Ausgeschlagene DK Welle mit Wellendichtringen versehen

  • Moin moin.


    Ich weiß nicht ob es das hier schonmal gab aber mich hat es genervt das die Welle bei einem meiner Vergaser (HB 28 3-1) ausgeschlagen war.
    Zum Buchsen einziehen fehlt mir das nötige Werkzeug, also hab ich mir mit paar kleinen Wellendichtringen geholfen.
    Hab dafür vorsichtig die Enden aufgebohrt und die Wedis rein und mit Spaltfüllendem Loctite zusätzlich noch gesichert.


    Ist für den ersten Versuch ganz gut geworden denk ich.


    Ein Bohrer mit ner 8mm Zentrierspitze vorn würde das ganze natürlich vereinfachen.

  • Find ich jetzt ehrlich gesagt nicht so gut und sehe sowas nur als temporäre Notlösung.
    Der Wellenkanal ist ja immernoch ausgeschlagen und wenn der Motor läuft wird die Dk bei wenig Gas rangezogen. Somit wird auch dein Dichtring immer eher einsetig belastet und damit wird er schnell wieder undicht werden. Der Kanal dient ja auch zur Führung.


    Ein paar Wochen wird das sicher gehen, aber such dir lieber einen anderen Vergsaer oder mach es richtig. Wenn du ihn dann ausgebuchst hast, ist der Wedi als zusätzliche Abdichtung natürlich eine super Lösung um Undichtigkieten an der Dk zu beseitigen. Muß man die Buchse entsprechend kürzer machen.

  • Ja richtig ausgeschlagen war wahrscheinlich zu viel gesagt.
    Die Welle klappert da drin ja nicht ich wollte nur ne mögliche Nebenluftquelle beseitigen.


    Ich geb dir recht mit den Buchsen.
    Das in Kombination wäre die Ideallösung.
    Vieleicht versuch ich mir die Tage mal welche zu drehen.

  • Ist ja interessant! :)
    Was sind das für Wellendichtringe, Abmessungen, Woher, Preis?
    (Ich hab mir mal vor Jahren die Tüftelarbeit angetan, bei einem noch ziemlich neuen H1-1 in die DK-Welle 2 kleine Nuten reinzudrehen und mit Viton O-Ringen 6 x 1 die Sache abzudichten, damit man die Lima nicht mehr einsaut und der Plakettenmensch nicht meckert. Hat gut gehalten.)


    LG

    -> --> 26 Jahre <-- <--

    Bayrischer Trabant Club


    ES GIBT NUR WENIGE DUMME FRAGEN, ABER VERDAMMT VIELE DUMME ANTWORTEN !

  • Duesentrieb:


    Genau das wollt ich auch grad sagen. O-Ringe auf die Welle dichtet (zumindest in Kombination mit ner noch halbwegs runden Bohrung) auch sehr schön und führt die Welle auch gut.
    Hab ich auch mal gemacht. Drehbank hab ich keine keine, gute Beziehungen auch nicht, also DK-Welle ins Bohrfutter und die Nuten mit 'nem Eisensägeblatt "eingestochen" und mit 'ner Schlüsselfeile passend erweitert.


    Suche übrigens immer noch jemanden, der mir mal 'ne größere Zahl Vergaser ausbuchst. Kann da jemand wen empfehlen? Bei unserm Dorfschlosser hab ich da irgendwie ein mulmiges Gefühl...

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Duesentrieb: Deine Lösung ist auch im WHIMS beschrieben (unter 2.2 "Störungen am Motor"). Allerdings werden da O-Ringe 5 x 2 in einer Nut 4,3 mm Durchmesser 2mm breit empfohlen.

  • Im WHIMS ... die 6 x 1 waren damals im Fundus. :)


    (Einen Haken hat allerdings ein sabberfreier Vergaser: Wenn diese "Autokonservierungsfunktion" ausbleibt, gammeln Lima wie Vergaser und auch das Motorgehäuse im Winterbetrieb.)


    LG

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  • Welche Maße hat der Nullring von der Einstellschraube am 28HB3-1??

