Neuproduktion von Ersatzteilen (Kurbelwellen, Kolben, Zylinder usw.)

  • Bei den Wellen fängt der Geiz doch schon an, wer die fährt bis nichts mehr geht hat sie verschrottet. Wenn ich so zuhöre was rumfährt, und mir angucke was ich alles zerlege, dann reift die Erkenntnis, dass noch viel Überzeugungsarbeit nötig ist.

  • den Hubzapfen kannst du nicht nach schleifen ohne dann eine Hülse zu verbauen. Die Hülse müsste eine bestimmte Wandstärke haben und reibgeschweißt werden. Dadurch wird aber der Hubzapfen so geschwächt das er bricht. Das wurde du DDR Zeit kurze Zeit praktiziert und ich hoffe das von dem Schrott nix mehr da ist.

    Nein ich habe weder die Möglichkeit noch die Räumlichkeiten, noch die Werkzeuge,noch die Ahnung Kurbelwellen zu machen. Die Materie ist viel komplexer als es von außen den Anschein macht. Wenn es einfach wäre würden viel mehr Betriebe machen und die Qualität wäre besser. An die Qualität vom Schumann kommt bis lang keiner ran und ich habe zur Zeit mehrere in der Hand gehabt. Das fängt bei leicht verdreht an,geht bei zu tief eingepressten Mitnemerstiften, fehlerhaften Pleuelaugen,gebrauchte Lager weiter und endet bei Fehlteilen wie Stifte,Scheibenfedern, Schleuderbleche usw.

    Die Ausfallquote wird also in Zukunft wieder größer.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Fg601 ()

  • Sollte ich mir jetzt eine Kurbelwelle kaufen und einlagern oder ist das Blödsinn (auch in Hinblick auf die Preise) ? Oder einfach Ball flach halten und abwarten? Es wird bestimmt nicht meine letzte Kurbelwelle sein.


    Was ist mit DDR Neuteilen? Sind diese Wellen verwendbar oder ist das nichts?

  • Nun...das kannst du grundsätzlich halten wie du magst. Fakt ist, billiger werden sie nicht und mehr werden sie auch nicht. Und auch mußt du allein für dich entscheiden, ob du es mi deinem Gewissen vereinbaren kannst, ein oder mehrere Wellen aus dem Kreislauf zu nehmen um sie einzulagern.


    DDR-Wellen sind verwendbar, beinhalten aber auch ein gewisses Restrisiko, da teilweise falsche Konservierungsöle verwendet wurden. So kann so eine Welle von außen gut aussehen, aber an den Stellen die man nicht sehen kann, könnte Korrosion sein (muß nicht). Auch ist nach teilweise über 30 Jahren nicht immer klar wie sie gelagert wurden. Zuerst betrachtet man die Pleulaugen oben innen. Im Osten hat man zum sichern des Lagers oft so ein Band genommen mit Papier und zwei Drähten drin. Die Drähte sind mit der Zeit gerostet und haben es geschafft das Lager und auch das Pleulauge zum rosten zu bringen.

    Ich hatte da schon Welle die sonst einwandfrei ausssahen, aber das Pleulauge oben war hinüber und ohne nachschleifen nicht verwendbar (wenn überhaput noch).



    Kann man also beide Fragen nicht wirklich vollständig befriedigend beantworten........leider. Genauso kann jetzt noch einer kommen und sagen, lager ein was du kannst oder nein blos nichts kaufen was du nicht aktuell brauchst. Und einer kommt und sagt DDR-Wellen sind Mist, oder der Andere sagt, DDR-Wellen sind die besten und nimm nur die.

  • In dieser zinslosen Zeit hätte ich statt auf steigende Nahrungsmittelpreise auf die Verteuerung von Kurbelwellen wetten sollen...:dollar:

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  • Wie lagert man denn sowas korrekt?


    Gibt es spezielle Mittel, welche Standschäden verhindern? Oder einfach nur einölen (Motoröl)?


    Oder macht es gar keinen Sinn und man sollte die inflationären Kosten in Kauf nehmen?


