Umbau Batterie 6V

  • Moin

    hat schon mal jemand eine alte 6V batterie genommen und eine Gel Batterie eingebaut. Er geht darum die alte org. Optik zu behalten. Aber Blei akkus sind in der regel nach 2 Jahren hinüber.


    > Alte Schale neuer Kern


    Mfg Motte

  • Müsstest du mal nen Stromfachmann wegen dem Laderegler fragen. Bei Simson u MZ funzen die Gelakkus nur mit VAPE Zündung. Bei den originalen Ladeanlagen wird nicht wirklich abgeriegelt und der Akku wird langsam aber sicher "rund" und geben den Geist auf wegen der Überladung. Aber das nur am Rande. Gibt aber sicher Leergehäuse in Originaloptik.

    Meister kann man werden - Lehrling bleibt man sein Leben lang.

  • Hallo Motte,


    2 Jahre sind nicht nur recht kurz, sondern verdammt kurz. Also 5 Jahre sollten bei einer ordentlichen Batterie, etwas Pflege und einem gut funktionierendem Regler eigentlich mindestens drin sein.


    Ich selbst habe nach zwischenzeitlich 25 Jahren Abstinenz leider erst wieder seit einem Jahr 6V-Erfahrung. Kann also noch nichts genaues über die Haltbarkeit meiner aktuellen 6V-Batterie aussagen. Sie macht aber bisher einen recht guten Eindruck.


    Ich möchte im Moment noch nicht so richtig daran glauben, dass die Freude an meiner Batterie bereits in einem Jahr (ein Jahr benutze ich sie ja schon, also macht das zusammen 2) vorbei sein sollte.


    Hilfreich für eine Diskussion wäre, wenn du ein paar mehr Details preisgeben würdest: Nutzungsprofil, Pflegemaßnahmen, Regler-Einstellung. Vielleicht sterben deine Batterien ja einfach nur auf Grund falscher Behandlung so früh?


    Ich möchte dir mit oben gesagtem keineswegs auf den Schlips treten. Mir ist sehr wohl bekannt, dass du u.a. einen sehr frühen P50K aufgebaut hast. Dafür mein allerhöchster Respekt. Aber vielleicht stimmt ja tatsächlich was anderes nicht, davor ist auch der erfahrene Bastler oder gar Profi nicht immer gefeit.


    viele Grüße

    Steffen

  • Motte hat eher ein Nutzungsmangel-Problem.


    Ich habe die letzte Batterie nach 5 Jahren wg. Rissen in der Hülle entsorgen müssen, die andere fährt noch munter seit 5-6 Jahren in verschiedenen Autos umher. Damals gekauft bei Sausewind.


    Die aktuelle ist vor 3 Wochen vom Oldtimer-Batterie-Service Berlin aus dem Kofferraum in den 311er umgezogen.


    Im Winter schlafen die unter der Treppe, vorm Losfahren gibts nur ggf. ad und ne Nachladung.

  • Nicht wirklich - hier gilt Versuch & Irrtum.....

  • Achtung beim Ladefix. Diese ungeregelten Ladegeräte haben ziemlich hohe Ladeschluss-Spannungen, welche den Akku ordentlich sprudeln lassen.


    Ich bin zwar der Ansicht, dass ein ordentliches Gasen ab und zu gut ist. Wenn man das aber zu oft und lange gasen lässt, baut sich die Bleistruktur ab.


    Meine Autobatterien hänge ich auch an den Ladefix, die "schmutzige" (weil wellige) Gleichspannung ist optimal. Man muss den Ladeprozess aber überwachen und bei kleinen Akkus ggf eine Sofitte dazwischen hängen.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Die Zellen für die Oldtimerbatterien stammen meist aus Polnischer oder Ungarischer Produktion, mit hohen Schwankungen in der Fertigungsqualität, die Teuren Chinazellen dagegen sind sehr gut, nutzt aber auf Grund des 3-fachen Preises kaum einen. Wir haben hier vor Ort einen Händler, dessen Vater hat schon zu Ostzeiten Batterien Repariert bzw überholt, der hatte bis vor 2 Jahren noch Altlagerbestände, aber mit den neuen hat er auch nur Probleme.


