Warnblinkschalter Unterschiede

  • Hallo gummimann88,


    hast Du beide Schalter in Deinem Besitz?
    Ich behaupte mal, dass die Bilder aus dem Netz geladen sind.


    Von den 8600.31 gab es mehrere Ausführungen (SSW/P; SSW/U 6; SSW/UH 12 ... )


    Hier mal ein Versuch meine bisherigen Infos aufzuschreiben:

    8600.31 (ohne Zusatz) z.B. Wartburg

    8600.31/1 (6V/12V) mit Relais z.B. Trabant

    8600.31/3 (6V) mit Relais

    8600.31/4 (12V) mit Relais z.B. Trabant mit Anhänger 

    In der Einbauanleitung sehe ich keinen Anschluß 30b.


    Aber die Gehäuse wurden für mehrere Varianten verwendet, deshalb ist der Anschluß beschriftet und dennoch nicht vorhanden.

    Der Anschluß 30b sollte ein geschalteter 12V/6V Abgang sein. Ich kenne jetzt keine Verwendung dafür im Trabant.


    Zum Schalter 619 29 0063 habe ich zu wenige Infos. Eventuell ist der baugleich nur von einem früheren Baujahr.


    Du kannst beide Schalter öffnen und vergleichen. Dann am besten Fotos machen und hier einstellen, dann haben wir alle was davon..

    Falls Du die Schalter nicht öffnen möchtest, kannst Du auch mit einem Multimeter messen.

    Ruhezustand Arbeitszustand Widerstandswert

    Pin 49 Pin 30 Pin 15 ca. 0 Ohm

    Pin 49a --- Pin L ca. 0 Ohm

    Pin 49a --- Pin R ca. 0 Ohm

    Pin 49a --- Pin 31 < 100 Ohm


    Der Wert zwischen 49a und 31 ist von der Glühlampe.

    Bei 12V und 2W sind es ca. 70 Ohm.

    Beim 8600.31/1 8600.31/3 und 8600.31/4 ist zusätzlich ein Relais zwischen 49a und 31, welches den Wert stark verringert.


    Laut den Büchern WHIMS (8.Auflage) und Kfz-Elektrik (6.Auflage) wird im Trabant der Schalter 8600.31/1 verwendet. Damit das Blinkrelais nicht überlastet wird, werden beim Warnblinken nur die linken auf den Geber geschaltet.

    Das interne Relais arbeitet im selben Blinktakt und versorgt die rechte Seite.

  • Hi Enrico,


    danke für die ausführlich Antwort.


    Das mit dem "internen Relias" habe ich noch nie gehört. Wo hast du das her?

    Im WHIMS TRABANT der Schaltplan birgt viele Fehler. So ist dort auch der Warnblinkschalter falsch. Pin 49 und Pin 49 sind dort verbunden.


    Grüße

  • Hallo gummimann88 das mit dem "internen Relais" war die erste Lösung, Weil man was brauchte was man sofort verwenden konnte und auch In allen anderen, älteren Fahrzeuge sofort nachgerüstet werden konnte. Der runde Schubschalter mit hinten angeklipstem Relais wurde in 6V und 12V hergestellt. Auf dem Bügel der hier auch in der Skizze dargestellt ist, war die 6V oder 12V eingeprägt

    Das Teil gab es im Ersatzteilhandel als Einzelteil zu kaufen mit einem dazu gehörigen Schaltpan.

    Warum meinst du, dass es ein Fehler sei, wenn 49 mit 49 verbunden ist, das ist einfach 49(zeig mal den Planausschnitt, den du meinst)

  • Ganz so ist es nicht.

    Die Schalter mit Relais sind für die alten Blinkgeber im Alubecher (Hitzdraht) und die ersten elektronischen. Das sind schon einige Jshre gewesen.

    Erst spätere elektronische Blinkgeber waren in der Lage, unterschiedliche Anzahl von Glühlampen anzusteuern. Also richtet sich der Warnblinkschalter immer nach dem Blinkgeber und der Beschaltung eines eventuell vorhandenen Hängerzugs.