    So lange es Leute wie Frank gibt, müssen gute Kurbelwellen ja irgendwo her kommen. Alternativ könnte er seine Qualität senken, aber ich denke das ist keine Option, oder Fg601  ;)?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von obtampon ()

  • Oder macht es gar keinen Sinn und man sollte die inflationären Kosten in Kauf nehmen?

    Hat sich seit heute morgen nicht geändert......das mußt du allein entscheiden. Kauf dir und du hast in der Not, oder leg dir peu à peu das Geld zur Seite um im Bedarfsfall zu kaufen.


    Zum einlagern....das Optimum wäre mit speziellem Konservierungsöl behandelt in einer Vakuum-Kunststoffverpackung. Also in eine Tüte, Luft raus, luftdicht verschweißen.

    Aber mit Konservierungsöl (z.B. ein Konservierungs-Waffenöl) eingenebelt, in einer Kunststoffverpackung (Alditüte reicht) im Kleiderschrank unter die Handtücher (oder in Bettkasten oder oder oder) sollte für ein Menschenleben reichen. Man kann da auch so ein Salzbeutel (gibts spezielle zu kaufen, hat man manchmal auch bei guten Werkzeuegn in der Packung mit drin) mit rein legen, wenn man sich nicht sicher ist ob die Luftfeuchtigkeit am Lagerplatz immer optimal (also gering) ist.


    Das einzige Problem was ich hierbei sehe ist, der Frau klarzumachen, dass diese Lagerung im Wohnbereich unumgänglich für das Überleben der KW auf längeren Zeitraum ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von TV P50 ()

  • Wellen: Ok, ich soll meine rumliegenden Altwellen der Regenerierung zuführen. Ist ja schön und gut, aber wenn ich z.B. folgendes bei paule0815 in der Bucht lese: "

    der WERT einer Alt-Kurbelwelle entspricht nicht dem Pfandbetrag. Wenn Sie also weitere Altwellen anzubieten haben, für welche Sie vorab keinen Pfandbetrag gezahlt haben,so erhalten Sie auch nicht 60 EUR je Welle, sondern eine dem Materialwert entsprechende Altteilvergütung von 10 EUR/Stck", dann sehe ich nicht, weshalb ich meine Wellen für 10 EUR/Stück hergeben soll. Da kann ich sie ja auch dem Schrotti verkaufen. Hier muß der Handel mal vernünftige Anreize schaffen. It's Marktwirtschaft.  


    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich
    seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben
    nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Dann müsstest du aber auch je nach Zustand Geld bekommen.

    Wenn du nen Welle abgibst die nicht mehr zu retten ist was soll er dir dafür geben?

    Ich denke die 10€ sind wahrscheinlich der Schnitt der an Schrott und brauchbarem Zeug kommt.

    Wobei wahrscheinlich der Schrott überwiegt.

    Alles was noch halbwegs regenerierbar ist geben die Leute dann natürlich auch nicht für 10 € ab.

    Ein Teufelskreis.

  • Der Pfandbetrag ist so hoch, damit die alten Wellen auch wirklich zurück kommen. Wenns dafür auch nur 10€ geben würde, dann würden wohl kaum noch Wellen zurückgeschickt werden ;) Eigentlich ganz normal oder? Der Pfandbetrag wird so hoch angesetzt, dass die Rücklaufquote weitgehend gesichert ist.


    Und von vornherein 60€ für eine Altwelle? Andre kann doch nicht sehen ob die was taugen. Der letzte Stand war, dass für eine reg. Welle im Schnitt 3!!! alte Wellen herhalten müssen.


    Da hast du also Glück, wenn du für eine neue Welle nicht gleich drei Alte abgeben mußt.


    Klar du kannst auch deine Altwellen bei dir liegen lassen und wenn du mal eine reg. brauchst gehst du dann selber zu einem Betrieb der das machen kann und gibst sie ab. Dann bist du aber u.U. eben 3-5 Wellen los um eine Gemachte zu bekommen. Das ist im Handel (noch) nicht so, da reicht eine abgeben eine bekommen, oder eben ohne abgeben mehr bezahlen.

