Trabant räuchert während der Fahrt und ZK Bild sehr hell

  • Alles jammern auf hohem Niveau ;-)
    mal H 260 fahren.....
    Ich hab Ennatz bewusst erstmal den Block eingebaut, damit er nicht gleich den neuen Motor killt. War aber unbegründet, da er doch recht verhalten fährt (was ja nicht bei jedem 19-jährigen so ist)....
    Ich kann dir auch gerne einen 1-1 zurecht machen und dann kucken wir mal.
    Und ja, der Block ist im ersten Moment besser. Man kommt an alle wichtigen Düsen, ohne gleich alles zu zerlegen.
    Und unbedingt saufen muss er ja auch nicht, wie sich bestätigte.

    Edited once, last by heckman ().

  • wie kann man denn sehen welcher Vergaser zu einem 23PS und welcher zu einen 26PS Motor gehört?


    Gruß
    Kalle

  • Schau mal bei trabant-original.de vorbei und lies nach. Der 23 PSer wurde bis 1968 verbaut, so hab ich das in Erinnerung. Dein 68er war doch einer der letzten mit 23, oder Heckman? Und mit dem neuen Motor wird auch ein neuer Vergaser gekommen sein. Also sind alle 601-Vergaser bis '68 für den 23-PS-Motor.

  • ja aber woher woher weiß ich welcher vergaser zu welchem Motor gehört da ja das Baujahr nicht auf dem vergaser drauf steht zumindest nicht bei meinem

  • Na der Typ steht doch aber drauf. Und da steht ja dann, bis wann dieser gebaut wurde.

  • Für Trabant 601:


    Ab 9/1964 der 28 HB 2-3, ab 5/1967 der 28 HB 2-4, ab 5/1968 der 28 HB 2-6. Alles Vergaser für 23PS- Motoren.


    Dann ab 12/1968 der 28 HB 2-7, ab 4/1975 der 28 HB 2-8, ab 11/1976 der 28 HB 2-9, ab 1/1981 der 28 HB 3-1, ab 7/1982 der 28 HB 4-1 und ab 7/1984 dann der 28 H1-1.


    So in etwa müsste das hinkommen. Teilweise wurde an den einzelnen Vergasern selbst in den Jahren noch etwas verändert, bspw. Ende 1985 eine neue Hebelübersetzung für die Starterklappe des 28 H1-1.


    Ich stimme Deluxe zu. Ein ordentlicher 28 H1-1 macht ebensoviel Spaß wie ein alter Blockvergaser. Hinzu kommt die Freude an der Tankstelle und ich kann mich nicht entsinnen, einem Motor etwas von seiner erreichbaren Laufleistung genommen zu haben. Gerade bei den heutigen Ölen nicht.

    Edited 2 times, last by IFA_Alex ().

  • ich kann mich nicht entsinnen, einem Motor etwas von seiner erreichbaren Laufleistung genommen zu haben.


    Ich auch nicht.
    Mir ist in meiner ganzen Trabantzeit und über mehrere 100.000km genau ein einziges Mal ein Motor so ausgestiegen, daß es nicht mehr weiterging. Da hatte sich eine Drehschieberfeder verabschiedet, der daraufhin aufgespaltete Schieber hängt heute noch bei mir über der Werkbank.


    Und nein - mit Einführung des H1-1 hatten die Motoren natürlich kein halbes PS mehr, lieber Ennatz...


    Aber Du wirst mir sicher zustimmen wenn ich sage, daß die Dauerüberfettung der alten Vergaser im Teillastbereich (womöglich noch in Verbindung mit 1:33 und sonstigen ölreichen Gemischvarianten) zu mehr Verkokung führt, wodurch die Lebensdauer des Aggregats beschränkt wird.
    Ich weiß ja nicht wieviele Motoren aus jenen Jahren Du schon zerlegt hast...bei mir waren's so einige...

  • Gegen korrekt eingestellte und gewartete 1-1 werd ich nie was sagen, ich hab ja auch noch keinen gehabt. Ich habe nur den Blockvergaser verteidigt und meine Erfahrungen geschrieben. Und nach meiner Erkenntnis säuft ein guter Block bei sinnigem Gasfuß nicht über die Maßen mehr und hat Vorteile, die er gerade bei der Wartung ausspielt. Aber eben auch den Nachteil, dass er gerade im Stadtverkehr überfettet läuft.


