Patina vs. Hochglanz NEU

  • Also mir gefällt ein frisch lackiertes Auto besser wie eins wo der Lack schon 26 Jahre und älter ist.

    Die Leute die ich kenne die "originalen" Lack fahren, bei dehnen sind andere Teile min. genau so alt. Die trauen sich dann aber auch nicht weiter weg wie 50km vom Wohnort zu fahren. Sind aber stolz drauf das alles Original ist.


    Dann lieber alles neu.

    Dann kennst du noch nicht die richtigen ;-)

  • Also das ist eher ne Beleidigung für mich. Originallack und S Bahnbereich. Völliger Quark. Sorry....aber da bin ich mit O Lack auch schon 1200km an einem Wochenende gefahren. Wüsste auch nicht, was die Farbe mit dem technischen Zustand zutun haben soll....

    Ich könnte mich jederzeit reinsetzen und 800km an die Memel machen, ohne Werkzeug und E Teile. Tanken wäre gut.

    Vielleicht sind es ja auch oft die mit den gerade durchrestaurierten, die Bange haben...

  • Damals, als ich meinen Trabant, ich weiß jetzt nicht mehr wie ich das nennen darf, gedingsbumst habe, wollte ich einen quasi Neuwagen haben an dem ich lange Freude habe. Hat bislang ganz gut funktioniert.

    An ein Museumsexponat dachte ich zu keiner Zeit.

    Eher an ein im Alltag nutzbares und trotzdem noch vorzeigbares Auto.

    Warum bekommt die werksneue E-Karosse jetzt die fast gleiche Kur? Weil damals im Werk beim Karosseriebau nur gepfuscht wurde. Die Autos fuhren doch rostfrei keine 2 Jahre herum, dann begann das Debakel mit der braunen Pest. Und das will ich nicht.

    Diese Diskussion hier ist müßig wenn ich einen Trabant über einen längeren Zeitraum im Alltag bewegen will. Dann komme ich mit dem Werkszustand nicht weit.

    Genau so meinte ich das. Konnte es nur nicht so schön in Worte fassen wie du.

    Für einen zukünftiges Alltagsauto ist der typische Patina Zustand der meisten! Fahrzeuge schwierig. Und ich möchte den sehen, der den Aufwand betreibt und das Dach runter rupft und die ganzen anderen Späße um es dann wieder mit altem Lack anzubauen.

  • Und ich möchte den sehen, der den Aufwand betreibt und das Dach runter rupft und die ganzen anderen Späße um es dann wieder mit altem Lack anzubauen.

    tja, was soll ich sagen: Hier ist er!


    Ok, das Dach ist draufgeblieben, weil es mittelfristig keinen Anlass dazu gibt, es "runter zu rupfen". Gemeint ist mein "neuer" 77er, mit einer Grundsubstanz in einem sagenhaften Zustand. Rein äüßerlich leider derart ramponiert und verwittert, dass ich anfangs nicht glauben wollte, dass davon noch etwas zu erhalten ist,


    Dennoch habe ich mich darauf eingelassen, und bin gerade dabei, einen deutlich 4-stelligen Euro-Betrag in eine professionelle Lackaufbereitung und -ausbesserung zu investieren. Ist inzwischen fast abgeschlossen und ich bin bisher sehr zufrieden. Natürlich warten danach noch viele weitere Aufgaben auf mich, um den Wagen wirklich ordentlich herzurichten.


    AAAber: Im August bin ich tatsächlich mehr als 50km damit gefahren. München-Zürich und zurück, mit mehreren, teilweise großen Umwegen, ohne ernsthafte Probleme. Ergo: es geht (warum auch nicht, früher ging es auch) und nicht jeder Original-Fan hat Angst vor größeren Fahrten, so lange die Technik intakt ist.


    Viele Grüße

    Steffen

  • Zumal ja, wie hier schon angemerkt, häufig unterstellt wird, Originallack = originale, ungepflegte (am Stock gehende) Technik.....


    Ich maße mir an, schon das eine oder andere Auto mal etwas intensiver besichtigt zu haben.

    Ich würde mich in diesem Zusammenhang von Unterstellungen und Pauschalisierungen fernhalten....da war alles dabei.....

  • Für einen zukünftiges Alltagsauto ist der typische Patina Zustand der meisten! Fahrzeuge schwierig. Und ich möchte den sehen, der den Aufwand betreibt und das Dach runter rupft und die ganzen anderen Späße um es dann wieder mit altem Lack anzubauen.

    Hier ich auch.....mache ich gerade am 88er K.

    Wird auch für den Alltag. Und auch nur deswegen sind die Kotflügel sowie Dach runter und dort wird entsprechend gehandelt, um nicht in 10 Jahren die Viertelschalen oder andere Außenkanten tauschen zu müssen.

    Würde ich den nutzen wollen um im Sommer am Sonntag mal zur Eisdiele zu fahren, dann würde ich diesen Aufwand auch nicht betreiben.

    Und da wären wir wieder bei der Basis und dem gestecketen Ziel, wie weit man gehen will/muss.


    Was soll ich hier lackieren?



    Und der steht gerade so da:


    Und die paar Kratzer im Lack....mal sehen, gemacht wird was, aber da hat der Trabi ja den unschlagbaren Vorteil, das eine Lackbeschädigung auf den Duroplastteilen nicht rosten kann und auch wenn man da garnichts macht ist es (fast) egal.

