Motor überprüfen

  • Guten Tag liebe Gemeinde :D
    ich habe mich hier schon einmal durchgewühlt und bin aber nicht fündig geworden,darum die Frage:
    Ist eine überholung der Kurbelwelle immer nötig oder gibt es Hinweise auf die Notwendigkeit,ohne das ich sie dafür ausbauen muß.
    In meinem Fall handelt es sich um einen 601 aus 1989,der bislang ohne verdächtige Geräusche gelaufen ist und erst beim ausbau nach einem Unfall ist mir eine starke Verschmutzung am rechten Zylinder aufgefallen,die den Verdacht auf eine defekte Kopfdichtung lenkte. Diese überprüfung steht aber noch an.
    Der Tachostand liegt bei 86000km,was ich für realistisch halte und wenn ich mir die Fahrleistung von dem kleinen im direkten vergleich zu anderen Trabis hier am Ort vergegenwertige, scheint der Motor immer noch sehr gut im Futter zu stehen,die meisten hier fahren da wohl schon mehr auf Material und das möchte ich halt nicht machen.
    Mein Plan ist jetzt mal die Köpfe abzunehmen und wenn die Zylinderbahnen ohne Schäden sind,mit einer Fühlerlehre die Abstände zwischen den Kolbenringen und der Zylinderwand zu überprüfen,soweit der Plan.
    Sollte das alles im grünen Bereich sein,wäre ein ausschleifen doch erst mal sinnbefreit,oder?
    Also nehmen wir an das es so ist,wie überprüfe ich dann die Kurbelwelle?
    Mit freundlichen Grüßen
    Jörg

  • Den wenigsten werden objektive Methoden zur Verfügung stehen, die Kurbelwelle zu prüfen. Meist dreht man die Kolben auf Verdichtungsposition (ca 90° Kurbelwinkel) und dreht am Lüfterrad leicht vor und zurück, um das Spiel in den Pleuellager zu beurteilen. Das ist allerdings sehr subjektiv. Das Axialspiel der Hauptlager kann man auch nur schwer prüfen. Hinzu kommen Drehschieber, die sich erheblich in die Mitnehmer einarbeiten. Das kann man von außen nicht sehen.
    Das Gehör, das das Klappern wahrnimmt ist auch nur subjektiv und erfordert eine Menge Erfahrung zur Interpretation. Das Problem Nummer 1 der Kurbelwellen Deiner Baureihe, sind die Lager 2 und 3 in der Mitte. Hier zerlegt sich oft der Käfig. Wenn dass passiert sind Folgeschäden oft erheblich.
    Du möchtest das Stoßmaß der Kolbenringe prüfen? ich sage Dir gleich, es ist riesengroß. Eine so dicke Fühllehre hast Du nicht.
    Wenn Du der Meinung bist, die Geräusche halte sich auf normalem Niveau, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, ein Versuch zu starten, die Undichtigkeiten zu beseitigen. Dabei solltest Du Dir auf jeden Fall die Dichtungen am Krümmer genauer ansehen. Wenn die Schrauben einmal nicht korrekt fest sind, bleibt es für immer undicht, weil die Fläche am Zylinder abreibt. Da müsste dann geplant werden.

  • Lese ich das richtig,ihr wollt den Spalt zwischen Kolbenring und Zylinderwand messen?
    Wenn du da was zwischen kriegst dann kannst das neu machen.


    Wenn der Motor tatsächlich soviel runter hat und ich den einmal zerlege dann kommt das neu.Da wäre mir die Arbeit zu schade.

    Edited once, last by Low Budget ().

  • Ich antworte gleich auf deutsch damit ich nicht missverstanden werde.
    Wer so etwas schreibt wie Du Jörg ist weder in der Lage die Zylinderpaarung zu messen, noch eine Welle zu beurteilen! ;)

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • V603 : Genau das zerlegen der Lager ist es was mir Gedanken macht,den Rest sehe ich auch entspannt und an die komme ich ja nicht ran ohne den Motor völlig zu zerlegen.Die Krümmerdichtung war dicht,da wurde sauber gearbeitet.

  • Wenn dir irgendein Lager im Motor kaputt geht oder ein Kolbenring bricht, dann ist der Schaden größer.
    Dann ist das Kurbelgehäuse in Mitleidenschaft gezogen und ggf. nicht mehr verwendbar.


    Was spricht dagegen den Motor auszubauen und zu zerlegen?

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de

  • @Fg601:Mag sein,ich repariere auch normal nur Hydraulikantriebe und Werkzeugmaschinen,darum habe ich hier nachgefragt.Ich sträube mich halt einfach etwas zu zerlegen,was bisher störungsfrei gelaufen hat. Wenn ich aber lese das sich Lagerkäfige zerlegen können,dann kann ich mir auch ausmalen was dann auf mich zukommt,darum die Frage wie man es "einfach"prüfen kann. ;)
    Bis hier erst mal Danke ^^

  • Dann zerlege den Motor und prüfe alles, oder lass ihn gleich zusammen.

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  • Warum, bitte schön, soll er jetzt dabei gehen, den Motor zu zerlegen?
    Fg601 : Callahan wollte keine Fernbeurteilung seiner Fähigkeiten. Auch nicht auf deutsch.
    Ich halte es für sinnfrei, Callahan derart von oben herab zu antworten. Vielleicht findet sich jemand in der Nähe, der das eher beurteilen kann.

