Mit dem Trabant nach Tschernobyl und der Nahtod eines 601

  • Und, wie lange hat der dann gehalten?

  • Vernünftig gemacht, vermutlich bis heute.

    10x DEKA. 5x P28. 5x P33. Globo-Blau. H260. HB. H1-1. Weber TLA 32. Pulmo.

    Und dann Westluft in den Reifen.....

  • Hu...Guss schweißen...Ein rotes Tuch oder besser Graues

  • Guten Abend, da bin ich wieder. Ich habe jetzt dieses Bild nochmal eingefügt damit alle wissen wie die Ausgangsposition aussah.


    Ich werde jetzt erstmal zu den Aufbauarbeiten weiter berichten. Zu der Reise komme ich in einer separaten Antwort.


    Ich habe mich ja wie schon erwähnt dazu entschieden mein Schätzchen zu retten egal wie groß der Aufwand wird.

    Also erstmal sämtliche Kontakte mobilisiert um möglichst viele Originalbleche zu organisieren. Nach dem ersten Wochenende sah das schon ganz gut aus.


    Nachdem die ersten Teile organisiert waren ging es trotz schmerzender Rippenprellung froh ans Werk. Ich zerlegte erstmal den ramponierten Vorderbau. Danach ging es auf die "Streckbank". Ich hatte den Wagen natürlich direkt nach dem Unfall auf der Bühne um den Schaden mal genauer begutachten zu können und eventuelle Verzüge zu sehen und es sah gerade im Geweihbereich sehr gut aus. Ich konnte lediglich erkennen dass die Hilfsrahmenaufnahme Fahrerseitig einen kleinen Schlag nach oben bekommen hatte. Nichts was ich nicht hin bekomme dachte ich mir. Was mir eher zu denken gab war die Beifahrertür welche um 3 mm nach oben gewandert war weswegen sie nicht mehr so gut schloss wie ehedem.

    Aber was soll ich sagen. Unsere russische Methode hat funktioniert und die Tür lässt sich wieder ohne Probleme schließen.:thumbsup:


    Danach gings auf die Bühne. Ich wollte nix dringlicher erledigt haben als die verbeulten Blechteile von der Karosserie zu trennen. Vorher galt es allerdings die Steifigkeit der Karosserie zumindest partiell wieder herzustellen. Denn wie ich nach dem Entfernen der beiden vorderen Pappen sah, war von den Schwellerspitzen nicht mehr allzuviel übrig. Also baute ich erstmal die vom Verzug betroffene Seite nach um etwas Stabilität in die Fahrgastzelle zu bekommen bevor ich mich ans auspunkten der betroffenen Bleche auf der Fahrerseite machte.


    Nachdem die Ecke wieder intakt war merkte man am Spiel der Tür schon eine deutliche Verbesserung der Stabilität. Natürlich öffnete und schloss ich während des Schweißens die Tür gefühlte 20 mal um auch sicher zu gehen dass alles noch am richtigen Platz sitzt.:)


    Das Auspunkten war eine Sauarbeit aber machte dennoch Spaß. Man wusste ja wofür mans macht. Und dümmer wird man durch solch ein Projekt ja sowieso nicht.8o

    Dann wurde noch die Seitenwand eingepasst und daraufhin setzte ich die Radhausschale ein. Ich bestellte übrigens 2 originale Radhausschalen bei Trabantwelt.de. Der Preis war sicher nicht ohne. Jedoch war ich sehr zufrieden und durch das Verwenden kompletter und originaler Schalen konnte ich zumindest was die Maße angeht ein sicheres Gefühl haben.


    so sah das ganze dann aus...


    Wie schon erwähnt war die Schwellerspitze auch durch und musste nach gefertigt werden. Wieder ein ordentliche Plus an Steifigkeit.:thumbsup:


    Und so ging es Schritt vor Schritt voran. Und das ganze machte sogar noch Spaß.^^

  • Eine Werkstatt mit ökologischer Klimaanlage/Einbrecherschutz zwischen den Fenstern!! :thumbup:

  • ich muss ehrlich sagen hut ab.

    Ich hätte zwar alle Teile dafür liegen, aber ob ich mir wirklich mal die Arbeit machen würde wenn es soweit ist, das ist fraglich.


    Gutes gelingen von meiner Seite, auf das hinterher wieder alles passt, und du dann wieder Freude mit dem kleinen haben kannst.

  • Ist der Radkasten so schon eingeschweißt oder auf dem Bild nur rangehalten?

    Es sollte in jedem Fall der schwarze "Transportlack" vollständig entfernt werden.

  • Ja der ist schon drin.
    ich bin ja was die arbeiten angeht schon viel weiter. Werde dazu heute Abend mehr berichten.

    Das mit dem Lack ist nicht mein Gebiet.

    Das überlasse ich gerne dem Urteilsvermögen meines Lackierers.😁

  • was TV p50 dir sagen wollte, der Lack sollte vor einbau komplett entfernt werden. Jetzt hast du an den blechdopplungen quasi die transportschicht drauf, und da wird er dir wenn du pech hast das gammeln anfangen. Besser ist immer die Teile vorher so wie die stehwand zu grundieren, und dann zu verbauen. Danach die schweißstellen meiner Meinung nach dann auch gleich grundieren. Den Rest muss dann der malermeister machen.

