Trabi zieht nicht richtig

  • Moin!


    Es ist ein 28 HB 4-1 Vergaser verbaut, sowie 12V Bordspannung.

    Direkt zu Anfang: es ist mein erster Trabant. Dieser Stand eine weile in einer Halle und ich möchte ihn wieder richtig fit machen.


    Ich habe seit einiger Zeit das Problem, dass mein Trabant 601, vor allem merklich, in den Gängen 3 und 4 nicht wirklich beschleunigt - trotz Vollgas!


    Zündkerzen habe ich schon gewechselt.

    Motor läuft auch, wenn ich jeweils eine Zündkerze von der Spule trenne.

    Das war meine erste Idee, das ggf. unter Last ein Zylinder aussteigt, aber hat sich soweit ganz normal angehört.


    Leider habe ich keinen im Bekanntenkreis der mir da konkret weiterhelfen kann, noch habe ich was nützliches im Internet gefunden.

    Über drei Ecken wurde mir vorgeschlagen ich solle mal die Zylinderrollen im Freilaufkorb überprüfen? Was meint ihr?


    Hoffe hier kann mir in dem Anliegen geholfen werden.


    Beste Grüße,

    Dennis

  • Hätte ich vielleicht direkt besser beschreiben sollen.

    Also im 3. Gang beschleunigt er nur noch sehr langsam und im 4. kann er die Geschwindigkeit kaum halten.

    Die vorherigen ~500km lief er soweit ohne Probleme, hat nur Standgas absolut nicht halten wollen, trotz Standgaserhöhung am Vergaser.


    Wo kann man denn da am besten "angreifen" um den Fehler zu finden?

  • Kerzengesicht? Zu mager?

    ZZP stimmt halbwegs?

    Handbremse löst?

    Motor fertig?

    Auspuff dicht?

    Luftfilter Mäusenest?


    Freilauf nein, entweder das Getriebe hat Kraftschluss, oder eben gar nicht.

  • Gelöscht

  • Das könnte eine der ungünstigsten Fragen für Ferndiagnose sein.

    Am besten wird sein, dass mal jemand den Trabant fährt, der sich besser damit auskennt. So kann der Fehler am Wahrscheinlichsten eingegrenzt werden.



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • In deinem Nutzerprofil steht nichts woher du kommst, deshalb wird auch keiner aus deiner Nähe sich melden um sich das eventuell mal anzugucken.

  • Willkommen im Forum!

    Beschreib mal das Auto näher: Wie lange gestanden? Wurde der Motor mal geöffnet? Wieviel Kilometer hat er weg? Welche Zündkerzen? Generell würden hier paar Bilder helfen (Wir lieben Bilder!) um einen Eindruck zu bekommen.

    Lies dich mal in die Materie ein - besonders mit Augenmerk auf Wiederbelebung von Trabantmotoren nach Standzeiten.

  • Moin!


    In deinem Nutzerprofil steht nichts woher du kommst, deshalb wird auch keiner aus deiner Nähe sich melden um sich das eventuell mal anzugucken.

    Ich bin aus NRW, genauer vom nördlichen Niederrhein.


    Willkommen im Forum!

    Beschreib mal das Auto näher: Wie lange gestanden? Wurde der Motor mal geöffnet? Wieviel Kilometer hat er weg? Welche Zündkerzen? Generell würden hier paar Bilder helfen (Wir lieben Bilder!) um einen Eindruck zu bekommen.

    Lies dich mal in die Materie ein - besonders mit Augenmerk auf Wiederbelebung von Trabantmotoren nach Standzeiten.

    Das Auto stand einige Jahre bevor ich das bekommen habe.

    Lief jedoch ohne Probleme, ging sofort an etc.

    Sind auch einige hundert KM damit gefahren.


    Zeitgleich mit der Idee im Kopf bisschen Materialpflege zu betreiben, trat dann dieser "Fehler" bzw. das Problem auf.


    Laut Tacho ist der Trabi 35.000km + gefahren. Jedoch keinen genauen Nachweis dazu, da der Trabi von einem Nachlassverwalter gekauft worden ist.

    Zündkerzen und Bilder liefere ich später nach - fahre erst gegen nachmittag zur Halle.

    Jedoch hatten die alten, sowie die neuen das gewünschte rehbraune Farbbild.


    Trabant geht ohne Probleme an, wie schon erwähnt hält er das Standgas nicht.

    Man merkt schon im 1. Gang, dass der Trabant nicht richtig zieht, jedoch nur ein kleiner Unterschied.

    Dann im 2. Gang wird es schon deutlicher, trotz Vollgas kommt der nicht richtig in die Puschen, obwohl Drehzahl da ist.

    Gleiches Thema im 3. Gang und im 4. muss man aufpassen das man nicht langsamer wird, trotz Vollgas.


