Reparaturberatung nach Neukauf

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  • Hallo zusammen,


    Vorgeschichte

    Mein Erstes Auto war ein 89er Trabant 601, mit dem ich täglich zur Ausbildung (1 Strecke = 30)km gefahren bin. Bei diesem Fahrzeug musste ich spätestens alle 2 Wochen kaputte Teile tauschen: Hauptbemszylinder, Anlasser, Lichtmaschine, Motor hatte gefressen, Kupplung, Vorschalldämpfer durchgerostet, Federn und vieles mehr. Ich kam also mit dem reparieren kaum hinterher. Nach 2 Jahren war der TÜV abgelaufen. Die schlechte Substanz des Unterboden macht eine neue TÜV Plakette unmöglich.



    Neuer Trabi, neues Glück

    ich hatte vor kurzem die Möglichkeit recht günstig einen Trabi zu schießen. Baujahr 89, 45.000km gelaufen, stand trocken in einer Garage. Dementsprechend ist die Fahrzeug Substanz der Karosserie umso besser. Jetzt stelle ich mir die Frage wie ich mit dem neuen Fahrzeug umgehen soll. Da es jetzt nicht mehr mein Alltags sondern Freizeit / Spaßauto ist, habe ich keinen Zeitdruck mehr und muss auch auf Wirtschaftlichkeit kaum achten.


    Mein Ziel

    1. Mein oberstes Ziel wäre es, dass der Trabi 100% einsatzfähig wird und so geschätzt die nächsten 30.000-50.000km ohne größere Reperaturen oder Liegenbleiben entspannt durch gefahren werden kann.


    2. Desweiteren denke ich über einen leichten Sportumbau nach. Also etwas tiefer und vielleicht so ein 36PS Motor ? Dadurch auch andere Bremsen ?



    Meine ersten Überlegungen

    Ich habe mich die letzten Tage durch so einige Foren durchgewühlt und das was ich daraus verstanden habe, für mich zusammengefasst. Es sind trotzdem noch Fragen über Fragen. Habe ich wichtige zu reparierende Teile vergessen ? Sind manchen Reparaturen bei der Laufleistung unnötig ? Die Preise sind erst mal recht hoch angesetzt. Umso besser wenn es nachher weniger wird.


    Über eure Anregungen und Ideen würde ich mich sehr freuen.



    Gruß Tempokamille


  • Es gibt nur einen sinnvollen Weg. Zerlegen, begutachten, reparieren, regenerieren, möglicherweise (muß nicht) lackieren, zusammenbauen.......Freude am Oldtimer haben.

    Und gerade wenn kein Zeitdruck dahintersteckt, gibt es keinen anderen Weg, da du sonst endest wie bei Wagen eins.

    Und ob du dabei einen Motor mit mehr Leistung verwendest, das mußt du ganz allein wissen und entscheiden. Da für mehr als Serie eine bessere Bremse hermuß, dass sollte sich von allein verstehen.


    Also, je nach dem wie weit du gehen willst, besorg oder bau dir ein Rollengestell. Hilfsrahmen samt allem vorn runter und raus aus dem Motorraum, Hinterachse, Auspuff usw alles runter. Innenraum leer machen, Verkleidungen runter und je nach dem wie weit du gehen willst Kabelbaum raus oder drinn lassen. Dann je nachdem wie gut du das einschätzen kannst Pappen runter oder drauf lassen.

    Das geht wenn du fix bist an einem Tag. Dann kannst sehen und einschätzen was alles gemacht werden muß.


    Viel Spaß und viel Erfolg. Und weils immer wieder gefragt wird, sind hier Bilder vom Ganzen gern gesehen.

