Befestigung Gasfeder am Universal

  • Hallo!


    Wie werden eigentlich die Gasfedern an der Heckklappe befestigt? Es gibt pro Seite einen Haltewinkel und zwei großzügig dimensionierte Löcher in der Klappe. Gibt es ein Blech mit geschnittenem Gewinde, das reingefädelt wird? Oder wird das einfach mit je zwei Muttern + Unterlegscheiben angeschraubt? Sonderlich gut kommt man da ja leider nicht ran von innen.

  • Jim Panse , das ist schon völlig richtig, aber ich glaube er meint, "wie wird der Haltewinkel an der Klappe fest gemacht?"

    Zu DDR hatte ich wegen meiner Frau(die hatte mit der Halbautomatik Probleme, weil man die ganz nach oben Stossen musste) die Klappe auf Gasdämpfer umgebaut, da hab ich einfach ein Blech mit Gewindebohrungen aufgeschweißt.

    Wie das jetzt in der Originalklappe ist, kann ich erst nach Garagenbesuch sagen. Aber wenn da große Löcher drin sind, schreit es ja geradezu nach ner Gewindeplatte mit zwei Gewindebohrungen. Zumal du das dann auch besser Anfädeln kannst.

  • Dankesehr, habe glaube die Gewindelöcher mit den Kabeldurchführungen verwechselt. *ups*

    Ich schaue mir das dann mal genau an, irgendwie muß es ja gehen.

  • Die Klappen der letzten Ausführung hatten da jeweils 2 Gewinde in der Heckklappe. Wenn ich das heute nachrüsten möchte, dann setze ich Einziehmuttern an der Stelle.

  • Wofür man aber auch erst mal alle Utensilien benötigt.

  • Eigentlich nur die Muttern selber. Die 4 Stück lassen sich auch mittels Schraube und normaler Sechskantmutter einziehen. Das wird nur bei großen Mengen mühsam, dafür lohnt dann das Werkzeug.

  • Die Methode klappt aber meist nur bei den Alu-Muttern, Stahl wird da meist schon Grenzwertig.

  • Hat wunderbar geklappt mit der Montage. Was mich etwas stört, ist diese unausgereifte Befestigung der Gasfeder an der Heckklappe: Das ist einfach nur ein versplinteter Bolzen, der deutlicher Hebelwirkung ausgesetzt ist und daher sowohl selbst, als auch Haltewinkel und Gasfeder-Bohrung recht schnell ausleiert.

  • "...recht schnell auslgeleiert..." ist relativ zu sehen.

    Ich fahr ja nu schon sehr viele Jahre Uni, mir selber ist da noch nichts passiert, habe aber schon abgerissene Öse Gasfeder, gebrochenen oberen Haltewinkel, und eingelaufene Splintbolzen gesehen.

    Vielleicht sollte man bei der technologischen Einfachheit dieser Klappenhalterung durch entsprechende Gleitmittel die Haltbarkeit verlängern können?

    Zumal ja die Nutzung als Handwerker-Nutzwagen vorbei zu sein scheint.

    ;)

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!


    Artur Schopenhauer

  • Das kann und sollte man tun, ändert aber nichts an der unglücklichen Konstruktion. Man muß sich mal vorstellen, daß die Federkraft durch die weit abstehende Gasfeder etwa um den Faktor 5 verstärkt wird. Wäre der Bolzen z.B. fest am Haltewinkel, hätte das erheblich weniger Belastung zur Folge.


    Bei den meisten Gasfedern heutzutage kommt vorne wie hinten ein Kugelgelenk zum Einsatz, oder der Haltebolzen sitz in einem Bock, wo er an beiden Enden gelagert wird.

  • recht schnell ausleiert.

    kann ich so überhaupt nicht bestätigen, die sind bei mir seit Verlassen der Werkhalle in Meerane nicht verändert(ausgetauscht). Das war 1988 kannst ja mal nachrechnen.

    Einzig ein Dämpfer hatte mal seine Wirkung vergessen. (wurde getauscht)

  • Als ich meinen Uni 2009 zerlegte, war einer der Stifte schon fast ganz durchgescheuert. Das hängt sicher auch mit dem Pflegezustand und der Nutzung zusammen. Viel Staub und harte Dreckpartikel beschleunigen den Verschleiß auf alle Fälle.

    Damals habe ich das mit Entsetzen gesehen und mir vorgestellt, wie das wohl gewesen wäre wenn die Gasdruckstütze durch die Heckscheibe schießt.

    Leider finde ich das Foto davon jetzt nicht.

  • Das der Dämpfer durch die Heckscheibe geht glaube ich wohl nicht, aber Lackschaden bestimmt.

    Die Konstruktionen vorher waren auch nicht besonders toll.

    Die erste Ausführung mit der Stange etwas umständlich und beim Fahren konnte es passieren das sie von dem Gummipfropfen abfiel und man dann die Heckklappe nicht mehr auf bekam.

    Die 2. mechanische Raststütze hatte auch so ihre Tücken.

    Grundlegende Neukonstruktionen gab es halt nicht, also waren solche Detailänderungen immer nur mit Kompromisse.

  • hatte ja geschrieben, dass ich extra wegen der Größe der Fahrerin unseres UNI von 79 die Gasfederlösung an das Fahrzeug angebaut habe, und die "Halbautomatik" ausgebaut.

    Die Winkel im Kombiheck hab ich nach Vorbild im Heck meines Kollegen selbst angefertigt. Die kleinen Winkelchen an der Klappe waren vom Ersatzteilhandel, vermutlich die Bolzen auch. Gasdruckfedern und die Kugeln war eigentlich überhaupt nicht beschaffbar. Es sei denn, man kannte jemanden, der jemanden kannte.

    Ich hab sie letztendlich gehabt, und alle waren glücklich.

  • Das mag sein, aber so eine große Geschwindigkeit hat so eine Feder nun auch wieder nicht um eine Scheibe zu zerschlagen. Möglich ist vieles, aber die Wahrscheinlichkeit eher gering

  • Dann guck dir mal die Position des oberen Endes der Gasdruckfeder an. Die zeigt genau auf den Rand der Heckscheibe.

    Aber nicht senkrecht. Es wird höchstens ein häßlicher Kratzer geben. An andere Stellen haben die Sachsenring-Ingenieure auch gezeigt mit einfache Mittel eine gut erwogene Lösung finden zu können, ich habe da schon Vertrauen.

  • An anderen Stellen haben sie aber auch kläglich versagt (versagen müssen).

    Der Bolzen muss beim Öffnen nur im richtigen Moment brechen, dann knallt es. Zumal die ESG-Gläser am Rand am empfindlichsten sind. Die Gasdruckfeder welche mir mal geplatzt ist, und mit ihrem Öl die Hutablage versaut hat, tat das auch nicht in der Ruhelage.

    Ausprobieren werde ich es nicht, Nachfrage zwecklos! 8o

    Seit 10 Jahren tun dort selber gedrehte Bolzen aus Edelstahl ihren Dienst, bislang unauffällig.