Wann welches Mischungsverhältnis? 1:25, 1:33, 1:40, 1:50

  • hallo,


    hab günstig nen etwas unvollständigen motor + getriebe bekommen, dessen alter mir der verkäufer nicht sagen konnte. wenn ich den in betrieb nehmen wollte, müsste ich das doch aber wissen, oder? wegen dem mischungsverhältnis ...


    ich sehe nur einen älteren vergaser, antriebswellen mit 2 steinen, und eine drehstrom-lima. also wohl nicht gerade einer der allerletzten baujahre. aber von wann genau? ich hab da was mit oberem pleuelauge in erinnerung ...


    aber wovon hängt denn nun das mischungsverhältnis ab? zylinderbeschichtung? kurbelwellen- und pleuellager? 2t-öl? möchte den nicht unnötig verheizen ... hab schon 2x kurbelwellen-totalschaden fabriziert, und im südwesten sind motoren rar :o(


    danke, pit

  • Und auch den wirst du vermutlich schrotten. Egal wieviel Öl. Alles unbekannter Herkunft kannst du knicken.
    1:33 bei Gleitlager oben, 1:50 bei Nadellager. Grobe Richtung, wie man es früher gemischt hat.

  • Und was macht man dann damit? ;-)
    Nichts. Aus der Beschreibung entnehme ich einen 84er Motor. Und nun rate mal, was 84 so kam ;-)

    Edited once, last by heckman ().

  • Die Drehstromlichtmaschine kann man überall einbauen. Da würde mir das Herstellungsjahr des Motors etwas sicherer sein.

  • Richtig. Da ist aber noch ein älterer Vergaser und was mit zwei Steinen ;-)
    Ist ja nur ne Schätzung.

    Edited once, last by heckman ().

  • 1:33 und 1:50 daran ist nichts zu rütteln!
    Lieber ein kleinen schlück mehr, als zuwenig!

  • Aha, der "Extraschwapp". Da haben wir ihn wieder.


    Das aß soll ni heißen nen halben Liter mehr! Ich Tanke fertigen bei uns gibts noch 1 Tanke mit 1:33 und 1:50 :P

  • Ab April 1974 Mischungsverhältnis 1:50 in jeder Situation und gut.


    Ansonsten kann ich heckman nur zustimmen. Man muss immer damit rechnen, dass jeder eingelagerter Motor, der nun nach 5, 10, 15 oder 20 Jahren wieder angerollt wird, relativ bald (wenn nicht sogar gleich) Probleme macht. Ich habe auf sowas keinen Bock mehr bzw. auch noch nie gehabt, musste auch glücklicherweise nie drauf zurückgreifen, gelagerten Schrott einzubauen. Schon akustisch würde mir ein solcher Motor keinen Spaß machen.

    Edited 2 times, last by IFA_Alex ().

  • 1:33 bei Gleitlager oben, 1:50 bei Nadellager. Grobe Richtung, wie man es früher gemischt hat.


    danke.
    kann ich daraus schließen, dass lediglich die gleitlager vom pleuel 1:33 brauchen, oder ist das nur der indikator fürs baujahr, und auch andere bauteile wie z.b. kurbelwellenlager und zylinder verlangen ebenso das fettere gemisch?


    Ich würde sagen, Du schaust als erstes mal nach der Motornummer.


    hier die motornummer: 65-052709*

  • Moin , der IFA-Industieverbund ( oder irgendwie ähnlich genannt ) hat Anfang 1990 offiziell nahezu alle in der kleinen Republik gebauten Zweitaktmotoren , bei Verwendung der neuen Zweitaktöle , für 1:50 freigegeben . Einzigste damals genannte Ausnahme ist der Zweitakt-Außenborder Pfeil . "Pleuelgleitlager-Motoren" trotzdem mit 1:33 : warum nicht. Vielleicht hat einer aus dem Forum noch den damaligen "Straßenverkehr" von Anfang der Neunziger? Gruß!

  • Die Motornummer nützt garnichts. In jedem noch so alten 600cm³-Gehäuse kann eine Welle letzter Bauart mit Nadellagerung am Kolbenbolzen drin sein.
    Oberstes Konstruktionsprinzip bei Sachsenring, und auch Barkas, war die Abwärtskompatibilität, auch wenn sie vielleicht damals noch nicht so hieß.
    Gerade bei den alten Motoren ist die Chance dass der noch nie instandgesetzt wurde, ziemlich gering.