TÜV kann Abgaswerte nicht lesen

  • Moin Leute,


    ich war heute beim TÜV mit meinem Trabi Baujahr 86 mit Sparvergaser. Der kleine ist durchgefallen, Abgasuntersuchung war nicht möglich. Die Geräte haben nichts angezeigt, angeblich weil der Motor zu mager lief. Kann das sein? Gibt es eigentlich irgendwo Messgeräte zu kaufen, womit ich mal den CO gehalt selbst messen kann, zwecks Einstellung? Insgesamt sehr ärgerlich.. Geld musste ich natürlich trotzdem bezahlen..

  • Die CO-Werte bei einem Sparvergaser der evtl. noch etwas Falschluft zieht sind extrem niedrig. Ich hatte auch schon CO-Werte die sich auf 0,03 Vol% beliefen mit dem Hinweis er läuft viel zu mager.


    Du hast hoffentlich ein Protokoll bekommen, wäre interessant wenn du es hier zur Verfügung stellen könntest. Schwärze aber bitte alle personenbezogenen Daten.


    Das Problem ist nicht neu, lies hier mal den Thread bis zu Ende durch.

  • Ja, allerdings steht da nicht wirklich was interessantes drinne. Alles frei außer bei Erläuterung: Motor zu mager, Prüfprogramm nicht durchführbar.

    Die frage ist, wie soll ich den durch den TÜV bekommen, wenn mein CO wirklich so gering ist, sodass das Messgerät streikt.

  • Du kannst versuchen, den Choke leicht zu ziehen bis ein bisschen mehr CO kommt. Das ist aber "nur" eine Umgehungslösung, das eigentliche Problem ist damit nicht beseitigt, denn ein magerer Motorlauf führt zu einem entsprechenden Risiko für Folgeschäden (Überhitzung etc.).

  • Kann gar nicht glauben, dass er so mager läuft, Kerzenbild ist eigentlich ok. Aber werd vor den nächsten TüV einfach mal den Vergaser an der CO-Schraube fetter einstellen.

  • Wenns stimmt. Wer weiß, ob die Fachkraft ihren Tester richtig bedient hat, Sonde weit genug drin usw. Wenn Du in Chemnitz wohnen würdest, ich hab nen alten Boschtester.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Das ist ja mal wieder herrlich.

    Entweder dort mal richtig auf den Tisch hauen - die sollten dir eine Rechtsnorm nennen können, oder nächstes mal woanders hin. Würde ich mir nicht bieten lassen.


    Es gibt keine Rechtsgrundlage den Motor bei geringem Schadstoffausstoß verschlechtern zu müssen. Lediglich ein Höchstwert ist vorgeschrieben, mehr nicht.


    Für halbe Arbeit hätte ich nicht bezahlt.

  • Nicht bezahlen ist leichter gesagt als getan...


    Zumindest bei uns muß man VOR der Prüfung bezahlen. Und dann im Zweifelsfall wohl den TÜV verklagen. Viel Spaß dabei...

    Früher gab's Sex, Drugs & Rock'n'Roll -

    jetzt gibts Veganer, Laktoseintoleranz und Helene Fischer

  • Zumindest war das das letzte Mal, dass ich dahin gegangen bin....

    Marlene danke, aber Chemnitz ist leider etwas weit von Hannover/Goslar. Ich hätte gerne selbst so ein Gerät.

  • Vor der Prüfung bezahlen? Ich mach ja auch ne Menge Faxen mit.....aber wenn das verlangt werden würde, tät ich den Rückwärtsgang einlegen und mich freundlich verabschieden.

  • Ist hier auch nicht so aber rein theoretisch möglich, die Summe ist vorher klar und es gibt keinen Grund nicht zahlen zu müssen.

    Matt ist das neue Hochglanz
    Zwei Zylinder, zwei Takte und ein Mikuni: da geht was! :thumbsup:

  • Hier bei uns in Marburg muss ich auch vorher bezahlen.

  • Sehts mal positiv - Nullemissionsauto.



    Da sieht man mal wieder die Auswüchse der Vergabe von staatshoheitlichen Aufgaben an private Unternehmen. Bezahlt hätte ich die AU auch nicht - nur muss man erstmal in der Position sein. Wo beschwert man sich da? Wer ist das Kontrollorgan? Verkehrsamt?

  • Jetzt würde mich Alter,Bildungsstand und Qualifizierung vom Prüfer interessieren.


    Nicht das ich da so meine Vorurteile hätte :saint:

  • Jetzt würde mich Alter,Bildungsstand und Qualifizierung vom Prüfer interessieren.

    Ja das musste ich auch schon erleben bei einer Abnahme, als mir der nachwendegeborene Jungingenieur nach einer 3 min. Googlerecherche zeigen wollte wie was sein muß und wo was hingehört am Trabant und mir erklären wollte, dass mein inzwischen über 25 Jahre andauerndes Studium rund um den Trabant fürn Arsch war.

  • ich muss sebst immer wieder feststellen das der Trabant gerade im Westen leider immer noch unter großen Vorurteilen zu leiden hat :( war auch mal bei einem Prüfer der hat gleich am anfang direkt gesagt seiner Meinung gehören diese Kisten von der Straße hab beim selben TÜV einen neuen Termin ausgemacht habe aber einen anderen Prüfer verlangt , der neue kommt glücklicher weise sogar aus dem Osten :)


    viele grüße Thomas

  • Genau und dann frag mal so einen Prüfer ob Gogo, Kabinroller, Lloyd, Isetta usw. auch verschwinden sollen......

  • Auch wenn mich die positiven Meinungen zum DEKRA hier freuen, ich glaube nicht das man das an der Organisation festmachen darf. Überall arbeiten Menschen unterschiedlichen Bildungsstandes, Geltungsbedürfnisses oder mit Unterschiedlicher Lebenserfahrung.


    Manchmal muss man eben über Probleme reden, notfalls mit dem Vorgesetzten und schlimmstenfalls unter Zurateziehung der einschlägigen Rechtsnorm. Spätestens wenn man sich diese genau nennen lassen möchte kommt das Gegenüber ins stottern, insofern er wirklich falsch liegt.


    Weil die Frage aufkam: der zuständige Prüfingenieur hat zunächst mal einen Vorgesetzten, i.d.R einen Abteilungsleiter (bei den kleineren Organisationen nicht immer üblich). Wenn das nicht hilft bzw. Nicht-Erreichbarkeit geübt wird hilft es sich direkt an die Organisation zu wenden. DEKRA sitzt z.B. In Stuttgart, der TÜV-Nord in Hannover usw.

    Die übergeordnete Behörde ist das jeweilige Ministerium für Verkehr des Bundeslandes bei der sich die Organisation anerkennen lassen muss. Hier wird man aber meist nicht weit kommen, bzw. lassen es die Organisationen eigentlich auch nicht soweit kommen das man sich dahin wendet.