Anhängerbau aus P601 Heck mit Auflaufbremse

  • Guten Tag,


    ich habe die Suchfunktion schon durchsucht, aber leider nichts gefunden. Falls es doch schon einen Eintrag gibt bitte schicken.


    Jetzt zu meinem Problem/Vorhaben. Ich hole mir demnächst einen 601 der in der Mitte bereits auseinander geschnitten ist, da dieser eigentlich als Anhänger umgebaut werden sollte. Da der Besitzer aber keine Zeit mehr dafür findet, gibt er ihn her. Ich werde das Projekt vollenden und mir einen ANhänger daraus bauen. Jetzt wollte ich aber mal fragen ob da wirklich eine neue Achse und ein Zugrohr hinmüssen oder ob ich sogar die normale Achse drin lassen kann.


    Mein bevorzugtes Ergebnis wäre original Achse mit neuem Zugrohr MIT Auflaufbremse und diese dann an das Handbremsseil der originalen Trabi Bremse angeschlossen. Geht das ? Wurde das schon mal gemacht ? Würde ihn nur gern gebremst haben, da man ja dann noch etwas mehr ziehen darf. Ich habe auch nicht vor die ganze Zeit 500 Kilio durch die Gegend zu fahren falls da jetzt welche ankommen.


    Karosserie ist vor dem Hinteren Kotflügel getrennt und soll dann am Ende so aussehen, wie es schon manche Anhänger gibt. Ich weiß es gibt praktischere, aber mir gefällt das Design einfach richtig gut.

  • Bevor es garkeiner sagt: es geht so nicht.

    Wenn gebremst werden soll brauchst du ne neue Achse mit dazu passender Auflaufeinrichtung. Trabi wäre dann quasi nur Ladung.


    Bremsenberechnung mit neuer Auflaufeinrichtung und Trabibremse gänge auch, aber den Hersteller gibts nicht mehr also kann er dir nix bescheinigen.

  • Würde ich so nicht sagen. Man könnte da theoretisch Teile vom Klappfix oder QEK Adaptieren - da drin ist schließlich eine Trabantbremse verbaut

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)


  • Man wird aber trotzdem nicht ohne Berechnung der Übersetzung auskommen.

  • Warum? Die Gewichte sollten ziemlich nahe liegen (CT6-1 = 315kg)

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  • Würde ich so nicht sagen. Man könnte da theoretisch Teile vom Klappfix oder QEK Adaptieren - da drin ist schließlich eine Trabantbremse verbaut

    Theoretisch kann man viel, praktisch fragt der Herr Ingenieur bei der Erstellung des Gutachten für die Betriebserlaubnis trotzdem nach einer Bremsenberechnung.

    Warum? Weil du selber eine Kombination aus Auflaufeinrichtung und Radbremse erstellst. Die Tauglichkeit des Zusammenspiels der Einzelnen Hebelwege muss nachgewiesen werden. Ob die im Qek ähnlich ist oder nicht spielt keine Rolle, allein der Nachweis zählt.

  • Die Kombination aus Auflaufgedöns und Bremse wird doch nicht selbst kombiniert, sondern ist GENAU so in besagten Anhängern verbaut.
    Zugrohr von einem schrottigen CT abtrennen, von jemandem mit passendem Schweißschein an den halben Trabant anpassen lassen, fertig.


    Aber sowas sollte man ganz einfach mit dem Prüfer des geringsten Misstrauens klären - wenn es nur "geht nicht"-Leute gäbe, würden wir heute noch auf allen Vieren nackt durchs Leben kriechen

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    (Johann Nestroy)


  • Was soll der Herr Prüfer als Hersteller eintragen? Eigenbau? - Ist nicht mehr



    Entweder komplettes Fahrgestell von Anhänger nehmen und Aufbau drauf bringen oder einen Eigenbau-Anhänger mit Brief besorgen...

  • wenn es nur "geht nicht"-Leute gäbe, würden wir heute noch auf allen Vieren nackt durchs Leben kriechen

    Verdreh doch nicht die Tatsachen. Von "geht nicht" hat hier niemand gesprochen. Klar geht es, aber nicht so wie du es schreibst. Zumindest nicht vollständig legal.

    Du kannst gern weiter versuchen mir meinen Job zu erklären, macht die Tatsachen aber nicht besser.


    Wozu großartig rumbraten an 50 Jahre alten Teilen wenn es fürs kleine Geld neues gibt?

  • Tatsache ist, dass für einen gebremsten Anhänger eine Bremsberechnung vorliegen muss.

    Eine weitere Tatsache ist übrigens auch, dass ein Zugrohr NICHT mit der Achse verschweisst wird bzw. werden darf, sondern mittels spezieller Klemmschellen mit der Achse verbunden wird.


    Früher mal gab es Ingenieure, die konnten das selbst ausrechnen und fertig war die Laube. Aber die sterben aus bzw. sind schon ausgestorben.

    Wenn also die Trabbi-Hinterachse praktisch die gleiche Achse ist wie die eines CTs, dann ist die Lösung, ein fertiges komplettes CT-Fahrgestell unter die abgesägte Karosserie zu setzen tatsächlich die einzig praktikable - wobei die Karosserie hier NICHT zur Ladung wird, sondern zum Aufbau. Es sei denn sie wird abnehm- und wechselbar montiert, dann könnte das Fahrgestell als Plattform für Wechselaufbau durchgehen. Ob das dann im Sinn des Fragestellers ist muss er selbst wissen.

  • Ich bin zwar ein absoluter Laie, glaube aber, dass ich folgende Aussage verbessern kann:

    dass ein Zugrohr NICHT mit der Achse verschweisst wird bzw. werden darf, sondern mittels spezieller Klemmschellen mit der Achse verbunden wird.

    Warum sollte man ein Zugrohr mit der Achse verschweißen wollen? Was du vermutlich sagen wolltest: Bei einem Zentralrohrrahmen ist jede Schweißhaht direkt am Zentralrohr, die quer zur Fahrtrichtung liegt, einfach unzulässig. Logischerweise, weil sie eine "Sollbruchstelle" ergeben würde,


    Deshalb wird üblicherweise bei einem Zentralrohrrahmen das Zugrohr an jeder Durchgangsstelle durch Quertraversen mit je zwei Halbschalen umfasst, welche quer mit den Traversen und ausschließlich längs, in einer möglichst neutralen Faser mit dem Zugrohr verschweißt werden.


    Gruß Steffen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Fridl ()

  • Was ich sicher sagen wollte ist eine Antwort auf die Aussage in Beitrag #7, wo Du das mit dem Schweissen findest. So ein Unfug würde mir nie in den Sinn kommen.


    Halbschalen - Klemmschellen - danke für die Korrektur. Trotzdem werden die nicht verschweisst, egal wie.

  • Dieser "Unfug" ist übrigens die offizielle Methode, das Zugrohr vom Klappfix regenerieren zu lassen.

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)