Lenkstockhebel/Lenkmanschette vor Wiedereinbau einfetten usw. ?

  • Hallo und guten Abend.

    Ich habe es als Trabi Neuling geschafft den Lenkstockhebel, Spurstange auszubauen (und andere Teile dazu später oder die Tage sicher noch Fragen ).

    Hierzu hätte ich ein paar Fragen, auf die ich keine genaue Antwort gefunden habe.


    1. Muss/soll ich vor Wiedereinbau den Lenkstockhebel innen einfetten? Wenn ja welches Fett. Die Stange scheint mit grauem Fett (vlt Graphit) schon

    behandelt zu sein. Ich habe über den Abschmiernippel Mehrzweckfett eingespritzt.

    2. Soll ich die Lenkmanschette (die defekt war) auch innen einfetten vor Einbau ? Und von außen habe ich gelesen vlt. mit Silikon behandeln ?

    3. Die alte Schutzkappe für den Lenkerstock hat ein ca. 5mm Loch an der Stirnseite. Gewollt oder Alter ?

    Zur Spurstange

    4. Die Spurstangen ausgebaut, gereinigt. An den Manschetten war nur oben ein ca. 3-4 cm Ring herum. Muss unten nicht auch einer sein? Innen

    Fett und etwas Schmutz. Muss ich hier auch einfetten , wenn ja wie voll ? 3 Bilder im Anhang

    Vielen Dank schon mal an dieser Stelle :)

    Sollte ich in der Nachricht zuviel gefragt haben, dann sagt es mir bitte, wie ich es in Zukunft schreiben muss. Blicke noch nicht so ganz durch. Sorry..

    Hätte auch noch Fragen zu Stehbolzen am Abgaskrümmer, und Manschetten Antriebswelle Getriebeseite (Gleichlaufgelenkwelle).

  • zu 1) wegen den Schmiermitteln frage ich mich immer, bewegen sich Teile und tritt Reibung auf, dann werden sie geschmiert. An dieser Stelle soll aber keine Bewegung stattfinden! Es ist eine Kegelverbindung mit Passfeder. Hier soll eine kraftschlüssige Verbindung erreicht werden. Und soll kein Schmierstoff verwendet werden, auch keine Montagepaste. Wenn Du es besonders gut machen möchtest, dann kannst Du an der Seite mit der Mutter eine "Versiegelung" anbringen zB. mit Klarlack oder MikeSanders.

    zu 2) nach den Diskusionen über die Haltbarkeit der Gummiteile hier im Forum, würde ich die Manschette auch von innen mit Fett behandeln.

    zu 3) das Loch MUSS sein, damit kein Über/Unterdruck entsteht. Ich habe es mit einem alten Lötkolben reingebrannt.


    PS: Versuche doch mal die Suchfunktion hier im Forum, vielleicht hilft das schneller die Antworten zu bekommen.

  • 1. Kegelverbindung IMMER metallisch rein und entfettet, auch kein Kleber oder sonst welche Wundermittel. Hier ist das zwar nicht so kritisch, weil kaum ein Drehmoment übertragen wird. Aber an der Schwungscheibe besteht die Gefahr, dass Ihr bittere Erfahrungen macht.
    2. Die defekte Manschette brauchst Du nicht mehr einfetten. Auch bei der neuen bringt das nichts. Fett wird an den Stellen benötigt, wo Metalle aufeinander oder in sonstigen Buchsen reiben. Wozu soll Silikon gut sein? Lass das weg oder mach es ran, Deine Entscheidung.
    4. Nein, nur am großen Durchmesser, damit sie nicht herunter rutschen.

  • Die Manschette am Spurstangenkopf hat auch am unteren Ende eine Nut für einen Drahtsprengring und ich habe gelegentlich auch schon welche darin vorgefunden. Die waren aber vom Wartburg, da hat man das vermutlich so verbaut.

    Am Trabant bleibt die leer, schaden würde ein Ring dort aber sicher nicht.

  • Vielen Dank an euch für die fachlichen und verständlichen Antworten zu meinen Fragen.:thumbup: Echt toll

    Werde mich gleich an die Arbeit machen mit Einbau usw.

    Noch zu Punkt 4) Spurstange... noch Fett an Gelenk machen (welches) oder so lassen wie auf Bild ?


    Dann noch Frage zu Antriebsmanschette Getriebeseite.

    Mit Spannband oder Wurmfeder sichern (dran sind Wurmfedern) ?



    - Stehbolzen/Abgaskrümmer wiederr anbauen.

    dort war er an den Zylinder ziemlich versaut. Dichtungen habe ich neue besorgt. Waren ziemlich

    fertig.

    ups war noch nicht fertig und habe aus Versehen gesendet. Schreibe mal weiter.