  • 86000 km ist jedenfalls eine Laufleistung, die eine Motorüberholung nahelegt. Ob Deine Lager noch bis 100.000 km halten oder bei 88.000 km auseinanderfliegen, ist kaum vorhersagbar. Man kann jetzt unerschrocken weiterfahren und warten, bis verdächtige Geräusche auftauchen oder auf Nummer sicher gehen und den Motor regenerieren (lassen). Das ist am Ende eine Frage davon, ob das Auto zuverlässig laufen muß und ob man damit leben kann, im Schadensfalle den Motor irreparabel zu beschädigen. Wie der Zylinderverschleiß beurteilt werden kann, steht im WHIMS beschrieben.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Er möchte seinen Motor beurteilen so weit ich das verstanden habe. Dann erkläre doch einfach wie er das machen soll mit der Fühler Lehre und der Welle im Gehäuse!
    Sag mir, warum man das nicht richtig machen kann, warum muss man an den Motoren im rum pfuschen?

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  • Was spricht dagegen den Motor auszubauen und zu zerlegen?


    Weil diese Handlungsweise bei gegenwärtigem Kenntnisstand nur Aktionismus ausdrückt.
    Dirty Harry braucht Unterstützung bei der Beurteilung des Verschleißzustands der Kurbelwelle. Ihr scheint davon überzeugt, dass er das beurteilen kann, wenn die Kurbelwelle ausgebaut ist. Ich bin es nicht. Also gebe ich ihm auch nicht diesen Rat. Hätte der Motor 20 Jahre gelegen, wäre ich da voll bei Euch. Aber der Motor ist bis vor kurzem im Einsatz gewesen.
    Die Lebensdauer dieser Kurbelwellen ist unberechenbar, das wissen wir alle. Genau so, wie die Lagerkäfige bei einer neuen Welle innerhalb von 5000km auseinander fliegen können, kann es jetzt passieren oder auch nie. Ich habe genügend Wellen gesehen, die Laufleistungen deutlich über 100.000km (der Wert, für den sie geplant waren) erreicht haben. Freilich nehmen Grundgeräusche zu, aber das Klappern ausgeschlagener Pleuellager kann zu jeder Zeit kommen. Und genau DAS ist eines der Kriterien, die Welle sofort zu erlösen.
    Im OP schreibt Callahan, dass er keine verdächtigen Geräusche feststellte. Freilich kann es sein, dass er sich (schleichend) an das Klappern gewöhnt hat. Deshalb fragte ich auch ob es vielleicht jemanden in der Nähe gibt, der sich das mal von dichtem ansieht. Damit ist ihm wahrscheinlich am meisten geholfen.
    Mit einiger Sicherheit hat die Kurbelwelle das größte Stück hinter sich. Wenn sie es aber noch tut, würde ich auch Kolben und Zylinder eine Chance geben: Gibt es Fressspuren? Sind die alle Kolbenringe beweglich?
    Eventuell die Ölkohle entfernen, und mit neuen Dichtungen weiterfahren. Das Stoßmaß an den Kolbenringen liegt garantiert außerhalb der Norm. Aber wenn der Motor, bis auf die Undichtigkeit, gut läuft, wäre das allein kein KO-Kriterium für mich.

  • Und warum kann man den Motor nicht öffnen vermessen und eventuell neu abdichten und gut?Wenn die laufleistung stimmt ist der eh verschlissen. Wie sich ein guter Motor anhört wissen eh die wenigsten.

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  • Ich mal wieder,
    bitte keine Saalschlacht deswegen.
    Ich gebe zu,das sensiblere Naturen wie ich da bestimmt verschnupft reagiert hätten,aber diese Frage,warum pfuschen und nicht gleich anständig machen,stelle ich auch sehr oft,gerade bei US-Fahrzeugen,da schraubte ich bislang dran rum.Und da wird richtig viel Mist gebaut.
    @Fg601:Natürlich kann ich weder Zylinderpaarungen erkennen,noch die Kurbelwelle beurteilen,darum hier die Frage ob es da einen"einfachen" Weg gibt.
    Ich werde die defekten Dichtungen ersetzen und dann kommt dieser Motor erst mal wieder an seinen Platz und zum Ende der Saison kommt ein "neuer" Motor rein.
    Hier fahren reichlich Leute mit weniger Ahnung umher (ist halt der Westen ;) ) und da hört man Motorgeräusche die sogar mir Angst machen,aber irgendwie sind diese Motoren noch leidensfähiger als alles was Ford und Chrysler gebaut haben.Die erforderliche Literatur habe ich auch hier liegen und natürlich auch schon zu rate gezogen,aber bislang sagte ich immer never touch a running system,aber bislang hatte ich auch noch nicht mit Motoren zu tun,bei denen die Kurbelwellenlager einen Selbstzerstörungsmechanismus darstellten X(
    Ach ja,ich vermute mal,das sich mein Motor auch nicht wie neu anhört,aber die Trabipiloten hier im Westen,gucken einen immer blöde an,wenn man fragt ob sie ihren Motor schon mal überholt hätten oder ob ihnen die Laufleistung von über 100000km keine Sorgen macht. :thumbdown:
    Also erst einmal Danke für die trotzdem konstruktiven Vorschläge.
    Und vieleicht mal,wenn jemand Lust hat,auch per PN, wo kann man ruhigen Gewissens einen überholten,bzw sauber gemachten Motor erwerben. Hier in meiner Region ganz sicher nicht!