Lebensdauer, Laufleistung und Identifizierung des Trabant Zweitakt Motors

  • Ja, sieht schon etwas "geschnitzt" aus. Wenn ich mir so ansehe, mit welchem Aufwand Lager aus unbekannter Herkunft passend gemacht werden und Hubzapfen bearbeitet werden, kann ich mir auch vorstellen, dass sich auch jemand an die Nadelkäfige wagt.

  • Da fehlt noch so einiges, Pleuel mit 180 Grad Versatz Schmiernuten, die breite Mitteldichtung mit den schmalen Hauptlagern, 2 nochmals grundlegend verschiedene Wellen usw. Zum größten Teil aber 500er Sachen, falls das hier her gehört.

    10x DEKA. 5x P28. 5x P33. Globo-Blau. H260. HB. H1-1. Weber TLA 32. Pulmo.

    Und dann Westluft in den Reifen.....

  • Ich habe die 500er Sachen ganz bewusst außen vor gelassen, weil ich dazu im Grunde so gut wie nichts habe und nur hoffen kann, dass damit einer kommt der davon Ahnung hat. ;) Vor allem weil es da gerade für Ersatz noch div. Ausführungen gibt.


    Von den 600er Sachen kann eigentlich nichts fehlen. Wenn doch dann her damit. Die Recherchen und das Zusammenstellen dieser Beiträge hat Monate gedauert und da ist das Material dafür da. 500er muss jemand anders machen.

  • Der Motor stammt von Anfang 1961 (Jan.-Feb.). Er wurde gebaut (etwa 4000 Nummern weiter) nach dem Nov./Dez. 1960 der Zwischenflansch entfallen ist.

    Ein Maß von 66,5 deutet darauf hin, dass Übermaßkolben drin sind, also er min. schon 1 oder 2 mal überholt wurde.

    Vergaser mit 3 Schrauben am Schwimmerkammerdeckel zeigt auch an, das es nicht der Originale ist, der hatte nur 2.


    Bestimmen kann man sowas mit entsprechender zur Verfügung stehender Literatur und Recherche auf Webseiten wie original-Trabant.de usw. und /oder anderen Archiven :)

  • Danke für diese Infos! Ja ich War irgendwie zu doof mit den Infos von Original-Trabant.de umzugehen.

    Trabantismus :top:

    Edited 2 times, last by TV P50: Das darf ruhig stehen bleiben. Dein Angebot bitte im Markt platzieren ().

  • Der Ankauf vom Fzg-Lexikon von Jürgen Lisse wird man nicht schnell bedauern.

  • Vielen Dank für die sehr gute Zusammenfassung. :thumbup:


    Also meinen ersten Motor hab ich ca. 40000km gefahren.

    Hatte ich damals von TW (2009 müsste das gewesen sein).

    Bin damit sehr viel mit Anhänger (CT5-3 oder HP300 gut beladen) gefahren.

    So Hälfte Hälfte Autobahn/Überland und Stadt.

    Getankt wurde am Anfang Normal Benzin, später dann Super (als es das nicht mehr gab...) und zum Schluss dann nur noch E10.

    Öl gab es immer aus dem Nachbarland (CZ). (Das mit der roten Schraubkappe, dessen Name mir gerade nicht einfällt)


    Bei mir hat sich wahrscheinlich der Lagerkäfig aufgelöst, während der Fahrt.

    (Hab den dann gleich in fachkundige Hände gegeben)

    Neapel sehen und sterben-Tour 2012
    Ich war dabei!


    50 Jahre Trabant 601
    Die Jubiläumstour 2014
    Ich war auch dabei!
    :raser:

  • ich habe meinen jetzigen Trabant vor 3 Jahren gekauft, aus 1. Besitz, mit einer Laufleistung von 9.400 km. Der Kilometerstand ist echt, alle Unterlagen sind vorhanden.

    Der Trabi wurde lange in einer Hausgarage trocken "gelagert". Trotz des vorsichtigen Wiederinbetriebnehmens, tourte er nach dem Start unkontrolliert auf und ging später im Stand immer aus.