  • Nun, spontan würde mir einfallen:

    • Vorderachse --> Buchsen, Laufbolzen, Federgabeln! Nicht unwahrscheinlich, daß das alles platt ist
    • Hinterachskörper --> evtl. generell zu überarbeiten
    • Stoßdämpfer, Reifen, Batterie?
    • was hast du mit dem einen Simmerring am Getriebe vor? Eher komplett zerlegen und neu abdichten.
    • Auspuffanlage?
    • "Kleinkram" wie Luftfilter, Benzinleitung, Dichtungen Benzinhahn, Scheibenwischer, Manschetten Antriebe

    Wie lange stand der überhaupt?

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Richtig. Der einzig sinnvolle Weg ist Zerlegen und Begutachten.


    Deine Liste hat leider nicht so viel Relevanz, ohne dein Auto zu kennen. Pauschal alles neu ist auch Quatsch.

    Und so lange du dich nicht entschieden hast, was mit dem Motor passieren soll und ob du bei der Serienbremse bleiben kannst/willst, ist die Auflistung auch mühseelig.


    Und am Ende gibt dir alles Teiletauschen auch keine Garantie, dass diese nicht auch wieder Defekte haben oder nicht etwas anderes ausfällt.


    Du wirst vermutlich trotzdem deutlich mehr benötigen, zusätzlich zu dem, was Gunnar schrieb kommen -eventuell- z.b. noch dazu:

    Reifen

    Bremsschläuche, -leitungen,

    wenn du das Getriebe offen hast, der Freilauf,

    poröse Gummis,

    etc

    Aufbereitung von Tank, Achslenkern vorne/hinten, und so weiter...


    Je nach deinen Fähigkeiten, deiner Begeisterung und deinen Möglichkeiten kannst du auch manche Sachen selbst aufbereiten. Z.b. Vergaser, Lima...

  • Zunächst vielen Dank für die zügigen und sehr detaillierten Antworten .

    Die Idee mit den Fotos ist defintiv eine gute Idee. So kann man sich vielleicht einen besseren Überblick verschaffen. Der Wagen wurde zuletzt im Jahr 2015 bewegt. Also 2 Jahre Standzeit. Was ist von diesen aufgelisteten Verschleiß normativen zu halten: http://trabitechnik.com/?page=45 Danach zu Urteilen müsste ja quasi das gesamte Fahrzeug durch getauscht werden.




    TÜV Bericht

    Also eine Sache die ich vergessen habe zu sagen, der Wagen hat letzte Woche TÜV bekommen. Dementsprechend sind die Reifen neu und Bremmsschläuche gut. Die Batterie ist auch noch super. Die Bremsen haben für den Prüfstand wohl so gerade noch gereicht. Radlager vorne Rechts hat Spiel aufgewiesen und Getriebe verölt.


    Karosseriezustand

    Den Unterboden habe ich mit einem Hammer abgeklopft, keine offensichtlichen Durchrostungen. Der Zustand des Unterbodenschutz dürfte man auf den Fotos ganz gut sehen. Er ist leicht rissig und porös. Da stellt sich die Frage: Komplett abkratzen oder Sandstrahlen und daraufhin dann grundieren, lackieren und Unterbodenschutz auftragen? Wäre natürlich mit Abstand der größte Aufwand. Gegen Mike Sanders in alle Öffnungen spricht nichts ? Gibt es vielleicht eine bebilderte Auflistung der notwendigen Stellen ? Pappen möchte ich höchst ungerne entfernen....


    Fahrwerk

    Die Idee mit dem kompletten Ausbau des Vorderwagen und der Hinterachse hört sich sehr sinnvoll an. Vermutlich alles Sandstrahlen lassen. Neu lackieren und daraufhin alle Buchsen und Lager austauschen. Die Federbeine und die Vorderfeder sehen gut aus und fahren sich auch dementsprechend. "Könnte" man ggf. wiederverwenden.



    Motor+ Getriebe

    Nach der ersten Probefahrt gestern hat sich rausgestellt, dass die Kupplung fertig ist. Trotz ausreichend Pedalspiel rutscht die Kupplung beim 15km/h +3. Gang. Getriebe ist auch etwas hakelig. Fazit: Kupplung + Getriebe und Motor überholen


    Elektronik

    Nach Durchsicht der entsprechenden Seiten im WHIMS, traue ich mir eine Regenerierung von Lima und Anlasser zu.


