Trabant 601 1987 - Lief kurzzeitig auf einem Zylinder. Motorlauf, Kolbenbild...

  • Kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Mein "gemachter" Motor verkokt mit mineralischem Öl, da waren 2 Tankfüllungen Ultimate nötig um dem Klingeln beizukommen. Dann ging das wieder eine Weile gut.

    Nach dem Wechsel auf teilsynthetisches war das nicht mehr nötig. :-)

    Und was wirkliches Klingeln ist, weiß auch nicht jeder. Vielleicht war das ja auch das oben beschriebene Geräusch das dann später nicht mehr auftrat. So kann ich mir das herleiten.


    P.S. Noch mal oben nachgelesen, im Stand klingelt natürlich nichts... :saint:

  • Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen als sich mein Mittellagerkäfig sich aufgelöst hat, das es schon 100e Km vorher immer wieder zu kurzen Motorrasseln und anschließenden Zündaussetzer auf einem Zylinder gekommen ist. Die Zündkerze raus und mit der Drahtbürste geputzt und weiter lief der Motor ohne besondere Geräusche. Da bin ich sogar noch in den Urlaub gefahren weil ich nicht richtig einordnen konnte was da grad mit meinem Motor passiert. Unterwegs plötzlich wieder ein kurzes Rasseln und Zündaussetzer.... wieder Kerze geputzt und weiter gefahren..... Bis es auf der Autobahn zwischen Hamburg und Lübeck plötzlich der Motor fürchterlich rasselte wie ein Sack Nüsse..... Da war dann ganz Schluss..... Mittellagerkäfig komplett auseinander geflogen und die Kugel purzelten einzeln umher...

  • Also, ein Rasseln oder irgendwelche Geräusche hatte ich vorher noch nie. Lediglich wenn er kalt war und man ihm etwas zuviel abverlangt hat, wollte er manchmal für ein paar Sekunden nur auf einem Zylinder weiter. Das schiebe ich aber noch immer auf die Zylinderkopf dichtung.

    Mein Plan lautet nun wie folgt.


    1. Zylinderkopf ziehen, Foto vom Kopf machen, in's Forum stellen.
    2. Motor langsam von Hand drehen, ggf. noch kurzes Video davon machen.

    Sollte ich irgendwas feststellen, oder mitbekommen wird der Motor zerlegt. Der Zylinderkopf sieht m.M.n. wirklich so aus als sei etwas durchgewandert. Wenn ihr es änhlich sehen solltet, werde ich am Wochenende den Motor ausbauen, zerlegen und nachschauen. Wenn das Lager wirklich einen weg hat, wird er revidiert. Wenn nicht, wird alles ordentlich sauber gemacht und wieder zusammengebaut (vorrausgesetzt das Lager hat kein Spiel und keine Rastpunkte!)
    Dann mal weiterschauen.
    Wenn er wieder läuft werde ich dann mal auf 1:50 (weiterhin vollsynthetisch) umsteigen.

    Vielen Dank für alle bisherigen Antworten. Ich werde berichten, sobald sich etwas getan hat. Vielen, vielen Dank!

  • Moin,

    Nein, ich habe noch keinen Trabantmotor zerlegt. Andere Motoren ja.
    Pfuschen tu ich i.d.R. nicht. Aber lieber zerlege ich jetzt eben den Motor und schau was Sache ist, bevor ich ihn solange fahr, bis nichts mehr zu retten ist.

    Also, heute Motor ausgebaut (ging verdammt schnell) und zerlegt. Keins der KW oder unteren Pleuellager hat sich verabschiedet bzw. zerlegt. Dennoch macht das mittlere und äußere linke KW Lager gut Geräusche. Spiel ist ebenfalls minimal vorhanden. Das linke Pleuellager hat außerdem bedeutend mehr Spiel als das rechte. Und die Menge an Ölkohle war wirklich widerlich. Das hat mir gezeigt, dass ich mit 1:33 mehr Schaden als Gutes angerichtet habe.