    Mittlerweile verkauft er selber nur noch Batterien von Banner oder Panter und die wohl ohne Beanstandungen.

  • Meine Banner ist 6 Jahre und hat merklich an Kapazität verloren, so zum fahren noch ok, entlädt sich aber recht fix. Nach 4 Wochen ist nix mehr mit starten. Die Varta ist 5 Jahre und tip top. Die steht ein viertel Jahr und das Auto kommt. Ich kauf mir trotzdem noch ne Dritte, das umgehänge der Akkus ist auch für die Autos nicht so schön.

  • Die durchschnittliche Lebenserwartung, je nach Nutzung beträgt 4-6 Jahre bei einer guten Batterie, mitunter sind aber auch bis 8 Jahre drin.

  • Guten Abend,

    ich war angenehm überrascht, als ich (zufällig) das Kaufdatum meines VW-Transportes verglich, mit dem alter der Batterie. 10 Jahre und keine Beschwerden! Und das bei einem Einsatz, in einem „Diesel“, der im Kundendienst jeden Tag laufen muss.

    Gelernt habe ich einmal, das eine Batterie nach 3 Jahren ihren Geist aufgeben sollte.....


    Bei mir wird ein gutes, modernes, elektronisches Ladegerät eingesetzt.

    In jedem (heutige) Fahrzeug wird die Batterie mit solchen Parametern behandelt. Topp! Die Batterie, an unserem Mini-Bagger habe ich sogar aus ihrem „Tiefentladenen“ (weit unter den 10,8 Volt) damit „gerett“.

  • Hallo Kombi-Helmut ,


    In einem Fahrzeug mit leistungsstarker Drehstrom-Lichtmaschine und korrekt funktionierendem elektronischen Regler in Verbindung mit einer Batterie in ordentlicher Qualität (gerne auch wartungsfrei), ist eine Lebensdauer von 10 Jahren und mehr nichts außergewöhnliches. Die Pflegemaßnahmen beschränken sich dabei darauf, immer für einen guten Ladezustand zu sorgen, und möglichst keine elektrischen Verbraucher zu betreiben, so lange der Motor nicht läuft. Also mal stark vereinfacht ausgedrückt.


    Die hier im Thema diskutierte Problematik ist jedoch etwas anders gelagert.


    1.: Bei den Batterien geht es um ein Nischen-Produkt: 6V-Oldtimer-Batterien

    2.: Die Fahrzeuge in denen sie eingesetzt werden haben in der Regel eine leistungsschwache Gleichstromlichtmaschine mit einem deutlich weniger präzisen elektromechanischen Regler.


    Der zweite Punkt ist schnell erläutert: Selbst bei laufendem Motor hat es die Batterie wesentlich schwerer. So lange der Trabi im Leerlauf tuckert, wird die Batterie überhaupt nicht geladen. Alle elektrischen Verbraucher müssen derweil von der Batterie gespeist werden. Damit ist ein mehr oder weniger zyklischer Betrieb gegeben, wofür Starterbatterien in der Regel ungeeignet sind. Wenn die Lichtmaschine oberhalb des Leerlaufs dann ins Arbeiten kommt, kann der elektromechanischer Regler die Ladespannung auch viel weniger präzise regeln, als ein elektronischer, wodurch der Ladevorgang im Fahrbetrieb auch weniger optimal ist.


