Neue Bremsbeläge (ATE) schleifen

  • Hallo alle miteinander,


    ich bin gerade dabei alle vier Bremsbeläge bei meinem 79er zu erneuern. Ich habe mich nach dem Ausbau der alten Beläge für neue von ATE entschieden, welche auf auch super und maßhaltig aussehen.


    Leider musste ich nach Montage aller Teile, inklusive neuen Naben rechts und links, feststellen, dass die Räder sich nicht frei drehen lassen. Man hört die Beläge leicht schleifen, auch nach einigen Umdrehungen und Tritten auf das Bremspedal. Links habe ich die Beläge dann versuchshalber angefast, hat, wie erwartet, aber keinen Unterschied ausgemacht.



    Meine Frage ist jetzt ob ich etwas falsch montiert habe, das die ersten Kilometer bei nicht-DDR-Ware so sein darf, oder die Beläge einfach nicht passen und ich noch mehr nacharbeiten muss. Die Beläge sehen generell etwas dick aus, aber da ich nur die alten zum Vergleich habe, hilft das nicht viel und mehr als mit Fahrgestellnummer bzw. Schlüsselpassende Teile bestellen kann ich auch nicht machen.



    Damit das kein Rätselraten wird, habe ich vor und nach dem finalen Zusammenbau Bilder gemacht. Da ich eigentlich nicht mit Problemen gerechnet habe, sind die Bilder zwar nicht schön, aber selten, ich hoffe, sie reichen erstmal. Die Stellung des oberen Belags auf Bild 1 hab ich übrigens nochmal korrigiert gehabt, da der Gummi vom RBZ nicht richtig saß.




    Ich wäre sehr dankbar wenn sich das mal jemand anschauen könnte.
    Viele Grüße und schönen Sonntag noch,
    Jason

  • Das sieht so mal garnicht schlecht aus.
    Allerdings kann ich nicht erkennen, ob die Nachsteller richtig herum montiert sind, und auch weit genug innen stehen.
    Die Kupferpaste kommt bei meinem Auto höchstens an den Auspuff, nie in die Bremse. Dafür gibt es Keramikpaste, und auch die darf nur sehr sparsam verwendet werden.
    Was ich auch nicht sehe, wie sind die rechten und die linken RBZ markiert? Originale rechte haben eine Anfräsung über der Abstützfläche, wie ist das bei deinen?

  • Zumindest bei meinen Bremsbacken von EBC ist es so, dass diese anfangs
    auch relativ stark schleifen obwohl die Nachsteller schon ganz drin
    sind. Nach einer kleinen Runde von maximal 20...25km hat sich das Thema
    aber erledigt und die Trommeln drehen frei und die Bremswirkung ist
    nebenbei bemerkt auch top

  • Guten Abend,


    jaja, die gute alte Kupferpaste. Ich hab's halt so gelernt :P


    Ich hab die ganze Geschichte nochmal komplett auseinander gebaut und die Nachsteller komplett zurück gestellt. Waren wohl beim Einbau wieder verrutscht und hatten ca 1mm Spiel.


    Jetzt läuft alles einwandfrei, Belagstärke passt mit 4mm auch, also alles wunderbar.


    Vielen Dank für die Tipps und schönen Abend noch!

  • kann man nachsteller falsch rum einbauen? Wenn ja wie soll das aussehen? Den belagträger bekommt man doch dann garnicht auf den nachsteller.

  • Okay ich hatte ein anderes Bild im Kopf. Danke für die Erklärung.

  • Gibt es noch mehr Erfahrungen mit den Teilen von ATE (Beläge, Bremszylinder)? Kann man das bedenkenlos verbauen? Auch im Vergleich zu Pex usw. Die alten Threads habe ich alle gelesen. Vielleicht gibts dazu noch aktuellere Meinungen. Ich habe immer Bedenken bei den Billigteilen. Wenn der Händler (TW) schon nur 100€ für einen Satz neue Bremsen inkl. Zylinder verlangt, will ich gar nicht den Einkaufspreis wissen. Mallin ist keine Alternative für mich.

  • Mit PEX habe ich die Erfahrungen gemacht, dass die wenn sie etwas älter sind an der VA über 100km/h ziemlich stark rubbeln wenn man mal etwas fester auf die Bremse drückt obwohl die Beläge noch nicht an der Verschleisgrenze sind.