    Mit wieviel kg/Nm muss man die Stehbolzen anziehen. Will es einfach überprüfen bevor ich alles

    wieder zusammenbau. Habe auch neue Kupferschrauben dafür.

    Wie weit schauen die Bolzen ungefähr raus aus Zylinder.

    Sag schon mal Danke:) und....

  • Mache an die Kugelköpfe etwas Mehrzweckfett, wenn du eh die Manschetten ab hast, ans Getriebe kommt die Wurmfeder.


    Krümmermuttern waren glaube 22 Nm, die Bolzen, wenn die richtige Länge, wenden bis Anschlag in die Zylinder geschraubt und sollten aus den Krümmer ca 15-17mm rausschauen.


    AnzugsmomenteP601.pdf

  • Und, wenn Du den Krümmer festmachst: An alle Gewinde, die heiß werden, kannst Du Keramikpaste machen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Mutter aus Kupfer ausdauernd fest ist. Ich benutze dort A2 Edelstahl.

  • ob die Mutter aus Kupfer ausdauernd fest ist.

    Ich glaube nicht, das seine Muttern aus Kupfer sind, für Krümmerbefestigungen nimmt man verkupfertet Thermag-Muttern, da brauchst du auch keine Keramikpaste.

  • Hallo komme gerade rein.

    Lenkstockhebel,neue Lenkmanschette mit Spurstangen eingebaut. Happy. Alles beachtet lt. Tips und lesen... hoffe ich .

    Somit erledigt das Thema.


    Die Kupfermuttern sind von Trabantwelt (Kupferpaste hätte ich). Paste drauf oder nicht? Kann ja nicht schaden...

    sollten aus den Krümmer ca 15-17mm rausschauen

    Aber die Krümmermuttern schauen lt. Bild 20 mm raus. Ihr seht ja das Gewinde bzw. wo keins ist. Soll ich sie

    versuchen weiter einzudrehen? oder mal ganz raus und Zustand anschauen? Ich hab leider noch keine Erfahrungen dafür. Hoffe auf Hilfe da es ja eine wichtige Stelle ist, und dort auch sehr versaut war, was aber hoffentlich an den Dichtungen lag. Danke


  • Die Bolzen bekommst du ohne Gewalt nicht weiter rein. Und dann besteht immer die Gefahr, dass sie abreißen.

    Ich gehe bei der Krümmerbefestigung einen etwas anderen Weg, verwende 5mm längere Bolzen und benutze dann Unterlegscheiben und Klemmmuttern nach DIN 980. Das hält besser als normale Sechskantmuttern mit Federringen.

    Da sich die Dichtungen immer noch etwas setzen, sollte die Befestigung nach ein paar hundert Kilometern nachgezogen werden.

  • Nein, so wie auf deinen Bildern ist das normal.

    Nur brauche ich bei meinen Klemmmuttern noch etwas Gewinde welches hinten aus dem Mutter herausragt, bei deinen Flanschmuttern ist das nicht nötig. Da genügt es, wenn das bündig ist.

  • Also lass ich besser vorerst mal die Bolzen so drin (auf abbrechen habe ich keine Lust als Anfänger).

    Mache die neuen Dichtungen drauf, Krümmer dran und schau mir die Dichtigkeit in der Praxis an.

  • Trabi601S Saarland mit den Bolzen passt schon und die Muttern schraubst du ohne Kupferpaste drauf.


    Hegautrabi die Muttern sind auch selbstklemmend, sind doch oben gestaucht.

  • Wir werden eure Tips beachten.

    Habt mir sehr geholfen heute. Vielen Dank an euch:thumbup::thumbup:

    Alles ist vorbereitet für den Krümmer Einbau morgen.

    noch 1 Frage:

    Muss ich unter die Antriebsmanschette getriebeseitig (wenn die Wurmfeder drauf ist) auch Fett dahinter machen?

    Und wenn ja welches? Man kann ja mit der Hand die Manschette ein Stück umlegen ?

  • Extra Fett dahinter machen muss man nicht, da kommt von ganz alleine welches hin, was zu viel ist fliegt eh davon.

  • Ich hatte gestern nur kurz mal die Wurmfeder ab und die Manschette ein kleines Stück abgezogen, da kam mir Öl entgegen. Direkt wieder drauf und .... Trabi steht vorne auf Böckchen. War das Getriebeöl was mir entgegenkam?

  • Getriebeöl kann da eigentlich nicht rauskommen, es sei denn da ist durch die Antriebswelle ein Loch oder Riss entstanden