    Zum ersten Punkt kamen ja oben schon einige Beiträge, die auf die Herkunft der Zellenpakete für die 6V-Batterien Bezug nehmen. Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt (also weniger die Herkunft als die Qualität derselben). Ich denke mal, um das irgendwie beurteilen zu können, benötigt man schon Insider-Wissen. Da fließen ja nicht nur technische sondern auch betriebswirtschaftliche Aspekte ein... leider. Dazu kann ich leider auch nicht viel sagen außer eine eigene Erfahrung in die Runde zu werfen:


    Ich habe vor recht genau einem Jahr eine 6V/84Ah-Batterie bei Trabantwelt gekauft. Zu einem relativ günstigen Preis (relativ günstig heißt: hat nur wenig mehr gekostet, als ein paar Jahre vorher meine 12V/65Ah Toyota-Batterie). Das Label "Startcraft" erinnert irgendwie an Conrad-Electronik ;-) Die Verwunderung begann bereits nach der Erstbefüllung der Batterie mit Akkusäure. Sie war nahezu entladen, musste also erstmal komplett aufgeladen werden, entgegen der Information im Beipackzettel und der Anleitung zur Inbetriebnahme: "trocken vorgeladen".


    Wobei angemerkt sei: "trocken vorgeladen" ist einfach nur ein schwachsinniger Marketing-Ausdruck. Die "trockene Vorladung" sollte sich eigentlich aus dem Herstellungsprozess ergeben: Die Bleigitter der einen Elektrode werden mit einer Bleipaste belegt, die der anderen mit einer Paste aus Bleioxid. Füllt man dann Säure auf, ist die Batterie automatisch "voll aufgeladen".


    In diesem Fall war es offensichtlich anders. Eine wirklich plausible Erklärung, welche anderen Herstellungsverfahren von Zellen es gibt habe ich leider auch nicht. Doof ist nur, dass ich keine Ahnung habe, ob die aufgefüllt Säure für diese Batterie überhaupt die richtige Konzentration hatte, oder ob es besser gewesen wäre, sie vorher etwas zu verdünnen. Habe mir allerdings auch noch nicht die Mühe gemacht, mal die Dichte im aufgeladenen Zustand zu messen.


    Meine bisherige Erfahrung mt dieser Batterie: Sie tat im letzten Jahr einwandfrei ihren Dienst (wäre ja auch schlimm, wenn sie im ersten Jahr schon aufgegeben hätte) und scheint auch eine eher geringe Selbstentladung zu haben (nach 3 Monaten Standzeit war sie nach wenigen Minuten Nachladen mit weniger als 1A Ladestrom wieder voll). Auffällig ist eine gewisse Spannungsdifferenz zwischen den Zellen. Im Leerlauf eher marginal (könnten auch Messfehler sein), während des Ladevorgangs ca. 0,1V (also über alle 3 Zellen knapp 0,2V). Das beunruhigt mich dann doch ein wenig... einzelne Zellen nachladen habe ich bisher noch nicht versucht, so lange es nicht schlimmer wird...


    Viele Grüße

    Steffen

  • Vielen Dank, für die ausführliche Antwort. Aber „zufällig“ habe ich meine 12V Batterie 10 Jahre lang verwendet. Ich bin damit sehr zufrieden.

    Neulich viel mir ein Schreiben in die Hände, in dem ich, vor fast 40zig Jahren um „Amtshilfe“ bat. Ich hatte damals eine 6 V Batterie in meinem Betriebskombi verbaut ....

    (Die Batterie war übrigens schon zig mal „entschlammt“.)

  • Ich habe das gleiche Problem, 84 Ah baugleich mit der vom Oldtimer-Batterie-Service (Panther). Nach 2 Jahren max. 3 ist sie hin. Ladespannung überwache ich im Auto temporär. Im Winter steht sie im frostfreien Waschraum neben dem Warmwasserspeicher und wird gelegentlich geladen. Soll es wirklich an der mangelnden Nutzung liegen???

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren!

    Einmal editiert, zuletzt von JL ()

  • Ich bin schon sehr für Originalität aber 6V Batterie habe ich mir verkniffen. Diese Sorgen wollte ich nicht haben. Die Originale Optik habe ich aber trotzdem ganz gut hinbekommen.

    Meine Batterie ist schon mindestens 10 Jahre alt und immer noch top.

  • Ja, und?

    Ich maße mir auch nicht an zu behaupten 100%Orginal zu haben. Auch wenn ich es könnte.

    In erster Linie muss er zuverlässig sein und offensichtliche Sachen müssen stimmen