    Vergaser, Benzinhahn, Tank, waren nicht der Übeltäter. Nach langem Probieren sind wir dann zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich nur um Nebenluft handeln kann. Kupplungsseitig war die Kurbelwellenabdichtung in Ordnung, also wurde der Motor zerlegt und wir stellten dest, dass das Lager Lüfterseitig Spiel hat. Zu meinem Glück, hatte ein guter Freund noch eine neue 26PS Kurbelwelle aus DDR Zeiten, schön trocken und in Ölpapier gelagert, mit den richtigen Kurbelwellenabdichtungen zu liegen. Diese haben wir dann verbaut, Zündung neu eingestellt und siehe da, das Problem war behoben.

    Ich kann nun nicht sagen, dass der Motor nur diese knapp 10TKm gehalten hat, aber die Kurbelwelle eben schon. Ich gehe davon aus, dass das Problem aber auch auf Grund der langen Standzeit aufgetreten ist.

  • ... mit den richtigen Kurbelwellenabdichtungen zu liegen. Diese haben wir dann verbaut, Zündung neu eingestellt und siehe da, das Problem war behoben...

    Habt Ihr nur den Wellendichtring benutzt, oder wie verstehe ich das?

  • also wurde der Motor zerlegt und wir stellten dest, dass das Lager Lüfterseitig Spiel hat

    Welche Art der Abdichtung war denn verbaut? Damit das Lager an der Abdichtung Schuld trägt, müsste es beim Ausbau so zu sagen aus einander fallen.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Mein Motor Bj. 1985 mit der "neueren" Kurbelwelle hat knapp 37000 km gehalten. Dann hat sich der Lagerkäfig schwungradseitig und der eines Mittellagers selbstständig gemacht. Längere Standzeiten hatte mein Trabi keine. Wurde zwischen zwei HU Perioden immer zwischen 1000 und 2000 km bewegt.

  • z1willi, kannst du bitte erklären wo du da den Fehler gesehen hast und vielleicht wenn möglich auch mit weiteren Bildern belegen?

  • also die Kurbelwellenabdichtung über dem Lager, wie auf dem Bild zu sehen, hatte Spiel. Man konnte sie hin und her bewegen. Auf der neuen Kurbelwelle war die Abdichtung straff drauf und ließ sich nicht bewegen. Ich habe noch ein Video dazu, weiß aber nicht, ob ich das hier hochladen kann.

    Ich versuche es mal noch ein weiteres Bild hochzuladen. Da ich die auf meinem Handy habe, stelle ich mich immer ein wenig blond an.

  • Also war der Innenring innen eingelaufen?

    10x DEKA. 5x P28. 5x P33. Globo-Blau. H260. HB. H1-1. Weber TLA 32. Pulmo.

    Und dann Westluft in den Reifen.....

    Edited 2 times, last by Fahrfusshebel ().


  • Also war der Innenring innen eingelaufen?

    ja genau. Wie gesagt, ich habe zwei kurze Videos dazu. Da sieht man das genau.

    Edited once, last by z1willi: Ein Beitrag von z1willi mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Ich denke ich verstehe was da passiert ist und vermute jetzt mal das es auch ein Standfolgeschaden ist.

    Die Passung zwischen Innenring Kolbenringabdichtung und Kurbelwelle kann auch so ausfallen, dass der Ring recht locker sitzt. Kommt eine lange Standzeit hinzu die beispielweise die Kolbenringe verklebt hat (z.B. durch Ölkohle) und so Innenring samt Ringe am Außenring festklebt, so dreht sich alles auf dem Wellenstumpf der Hubscheibe mit und läuft dort auch sicher ein wenig ein, was letztendlich für Nebenluft sorgen kann.


    Der H1-1 Vergaser kann gut mit definierter (minimaler) Nebenluft der Kolbenringabdichtung umgehen. Wir es aber durch irgendwelche Umstände (einseitig) zu viel, so regiert der recht empfindlich mit den beschriebenen Symptomen.

  • Wird der Innenring der Kolbenringabdichtung nicht durch anziehen der Keilriemenscheibe mit fest?

  • ich versuche das mal mit den Videos:


    defekt


    neu