    Leistungssteigerung +Folgen

    Ich habe in den letzten Tagen ohne Ende gesucht aber habe relativ wenige Informationen gefunden.


    Bremse

    Welche Bremsanlage muss verbaut werden ? Die einzige leistungsstärkere Bremsanlage die ich gefunden habe ist ein hardcore Umbau auf Scheibenbremse. So ganz grundsätzlich würde der Wagen mit 36 PS vielleicht 20km\h schneller laufen ? Dafür muss direkt die Ganze Bremsanlage umgebaut werden ?


    Getriebe

    Insofern ich das richtig verstanden habe, würde eine Regenerierung ausreichen. Sinnvoll wäre jedoch ein langer 4. Gang


    Kupplung

    Es muss eine Verstärkte Kupplung eingebaut werden


    Auspuffanlage

    Eine leicht abgeänderte Auspuffanlage bietet sich an ist aber nicht zwingend. Resonanz Schalldämpfer + größeres Mittelrohr


    Tieferlegung 50mm

    Tieferlegungsfedern vor und hinten bei Verwendung der noch guten Stoßdämpfer. Ggf. Sturzkorrekturen --> Hinweis: Eintragungspflichtig


    Motor

    Bei Trabantwelt habe ich einen 36PS Motor mit Mikuni Vergaser und "Rennzündung", also Einbaufertig für 1800€ gesehen. Eine Anfrage nach Trabant-Motorentechnik.de habe ich geschickt. Gibt es sonst noch Vorschläge? Der Absolute Hammer wäre natürlich, wenn ich mal in einem "heißgemachten" Fahrzeug mit fahren dürfte. Wohne im Nördlichen Ruhrgebiet 456XX. Vielleicht ist hier jemand im Umkreis 150km mit einem derartigen Fahrzeug ? -->Hinweis: Eintragungspflichtig

  • Bei dem was du eh schon alles vorhast, legst du ja offensichtlich größtmöglichen Wert auf ein gut überholtes Fahrzeug, das bei normaler Wartung lange Freude macht.


    Entsprechend fände ich es nicht schlimm, auch die Pappen abzubauen, die Karosserie danach vom Unterboden her vom Unterbodenschutz zu befreien bzw. ggf. komplett zu klempnern - je nach dem, was sich dann alles findet. Das ganze dauert vielleicht ein viertel Jahr länger, aber du hast dann Ruhe und weißt auch, dass sich die Konservierung lohnen wird.


    Ich denke, unter dem Unterbodenschutz sind einige Stellen ordentlich verrostet, da ja schon teilweise ein paar Stellen sichtbar sind. Unter den Pappen lauert dann bestimmt auch genügend Rost, dass es sich lohnt ;-)

  • Moin Moritz!


    Mal von oben nach unten wie du es Schreibst:


    Unterboden sollte am besten komplett sauber, Naht-versiegelt und Lackiert werden.

    Unterbodenschutz habe ich mir abgewöhnt. Besser glatter lack, da kann man Roststellen schneller erkennen und auch besser ausbessern.

    Die glatten Flächen machen auch das reinigen einfacher. Vor dem Winter kommt beim Blauen immer ne Ladung Fluidfilm NAS drunter. Dazu später mehr.


    Vorderwagen ausbauen. Das ist mit das beste was du machen kannst. Die Karosse ohne Innenleben mit der Hinterachse wird dann zu einer Schubkarre.

    Da kannst du mal bei Prudi gucken bzw. ihn fragen. Das geht super.

    Ich könnte dir einen Vorderwagen leihen mit 2 Beinen. Auch dazu kannst du ihn Fragen, er hatte den auch.

    Stoßdämpfer Vorne würde ich auch erst mal lassen. Die sind schnell und ohne mühe getauscht.