  • Versteh jetzt nicht, was du mit "ganz so ist es nicht" meinst. In der Zeit, als das mit dem angeclipsten Relais eingesetzt wurde, gab es in aller Regel noch keine elektronischen Blinkgeber(außer es hatte sich jemand was selbst gebaut), in den DDR Fahrzeugen waren die ALU Becher(Hitzedraht) eingesetzt. Bis wann??

  • im WHIMS sind Pin 49 udn 49a miteinander verbunden. Das ist Blödsinn.

    Sorry, hatte mich oben vertippt und das "a" vergessen ;)


    Was das mit dem "Relais" auf sich hat, verstehe ich immer noch nicht so ganz. Die Funktion dieses Relais erschließt sich mir nicht.

    In dem Bild oben gibt es zudem zwei weitere Anschlüsse: 49b und eine weitere 30.

    Zudem weicht die Verdrahtung im Bild oben von der aus dem Trabant Schaltplan ab.

  • Der alte Hitzedrahtblinkgeber wurde mit diesem Relais entlastet, alleine hätte die einfache Version die 4 Leuchten nicht verkraftet oder mit extrem langer Frequenz geschaltet.

  • Es ist eben immer erst einmal zu schauen, welche Art der Bauteile man hat.

    Warnblinkschalter gabs unterschiedliche, Blinkgeber gabs unterschiedliche. Dadurch gabs auch unterschiedliche Schaltungen.

    Die Schaltung oben, ist die "Änderung", die man vornehmen musste bei vorhandener 6V oder 12V Anlage mit Hitzedrahtblinkgeber. Das interne Relais ist zur sogenannten Vervielfachung des geschalteten Schaltkontakts im Blinkgeber gedacht. Wenn du die Innenschaltung des Warnblinkschubschalters, siehst ist das mit dem Relais logisch.

    Das Relais schaltet im Blinktakt mit und gibt den Stromfluss der rechten Seite frei, damit der Hitzedraht nur von zwei Blinkleuchten durchflossen wird.

    Du solltest bitte auch mal deinen "fehlerhaften" Plan zeigen. So bleibts doch eh nur rumgestocher,

    wenn du den Sinn des oben dargestellten Plans nicht nachvollziehen kannst.

  • Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ich war beruflich unterwegs und hatte keinen guten Internet-Empfang.

    Das Wichtigste wurde ja bereits geschrieben.

    Wo hast du das her?

    z.B. aus dem Lehrbuch "Kfz-Elektrik" von Blöcker/Neyderek

    Seite 424 (Bild10.56 und Text) ISBN 3-344-00233-3



    Das mit dem Fehler ist mir auch nicht ganz schlüssig.

    Meinst Du eventuell Das aus der Auflage 8 ???

  • Der Schaltplan aus dem Whims/8 ist nicht fehlerhaft. Er ist für die letzten Trabis mit dem "neuen" Kipp-Warnblinkschalter und einem elektronischen Blinkgeber. Bei Diesem ist kein Relais notwendig. (zu erkennen an dem Transitior-Zeichen)

    Du musst aufpassen, welcher Plan für Deinen Trabi der Richtige ist. :)

  • Darum geht es nicht.

    Der Schaltplan hat einen Fehler. Die Verbindung, die ich im Bild rot durchgestrichen habe, existiert nicht.

    Würde sie existieren, dann würde beim beim Betätigen des WBS direkt KL.30 auf den Blinleuchten anliegen und das ist Blödsinn.

  • Enrico der Plan geht aber nicht.


    und, gummimann88 ,

    du hast recht, wenn du sagst, dass die Innenbeschaltung des Schalters falsch dargestellt sein muss. Da ich, und sicher ach viele andere nicht wussten, auf welchen Plan du gerade schaust, hatte ich ja gebeten, dass du uns den mal zeigst.

    Wenn normal jemand nach dem von dir beanstandeten Plan verdrahtet hat, hat der auch keinen Fehler gemacht und alles hat funktioniert, weil man im Normalfall nicht die Innenbeschaltung aufdröselt.

    Du kannst jetzt deinen Plan ändern und froh sein, dass es funktioniert. Und richtig, die Versorgungsspannung des Warnblinkens wird im Warnblinkfall von der 15 weggeschaltet, weil die ja nur im eingeschalteten Zustand Spannung führt.

    Die 30 hingegen ist die ungeschaltete Spannung der Batterie und führt auch im ausgeschalteten Zustand Spannung.