    Und dennoch gibt es, obwohl nur der Wagen nur 4 Jahre unterwegs war, ein paar Stellen, da kommt man um das Ausbessern nicht herum, egal was man hinterher damit macht.

    Da kann man den "Werkspfusch" sehen, wo einfach der Lack nicht bzw. nicht ausreichend hin kam. Das kann man nicht mehr wegpolieren.


    Und für den Alltag darf es dann schon neu Galvanik und Pulver sein. Beim Sonntagsauto hätte sicher auch reinigen und partiziell ausbessern gereicht. Aber das ist hier nicht das Ziel.


    Im Fazit ist das für mich auch keine Restauration im Sinne der Begrifflichkeit, auch wenn das manch anderer so bezeichnen würde, sondern "nur" ein größere Ausbesserung/Überholung.


    Und anders als vor 25 Jahren bin ich heute in der glücklichen Lage, dass die Kosten für mich keine Rolle spielen bei dem Hobby, egal ob ich damit nur am Sonntag aufem Trailer zum Treffen fahre oder jeden Tag bei Wind und Wetter zur Arbeit. :)

    Ich denke aber, dass gerade auch der Kostenfaktor für viele eine primäre Rolle spielt und sich damit entscheidet wie weit man geht und was man alles macht.

    Der arme Student oder Azubi, der sich einen Trabant zurecht machen möchte (egal wofür), wird sicher anders operieren, als der Mittvierziger oder Rentner der mit beiden Beinen fest im Leben steht.

    Und ja... natürlich gibt es Ausnahmen in alle Richtungen, egal ob man 20, 40 oder 60 Jahre alt ist und egal ob man arm oder reich ist.

  • Ich denke aber, dass gerade auch der Kostenfaktor für viele eine primäre Rolle spielt und sich damit entscheidet wie weit man geht und was man alles macht.

    Ich bin der Meinung, wenn man dieses Hobby hat, darf man nicht an die Kosten denken, meine Frau sagte auch schon, das in meinen Hobby schon ein grosses Eigenheim an Geld reingeflossen ist, ist mir egal, weil ich es mir leisten kann und will.

  • Jain..........


    Um jeden Preis - nein.

    Dafür ist es zu viel... zu viel Zeug was ich (versuche zu) erhalte(n)....


    Rost auf Chrom ist und bleibt leider: Genau, Rost.....


    Dreck, bestehend aus Öl, Straßenschmutz und mangelnder Pflege bleibt - genau, Dreck....


    Blanke, von jeglichem Dreck (und Lack) entblößte Oberflächlichen genau das Problem. Schützenswert. Aber so nicht erhaltbar.


    Ein siffiges, weil undichtes Getriebe, welches in einem benutzten, verdreckten, von verschiedensten Chemikalien malträtierten Motorraum den Platz mit einem klapprigen und undichten Motor teilt, ist nicht 3+ mit Patina. Es ist dreckig, verschlissen und rostig - Fluidfilm oben drauf hin oder her...


    Es gibt sowas auch in erhaltenswert. Aber das ist selten. Und trotzdem häufig verschlissen. Und manchmal.....tja, da wird eben unter dem Deckmäntelchen der Ahnungslosigkeit, der Faulheit und des Geldmangels über Patina schwadroniert.....


    Nur zu, ohne Asche keinen Phoenix.....


    Denn häufig sind Besitzer solcher Fahrzeuge auch mit Wartung, Pflege und Erhaltung überfordert, das wird dann eben doch irgendwann die Grundlage einer Wiederbelebung......

  • Fridl .

    Wie sahen die Kotflügelkanten bei deinem aus? Bei uns in der TG stand mal ein 78ger, war aber auf einmal weg.


    TV P50


    Zitat

    Und für den Alltag darf es dann schon neu Galvanik und Pulver sein. Beim Sonntagsauto hätte sicher auch reinigen und partiziell ausbessern gereicht. Aber das ist hier nicht das Ziel.




    Warum das? Ich würde es genau anders herum machen.

  • Warum das?

    Weil es im Alltag halten soll. Und zwar so, daß man nicht jedes Wochenende irgendwas dran machen muß.

    Wenn ich mir meinen 89er so ansehe - der ist einfach einsatzbereit und macht, was er soll. Der fährt im Tagesgeschäft ohne Werkzeugkasten, weil ich mir einfach keine Gedanken machen muß, was da wohl als nächstes wieder fällig ist. So macht's Spaß.

    P.S.: Der hat Originallack...bis auf kleinere Ausbesserungen, die voriges Jahr erledigt wurden - dank des Meeraner Originalpfusches, der die sporadischen Zwickauer Fehlgriffe weeeiiit in den Schatten stellt.

  • Ich fahre meinen auch im Alltag. Sommer wie Winter jeden Tag. Und die galvanisch verzinkten Teile werden bei dem Salz nicht lange halten. Ich hatte auch schon gepulverte Federn, die konnte ich nach 2 Winter weg schmeißen.

    Deswegen habe ich gefragt.Und warum bekommt das Sonntagsauto nicht so schöne Teile, wo sie bestimmt länger schön aussehen würden?

    Ist für mich nicht ganz logisch.