    Kupplung Motor Getriebe: Wechsel mal das Öl vom Getriebe. Kann helfen. Wenn es undicht ist dann lohnt das aber nicht.


    Elektronik: Anlasser habe ich schon ein par gemacht. Wenn du den Rotor überdreht haben musst kannst du den mal rum bringen.


    Leistungssteigerung:


    Wenn der Motor in neuwertigem zustand ist, die Zündung und der Vergaser richtig eingestellt sind dann fährt das auch so gut das du mit Serie auskommst.

    Schiebe das lieber auf die lange Bank und kümmere dich erst um den Rest. Wenn die Kiste wieder läuft und alles gut ist kannst du dir ja nebenbei einen Triebswerksblock mit Getriebe bauen die zu einander passen. Dann hast du nur kurzen Ausfall an Fahrspaß.


    Bremse: Ansonsten ginge noch die Wartburg Bremse.

    Scheibenbremse bringt auch seine Probleme mit sich. HBZ muss modifiziert werden ect.

    Bei Wartburg bremse bin ich nicht im Thema.


    Getriebe: Langer 4. ? Je nach dem könnte auch ein langes Div. interessant sein. Wenn du da noch nichts von wusstest.


    Auspuffanlage: Hier gibt es irgendwo ein Thema was ein paar Prüfstand kurven von verschiedenen anlagen enthält. Fällt mir grade nur nicht ein wo es zu finden ist.






    Raten würde ich dir noch zu Neuen Zündspulen aus aktueller Produktion. Boch, Beru oder NGK mit neuen Steckern und Kabeln.


    Wenn du einen Sandstrahler brauchst kann ich dir da auch eine Adresse geben (Borken).


    Thema Mike Sanders: Das Zeug ist gut. Keine Frage. Fluidfilm ist genau so gut sagt man, hat aber den vorteil der Kalten Verarbeitung und der anhaltenden Kriechgsfähigkeit. ... Frag mal Daniel :D

    Und wenn du die Pappen dran lässt kümmere dich um den Übergang vom Radkasten zum Blech, von innen und Außen. Sonst musst du da zu schnell wieder dran.




    Freut mich auf jeden Fall das du wieder ein richtiges Auto hast!


    Gruß Sascha

  • Hallo zusammen,


    ich melde mich jetzt nach einer Woche Urlaub ohne Internet zurück.


    Unterboden/Pappen

    Also den Unterboden werde ich auf jeden Fall machen. Daniel hat von einer Adresse Raum Haltern (Oberflächentechnik Dreckmann) gesprochen, die das ganze Recht kosten günstig Sandstrahlen würde. Die Lackierung würde ich vermutlich auch besser machen lassen oder ? Hast du dafür auch vielleicht eine Adresse ? Das ganze sollte ja recht schnell nach der Sandstrahlung lackiert werden. Vorausgesetzt ist sind keine rostigen Stellen vorhanden so wie Jenson das vermutet.


    Was wir bis jetzt unter den Pappen gesehen haben ohne diese zu entfernen sieht eigentlich ganz gut aus.


    Motor Getriebe Kupplung

    Ob Leistungssteigerung oder nicht. Ich würde Motor und Getriebe in der Zeit weg schicken wo ich mich um den Unterboden und die restlichen Komponenten kümmere. Ich mache mir eigentlich keine Illusion, dass der Wagen binnen eines Monats wieder fahrbereit da steht. Die Zeit wo der Wagen zerlegt ist, könnte also für die Überholung des Getriebe und Motor gut genutzt werden.


    Bremse

    So wie ich das gelesen habe ist ein Umbau der Bremsen bis 36 PS nicht zwingend notwendig aber wohl sehr ratsam. Wobei ich damit auch nicht vorhabe Rennen zu fahren oder sonst wie auf der Straße rum zu hacken. Und für vielleicht 10km/h ein komplett neue Bremsanlage ? Ist ja ein Riesen Aufwand, teuer und neue Felgen bräuchte ich dann ja auch. Oder ich hab den Umbau falsch verstanden.



