Lenkrad abziehen, Kerbstift ausdrücken

  • Ich habe mir Gedanken gemacht, wie man möglichst einfach den Kerbstift aus der Bohrung im Lenkstock drücken kann.
    Es gibt hier ein Thema, wo sich jemand extra ein Ausdrückwerkzeug hat bauen lassen. Ich wollte es erst einmal mit Hausmitteln versuchen.


    Ich brauchte dazu einen Abzieher (gibts z.B. bei ibäh), zwei Unterlegscheiben (Durchmesser 30mm, 10mm Bohrung), eine Rohrzange und ein en Bolzen 8mm bzw eine Schraube.
    (Bild 61)

    Die Spitze an der Spindel muß man glattfeilen, damit sie nicht ständig vom Kerbstift rutscht.Ist der Kerbstift soweit wie möglich ausgedrückt, nimmt man eine Schraube als Bolzen zu Hilfe, um den Stift weiter herauszudrücken. Das Gewinde des Abziehers paßt leider nicht durch das Loch der Bohrung im Lenkrad. Ich habe keine Abzieher gefunden, deren Gewinde unter 8mm (Durchmesser des Kerbstifts) hat.
    (Bild 63)

    Die Unterlegscheibe leidet etwas unter den Kräften und verbiegt sich. Das ganze System ist sehr lavede, weshalb etwas Fingerspitzengefühl gefragt ist und man immer wieder abrutscht. Man kann auch 2 Unterlegscheiben nehmen, allerdings ist das dann so wackelig, daß ich damit nicht arbeiten konnte.
    (Bild 65)

    Den Lenkstock mußte ich ziemlich brutal mit der Rohrzange und Kraft lösen. Auch ohne Kerbstift steckt er ziemlich fest in der Aufnahme.
    (Bild 64)


    So habe ich also das Lenkrad im "Trockenversuch" (abgesägter Lenkstock) derfolgreich demontiert. Allerdings gelingt es mir nicht, den Kerbstift wieder gerade durch die Bohrungen einzuführen. Wer weiß Rat?
    Besonders, daß ich den Stift nicht wieder hinein bekomme, weil er sich verkantet und ich nicht genau in der Achse drücken kann (die Vorrichtung wackelt ziemlich), halten mich davon ab, das Ganze am "lebenden Objekt" zu praktizieren. Raus geht es jedenfalls ganz gut, aber rein nur mit Glück.


    Was nutzt es mir, wenn ich das Lenkrad "schonend" (ohne die ganze Einrichtung zu zerhämmern) ausbauen kann, aber des neue Lenkrad nicht eingedrückt kriege? Vielleicht fällt mir dazu noch was ein. Lenkstock ausbauen ist jedenfalls nicht ideal.
    Ich möchte auch anmerken, daß mein altes Lenkrad auf dem Bild, Hammerschläge auf den Bolzen sehr übel nimmt, reißt und dann wieder neu gespachtelt werden muß. Daher suche ich nach Methoden, die ohne grobe Gewalt auskommen.

  • Ich würde solche Spielereien ganz lassen und mir den passenden Ausdrücker bauen. Das geht schneller als das da.

  • Ein vom Durchmesser etwas kleineren Schraubendreher /Schraube plus Hammer geht noch schneller...

    Was klappert ist noch nicht abgefallen...

    Edited once, last by Der_Terrorist ().

  • [offtopic]Schon als Kind beim UTP/PA-Untericht und später in der Lehre haben wir bei der Arbeitsschutzbelehrung gelächelt, wenn es um Uhren und Ringe ging. Viele Jahre später habe ich mal mit jemanden gesprochen, der bei dem Thema nicht mehr lachen konnte: ihm fehlt ein Finger.[/offtopic]


    @Heckman: Wenn man bedenkt, wie oft ein durchschnittlicher Schrauber genau diesen Ausdrücker braucht, muss man abwägen, mit welchen bereits vorhandenen Werkzeugen so eine Arbeit ohne Zerstörung und Verletzung geleistet werden kann.
    @Terrorist: Siehe vor! Ich brauche meine Schraubendreher für Schrauben.
    TV P50 : Feines Gerät! Hast Du mal darüber nachgedacht, die Druckschraube auszubohren und einen gehärteten Stift einzusetzen?


    Wenn schon Hammer, dann rate ich dringend zu einem zweiten Mann, der mit einem noch größeren Hammer auf der anderen Seite dagegen hält. Und last but not least einen Durchtreiber 7mm.

  • bolzen/splint lenkrad?[/url]


    @ TV P50
    Genau den habe ich gelesen. Dein Ausdrücker ist erstklassig, aber das Ziel war, es mit einfacheren Mitteln zu bewerkstelligen.
    Bekommst du den Bolzen mit deinem Werkzeug auch wieder eingedrückt? Wie geht das?


    Heraus bekomme ich den Bolzen (mein Testbolzen war aber auch glatt und ohne Rost) auch mit meiner Pfuschmethode, aber nicht wieder hinein.
    Ich bekomme ihn nicht genau in der Achse der Löcher eingedrückt. Er steckt beim Ansetzen schief im Loch und dann kann ich mit meinem Wackeldingens keinen Druck mehr ausüben.


    Wir werden wohl den Schaltstock ausbauen und dann mit einem kleinen Schraubstock freischwebend hinterm Lemkrad eindrücken. Keinesfalls hämern! Die Plaste des alten Lenkrads ist bei Erschütterungen wie ein rohes Ei.

    Wo sind die Trabifrauen?


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  • Moin,
    - ein Mann
    - ein Hammer
    - ein Durchschlag
    - und 5 Sekunden
    - immer geklappt


    Gruß
    Frank

  • sehts doch mal so ...das Mädel macht sich gedanken und das finde ich gut :thumbup:

  • Die Frage die sich auch im Alltäglichen Leben immer öfter stellt und letztendlich auch die Spreu vom Weizen trennt ist nicht ob man eine Arbeit schaft, sondern wie und mit welchem Hintergrund es auf andere Weise vielleicht besser ist?


    Für den Abzieher von TV gab es auch mal Halbschalen aus Pertinax mit denen es dann noch einfacher war, weil der Abzieher dann nicht selbstständig verutschen wollte. Wenn man dann den Stift angesetzt hatte und die Halbschale, die natürlich eine Durchgangsbohrung für den Stift hatte, über den Stift "gestülpt" hat, ging das einziehen des Stiftes auch ohne das der Abzieher durch schiefes drücken rummeierte.

  • Es gibt eben Schlosser und Mechaniker und wenn beide eine Arbeit verrichten ist es noch lange nicht das gleiche. ;)

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  • Bekommst du den Bolzen mit deinem Werkzeug auch wieder eingedrückt? Wie geht das?


    Die Schraube die drinne steckt ist zum ausdrücken.....die Schraube die daneben liegt ist zum eindrücken.