Erfahrungen Brantho Korrux 3 in 1

  • Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Zeug? Hält es was der Hersteller verspricht, zum Beispiel dass es direkt auf Rost aufgetragen werden kann?
    Mfg Stefan

  • Langzeiterfahrung habe ich damit noch nicht gemacht, aber die Verarbeitung ist super leicht. Keine Geruchsbelästigung, fließt aber nicht so gut in die Ecken, wenn man keine Verdünnung benutzt um es fließfähiger zu machen.


    Ralph

    wenn's gekracht hat.... RS Sachverständigenbüro Göttingen


    ...wir bringen ihr Auto ins rollen... RS Automobile Göttingen

  • Genau, Langzeiterfahrungen stehen noch aus.


    Du wirst ja selbst schon gelesen haben, das die Bedingungen, die für die Verarbeitung zu erfüllen sind, sehr Anwenderfreundlich sind.
    Und ebenfalls wirst du wissen, dass die Oberfläche nicht wie bei herkömmlichen Lacken ist.


    Weiterhin sei zu sagen, dass die Durchtrocknungszeit sehr lang ist.
    Die Schlagfestigkeit des Lackes scheint sehr gut zu sein, soweit ich das nach ein-zwei Jahren Nutzung beurteilen kann.
    Allerdings kann ich nicht bestätigen, dass es auf Rost zu verwenden ist! Ich habe ein Teil grob mit der Bürste entrostet und anschließend mit Brantho gerollt. Das hielt nicht lange.


    Ich weiß noch nicht, wie die Oberfläche bei Auftrag mit der Lackierpistole ist, aber gestrichen oder gerollt sammelt sich schneller Dreck an, als auf lackierten oder gar gepulverten Teilen.

  • Danke schon mal für die Antworten.


    Die Oberfläche ist mir nicht so wichtig. Als ich meinen Trabi gekauft habe war er innen komplett nass, da sich die Dichtungen der Front -und Heckscheibe zusammen gezogen haben und in der Mitte oben ein 1cm breiter Spalt ist.


    Ich habe zu Hause dann gleich den Teppich raus geschmissen. Naja, da kamen dann die ersten Roststellen. Zum Glück ist nichts durch.
    Ich habe aber leider keine Möglichkeit das Blech Sand zu strahlen.


    Und als ich auf das Brantho korrux gestoßen bin mit direkt auf Rost dachte ich mein Problem ist gelöst.


    Und Salzwasserbeständig, Containerbau und Baumaschinen hört sich ja auch vielversprechend an.

  • Und Salzwasserbeständig, Containerbau und Baumaschinen hört sich ja auch vielversprechend an.


    Dem würde ich nicht zu 100% trauen.
    Brantho habe ich auch verwendet aber der Rost wurde vorher weitestgehend entfernt und dann sicherheitshalber noch mit Fertan nachgearbeitet (da streiten sich auch die Geister :-) ) und immer mit Zinkstaubgrundierung zur späteren Rostverzögerung vorgearbeitet.
    Brantho ist ne feine Sache aber eben kein Wundermittel. Die Verarbeitungsweise ist genau so möglich wie in den Datenblättern angegeben und das Thema Schlagfestigkeit kann ich auch bestätigen aber stinken tuts auch :-)
    Um auf größeren Oberflächen die Pinselstrukturen zu vermeiden habe ich immer mit dem Pinsel vorgearbeitet und bin zum Schluss einmal mit der Rolle drüber, ist nicht glatt aber sieht schick und gekonnt aus.


    Ich behaupte: gut bis sehr gut (wenn man das Datenblatt beachtet) aber Wundermittel ist es keins und eine ordentliche Konservierung ersetzt es auch nicht. Auf jeden Fall das wert was es kostet.

  • Diesen oberflächigen Rost solltest du auf jeden Fall mit einer Nylonscheibe (Negerkeks) entfernen, dann mit Fertan behandeln. Darauf kann dann Brantho gepinselt oder gespritzt werden. Ansonsten hast du bald Durchrostungen am Bodenblech.


    Ralph

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  • Ok danke.


    Bei der Nylonscheibe gibts verschiedene. Nehme ich am besten Mittel oder Leicht?


