Dokumentation 50PS Motor

  • PJ=Powerjet, eine Zusatzdüse die bei großer Schieberöffnung noch Sprit zugibt.

    Matt ist das neue Hochglanz
    Zwei Zylinder, zwei Takte und ein Mikuni: da geht was! :thumbsup:

  • Ah ok, also ein 38er Mikuni. Dankö

  • zu DDR zeiten nannte sich das "Zusatzdüse oder Nebendüse", also nicht wirklich ne neue Erfindung. Beim 4-Takter hatten alle Vergaser eine art Pumpelement was beim Gasstoß einen großen Schluck Sprit eingespritzt hat damit der Motor nicht weg bleibt. Das hat man dann bei der Einspritzung elektronisch gemacht, was bei der Bosch Motronik anfangs total beschissen funktioniert hat weil die Zusatzmenge zwecks Abgaswert zu gering war.

  • welcher Bvf Schiebervergaser hatte denn ein Pj? So weit ich weiß keiner. Selbst der beliebte M6 hatte kein Pj sondern ein Korrektur Luftschieber.

    Geben tut es das Pj schon seit den 70ern, als die Vergaser größer wurden.

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  • Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Dinge die heute als Powerjet bezeichnet werden. Das eine bezeichnet eine Kraftstoffdüse die parallel zur Hauptdüse bei großen Drosselklappenöffnungen geöffnet wird. Man kennt das als Trabantfahrer zum Beispiel aus dem 28H1-1 wo das Anreicherungsventil ab dem Druckpunkt im Gaspedal die Zusatzdüse öffnet.


    Das zweite System, welches gern als Powerjet bezeichnet wird, nennt sich auch Beschleunigerpumpe. Dabei wird über eine Membrandose (man kann das auch als Pumpe bezeichnen) beim spontanen Gasgeben etwas zusätzlicher Kraftstoff in den Hauptvergaser gegeben. Das Problem welches hierbei gelöst werden soll ist Folgendes: Im Leerlauf ist die Drosselklappe (DK) geschlossen. Daher liegt vor der DK kein Unterdruck an und hinter DK liegt der volle Unterdruck des saugenden Motors an. Beim 28H1-1 bedeutet das zum Beispiel, dass das Haupvergasersystem außer Funktion ist und quasi leer rumsteht, weil es vor der Drosselklappe angeordnet ist. Das Leerlaufsystem hinter der Drosselklappe arbeitet jedoch in vollem Gang, weil dort der Unterdruck anliegt. Wenn die DK nun spontan aus dem Leerlauf öffnet, arbeitet wegen fehlendem Unterdruck hinter der DK das Leerlaufsystem unmittelbar nicht mehr, aber das Hauptvergasersystem vor der DK wo nun der Unterdruck anliegt arbeitet nicht sofort los, denn es muss erstmal wieder mit Kraftstoff vollgesaugt werden. Das dauert leider einen kleinen Augenblick und der Motor "verschluckt" sich gern mal weil er für einen kurzen Moment nicht mit ausreichend Kraftstoff versorgt wird. Man kennt das von schlecht eingestellten Vergasern. Man kann das Problem nun mit dieser zweiten Variante des Powerjets beheben (Pumpe drückt etwas Kraftstoff beim spontanen Gasgeben in den Vergaser) oder den Motor im Leerlauf so fett abstimmen, dass sich im Leerlauf ein Wandfilm mit Kraftstoff aufbaut, der beim spontanen Gasgeben (aufgrund des nun erhöhten Gasstroms) in den Motor gespühlt wird und das kurze Kraftstoffloch ausgleicht. Hat man beim 28H1-1 den Leerlauf gut abgestimmt, fällt das Abmagern beim Gasgeben daher kaum noch auf - auch ohne Beschleunigerpumpe.


    Beide Powerjet-Varianten haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Ich finde den Begriff daher immer wieder irreführend. Im Mikuni arbeitet meines Wissens nach eine Zusatzdüse. Oder liege ich da falsch?


    Gruß, Felix

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  • die Beschleuniger Pumpe wird aber fast nur beim 4Takter verwendet.

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  • Mag sein, aber mir fällt kein Grund ein, dass nicht auch beim Zweitakter zu machen. Wenn ich mir den Lambdawert genau im Moment des Gasgebens aus dem Leerlauf anschaue, dann wäre es vielleicht gar nicht so verkehrt sowas auch beim Trabant zu haben.


    Gruß, Felix

  • ich könnte mir vorstellen das die Gasgeschwindigeit zu klein ist, kommt hat drauf an wie das dann genau gelöst wird.

    Probier es mal aus.

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  • Ganz einfach....es gibt nicht wirklich großvolumige Zweitakter mit Vergaser im Pkw nach 1960. Entsprechend auch keine Entwicklungen.


    Einzig...der Wartburg 353 mit Jikov-Register....hat ne Beschleunigerpumpe 😉

  • Pkw sicher nicht, aber schau mal bei die 2Räder,dort wurde das Pj meist elektr. gesteuert oder Einspritzung.

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  • Es gab auch PKW mit Zweitaktmotor die ab Werk eine Einspritzanlage verbaut hatten, z.B. der Gutbrod Superior. Das war damals zwar noch eine mechanisch gesteuerte Einspritzanlage, aber eben auch kein Vergaser mehr.


    Elektronisch nachgeregelte Vergaser kamen erst in den 80ern auf, da war die Ära der Zweitakter im PKW schon längst vorbei - zumindest außerhalb der DDR. :)


    Gruß, Felix

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  • an einigen Flug Modellen und Schneemobilen gab und gibt es auch eine Einspritzung aktuelle KTM Modelle auch.

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  • Teils auch die "50ger" Stadtroller mit Spritze.

    Aber Skidoo ist schon ganz vorn.


    Wer mal probieren will von Mikuni gibt es eine elektrische PJ Zusatzdüse zum Nachrüsten

  • drehzahlabhängig reicht mir nicht mehr, ich hätte gerne auch die Last mit einbezogen.

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