Problem mit Benzinhahn und Vergaser HB4-1

  • Hi Leute,


    vor kurzem habe ich einen Trabant im halbzerlegten Zustand für fast kein Geld erstanden. Ich habe bereits einige Aersatzteile bei LDM und Trabantwelt besortgt. Dabei ergaben sich folgende Probleme.


    Benzinhahn: Scheinbar sind die 4-Lochdichtung und die Dichtung für den Wassersack zu dick. Beides bekomme ich nicht richtig zugeschraubt. Der Wassersack springt immer wieder ab (Gewinde sind aber i.O.). Auch den Hahn selbst bekomme ich nicht richtig zugeschraubt. Die Nase steht über der Führung, sodass die Anschläge nicht erreicht werden. Habt ihr solche Probleme auch schon gehabt?


    Vergaser: Verbaut ist ist 28HB4-1. Dieser war ebenfalls schon zerlegt. Ich habe ihn gereinigt und bin dabei ihn wieder zusammen zu bauen. Dafür habe ich mir ein Dichsatz bestellt. Allerdings weiß ich nicht genau wo der weiße Dichtring hingehört(Bild).Alle anderen Dichtringe sind rot bzw. schwarz(Gummiringe). Weiterhin habe ich den Gummiring von der LL-Luftregulierschraube ersetzt. Da diese aber schon entfernt war würde ich gern wissen, ob es eine Grundeinstellung für diese gibt? Diese ist ja für einen guten Motorlauf nicht unerheblich oder? Habt ihr generell einen Tipp für eine gute Vergasereinstellung für diesen Typ? An welchen Schrauben muss ich wie schrauben? Und ist das ohne Werkstattbedarf übrerhaupt möglich?


    Danke und LG



    [Blocked Image: http://nimga.de/m/qlfeJ.jpg]

  • Welche Dimension hat denn der Ring?


    Solche Probleme mit den Benzinhahndichtungen hatte ich noch nie, lediglich damit, daß das Gewinde am Plastewassersack nur noch ungenügend griff. Seit ein Aluwassersack montiert ist, ist's dort wieder völlig dicht.


    Grundvoraussetzungen beim Vergaser sind eigentlich "nur": Drosselklappenwellenlagerung noch dicht, Schwimmerniveau OK, SNV dicht, Flansch plan. Optimale Einstellung muß man eh suchen, das betrifft auch die Leerlaufluftschraube, aber starten kann man mal mit 1 Umdr. offen. Kann aber auch sein, daß man die Leerlaufgemischdüse anpassen muß, wenn der Verstellbereich der Schraube nicht reicht.


    Das Luftsteuerventil sollte natürlich auch vernünftig eingestellt sein und - wichtig - der Umluftschlauch dicht sein. Mit PVC hab ich da schlechte Erfahrungen, Kraftstoffschlauch geht gut und ist dicht.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Der ring hat einen außendurchmesser von 16mm. Der innendurchmesser beträgt 11mm.


    Wie kann ich die drosselklappenlagerung auf Dichtheit prüfen und eventuell korrigieren?


    Die Leerlaufgemischdüse ist aber nicht einstellbar? Diese kann man doch maximal austauschen oder?

  • Mhh, gute Frage, der Kraftstoffanschluß ist M12, Verschlußschraube am Luftsteuerventil auch größer, k.A. wofür der sein soll. Dichtung Düsenträger HD vielleicht? Hätte zwar schwören können, ich hab da Dichtringe mit 10er Innendurchmesser im Einsatz, müßte ich aber nachsehen, 11 geht vielleicht auch...


    Bei der Welle schaust du einfach, ob Spiel vorhanden ist. Wenn ja, müßte neu ausgebuchst werden.


    Die LGD kann man natürlich nicht verstellen, nur tauschen bei Bedarf.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

    Edited once, last by Gunnar ().

  • Also an der Hauptdüse habe ich schon einen entsprechenden Ring verbaut. Vllt sollte ich mal direkt bei dem Shop anfragen.


    Nach rechts bzw. links (axial) darf die Drosellklappenwelle Spiel haben oder? Wichtiger ist hier ein Spiel in vertikaler (radial) Richtung oder?