    Zeitplan

    1. Ausbau Vorderwagen und sämtlicher anderer Teile bis auf die Hinterachse. Parallel: Weg schicken von Motor und Getriebe, Regeneration Anlasser u. andere Teile.

    2. Fahrzeug im Schubkarren Modus zum Sandstrahler bringen. Hinterachse vor Ort Ausbauen. Kompletten Unterboden und diverse Kleinteile sandstrahlen

    3. Falls nötig schweißen

    4. Trabi + zu lackierende Teile mit deiner Hinterachse zum Lackierer bringen und lackieren Lassen.

    5. In der Zwischenzeit Verschleißteile sichten und ggf. ersetzen: Diverse Lager, Stoßdämpfer, Antriebswellen usw.

    6. Hohlraumkonservierung Mike Sanders oder Fluidfilm

    7. Zusammenbau der Teile

    8. Rum fahren und Spaß haben


    Ich schätze mal das Ganze dauert mindestens 2 Monate. Da kommt ja doch immer wieder was dazwischen.


    Neue Zündspulen sollten wirklich nicht schaden und sind bei dem Aufwand jetzt ja auch nicht mehr der größte Geldbetrag. So ganz Grob wird das Ganze dann aber auch schnell 4000€ kosten :/


    Gruß Moritz

  • Du solltest Dir als erstes klar werden, was Du von dem Wagen erwartest.

    Ein Trabant als Schönwetter-Auto im Sommer braucht definitiv nicht ein einziges PS mehr! Mit der Behandlung der Roststellen und einer frischen Konservierung kommst Du wohl viele Jahre hin.

    Alle Achsteile solltest Du reinigen und sanft strahlen lassen, anschließend lackieren, Neue Lager hinten, vorn alle beweglichen Teile reinigen/ersetzen und neu fetten.
    Alle Bremsteile sollten kritisch betrachtet werden, gegebenenfalls ersetzen.
    Für Motor und Getriebe findest Du Fachleute im Forum.
    Wenn Du die Aufkleber entfernst, erhältst Du ein authentisch aussehendes Fahrzeug. Willst Du mehr, investiere mehr.

    Edited once, last by V603 ().

  • bei den hinteren Achsteilen sollte man überlegen was günstiiger ist, auf arbeiten oder neue aus dem sozialistischen Bruderland.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Ich würde niemanden Nachbauteile empfehlen, die wohl eher keine Chance auf eine bestandene HU bieten.

    Zwei Dreieckslenker strahlen zu lassen sollte mit ca. 20 bis maximal 30 Euro machbar sein. Eine Dose 3in1-Alkydharz-Farbe kostet maximal den gleichen Betrag und reicht gleichzeitig für Hilfsrahmen und Lenkerarme vorn.

  • Du hast vergessen das eventuell noch geschweißt werden muss, kostet ja fast nix.

    Mein Prüfer hat die Achse weder bemängelt noch irgendwas anderes. Der sieht wahrscheinlich auch nicht jede Woche 3 Trabant oder war mit der Zulassung überfordert. Ich sehe die Lenker als normales E-Teil an.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Moin,


    Strahlen kann der Dreckmann gut. Jedoch auch nicht ganz billig.

    Für das grobe wie Vorderwagen, Achsteile, Bleche Motor, ect. kenne ich da einen Unternehmer der da günstig alles strahlt.

    Satz felgen z.B. kostete mich damals 45€.


    Eine Karosse habe ich bis jetzt nicht Strahlen lassen. Und wenn ich es beim P60 machen werde dann werde ich mich an http://www.rh-sandstrahlarbeiten.de/ .

    Kenne ich durch die Firma und alles was ich bis jetzt bei denen gesehen habe war ausgezeichnet. Aber da kann ich jetzt keinen Preis aus der Luft greifen.