    Mach wie du denkst, ist ein freies Land :)


    Ich hab ein Großteil abgegeben, nimmt eh nur Platz weg. Und am Ende waren es dann doch soviele, das ich für X alte eine gemachte bekommen hab.

  • Wichtig finde ich das sich jemand der Arbeit vom Schumann auch annimmt gerade was Sportwellen angeht. Oder gibt's da noch welche die das bereits betreiben?

    Ich denke das größte Problem werden die Kolben in Zukunft und da muss man wohl ansetzen. Zylinder hat doch fast jeder nen Satz liegen und Mal ehrlich, wer hat einen Satz bis aufs letzte Maß schon durch geschliffen außer Fischer der Zylinder verheizt für seine Fake 700er

  • Gibt es eigentlich Möglichkeiten, die Schwachstellen der Welle bei Neuproduktion zu beseitigen? Und mit welchen Laufleistungen könnte man dann rechnen?


    Die Welle, die ich vor vier Jahren (bei Andre als regeneriert gekauft) verbaut habe (oder eher verbaut worden ist) rödelt jetzt schon wieder wie verrückt... Nach ungefähr 25000 km. Wurde wahrscheinlich zu DDR-Zeiten gemacht, wurde aber auch mit keinem Wort erwähnt. Das find ich einfach nur traurig. Klar, steckt man nicht drin. Hätte damals vielleicht auch auf aktueller Regenerierung bestehen sollen, aber wusste nicht, dass er auch das alte Geraffel verscheuert.

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  • Mir reicht die aktuelle Qualität der guten Wellen eigentlich, noch bevor die auffällig wird, sind die Zylinder am Ende.

  • Gibt es eigentlich Möglichkeiten, die Schwachstellen der Welle bei Neuproduktion zu beseitigen? Und mit welchen Laufleistungen könnte man dann rechnen?

    OOOooo... Da fallen mir schon ein paar Details ein.

    Eine Schwchstelle ist das untere Pleuelager. Der Hubzapfen sollte größer sein. Auch das zweireihige Lager scheint nicht die beste Wahl. Vor allem der Käfig aus Aluminium.

  • dann sehe ich nicht, weshalb ich meine Wellen für 10 EUR/Stück hergeben soll.

    Es wird der Tag kommen, wo Du deine abgegebene Welle regeneriert wieder bekommst oder du die Antwort erhälst, das die Welle nicht mehr gemacht werden kann.Wenn deine Welle also von den Passungen und Hubzapfen her schlecht waren, bekommst auch schlechtes wieder zurück. Um das zu umgehen braucht man eine gewisse Auswahl an Teilen. Allerdings habe ich meine Zweifel ob das außer der Schumann überhaupt jemand macht.

    Die Erfahrung zeigt momentan das 9 von 10 alten Wellen nicht so gelagert werden, das die ohne großen Aufwand noch einmal verwendet werden können. Also verstehe ich nicht, warum man mehr als 2 alte Wellen aufheben soll.

    Kein Mensch wird dir für eine alte Welle 50€ bezahlen auch nicht in 10 Jahren und wenn doch, wirst du die im Kaufpreis einer reg. Welle wieder finden. Keiner der Leute macht das hauptberuflich, also heißt das dann " dann mache ich das eben nicht mehr weil es nix mehr gibt".

    Das einlagern ist auch ein Problem, als erstes muss man das Öl oder Fett was auch jeder da so nimmt komplett ab bekommen was beim unteren Pleuellager schon etwas schwierig ist. Es besteht auch die Gefahr da Verunreinigungen in die Lager zu bekommen. Ölen mit Ballistol oder ähnliches und Vakuum wäre auch meine erste Wahl. Die Frage ob hamstern Sinn macht steht allerdings weiter im Raum, weil Leuten wie mir zum Beispiel das Material fehlt.(Analog Kolben)

    Eine Schwchstelle ist das untere Pleuelager. Der Hubzapfen sollte größer sein. Auch das zweireihige Lager scheint nicht die beste Wahl. Vor allem der Käfig aus Aluminium.