    Bei geöffneter DK ist ein vertikales Spiel spürbar. Gibt es sowas wie Ausbuchssets? Kann mann das alleine überhaupt reparieren?

  • Richtig, das Radialspiel soll möglichst klein sein. Axial wird die Welle durch die DK selbst und durch eine kleine Schraube geführt; wenn letztere am Schaft verschlissen ist, wird das Axialspiel auch größer.


    Fertige Sets gibts m.M.n. nicht. Mit der richtigen Ausrüstung kann man das auch selbst, man muß halt genau ausbohren, die neuen Buchsen einpressen und passend reiben.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Muß sagen, daß ich mit den Sets von Trabantwelt auch nie Probleme mit der Paßgenauigkeit hatte und langfristig irgendwie auch weniger Ärger mit der Dichtheit insbesondere der 4-Loch-Dichtung. 2011 eingebaut, seitdem dicht bei täglichem Einsatz.


    Und daß die Plaste-Wassersäcke gern mal am Gewinde überspringen, sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Den Aluersatz kann man ordentlich festziehen und der bleibt es dann auch.
    Alle anderen Ersatzteile sind natürlich sehr zu empfehlen, ist durchaus kein Luxus, die Siebe mal zu erneuern.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Ich häng mich hier mal rein: Welches Fett muss in den Nockenraum? Was kommt SWD 712 am nächsten?

  • So ich hab mal noch eine Frage da der Vergaser ja schon zerlegt und z.t. unvollständig war weiß ich nicht genau wie das starteroberteil zusammengebaut wird. Könnt ihr mir bitte helfen

  • Hat denn niemand einen tipp für mich

  • http://www.trabitechnik.com/index.php?lang=de&page=43&page_number=4#02.5.2.5. Startvergaser der Baumuster 28 HB pr%C3%BCfen


    Hier ist eigentlich alles ersichtlich. Das kleine Federblättchen, das in der Abbildung keine Nummer trägt, ist dafür verantwortlich, daß man die Stellungen zu - halb offen - offen klar unterscheiden kann; der Schieber rastet dann ein. Sollte er das nicht tun, kann man die 3 punktförmigen Erhebungen ganz leicht nachkörnen.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Das ist für mich leider nicht wirklich ersichtlich:(


    Das besagte Plättchen passt in 2 positionen. Die nase des Plättchens passt halt im starteroberteil in beide nuten.


    Und der drehschieber hat ja quasi 4 Öffnungen. Ein miniloch (warmstart), ein rundes loch und zwei weitere. Aber wie bau ich diese zu den löchern im vergaser ein? Es müssen doch sicher die Öffnungen des drehschiebers zu denen des vergasers passen.

  • Hat noch mal wer nen rat oder muss ich das demnächst durch probieren raus finden

  • Das ist doch eigentlich selbsterklärend. Der Choke hat drei Stellungen 0 - 1/2 - 1. Du mußt das halt so zusammenbauen, daß in Stellung 0 nix durchgeht, in 1/2 ein bißchen und in 1 viel. Wenns gar nich anders geht, mache ich morgen mal einen auf und fotografiere das für Dich ;-)

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Hey na das wäre ja ein feiner zug von dir:-)

  • Ok ich bin glaube zu doof dazu. Egal wie ich den drehschieber zum vergaser hin drehe....es bleibt immer was auf. Komplett zu gehen die Öffnungen nicht.


    Das bild wäre eine große hilfe

  • So, hier mal drei Bilder: Bild 1 zeigt, wie der Choke auf dem Vergaser sitzt, Stellung 1/2.
    Bild 2 Choke abgenommen
    Bild 3 Choke und Vergaser gegenübergestellt, wie gesagt, Stellung 1/2
    Ich hoffe, das hilft Dir!


    Viel Erfolg!

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Super das hat mir geholfen. Besten dank:-)

  • Hallo.


    Ich habe das selbe Problem mit der vierloch Dichtung von Trabantwelt für den Benzinhahn. Die ist viel zu dick. Gibt es schon neues bezüglich Passgenauigkeit dieser Viton Dichtung.