  • Das Problem ist, dass die Einschweißersatzteile, im Gegensatz zu heutigen Zeiten nicht mit einer schwarzen KTL beschichtet sind, sondern mit einem auf das angerostete Rohteil aufgepusteten Transportlack.


    sofern diese nicht sorgfältig entfernt wird, hält da kein Lack drauf, egal wie gut er ist.


    Im Klartext: das ganze hält nur kurze Zeit, dann blüht es auf.


    Das ist kein Problem des Lackierers, sondern simple Schweißvorbereitung.


    Solche Teile gehen bei uns grundsätzlich vorher zum Sandstrahlen, da meistens unter den Transportlack auch noch Korrosion ist.


    Einzige Ausnahme: die neu gekauften Teile sind tatsächlich KTL behandelt.


    Dann müsste man sich nur um die Nacharbeit an der Schweißnaht kümmern und danach gut konservieren.

  • Das mit dem Transportlack und darunter liegendem Rost war mir bewusst. Nur war das bei dein Teilen nicht der Fall. Aber selbst wenn es so sein sollte sehe ich das in Relation.


    1. dürfte es den Wagen garnicht mehr geben, also kann ich nur gewinnen.😜

    Und 2. die Teile sind allemal besser als die Schalen vorher. Des weiteren wird der Wagen am Ende umfangreich hohlraumkonserviert werden.


    Und da mein Trabant nie wieder Salz und Schnee sehen wird, blicke ich von meiner Seite aus entspannt in die Zukunft.


    Andernfalls berichte ich in 15 Jahren nochmal. 😁


    Und zum Aspekt Schweißvorbereitung sei gesagt dass ich natürlich im Bereich der Schweißverbindungen den Lack vollständig entfernt habe. Das versteht sich von selbst.🙂

    Edited once, last by Lifeyourdream: Ein Beitrag von Lifeyourdream mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Is irgendwie wie immer...

    Was denn?


    Wie gesagt bin ich Forumsneuling.

    Ich möchte euch hier eigentlich nur an meiner Trabirettung teilhaben lassen, weil ich doch denke dass es hier viele erfreuen wird.🙂


    und mehr nicht.

    Edited once, last by Lifeyourdream: Ein Beitrag von Lifeyourdream mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Die Reparaturen nur so weit wie unbedingt nötig und nicht ein bißchen mehr. Dauerhaftigkeit nur bis Übermorgen und nur bei Schön Wetter.

  • Die Reparaturen nur so weit wie unbedingt nötig und nicht ein bißchen mehr. Dauerhaftigkeit nur bis Übermorgen und nur bei Schön Wetter.

    Mit Verlaub, das ist nicht wahr und auch beleidigend für mich.


    Ich bitte darum nicht vorschnell zu urteilen und nicht wegen eines Fehlers pauschal das komplette Projekt zu verunglimpfen.


    Man sollte sich doch vllt eher daran erfreuen dass ein Exemplar vor der Presse gerettet wurde.


    Heute Abend berichte ich weiter.🙂

  • Ich würde es jetzt ja auch noch nicht als Fehler betrachten. Ich habe auch die Teile so verbaut und erst nach Fertigstellung der Karosseriearbeiten gesandstrahlt.

    Lediglich bei Hohlräumen würde ich die Innenseiten vorher bearbeiten. In deinem Fall mußt du halt alles was nicht gestrahlt werden soll gut einpacken.

  • es gibt ja nunmal viele Wege ein Auto zu reparieren, den richtigen, den haltbaren, den falschen, den übertriebenen ;-) .

    Ich persönlich denke wenn er in dem Bereich alle Farbe entfernt hatte, kann man es jetzt noch verbessern indem man in die Schweißnähte erstmal rostschutz laufen lässt, wenn das trocken ist dann nahtabdichtung, decklack, und dann Konservierung.


    So habe ich es damals bei meinem heckblech gemacht, das ganze im winter und es ist bis heute, 7 Jahre später, noch kein Rost dranne, und er lief danach noch 1-2 Jahre im Alltagsbetrieb...

  • "wie immer" meint, erst mal anfangen und dann vorstellen.

    Warum nicht anfangs das Problem schildern und Ratschläge einholen? Warum im Nachhinein die gemachten Fehler schönreden?

    Wenn Hohlräume mit Sanders behandelt werden sollen, ist eine leicht angerostete Oberfläche sogar von Vorteil, das Zeug haftet dort besser. Unter einer Lackschicht hat Rost allerdings nichts zu suchen. Da hilft auch noch so viel Korrosionsschutz oben drauf nichts. Und rostige Falze mit Rostschutzfarbe volllaufen zu lassen bringt genau was? Die werden vorher mit Schweißprimer behandelt.

    Gibt es Radkästen und Seitenwände auch als Nachfertigung? Ich kenne da nur Originalteile.