    Der preis wird jedenfalls durch Bitumen ect. schnell mal verdoppelt wenn jemand dann Trockeneis strahlen muss.

    Da müsstest du mal mit Bildern vorstellig werden. Betriebsferien haben die dieses Jahr auch wieder. Also rechtzeitig entscheiden was du machst.


    Lackieren tue ich das meiste selber. Nur der Decklack wird in Zukunft jemand anderes übernehmen nach dem Barkas Diaster.

    Mein Schwager ist leider nicht mehr in der Branche. Ich kenne noch einen Lackierer, da reden wir am Dienstag mal drüber wenn du ein Bier entbehren kannst.


    Wichtig ist erstmal einen plan zu haben.

    Was passiert in Welcher Reihenfolge, von wem und was kann ich tuen um den Ablauf geschmeidig über die bühne zu bringen.


    Gruß Sascha


    EDIT.: RH kann dir die Karosse auch grundieren. Denn nach dem Strahlen kommt meist erstmal das Schweißen. Und dann gehst zum Lackmann!

  • Hallo zusammen,

    Ich habe es jetzt nach fast einem Jahr geschafft, mit dem Projekt los zu legen und wollte jetzt nach den ersten Tagen mal ein Update geben.


    Was habe ich bisher gemacht:


    -Vorderwagen ausgebaut und zerlegt

    -Wagen mit der Trabant-Kippvorrichtung auf die „Seite gestellt“

    -Hinterachse auseinander gebaut und zerlegt

    -Alle Teile sauber gemacht und beschriftet.

    -Motorraum sauber gemacht und auf Problemstellen untersucht

    -Begonnen damit den Unterboden sauber zu machen und auf Problemstellen untersucht.

    -Parallel dazu habe ich die Achsschenkel zu einem Forumsmitglied geschickt. Dort werden sie auf Scheibenbremse umgebaut.

    -Lima habe ich zerlegt und Ersatzteile bestellt


    Unterboden/Bleche

    Ich habe am Unterboden 4 Stellen gefunden an denen ich etwas machen müsste. Einschweißecken vorne rechts und links und die Beiden Rückseiten der Schweller. Siehe Fotos. Ansonsten sehen die restlichen kritischen Stellen soweit ganz gut aus.

    Ich müsste also zunächst jemanden finden der die neuen Teile einschweißen könnte. Die Fluid-Film Konservierung danach könnte ich wieder selber machen.


    Motor etc.

    Der Motor, Kupplung und Vergaser soll von „Fg601“ auf 36 PS umgebaut werden. Sobald bei Ihm wieder Kapazitäten frei werden.


    Fahrwerk

    Wie schon von einigen vorgeschlagen werden die Achsteile sandgestrahlt und anschließen lackiert. Wo und wie muss ich noch überlegen.

    Ansonsten würde ich den Wagen gerne 70mm Tieferlegen.


    Dazu hatte ich das Set überlegt: https://www.trabantwelt.de/Tra…er-Trabant-601::1239.html


    Felgen

    Nachdem ich den "Fahrwerk/Reifen/Felgen am Trabant was ist möglich-Thread" rauf unter gelesen habe, werde ich erst mal die Fahrwerkskomponenten einbauen und ausmessen wie viel Platz ich zur Verfügung habe. Das wird also einer der letzten Schritte.


    Gruß Moritz


  • Bis dato ist es eigentlich nicht geplant die Pappen runter zu nehmen. Es hatten sich 4 befreundete Trabant-Fahrer das Fahrzeug angeschaut und alle waren von der Substanz relativ begeistert. So war quasi die durchgehende Meinung, am Unterboden nur die wirklich notwendigen Stellen auszubessern und den restlichen Unterbodenschutz und Lack so zu lassen. Die gesamte Fläche, sowie die Hohlräume würden dann mit ordentlich Fluid Film NAS eingesprüht und konserviert