    Ist Fertan nicht das Mittel dass das Blech noch mehr rosten lässt wenn man es nicht komplett aus allen Rillen usw raus kriegt?
    Genügt es beim Abwaschen mehrmals mit einem nassen Lappen drüber zu gehen und trocken nachwischen oder muss man die Stelle mit Wasser fluten um das Zeug weg zu bekommen?


    Beim noch guten Lack kann ich aber gleich mit Brantho Lack auf Lack drüber pinseln, oder muss der alte Lack komplett ab?


    Das mit zum Schluß rollen ist eine gute Idee.

  • Hallo
    ich habe mein Moped Rahmen mit Brantho 3in1 gelackt , und das vor ca.3jahre .
    Und alles Top bis jetzt , auch an der stelle wo Flugrost war .
    Trabifelgen habe ich auch schon gemacht , nach ca. 1woche trocknen habe ich reifen druff machen lassen , alles gehalten .



    gruss marcel

  • Eine sehr lange Durchtrocknungszeit kann ich bestätigen, gerade bei den momentanen Temperaturen.

  • Ich habs angewendet bei der Rostbildung im Batteriebereich. Sollte eigentlich nur fix vorm weiterrosten schützen, hält aber jetzt schon paar Jahre.


    habe Rost grob mit der (Hand) Drahtbürste entfernt, das nix blättriges mehr da war.
    dann Owatrol großzügig 3x aufgetragen, zwischendrin trocknen lassen.
    Anschließend Brantho drauf.
    Klappt prima.


    Grüße, Tom

    "Nicht alles Braune auf der Welt ist Schokoladeneis."

    (Computer Sam in Jonas-Der letzte Detektiv)

  • Kann man das Owatrol statt dem Fertan nehmen? Wäre mir viel lieber da ich dann nicht den Innenraum mit Wasser fluten müsste! ;-)
    Oder ist Fertan trotzdem besser?

  • Owatrol ist wohl die bessere Wahl. Wird auch so empfohlen. Beim Rostschutzdepot kann man das auch nachlesen. Fertan scheint auch gut zu sein, hat aber den Nachteil, dass alles "geflutet" werden muss. Wird aber oft relativiert, da ja Fertan schon seine Wirkung hatte. Mir wäre aber dennoch nicht wohl dabei. Denn wer kann sagen, ob entweder Fertan komplet raus ist oder das Wasser... Es gibt auch einen Spruch; Fertan ist vertan... Muss aber auch sagen, dass ich persönlich keine erfahrung mit Fertan habe. Die Kombination Owatrol und Brantho schon. Und das hatte funktioniert.

  • Danke für eure Tipps. Werde wohl auch Owatrol und Brantho nehmen. Fertan ist mir doch zu gefährlich. Danke nochmal an alle. :-)

  • Wir haben mit Fertan noch keine Probleme gehabt. Nach dem ersten antrocknen, wieder nass machen, über Nacht wirken lassen und morgens mit nem feuchten Lappen das überschüssige und nicht reagierte Fertan abwischen. Fertig für den nachfolgenden Rostschutzanstrich.


    Ralph

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  • Nach dem ersten antrocknen, wieder nass machen, über Nacht wirken lassen und morgens mit nem feuchten Lappen das überschüssige und nicht reagierte Fertan abwischen


    Das klingt ja sehr verlockend. Aber meine grundsätzliche Skepsis gegenüber solcher "Rostumwandler" ist damit immer noch nicht ausgeräumt. Ich glaube (eventuell, unter Vorbehalt) gerne, dass nach dieser Vorgehensweise erstmal für 1-2-3 Jahre Ruhe ist. Aber was kommt dann?


    Wie sieht das nach 5-10 oder gar 20-50 Jahren aus? Hast du damit Erfahrungen?


    Wenn nicht, gehe ich davon aus, dass die Owatrol-Variante eher aussichtsreicher ist.


    Gruß Steffen

  • Ich traue dem Zeug nicht. Man hat keine Garantie dafür, dass unter der sich neu gebildeten Oxidschicht nicht noch Rost schlummert.
    An zugänglichen stellen lieber anständig entrosten.

  • Rost an zugänglichen Stellen immer entfernen, würd ich nie anders machen.
    Ich hab Fertan immer nur als zusätzlichen Zwischenschritt zwischen Entrosten und Grundieren eingesetzt. Für Hohlräume würde ich es nie einsetzen.