  • Wir haben auch schon Versuche gefahren den 28HB Vergaser neu mit Messingbuchsen auszustatten, war aber alles nicht so ganz da wahre.


    Interessant wäre es, ob es eine Bezugsquelle für Fertige Buchsen gibt, die man dann nach entsprechender Weitung des DK-Wellen Kanals reinziehen kann... die Herstellung der Buchsen ist m.M.n. das größte Problem...

  • Hab verschiedene Buchsen gefunden die 8/10 mm hatten.
    Entweder Sinterbronze : http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=230897467631&ssPageName=ADME:L:OU:DE:3160


    oder Messing: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=281306540456&ssPageName=ADME:L:OC:DE:3160


    Da muß man nur auf die 10 mm aufbohren und ne neue Well mit 8mm besorgen.
    Gegebenfalls natürlich noch etwas kürzen die Buchsen.


    Sollte natürlich genau gebohrt und dann zur Sicherung mit Loctite eingeklebt werden.

  • Die Herstellung der Buchsen ist für mich das kleinste Problem, schwieriger ist es den Vergaser so aus zubuchsen, das die Buchsen fluchten und die Welle voll trägt. Da fängt die Schwierigkeit schon beim aufbohren an.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Das stimmt. Das ausrichten der Vergaser ist fummelkram da bei mir zumindest die Welle nicht ganz mit dem Flansch parallel war.
    Habs mit ner Welle gemacht die ich eingespannt hatte.
    Und dann ausgerichtet mit Unterlegen.


    Ist noch nicht das Optimum, ich weiß. Grad mit dem Schmirgelpapier als Unterlage.


    Denke mit ner Drehbank wo man quasi nen Adapter hat auf den der Vergaser auf nen 8mm Stift aufgeschoben wird könnte es besser gehen. Und dann ins Drehfutter den Bohrer eingespannt.

  • Ja, das Bohren ist wirklich ein großes Problem. Ich hatte es auf einer Standbohrmaschine gemacht,
    die ich mit einer Dosenlibelle horizontal justiert habe. Dann ebenso den Vergaser justiert, indem ich
    die Libelle auf das obere Ende der Drosselklappenwellenbohrung gelegt habe. Aber selbst hier kann dir
    niemand garantieren, dass diese Fläche auch wirklich senkrecht zur Welle bzw. deren Bohrung ist.

  • Also ich würde hier (hab ich auch noch nie so gemacht) keine Bohrer benutzen. Sowas wird ausschließlich aufgerieben.
    Dazu spanne ich den Vergaser in die Ständerbohrmaschine ein, richte ihn aus und dann wird in 0,5er Schritten auf 10 aufgerieben. Wenns ordentlich ausgerichtet und gespannt ist, dann geht die Reibahle sauber durch und es fluchtet hinterher auch.
    So hab ich das bisher immer gemacht und das geht einwandfrei.
    Drehmaschine hab ich zwar da, aber da ist der Aufwand viel höher als das "mal eben" an der Bohrmaschine zu machen.

  • Messing als Materieal ist Mist, das lässt sich nicht vernünftig mit der Reibahle bearbeiten.
    Ich kaufe im Industriehandel Buchsen aus Sinterbronze, Aussendurchmesser 10mm, Lange 10mm, Innendurchmesser 6mm. Das Vergasergehäuse spanne ich in den Maschinenschraubstock auf der Säulenbohrmaschine, bohre auf 9,5mm, senke an und reibe dann mit einer Maschinenreibahle 10H7 auf. Die Buchse klebe ich beim Einpressen zusätzlich mit Konstruktionskleber ein.
    Dann wird auf das Nennmaß der DKW aufgerieben, das mache ich beim Sparvergaser von der anderen Seite her, also durch die Schwimmerkammer. Dabei dient mir der hintere Teil der Bohrung als Führung. Der Sitz des Wellendichtringes ist dabei leider keine Hilfe, ich hatte mir dafür mal eine passende Führungsbuchse gedreht, die Bohrung ist aber leider nicht immer zentrisch. Also muss das ohne, nach Augenmaß, gehen.