    Natürlich kann man nicht 100% hinter die Pappen schauen und nur vermuten wie es dahinter aussieht. Man würde mit Sicherheit auch Rost finden. Es könnte aber auch sein, dass es so wenig oberflächlicher Rost ist, dass sich der ganze Aufwand nicht gelohnt hat. Wenn bei der Demontage der Pappen dann noch ein Teil bricht oder der Lack beschädigt wird, müsste auch noch an den sichtbaren Teilen, Lackierarbeiten durchgeführt werden. Dann kann man schon fast überlegen den ganzen Wagen neu zu lackieren. Und schwups wäre ich quasi bei einem kompletten Neuaufbau. Ganz davon abgesehen, dass das Handling in der kleinen Garage ohne Bühne nicht optimal ist. Zudem müsste ich mir für externe Sandstrahl-, Schweiß- oder Lackier-Arbeiten jedes mal einen Hänger und eine Zugmaschine leihen.


    Das Fahrzeug würde später kein Alltagsauto werden und dauerhaft trocken in der Garage stehen. Wenn ich mit den jetzigen Arbeiten, ein technisch Einwandfreies Fahrzeug bekomme, dass in den nächsten 10 Jahren keine Durchrostung erleidet, wäre ich damit erst mal zufrieden. Einen kompletten Neuaufbau könnte ich dann ja immer noch machen.


    Alles in allem eine schwierige Sache. Ich hatte Der Ripper darum gebeten sich das Ganze mal hier vor Ort an zu schauen und noch mal eine Meinung abzugeben.

  • ohne die Pappen runterzunehmen kannst du es auch gleich sein lassen... Alleine dein Bild von links hinten sagt alles...

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren!

  • Richtig, wir fragen nicht ohne Grund. Ohne Demontage der Pappen kannst du dir alles andere auch sparen. Dann kannst du ihn auch technisch soweit fahrbereit und HU tauglich machen und dann fahren. Wird halt später deutlich mehr Arbeit werden als es vermutlich jetzt von Nöten ist.


    Mach ruhig, wir können dir ja nur empfehlen was wir aus Jahrzehnten Erfahrung gelernt haben. Was du machst ist dein Ding.

  • Hallo,


    im Grunde genommen bin ich bei euch beim Thema Beplankung. Ein klein wenig relativieren und auf die konkreten Umstände und Anwendungsfälle sollte man das ganze aber schon sehen.

    Klar wäre es das Konsequenteste, auch die Beplankung abzunehmen und dahinter alles nötige zu machen.

    Erstens hat aber nicht jeder die Zeit, das Geld und die Möglichkeiten für einen kompletten Neuaufbau.

    Zweitens ist meiner Meinung nach der Zustand des Fahrzeugs und seine geplante Nutzung zu bewerten. Hier haben sich wohl schon ein paar Leute das Auto angeschaut und erstmal keine Rostbude vorgefunden. Wenn man dann nicht vorhat, den Trabant bei Regen und Salz zu fahren, kann eine Behandlung mit FluidFilm z.B., dann regelmäßig angewendet, den Zustand einer guten Substanz auf Jahrzehnte erhalten.

    Und nicht zuletzt birgt die Demontage auch immer die Gefahr, etwas zu beschädigen.


    Sicher, das Argument "ich mach das später richtig" ist schwach, denn Schweißarbeiten an konservierten Teilen sind schwieriger. Konsequent wäre dann, den jetzigen Zustand auf lange Sicht zu erhalten.


    Um das hier bei dem Trabant einschätzen zu können, dazu bin ich allerdings nicht Fachmann genug. Mein Gesagtes ist eher allgemein zu sehen, da im Forum in letzter Zeit bei jedem sichtbaren Krümel Rost nach der Demontage der Pappen gerufen wird. Sicherlich oft berechtigt, aber ich bin der Meinung, dass immer eine Abwägung stattfinden sollte, und zwar am lebenden Objekt oder anhand vieler Fotos, die nur zu diesem Zweck gemacht werden.




    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

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