    Hatte ich diese Woche erst durchgekaut, der Hubzapfen sollte mind 30mm betragen, das geht aber nicht wegen der Abschrägung der Hubwange. Die Hubwange muss aber dem Einlass Fenster Platz machen. Das geteilte Lager hat schon seinen Sinn, weil dadurch Fehler beim Auswinkeln bis zu einem bestimmten Grad verschmerzt werden können. Das einreihige Lager verzeit da keinen Fehler.

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  • ..Das geteilte Lager hat schon seinen Sinn...

    Ein Vorteil, auf den man möglichst verzichten sollte, auch wenn ich mir so die Einlaufspuren im Pleuel ansehe.
    So wichtig das Auswinkeln der Pleuel auch ist, hier hast Du nur noch begrenzte Möglichkeiten der Einflussnahme.
    1. Ist am Kurbelgehäuse die Fußfläche der Zylinder parallel zur Drehachse der Kurbelwelle?
    2. Sind in den Zylindern die Laufbuchse rechtwinklig zur Fußfläche?

    3. Sind die Achse der Hubzapfen parallel zur Drehachse der Kurbelwelle?

    Sobald eins dieser Details nicht genau genug ist oder sich Abweichungen auf einen zu großen Fehler addieren, kannst Du auswinkeln, so viel Du willst. Irgend ein Lager oder Kolben/Zylinder-Paarung werden es mit frühzeitigem Ausfall quittieren.

    Ich habe bislang noch keins der drei Details bei mir je kontrolliert. Aber zu Punkt 1 habe ich erst kürzlich gehört, dass jemanden eine gewisse Ungenauigkeit aufgefallen ist.


    Zum Thema alte Kurbelwellen: In der Tat gibt es bei gebrauchten Wellen zwei Details, die den Weg in die Schrottkiste ebnen: gefahren, bis die Laufgeräusche ruhestörender Lärm wird oder die Welle fest ist und: Rost. Gerade die Stellen, wo gehärtete Teile aufeinander treffen (zum Beispiel die beiden Pleuellager), gibt es Lochfraß vom feinsten. Da es weder neue Schubscheiben noch Pleuel gibt, steht das Ergebnis fest.
    Viele Leute sind der Meinung, dass es nicht so darauf ankommt, weil es ja ein altes Teil ist und bei der Regenerierung wird alles neu gemacht. Sprich mal mit einer Kuh französisch!

    Wer seine alten Kurbelwellen nicht vor Korrosion (Kondensationsfeuchtigkeit) schützt, kann sie auch wirklich sofort entsorgen. Das betrifft auch eingelagerte gebrauchte Ersatzmotore, die jetzt seit 6, 10 oder 25 Jahren herumstehen. Für eine offensichtlich verrostete Welle wird es in 10 Jahren wahrscheinlich keine 10 Euro mehr geben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von V603 ()

  • Beim ersten Teil deiner Antwort bin ich anderer Meinung und bin überzeugt das Auswinkeln sehr wichtig für die Lebensdauer der Welle ist. Diie Toleranzen der 3 Punkte lassen sich mit Auswinkeln korrigieren, man kann ja nicht immer davon ausgehen das alle 3 total vorn Baum sind.Manche Winkeln nicht aus und die Welle hält auch 10.000km jeder wie er mag.

    Punkt 2 kontrolliere ich nur bei Sportmotoren. Punkt 1 und 3 sind mir egal sonst gibt es womöglich noch weniger Wellen und Gehäuse.

    Hast du denn schon mal ein Pleuel gesehen wo die anderen Lager verbaut waren? Das schaut nämlich auch nicht so gut aus.

    Beim 2.Teil sind wir uns einig, hab heute erst wieder einen von 2 Motoren zerlegt wo sich außer die Keilriemen Scheibe nichts mehr bewegt.

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