  • Moin, hab zwar auch ATE-Beläge an der VA letztes Jahr eingebaut (die Teile, die ich vorher verbaut hatte, haben ständig gequitscht), habe aber nur kurz Probe fahren können mangels Zulassung. Also kommen hoffentlich dieses Jahr nach anstehender HU ein paar Erfahrungen dazu. Der erste Eindruck war nur, daß das Quitschen weg war...............

    Denke nie gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken

  • Hi.
    Ich musste bei meinen ATE Belägen das "Fenster" etwas größer feilen, damit der Nachsteller das laut Herstellerhandbuch angegebene Spiel einhält. Hab's mit einer Fühlerblattlehre gemessen und den oberen Grenzwert angestrebt. Damit läuft es, bzw. schleift nicht, wie auch immer.
    Die Bremse neigt auch bei meinem Papp-Auto zum Rubbeln. Ob das allerdings an den ATE Belägen bzw. an diesen alleine liegt, vermag ich nicht zu beurteilen.

  • Hinten hat der Belagträger an dem der Hebel angenietet wird, einen kürzeren Belag drauf. Da fehlt unten etwa ein Drittel.
    Ist das bei deinen ATE auch so? Haben die überhaupt einen Hebel an 2 Backen?

  • Du hast recht. Zwei Bremsbacken im Bremsbackensatz-Hinten sind kürzer vom Bremsbelag.
    Die Hebel sind nicht dabei. Nur diese Nietbolzen.
    Aber für nicht mal 18 € pro Achse ist der Preis für einen "Markenhersteller" echt ok.
    Die Metallträger sind pulverbeschichtet und die Verklebung sieht sauber aus.
    Wenn sie jetzt auch passen und gut bremsen, bin ich zufrieden.

  • Jetzt kannst du die alten Hebel an die neuen Backen nieten, oder dir gleich 2 neue kaufen. Die sind rechts und links unterschiedlich und müssen auch richtig montiert werden. Somit hast du immer eine Vorlage. :-)
    Zumal sich auch die Hebel und die Druckstege abnutzen. Ich rate zum Neukauf der Teile, so teuer sind die auch nicht.


    http://www.project601.com/Ersa…Handbremshebel-links.html
    http://www.project601.com/Ersa…andbremshebel-rechts.html
    http://www.project601.com/Ersa…uer-Handbremse-links.html
    http://www.project601.com/Ersa…er-Handbremse-rechts.html

  • Bei den ATE (Cosid) Backen geht oftmals die schwarze Beschichtung an den Enden der Beläge bis an die Reibfläche.
    Vor der Montage sollte die Beschichtung an den Enden der Beläge abgeschliffen / abgefeilt werden, da diese sich sonst im Betrieb über die gesamte Reibfläche "schmiert". Bremst sich dann nicht so schön.

    -> --> 26 Jahre <-- <--

    Bayrischer Trabant Club


    ES GIBT NUR WENIGE DUMME FRAGEN, ABER VERDAMMT VIELE DUMME ANTWORTEN !

  • Bei den ATE (Cosid) Backen geht oftmals die schwarze Beschichtung an den Enden der Beläge bis an die Reibfläche.
    Vor der Montage sollte die Beschichtung an den Enden der Beläge abgeschliffen / abgefeilt werden, da diese sich sonst im Betrieb über die gesamte Reibfläche "schmiert". Bremst sich dann nicht so schön.

    Du hast Recht. Ist bei meinen auch der Fall. Werde ich vor dem Einbau auf jeden Fall beachten. Danke für den Tipp.

  • Hat jemand schon mit den neuen, roten Belägen, die es jetzt gibt, Erfahrung gesammelt ?

    Beim Auseinandernehmen der Bremsen vor ein paar Tagen, stellte ich fest,

    daß an der Hinterachse keine kurzen Beläge verbaut wurden.

    Es sind noch org. DDR-Beläge, würde ich meinen - vieleicht sogar noch die 1. ?

    Wie lange halten denn die Beläge in etwa im flachen Land ?

    Probleme an den Hinterrädern habe ich nicht gehabt.

    Die treten durch die Standzeiten immer vorn auf.

    Jetzt wird die Bremse rundherum überarbeitet.

    An der Kupferpaste, bleibt dort nicht der ganze Bremsstaub haften ?

    Womit sind die Träger der Bremsbacken damals lackiert worden ? Dem scheint die Bremsflüssigkeit nichts anhaben zu können !

    ;)

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

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