Größerer Anhänger gesucht

  • Moin,


    ich ziehe auf längeren Touren diesen Anhänger hinter mir her:


    Welche Gummipuffer für HP350.01


    Die Anschaffung dieses Anhängers hat sich als extrem praktisch erwiesen. Papa, Mama, Sohn haben Platz im Auto und das Campingzeug kommt in den Anhänger. Am Campingplatz oder auf dem Treffen koppelt man ihn einfach ab und dank abschließbarem Deckel kann man dort alles verstauen, was wärend der eigenen Abwesenheit nicht einfach so von Dritten mitgenommen werden soll. Aber wie das so ist, man will dann plötzlich doch etwas größere Campingstühle, ein größeres Zelt wäre auch praktisch, Kind Nummer zwei ist unterwegs ... Kurzum, wir brauchen eigentlich mehr Platz.


    Daher nun meine Frage an die Anhängerexperten: gab es in der DDR Anhänger mit abschließbarem Deckel die noch etwas mehr Stauraum haben als der HP350?


    Ich weiß am HP350 sehr zu schätzen, dass er so leicht ist und schön gutmütig hinter dem Trabi hinterherrollt. Auch finde ich seine gewölbte Seitenform sehr schön anzusehen. Am liebsten wäre mir genau so ein Anhänger, nur 10cm breiter, höher und länger. Sowas gab es nicht zufällig, oder?


    Gruß, Felix

  • Die Außenmasse erfüllt eigentlich nur der Rhön, da die 8"-Familie relativ gleiche Kastenumfangsmaße hat.


    Und am Deckel hängt innen das Zelt.....

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


    www.trabant-original.de

  • Danke für die Antwort. Wenn einer einen Überblick bei dem Thema hat, dann wohl du. :)


    Soweit ich das sehe, ist es doch aber nicht möglich den Rhön als reinen Lastenanhänger zu betreiben, wenn das Zelt komplett ausgebaut, aber der Deckel angebaut sein soll, oder?


    Edit: Zumindest auf den Bildern sieht mir der Kasten vom Rhön auch eher flacher aus. Da bekomme ich am Ende vermutlich auch nicht mehr rein. Hmmm ...


    Vielleicht doch das Campinggepäck reduzieren? :gruebel:

  • Ich fahre mit dem BLECH-HP500 amTrabi.

    Da kriegt man schon ganz schön was rein. (Anhängelast beachten!)

    Deckel muß man eventuell sich noch bauen.

  • wie wäre es denn mit einem Gepäckträger auf dem Deckel? Zelt usw kann ja während der Fahrt dort untergebracht werden, wird doch dann am Ziel aufgebaut, oder?

  • Ich fahre mit dem BLECH-HP500 amTrabi.

    Der Blech-HP500 hat vermutlich wirklich ausreichend Stauraum für meine Zwecke, aber er wiegt leer auch schon mal 75kg mehr als der HP350. Da er ungebremst ist, bleiben mir als Nutzmasse gerademal 145kg. Ich befürchte damit komme ich dann wieder Gewichtstechnisch nicht hin. Auch befürchte ich, dass der Anhänger den Trabi deutlich träger macht, den HP350 merkt man ja fast nicht hinten dran. Wie sind da deine Erfahrungen?

    wie wäre es denn mit einem Gepäckträger auf dem Deckel?

    Grundsätzlich ist das keine schlechte Überlegung. Ich habe letztes Jahr auch spontan eine Dachbox auf den Anhänger geschraubt, damit der Urlaub entspannt wird. Aber ich fand es sehr schade, dass meine Sicht nach hinten eingeschränkt ist, man meine dritte Bremsleuchte nicht mehr sehen konnte und es einfach furchtbar hässlich aussah. Ein Gepäckträger allein hätte auch den Nachteil dass man bei der Mittagspause, wenn das Gespann vollbeladen auf dem Parkplatz steht schon immer im Hinterkopf hat, ob bei der Rückkehr zum Auto auch noch alles da ist. Ich finde gerade diesen abschließbaren Deckel großartig. :)


    Es ist eine verzwickte Sache.


    Gruß, Felix

  • Hi Felix,


    Die Blech-HP 500 gibt es auch gebremst. Meiner hat ein Leergewicht lt. Typschild von 140kg, plus das Ersatzrad unten drunter nochmal 15kg. Da das aber ja ein normales Trabant-Rad ist kannst du das ja weg lassen. Okay, der Deckel wiegt auch noch bissl was, sagen wir mal ein Leergewicht von 150kg wäre machbar. Damit solltest du doch hinkommen.


