geschrieben, dass du eine Scheibe vor und eine Scheibe hinter die Trommel montiert hast.

    Es ist hier aber von 4 Zwischenscheiben die Rede, das Sicherungsblech für die Achsmutter ist nicht enthalten. Somit gehe ich davon aus, dass du 2 Scheiben pro Seite einbauen musst.

    Entweder entfällt somit das Sicherungsblech, oder es wurde "gespart" (Achtung: Ironie).


    Im 1.1er ET Katalog wird die Nummer 13 als "Scheibe" Sachnummer 0316553104 vermerkt.

    Angaben der Stärke sind nicht hinterlegt, somit waren original die Scheiben gleich.

    Das Sicherungsblech vom 1.1 und 601 müssen auch unterschiedlich sein, da diese sich in der BestellNr/Sachnummer unterscheiden. Bei übernommenen Artikeln, ist auch die Sachnummer mit übernommen worden.



    Gehe ich bei anderen Händlern auf die Homepage, z.B. LDM, wird von einer "Spezial-Distanzscheibe" gesprochen.


    LDM Homepage - Umbau Hinterachse 4x100


    Hier sieht man auch bei der Aufteilung der einzelnen Artikel, dass die Zwischenscheiben und die Unterlegscheibe der Achsmutter unterscheidlich sind.


    Zwischenscheibe - LDM Tuning


    Unterlegscheibe Achsmutter - LDM Tuning


    Das bekräftig meine These, dass bei Trabantwelt die äußere Scheibe im Sparset, gespart wurde und 2 Scheiben pro Seite unter die Trommel gehören.


    Kupke Tuning verliert gar keine Äußerung zu diesem Thema in der Artikelbeschreibung

    Trabiteile.de spricht vom "paar" , jedoch bei dem Einbaufertigen Artikel sind auch nur jeweils eine pro Seite dabei.



    Jedoch ist das Problem nicht neu.


    [601] Beilagescheibe Bremmstommeln mit 100er Lochkreis an Hinterachs

  • Ich meine, dass es beim 1.1 kein Sicherungsblech für die Mutter gibt, es ist auch kein Schlitz dafür in der Nabe.

    Dafür ist das Gewinde am Achsstumpf länger und die Mutter ist selbstsichernd.

  • Wabant: Vielen Dank für die Infos und den Thread, hatte den bei meiner Suche gar nicht gefunden.

    Du hast geschrieben, dass du eine Scheibe vor und eine Scheibe hinter die Trommel montiert hast.

    Es ist hier aber von 4 Zwischenscheiben die Rede, das Sicherungsblech für die Achsmutter ist nicht enthalten. Somit gehe ich davon aus, dass du 2 Scheiben pro Seite einbauen musst.

    Entweder entfällt somit das Sicherungsblech, oder es wurde "gespart" (Achtung: Ironie).

    Die Info, eine Scheibe vor und eine hinter der Bremstrommel hatte ich direkt von Trabantwelt bekommen. Bin leider noch nicht dazu gekommen, die 2. Trommel zu montieren. da werde ich mal 2 Scheiben auf der Innenseite probieren und anschließen nochmal mit Trabantwelt sprechen. Die sollten es ja wissen.

    Über die von dir erwähnte Scheibe von LDM bin ich auch schon gestolpert und hatte mich gewundert weil im E-Katalog nichts zu finden ist.


    Quote from LDM Tuning

    Spezialscheibe (2mm): Beilagscheibe zwischen Achszapfenbund und Bremstrommel (innen) des Trabant 1.1. Deutsche Nachproduktion aus VA.


    Unterlegscheibe für Bundmutter hinten (5mm): äußere Unterlegscheibe zur Montage unter die Bundmutter des hinteren Achsstumpf vom Trabant 1.1

    Dann sieht bei LDM die Lösung so aus, dass die 2mm innen und die 5mm Scheibe außen ist. Unterschied zu der Trabantweltversion ist dann, dass die Bundmutter nicht so weit auf den Achsstumpf geschraubt werden kann. Vielleicht das das Gewinde zu knapp.


    @Hegautrabi: Das Sicherungsblech entfällt. Gesichert wird mit der Bundmutter, die hat einen "Kragen", der in die Nut des Achsstumpfes geschlagen wird. Das war bei meiner 98er Achse auch schon so gelöst.

  • In dem Fall wäre das allerdings keine “selbstsichernde“ Mutter, der Begriff ist technisch genau abgegrenzt. :)


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love: