Patina vs. Hochglanz NEU

  • wenn denn ein Nachbau auch in sehr guter Qualität auf dem Markt präsentiert wird

    Wobei die oft in den wenigsten Fällen so ist, Ich würde gern Nachbauteile in guter Qualität verbauen um Originalressourcen zu schonen, nur mitunter ist die Qualität auf den zweiten Blick so schlecht, das Ich lieber ein brauchbares Altteil verbaue oder Verbaut lasse, bzw mich darum kümmere adäquaten Ersatz zu bekommen.

  • Ich bin der Meinung, daß man einen guten und ansehnlichen Originalzustand unbedingt erhalten (konservieren) sollte. Und das gilt besonders bei älteren Baujahren, aber in Zukunft natürlich auch für jüngere Exemplare. Und solche original-gut-erhaltenen Autos sollten auch nicht einfach so im Alltag verheizt werden, sondern nur zu gegebenem Anlaß, wozu ich auch eine Sonntagsfahrt zähle. Für den alltäglichen Einsatz würde ich lieber etwas hernehmen bzw. herrichten, was nicht mehr so original erhalten ist, bzw. ein Fahrzeug, welches nicht als "Rarität" zu bezeichnen ist.

    Und ganz seltene Exemplare, besonders sehr frühe Fahrzeuge bzw. Vorserie sollten, egal aus welchem Zustand heraus, möglichst originalgetreu wiederhergestellt und auch danach nicht mehr "verheizt" werden.

    Dabei gilt, möglichst viele Teile vom instandzusetzenden Fahrzeug nicht gegen besser erhaltene Teile aus diversen Spenderfahrzeugen zu tauschen, sondern möglichst viele Teile so aufzuarbeiten, daß sie ihren Platz dort wieder erhalten, an dem sie das Werk (zusammengesetzt als Fahrzeug) damals verlassen haben.

    Gruß

    Horsti

  • Ich sehe mich immer noch mit krampfartig verzerrtem Gesicht am Armaturenbrett eines P 50 Kombis von 1960 festklammernd um Halt suchen, weil die gerade frisch eingebaute Scheibenbremse zu einer doch unerwarteten Verzögerung geführt hat.


    Geschmacksache eben....

  • Nein da war kein BKV im Spiel und es ging aus Höchstgeschwindigkeit in eine Autobahnausfahrt :) Und wenn man da (also in einem P50) Simplex auf Spalttabletten gewöhnt ist und dann Scheibe auf Radial erleben darf.......aber das weißt du selber ;)

  • So einen aufgerüsteten P50 kenne ich auch, und habe immer so meine Bedenken bezüglich des offenen Geweihes. Zumal der auch noch einen stärkeren Motor drin hat.

  • Tendenziell sind meine Beharrungskräfte größer als die des normalen Beifahrers....


    Und wenn ich mit Bremsbeschleunigung Anlauf nehme, geht gerne auch mal was kaputt.....


    Oder funktioniert nicht richtig....

  • Und der Wagen um den es hier gerade geht, hatte ich gekauft und auch "nur" fahrbereit gemacht. Da kam nur Bremse und Felgen zum vorhandenen Zustand dazu und ein paar kleine Ausbesserungen am Lack. Der Rest wurde erhalten so wie er war. Und dann straff Alltag so vier, fünf Jahre lang.

    Ging dann an jemand hier im Forum, der unbedingt so ein Fahrzeug haben wollte zum Original machen. Was draus geworden ist weiß ich nicht. Aber vermutlich .....nix. Disese Modelle sind ja recht überschaubar.


    Hach ja...........

  • Schönes Teil! Sicher eine der ersten Karosserien vom Kombi...

    Also alltagstauglich gemacht, wie beschrieben. Ist sicher auch toll.

    Den Alltagsbetrieb mit Originalmaschine kann ich mir nicht mehr vorstellen, bei dem heutigen Verkehrschaos.

    Gruß

    Horsti

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  • Was habt Ihr eigentlich für Galvanikbetriebe, wenn die Teile nach einem Winter schon wieder derartig blühen?
    Und gibt's keinen Klarlack? Ist doch das einfachste, die galvanisch verzinkten Teile nochmal mit einer Lage Klarlack zu überziehen, wenn man will. Als 2K aus der Spraydose macht das den kleinsten Aufwand und hält spätestens dann nahezu ewig.


    Das hat gar nichts mit schlechten Galvanikbetrieben/ zu dünnen Schichten zu tun sondern wie schon geschrieben mit den tatsächlichen gegebenen Umwelteinflüssen. Fährst du im Winter jeden Tag durch Salznebel, ist die Schicht tot. Punkt. Es gibt nicht umsonst sogenannte NSST's (Neutralsalzsprühtests), bei denen Teile in Salzsprühkammern bis auf Weiß- bzw. Rotrostbildung getestet werden. Zeig mir eine reine galvanische Zinkschicht, die mehr als 720 Stunden im NSST durchhält.

    Und klar, das Chrom(VI)- Verbot dieses Jahr macht es nicht besser.

    Klarlack aus der Spraydose ist auch Quatsch. Hier gibt es bessere, geeignete und für diese Zwecke entwickelte Methoden. Sogenannte Sealer, organisch und anorganisch, die im Tauchschleuderverfahren aufgebracht und eingebrannt werden. Fragt mal eure Galvaniker, ob die sowas anbieten.

    2K ist, auch wenn oft so hingestellt, nicht unbedingt das Nonplusultra. Dort wird lediglich die Vernetzung bei Raumtemperatur ermöglicht. Wie diese jedoch erreicht wird, ist eher Nebensache.


    Grüße

    Marius

  • Sanders ist recht beständig.....

  • "Mein" Galvaniker hatte mir auch schon angeboten, die Teile zusätzlich mit einer Schutzschicht zu überziehen. Die Frage meinerseits war: "Was macht denn die Trommel hier?"

  • Hatte schon an sowas gedacht:

    http://www.branth-chemie.de/2Kompo.htm


    Branth's 2K-(M)-Schutzlack

    glänzender glasklarer Lack, haftfest auf polierten Metallen, Holz u.a., nur als Klarlack lieferbar, schnellste Durchtrocknung, zum Streichen, Rollen, Spritzen, auf Wunsch universell überlackierbar


    Gute Idee oder Müll?


    Edit: Ich würde es sonst mal austesten im Frühjahr...

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