    Es ist mir im Grunde egal, was da vorn dranhängt. Es sollte nur ein relativ leicht zu wartendes Teil mit akzeptablem Verbrauch und gutem Fahrkomfort sein. Akzeptabel find ich alles bis knapp über 8 Liter bei durchdachter Fahrweise.

  • Ok - das ist dann aber reine Geschmackssache.
    Ich finde knapp über 8l einfach mal zuviel für ein 600kg-Auto.
    Diese Verbäuche nehme ich aber bei den frühen Jahrgängen selbstverständlich auch in Kauf. Der 70er hat sich mit QEK am Haken auch schonmal 13-14l genehmigt.


    Aber Spät-80er Jahrgänge im m.o.w. Alltagseinsatz dürfen bei mir und nach meinem persönlichen Geschmack keine 8l schlucken...


  • lieber Ennatz...


    Schön endlich mal zu wissen, dass du mich auch lieb hast :) Leider musste ich dumm rumpflaumen, weil meine Beiträge ja scheinbar grundsätzlich in die andere Richtung verstanden werden müssen.


    Natürlich hast du recht, da geh ich auch voll mit, dass 8 Liter zu viel für das kleene Auto sind. Aber -und das sagst ja gerade du sehr häufig- reden wir hier über einen Motor, dessen Ursprung in weiter Vergangenheit liegt und auf dem Zweitaktprinzip beruht. Da sind 8 Liter für mich völlig normal und in Ordnung, solang ich auch was davon habe, sprich nur mäßiges Schieberuckeln, poblemloses Erreichen der Höchstgeschwindigkeit, etc.


    Wie schon gesagt: Mit dem korrekt eingestellten 1-1 wird man keine Lebensdauer wegnehmen, die wird ja eh eher von "DDR-Qualitätsarbeit" geschmälert. Ich sehe es nur sehr kritisch, dass sich Leute feiern und zu Helden ernennen, wenn sie mit ihrem Trabant 4,5 Liter verbrauchen und ja ganz umweltfreundlich dazu 1:100000 fahren. Da glaub ich einfach nicht, dass das dem Motor gut tut!

  • Auf der Autobahn nach Wuppertal mit konstanten 75 - 80 km/h und häufigen Lastwechseln habe ich auch schon 5,5l/100km geschafft. Der Motor hats überlebt. Ich glaube, regelmäßiges Ausfahren an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit streßt ihn mehr, weiß es aber auch nicht genau. Ich stelle mir nur immer vor, wie sich dann das ganze Kurbelgehäuse samt Kurbelwelle aufheizt und beim anschliessenden Gaswegnehmen dann mit wenig Frischgas leben muss, obwohl es so heiß ist. Aber wenn ich meinen Motor nicht hin und wieder drehen lasse, wird er dann lahm? Habe ich bspw. irgendwann an den Umkehrpunkten die berühmte Kante, über die sich die Kolben dann quälen müssen? Wo liegt das optimale Verhältnis zwischen mäßiger Belastung und Volllast? Ich weiß es nicht! Ich kann nur sagen, dass ich sowohl meine als auch andere Trabis mit dauerhaften 80km/h am liebsten bewege, ebenso meinen Warti bei 100km/h halte. In dieser Saison bin ich einmal Vollast mit dem Wartburg gefahren, habe beim Abtouren aber kurz den Shoke gezogen, was ich generell auch beim Trabant nach kurzen Volllast- Etappen mache. Vielleicht ist`s gut so, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls hatte ich noch keinen Motorschaden an irgendeinem meiner Fahrzeuge.


    Will sagen: Jeder fährt, wie er denkt, macht seine Erfahrungen und stellt seine Philosophien auf. Aber wer kann sagen, was nun das absolut Richtige ist?

  • Niemand!


    Ich meinte natürlich 4,5 bei vielen Volllastanteilen, bei konstant 60 packt das ja jeder ;) So wie du fahre ich eigentlich auch. Vielleicht 10 km/h schneller, so halt:


  • Na ich dachte es steckt Eifersucht oder so dahinter, dass wir uns hier ständig grundlos und indirekt ankacken... Das belastet mich sehr, denn ich fühle mich von dir oft missverstanden. Das ist noch nicht lange so und ich verstehe nicht, warum wir dieses Tal durchschreiten müssen...