Der Winterschlaf steht an

  • Hallo, im Zusammenhang mit dem "Winterschlaf" habe ich auch noch eine Frage:
    Ich habe festgestellt, dass der Stand im Bremsflüssigkeitsbehälter im Sommer leicht gesunken ist und will ihn auffüllen.
    Da ich dies noch nie getan habe: Welche Bremsflüssigkeit nehme ich da am besten.
    Sicher gibt es auch dazu schon eine Diskussion; mir reicht einfach eine Antwort oder ein Verweis darauf.
    Danke! ?(

  • Wenn die Bremse in Ordnung ist brauchst du da auch nichts nach füllen. Wenn es trotzdem von nöten sein sollte kontrollier bitte mal deine Bremse, der sinkende Füllstand ist ein Indiz für einen Defekt.

  • Wieviele Kilometer bist du denn in dem Sommer gefahren? Durch Verschleiß an Trommeln und Belägen sinkt der Stand ja auch leicht.
    Ansonsten Bremsflü nach DOT4 nachfüllen, ich verwende SL6 von ATE.

  • Na bei nur 800 Kilometern solltest du mal alles auf Dichtheit kontrollieren.
    Wenn an Leitungen und Schläuchen nichts zu finden ist, dann gucke mal unter die Matte im Fahrerfußraum.

  • Es lohnt auch, den BreFlü-Behälter selber genauer anzuschauen. Ich hatte schon mal einen, der hatte einen Riß an einem der Schlauchanschlüsse und bei 1K-HBZ (so einer wird aber wohl kaum verbaut sein) habe ich es schon öfters gesehen, daß zwischen Behälter und HBZ was raussuppte. Sieht man nicht immer sofort, wenn untem am HBZ ein Tropfen hängt.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Nicht zu vergessen auch die Radbremszylinder. Da das Auto ja in der Zwischenzeit gefahren (und damit auch gelegentlich gebremst) wurde, ist das ebenfalls eine mögliche Ursache des Bremsflüssigkeitsverlusts.


    An der Vorderachse merkt man zwar eine auf Grund ausgetretener Bremsflüssigkeit "verölte" Bremse sofort, an der Hinterachse aber nicht unbedingt.


    Noch ein Tipp zur optischen Suche des Lecks: "Bremsflüssigkeit ist gut gegen Lack". Der Spruch fußt auf der Tatsache, dass in der Regel alle lackierten Oberflächen, die mit Bremsflüssigkeit in Kontakt kommen, früher oder später dadurch abgebeizt werden. D.h. Der Lack wird erstmal angelöst, später komplett durchweicht und löst sich danach - Runzeln bildend - von der Oberfläche ab.


    Gruß Steffen