Hilfe bei Bewertung Kurbelwelle

  • zum Lagern hätte ich da mal ne Frage.


    Wie lagere ich sowas eigentlich richtig?

    Ne schüssel voller Öl und die Welle dort versenkt wegstellen oder einfach mit Öl einpinseln?

  • Steht alles im Laufleistungsthread wie man sie einlagern kann.


    Die Farbkleckse (blau, grün, gelb usw.) auf den Pleuel ist eine Markierung für die Gewichtstoleranz. Jedes Pleuel bekam sowas nach der Fertigbearbeitung und Verwiegung. Es gab eine Toleranz für die Abweichung, wieviel Gramm Unterschied die beiden Pleuel haben durften. Mit den Farbklecksen konnte man sie dann bei der Montage der Welle entsprechend ohne nochmal zu messen Paaren. 🙂

    Die Abweichung durfte bei Pleuel mit Nadellagerung für Kolbenbolzen max. 6g betragen, bei Buchse 3g.

  • Wieviel Massetoleranz gibt es eigentlich bei den Kolben?


    Als ich noch im Teilehandel war, gab es hin und wieder Reklamationen und ich habe irgendwann begonnen, die Nachbaukolben vor dem Versand zu wiegen. Da traten Differenzen bis über 20g zwischen den Kolben des gleichen Maßes auf.

  • Bei den Megu-Kolben gab es einen Gewichtsindex, der auch als Buchstabe auf dem Kolbenboden stehen sollte. (Fehlt leider sehr oft, 8 von 10 haben kein Buchstabe, keine Ahnung wie die dann verfahren sind)

    Für den Vollschaftkolben im Nennmaß 72,00:


    A = 300 - 309g

    B = 310 - 319g


    Also eine Toleranz von etwa 10g pro Index.

    Es kann also durchaus sein, dass Kolben innerhalb einer Große bis zu 20g abweichen. Man muss sie dann entsprechend paaren.

    Ich wiege immernoch mal nach und passe durch abtragen an der Innenseite an.

  • 20g hört sich jetzt aber sehr viel an, oder? Was ist wenn man das Gewicht nicht anpasst, hätte es gravierende Nachteile?

  • Um so gleichmäßiger die Masse verteilt ist, umso weniger vibriert der Motor umher.

  • Das ist wie bei einem nicht ausgewuchtetem Rad mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Unrunder Lauf, Vibrationen, vorzeitiger Lagerverschleiß, Geräusche usw.


    Das sind die hier schon oft angedeuteten und besprochenen Feinheiten, die dann am Ende des Tages das Salz in der Suppe ausmachen ;)

  • Wobei sich bei einem Einzylindermotor die Unwuchten auch in einem vertretbaren Rahmen halten lassen, obwohl da kein zweiter Kolben als Gegengewicht da ist. Aber es ist schon richtig, um so mehr Zylinder mit entsprechend ausgewogenen Kolben sind um so ruhiger läuft der Motor in der Gesamtbilanz.

    Ein Reihensechszylinder ist da noch mal eine andere Preisklasse.

  • Wärst du ein 20jähriger Jungspund würde ich meinen: Hauptsache irgendwas posten und Beiträge sammeln.

    Aber so...

    Ich erstehe 0 den Zusammenhang zwischen deinem Post und dem Thema hier...

  • Es ging gerade um die genaue Masse der Kolben und Pleule und wofür das wichtig ist.

  • Welchen Zweck hat es, bei Kolben eine Massendifferenz von 20 Gramm zuzulassen und die Pleuel auf 3 Gramm genau zu paaren?

  • Wenn dann sollen ja nur Kolben A mit A und B mit B gepaart werden. Also bei den Kolben max. 10g zulässig. 3g für Pleuel war nur bei Buchse, später 6g bei Nadellager.

    Vermutlich weil man durch Erfahrung/Tests festgestellt hat das 6g auch noch i.O. ist.


    Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Qualität früher besser war, zumindest im Bezug auf engere Toleranzen. Also genau das Gegenteil von dem was man landläufig oft hört: " heute ist besser, weil die Toleranzen enger sind".

  • Das aufweiten der Toleranzen war aber mitunter wohl auch der Material und Energieeinsparung geschuldet, es konnte mehr verbaut werden, was sonst wohl wieder in der Schrottkiste gewandert wäre.

  • Das war ja an vielen Stellen so, damit man nicht so genau sein muss und auch mehr Nutzen ziehen kann, erweitern man einfach die Toleranzen bis an die Schmerzgrenze.

    Das geht aus der Dokumentation öfter hervor z.B. auch bei den Toleranzen für die Unwucht an den Reifen/Felgen mit der Aussage man hat getestet und das geht schon so......