Corona COVID 19

  • Na, wunderbar!

    Bald bin ich eingekesselt! Westlich und Südlich haben die Belgier mittlerweile auch die kleinste Schlupflöcher gesperrt, und wenn dazu auch noch die Grenze zu NRW geschlossen wird, bleibt die Leute in meiner Gegend gerade ein 6 km schmaler Durchgang bei Susteren übrig.

  • Das geht auch wieder vorbei.


    Ich lasse mir auch schon französischen Frischkäse von Berufspendlern mitbringen (fühlt sich an wie Schmuggelware ;-) ist aber legitim). Franzosen und Schweizer die in Deutschland arbeiten dürfen nur zur Arbeit, sonst nichts. Umgekehrt allerdings auch.


    Blöd nur für Deutsche, die im Elsass wohnen und der französischen Sprache nicht mächtig sind.

  • Die Belgier sind da strenger. Wer als Pendler mit Einkäufe auf 'm Fondsitz erwischt wir, kann es abgeben. Mein Käsehändler hat da auch Lieferproblemen, mir fehlt den Rommedoe. Die niederländische Produktionsgesetze der Gouda-mafia sind zu rigide und lassen diese Rezeptur nicht zu. Import ist glucklicherweise noch gestattet, nur kommt es zZ nicht aus Belgien heraus...


    Wer sich dort niederläßt wo er die Sprache nicht beherrschst ist selber schuld.

  • Systemanalyse ohne Bäcker und Metzger:

    https://www.freiepresse.de/THE…der-leben-artikel10765583

    Ich will das mal konkretisieren.

    Der hiesige Bäcker (der mit den DDR-Brötchen) hat entmutigt aufgegeben. Der Grund dafür war, dass auf der Zufahrtsstraße Jahrelang gebuddelt wurde. Die Kunden blieben aus, denn viele kannten die Schleichwege nicht.

    Jetzt gibt es in dieser Stadt drei Sorten von Buddelfirmen. Darunter eben welche, die doppelt so viele Baustellen unterhalten, als sie Mitarbeiter haben. Allen ist aber eines gemein: Es gibt jeweils einen persönlichen Ansprechpartner beim Tiefbauamt. Und überhaupt ist das der mächtigste Laden in dieser Stadt. Selbst unsere Oberbürgermeisterin frisst denen aus der Hand. Der gesamte Filz ist aber noch viel umfangreicher. Unter anderem gehört dort eben auch das Wurstblatt dazu. Denn die Städtischen Unternehmen schalten dort immerhin ganzseitige Anzeigen.

    Jetzt mag der ein oder andere Bürger auf die Idee gekommen sein, mal einen erbosten Leserbrief zu schreiben. Sowas prallt dann selbstverständlich ab.

    Es ist also dieselbe Freie Fresse, die einerseits das Sterben des Handwerks beklagt und andererseits nichts dagegen unternimmt.


    Zurück zu Corona: Wenn der hiesige Filz nur annähernd funktionieren würde, dann hätte das Klinikum die Stütze beantragt, die Bagger würden anrollen und die Presse würde dieses Treiben euphemistisch loben.

  • Der Chemnitzer Filz ... hat sicherlich nicht viel mit diesem Virus zu tun.

    Dass die FP ihre Artikel online nur noch verkauft hab ich nicht bedacht. Hier mal ein kleiner Auszug, den kompletten Artilkel werde ich nicht kopieren. Im Prinzip geht es um den Umgang des medizinischen Marktes mit der Pandemie und dessen, was wir draus lernen sollten (aber vermutlich nicht tun werden).

    .... Aus den berühmten "Kostengründen" wurde die Produktion auf wenige Standorte in sogenannten Billiglohnländer verschoben. Ökonomisch sinnvoll - nur leider verrückt: Wenn Sie zu Hause Ihren Garten bewässern müssten - würden Sie den Schlauch quer über drei Bezirke legen um ein paar Cent zu sparen, aber damit riskieren, dass man während der nächsten Trockenzeit über Kilometer die Leitung anzapfen oder ganz kappen kann? Nun, vielleicht würden Sie doch den Wasserhahn in Ihrem Garten nehmen. ...

  • Nunja, das eine ist die gesundheitliche Betrachtung, das andere die ökonomische. Ich glaube auch nicht daran, dass es Mehrheiten geben wird, die die gesundheitliche Absicherungen wirklich sozialisiert. Dabei liegt es doch auf der Hand, was zu tun ist. So lange das Geld nur in eine Richtung fließt, wird eine Seite bezahlen und die andere kassieren. Auch wenn die Ströme des Geldes sehr verworren ist, fällt doch auf, wenn börsennotierte Unternehmen und allen voran Finanzinvestoren ihr Geld zunehmend in Wohnimmobilien, Krankenhäuser und Pflegeheime investieren. Über den Grund braucht man nicht zu philosophieren.

  • Der grundsätzliche Systemfehler ist eben, dass an und mit Krankheit, Verletzungen und Pflege(bedürftigkeit) Gewinn erzielt werden soll, und das möglichst nicht zu knapp. :rolleyes:

    Ich bleibe bei meiner (natürlich heillos sozialromantischen) Meinung: die obengenannten Sozialbereiche haben nichts, aber auch gar nichts in profitbestrebten Händen zu suchen. Ebenso wenig, wie z.B. die Trinkwasserversorgung oder (eigentlich) die Leitungsnetze, Sendeantennen etc.pp..

  • Feuerwehr, teilweise das öffentliche Transportwesen mit Steuerungselement....

  • Das ist eine schöne Vorstellung. Ein Gesundheitswesen ohne Profitbestreben. Leider wird es dazu nie kommen in der realen Welt, da ist die Gesamtmasse Mensch einfach zu sehr nach Wachstum bestrebt. Und sosehr sich jetzt auch die Schwächen dieses Systems zeigen, genauso schnell wird alles vergessen sein, wenn alles wieder normal läuft.

    Grüße, Tom

    "Nicht alles Braune auf der Welt ist Schokoladeneis."

    (Computer Sam in Jonas-Der letzte Detektiv)