    Aktuell mit dem guten zu fahren wird schwierig, denn auf den einen Tipp von der Person über drei Ecken haben wir letzte Tage schon den Motor und das Getriebe ausgebaut.

    Dann kam mir erst die Idee. Hey! Frag ich mal lieber in einem Forum nach..

  • Ein häufiges Problem ist die zu geringe Strömungsgeschwindigkeit des Kraftstoffs vom Tank in den Vergaser.
    Da gibt es 3 Hauptpunkte:
    a) Benzinhahn: Einlaufsieb im Tank
    b) Benzinhahn: Sieb im Wassersack
    c) Geber der Kraftstoffmomentananzeige
    Als erstes solltest Du die Hohlschraube der Benzinleitung am Vergaser heraus drehen, die Leitung in ein Behältnis legen und den Benzinhahn öffnen. Da sollte es dann mittelmäßig froh aus der Leitung herausplätschern. (Andere werden Dir hier dann Werte von mindestens 250ml/min nennen.) Bitte auch die Stellung "Reserve" am Benzinhahn testen.
    Wenn das nicht passiert, ist der erste Punkt dann der Wassersack. Wenn da relevante Mengen an Schmutz zu sehen ist, sollte auch der Benzinhahn mal herausgedreht werden. Ablagerungen sammeln sich im Tank (wer hätte das gedacht!) stets unten. Die Reserverstellung ist also oft besonders betroffen und es besteht gerade dann die Wahrscheinlichkeit, dass es die kleineren Ablagerungen schaffen, weiter vorzudringen. Meist beschädigen diese auf Dauer auch die 4-Loch-Dichtung des Kükens.
    Wenn Du den Zulauf des Kraftstoffs sichergestellt hast, reden wir weiter.

  • Wenn der Motor hochdreht ohne das das Fahrzeug richtig beschleunigt, Kupplungsspiel und gegebenenfalls die Kupplung selber überprüfen.

  • Werde ich nachher direkt mal überprüfen, jedoch der Motor dreht doch hoch? Also muss doch Sprit da sein oder irre ich mich?



    Wenn der Motor hochdreht ohne das das Fahrzeug richtig beschleunigt, Kupplungsspiel und gegebenenfalls die Kupplung selber überprüfen.

    Passt ja, dass der Motor draußen ist :P

    Gebe Feedback sobald ich am Fahrzeug bin.



    Allgemeine Frage, da das Getriebe eh draußen ist, direkt mal Aufmachen und reinschauen?

    Oder Lohnt das nicht?

  • Das Getriebe zu öffnen, wenn noch keiner dran war, schadet nicht, aber daran denken, das man dafür auch das passende Fachwissen, Werkzeug und Ersatzteile benötigt.

  • ... jedoch der Motor dreht doch hoch?

    Habe ich nicht so verstanden.

    ...vor allem merklich, in den Gängen 3 und 4 nicht wirklich beschleunigt - trotz Vollgas!

    Im 3. Gang gibt es (regulär) keinen Freilauf. Sollte nur der Motor im 4. Gang frei Hochtouren ohne Drehmoment zu übertragen, bliebe nur der Freilauf.
    Ab 60 geht der Verbrauch hoch, weil der Windwiderstand deutlich zunimmt. Wenn der Zulauf des Kraftstoffs gehemmt ist, magert das Kraftstoff-Luft-Gemisch ab.

  • Zündkerzen sind: Isolator Spezial M14 225


    Das Getriebe zu öffnen, wenn noch keiner dran war, schadet nicht, aber daran denken, das man dafür auch das passende Fachwissen, Werkzeug und Ersatzteile benötigt.

    Vom Trabant Getriebe selber habe ich nun nicht viel Ahnung.

    Handwerklich wäre das kein Problem.

    Getriebeöl habe ich auch : HLP68, sollte das richtige sein oder? Wurde mir damals mitgegeben..


    Habe mal ein kurzes Video gemacht, wie das auf der Stellung Reserve fließt: *klick*


    Da schleift wahrscheinlich einfach nur die Kupplung. Automat und Scheibe neu.

    Paar Bilder von der Kupplung sowie des Automaten, hoffe damit könnt ihr was anfangen..

  • So ausgewaschen wie der Belag der Kupplungsscheibe ist, brauchst du dich nicht wundern, das die das rutschen anfängt. Kupplung einmal neu würde Ich da mal sagen.


    Dein Starterkranz sieht auch nicht mehr gut aus, da wurde scheinbar schon des öfteren in den laufenden Motor reingestartet.

  • Alles klar.

    Nur die Scheibe oder auch den Automaten direkt auch?

    Bezugsquelle? Hast du da eine Empfehlung für mich?

    Bzgl. des Starterkranz, den auch direkt neu, wenn ich eh alles draußen habe? Oder ist das noch ok?

  • Denn Starterkranz kannst du auch nochmal umdrehen und die andere Seite nutzen.