    Werde am Mittwoch mal bei meinem Meister anfragen, wo ich die Kurbelwelle neu lagern lassen könnte und wie teuer es wird. In dem Zuge kommen Kolben neu, Zylinder gehont. Oder Option B (die vielleicht sogar günstiger ist) ein bereits revidierter Motor. Muss ich mich halt mal umschauen. Fakt ist: nachdem der neue Motor drin ist wird 1:50 getankt. Das Bild heute hat mich vollkommen überzeugt, dass 1:33 scheiße für den Motor war.

    Werde bei Zeiten mal Bilder posten, habe aber eben vergessen welche zu machen. Folgen dann die Tage.

    Vielen Dank für alles.

    MfG, Steven

  • Ich hatte das schon 2x so, daß der Motor dank verkoktem und teil-aufgeösten Mittellager kurz und kräftig gerasselt hat, danach wieder ruhig gelaufen ist, wie zuvor (wobei jeweils schon gewisse Zeit ein gewisses Lagerrauschen zu vernehmen war). Das waren aber Motoren, die vor meiner Zeit schon länger zu Ostzeiten gelaufen sind. Und jeweils waren die Mittellager voller Ölkohle und die Käfige zeigten Auflösungserscheinungen.


    Also ist die Empfehlung für Saisonfahrzeuge vorm abstellen derzeit nur Total-Superplus tanken um Folgen vom E im Sprit durch Standzeiten zu vermeiden.

    - oder (unterm Strich vmtl. auch etwas preiswerter) Kraftstoffstabilisator beimischen. Habe damit die letzten 2 Winter sehr gute Erfahrungen gemacht, vor allem an der Simme (wo der unbehandelte Sprit im Winter vorher leider wieder ´umgekippt´ war... ).

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  • Genau so sah es bei mir auch aus. Das mittlere Lager war komplett schwarz und voller Ölkohle. Schade um's Geld.
    Aber lieber so, als die Welle ins jenseits zu befördern und wertvolles Material zu zerstören.
    Noch ist es ja möglich alles zu retten.

  • ... von einem Wissenden aus der Ölindustrie, dass derzeit Aral gutes Benzin hat um in modernen Motoren für Sauberkeit zu sorgen (sprich ihre Werbung mit der Reinigungsformel stimmt.... wurde analysiert die Soße) und nur bei Total gibts derzeit Superplus ohne jeglichen E-Zusatzanteil ...

    Ohne einen Benzinfred draus zu machen: Wie verlässlich ist seine Aussage? Bestehen nicht auch VPower (Shell) und Ultimate (ARAL) aus verflüssigten Gasbestandteilen ohne E-Zusätze? Bei Shell war das mal so, da hatte ich vor paar Jahren mal ein offizielles Statement der Presseabteilung gelesen. Wo bekommt man eigentlich offiziell Aussagen zu den Bestandteilen?

  • Das auf meinem Bild war ein Motor der das letzte mal zu Ostzeiten lief mit dem Öl das es damals gab.


    Beim Ultimate von Aral steht an der Säule dran...bis 5% von dem E-Zeug enthalten.......

  • . Und die Menge an Ölkohle war wirklich widerlich. Das hat mir gezeigt, dass ich mit 1:33 mehr Schaden als Gutes angerichtet habe.

    Alles was Du im Kurbelgehäuse findest hat nichts mit der Ölmenge im Benzin zu tun. Ölkohle bildet sich erst nach der Verbrennung, also Kolbenboden, Auslass und Krümmer.

    Im Kurbelgehäuse sind das Bestandteile vom Sprit die bei der Innenkühlung frei werden. Darum ist der Anteil an Ablagerungen mit DDR Sprit gefahrener Motoren am größten.

    Wenn 1.33 so schädlich wäre, dann hätten die früher wohl kaum damit fahren können. Richtige Ölkohle ist auch eine Frage der Vergasereinstellung.

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  • Meine genannten Motoren hatten ebenfalls noch eine "DDR-Laufbahn" hinter sich, auch andere geöffnete oder überholte, bei denen sich die besagten "Bodenschätze" im Mittellager fanden.

    Bei Motoren mit einer reinen Westkarriere habe ich das so bislang noch nicht vorgefunden, was FG´s Aussage also stützt.