    Zum Verständnis, mit Blech-HP 500 meine ich den HP 500.01/01 wie diesen hier:

    https://www.ebay-kleinanzeigen…hp-500/875401230-276-7843



    MfG

    Matze

    Stets dienstbereit, zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol!

    Edited once, last by Simsonmatze ().

  • Ich fahre mit dem hp500 seit 2006 am Trabi und bin bis jetzt ganz gut damit klar gekommen. Die Bremse macht sehr viel aus. Mein hp350 den ich auch noch habe ist natürlich deutlich leichter aber in meinen Augen auch unpraktischer.

  • Stimmt, mit einem gebremsten kann man dann doch ordentlich zuladen. Hmmm, na das ist vielleicht eine Option. Ich finde zwar gerade den superleichten und simpel aufgebauten HP350 so schön, aber was solls - wenn nicht mehr alles reinpasst ...


    Gab es denn die alte Bauform mit den innenliegenden Kotflügeln auch gebremst? Ich finde diese Form passt besser zum Trabant und erinnert wenigstens etwas an meinen ansich geliebten HP350.

  • Nein, den hab ich noch nie in einer gebremsten Variante gesehen, glaube nicht dass es den gab.


    MfG

    Matze

    Stets dienstbereit, zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol!

  • Wenn man denn will kann man sich den Hänger ja so bauen wie man ihn haben will. So sehr kompliziert ist es auch nicht. Man sucht sich ein passendes Fahrgestell und den Kasten kann man selber bauen.

  • Hmmm, ja so in diese Richtung könnte es gehen. Aber da muss ich noch ne Weile drüber nachdenken. Ich mag es ja eigentlich, wenn es halbwegs original aussieht. Andererseits waren Anhängereigenbauten zu DDR-Zeiten ja auch absolut gängig. Warum nicht?

  • Vorsicht bei Eigenbauten mit dem Gewicht.


    Da braucht es Erfahrung und Know-how, die meisten DDR-Anhänger aus dem Selbstbau haben wg. Überdimensionierung einen schlechteren Nutzmasse-Eigengewicht-Koeffizienten.


    Dazu kommt, dass beide klassischen Großserien-500er hinter einem Trabant deutlich überdimensioniert wirken, wobei der Görlitz / Wittenberger mangels Bremse eigentlich sowieso aus der Betrachtung fällt.


    Möglich wäre vielleicht was auf der Basis des Fortschritt-400er, auf dessen Platte man recht entspannt einen größeren Kasten (bspw. aus Siebdruck) mit Deckel konstruieren könnte, da dein Hauptproblem ja Volumen und nicht Gewicht ist.


    Oder aber du baust dir eine Wannenerhöhung, wie sie früher nicht unüblich war.


    Vorteil: wenig Gewicht, keine Änderungen im Fzg-Schein, rückrüstbar und mit etwas Gehirnschmalz preiswert zu realisieren.

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


    www.trabant-original.de

  • Du könntest ja auch den Kasten von deinem hp350 etwas vergrößern, verlängern bzw. eventuell die Deichsel verlängern.

    Vom Gewicht her mehr laden darfst du dann aber trotzdem nicht.

    Je nach Möglichkeiten könnte man den Kasten auch aus Alu bauen um Gewicht zu sparen

  • Ja, die Wannenerhöhung habe ich auch schon als Möglichkeit entdeckt: https://beppogalerie.madmindwo…Dcp_3940.jpg?m=1390843758


    Sie scheint mir unterm Strich dann auch die praktikabelste Lösung zu sein, nur richtig hübsch ist es auch nicht. Aber einen Tod wird man sterben müssen. Hmmm ...


    Ich hatte schon überlegt die Wanne horizontal in der Mitte aufzutrennen und umlauftend 10cm mehr Blech einzuschweißen. Das würde aktuell schon reichen um wieder alles komfortabel zu transportieren und hätte den Charme, dass es wenigsten halbwegs original aussieht. Hmmm ...


    :gruebel:


    Edit: Ja stimmt, man könnte den Kasten auch einfach nach hinten 20cm verlängern. Das wäre vielleicht sogar optisch hübscher als nach oben zu erhöhen. Auch ne gute Idee!

  • Ich kann glaube verstehen, um was es dir geht. Demnach scheint deine letzte Idee wohl die mit den wenigsten Kompromissen zu sein.

    Wie würde der Deckel angepasst?


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Es geht mir darum, dass ich den HP350 hinterm Trabi ziemlich perfekt finde, sowohl optisch als auch technisch. Mir fehlt schleicht etwas Stauraum in meinem Gespann. Mit dem Gewicht komme ich ganz gut hin.


    Na den Deckel müsste man auf gleiche Weise verlängern, so man denn nicht nur den Kasten erhöht. Ich habe einen Blechdeckel - also schweißen.