Farben über das Internet mischen lassen

  • Glück Auf,
    habe dazu kein Thema gefunden, falls es doch eines gibt tut es mir leid und ich habe die Schellen verdient... .
    Ich Wollte meinen Trabanten Bj 85 lackieren, entweder in Capri Grün mit weißen Dach oder Monsum Gelb mit weißen Dach. Zu den weiß, wurde dazu ein Altweiß genommen? Auf jeden Fall dachte ich daran, wegen der Geldangelegenheit an das Internet und wurde hier fündig: http://www.ebay.de/itm/5-Liter…nt-Wartburg-/160936055823 . Meint Ihr das klingt gut, kennt Jemand diesen Anbieter, reichen 5l ? Oder sollte ich davon die Finger lassen?
    Um dieses Thema auszuweiten, kennt ihr andere Anbieter die Farbe via Internet mischen?

    Zwei Kerzen gegen den Rest :raser:

  • Bei einer ganz Lackierung, ist es eigentlich egal, wo du kaufst, da es dann keinen Farbunterschied geben wird, da du ja alles mit einem Farbton lackierst. Jedoch würde ich darauf achten, das es ein komplett Set ist, also inklusive Härter und Verdünnung, da es bei unterschiedlichen Lackherstellern zu Unverdräglichkeiten kommen kann.
    Hoffe ich konnte etwas helfen Grüße WANNI

  • Den kann ich empfehlen . Herr Braune mischt auch nach vorlage an wenn Lampenring hinschicken tust. Versand geht relativ schnell.

  • Voriges Jahr habe ich menen kompletten Papyrus-Bedarf für den HP350 auch bei diesem Händler gedeckt - alles bestens. Die Qualität stimmt und der Farbton auch.


    Nur die EP-Grundierung war viel zu dick, da mußte ich Verdünner nachordern.



  • Danke, es ist ja ein komplett Set.
    Wie viel Farbe wird man im Schnitt brauchen?
    Schicker HP :-)

    Zwei Kerzen gegen den Rest :raser:

  • Sorry wenn ich mich hier so einmische aber ich habe da noch Bilder im Kopf von deinem Trabant ... Ich würde da erstmal an andere Sachen denken als an Lack ?( Oder ist deine Karosse schon beim schweißen ? Die war doch so ziemlich durch im Motorraum oder ??

  • Über die Lackmengen gibt es unterschiedliche Meinungen...


    Manche sagen, daß 3l Basis genügen - plus Härter plus Verdünner. Das kann sogar stimmen, wenn es nur darum geht einen Trabant außen'rum mal fix anzupusten.


    Ich weiß jedoch, daß ich bei Komplettaufbauten nicht unter 8l Basis wegkomme - plus Härter plus Verdünner. Plus Grundierung/Häerter/Verdünner plus ggf. Füller...je nach Bedarf und Situation.
    Da ist dann allerdings die Lackierung des kompletten Gerippes incl. Unterboden dabei...plus Kleinteile einzeln (naturgemäß mit viel Sprühverlust) plus Innenraum, Motorraum und dann zuletzt die komplette Außenlackierung.

  • Ich will die Karosse, Duro und innen lackieren. Unterboden reicht ja eig. eine billige Farbe. Das Dach will ich weiß machen, ich denke da reicht ja so ein halber bis ein Liter

    Zwei Kerzen gegen den Rest :raser:

  • Ich hatte gedacht ein guter Unterbodenschutz mit Wachs Überzug wurde das ersetzen, ok, danke.
    Und ja, bei den Trabi hab ich anderes zu tun, der wird momentan noch geschliffen und Teile werden zurecht geschnitten, den will ich aber auch nicht lackieren, zumi . Keine neue Farbe. Der wird erstmal fahrtüchtig gemacht damit ich wieder ein Auto habe, habe noch ein zweiten von 85 den will ich Sandstrahlen und und und...

    Zwei Kerzen gegen den Rest :raser:

  • Deli. bei der menge musst ja bald nen neues gewicht in papiere eintragen lassen . ;) Ne spass bei Seite ordentliche Materialien bekommt man schon beim Braune und man kann auch mit Junior sprechen wenn man es außerhalb der Bucht kauft in ner anderen Menge dann geht der Preis auch anders .Unsere Erfahrung mit ihm.

  • Ich hatte gedacht ein guter Unterbodenschutz mit Wachs Überzug wurde das ersetzen


    Eben nicht.
    Ein Problem am Trabant ist doch, daß der Bitumen-Unterbodenschutz direkt auf die Grundierung gespritzt wurde. Aber nur Lack gewährleistet, daß die Oberfläche wirklich wasserdicht ist.
    Und das Bitumenzeug versprödet sowieso, wird von Wasser unterwandert und dann gammelt's Bodenblech unsichtbar vor sich hin.
    Mit Wachs passiert genau das selbe: die Lösemittel verdunsten, das Zeug versprödet teilweise im Mikrobereich und es kommt zu Wasserunterwanderung.


    Alles in allem: am Unterboden ist ein richtiger Lackaufbau mindestens so wichtig wie beim Rest der Karosserie, weil man nur dadurch eine echte Schwachstelle beseitig, die im Werk "eingebaut" wurde. Gleiches gilt für's Gerippe unter der Duroplast-Beplankung, denn dort ist es ab Werk ja genauso: grundiertes Blech, Pappen drauf - fertig. Das Ergebnis ist Rost ohne Ende...und das wird ja auch immer schlimmer, weil die Autos mittlerweile alle so alt sind. 25 Jahre Mindestalter...und nahezu alle Neuaufbau-Berichte zeigen die gleichen Schadensbilder.


    Man muß nur den Lackaufbau am Unterboden möglichst mit einem zusätzlichen Schutz vor mechanischen Beschädigungen kombinieren...einem Steinschlagschutz o.ä.
    Ich hab beim letzten Fahrzeug den Unterboden grundiert, lackiert, leicht angeschliffen, überlackierbaren Steinschlagschutz aufgetragen und dann nochmal lackiert.


    Einer der Gründe für die 8 Liter... ;)

  • Hallo.
    Irgendwo (ich meine in einer Oldtimer Zeitschrift) meine ich mal gelesen zu haben, dass es im Grunde keinen Unterschied mache, ob man 1K (-> z.B. Spraydosenlack) oder 2K Lack nehme. Nach dem Motto "Lack ist Lack". Demnach biete 2K Lack nur gewisse Vorteile bei der Verarbeitung (schnelleres aushärten) und sei daher "nur für Profis interessant". Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus würde ich aber sagen, dass 2K Lack einen deutlich besseren Rostschutz bietet?
    Sorry wenn ich mich hier einklinke, aber das fiel mir in dem Zusammenhang gerade so ein.
    Ansonsten: Ich hatte für Reparaturlackierungen Uni-Lack vom Korrosionsschutz-Depot verwendet und das Zeugs ließ sich soweit gut verarbeiten, Farbton passte auch sehr gut, Service von dem Laden war auch gut. Über den aktuellen Uni-Lack (Hausmarke "KSDuni") kann ich aber noch nichts sagen...
    Ich denke ebenso wichtig für ein gescheites Ergebnis ist eine gescheite Lackierpistole.

  • dass es im Grunde keinen Unterschied mache, ob man 1K (-> z.B. Spraydosenlack) oder 2K Lack nehme. Nach dem Motto "Lack ist Lack".


    Das ist absoluter Unsinn und völlig falsch. :protest:
    Und sollte das wirklich in einer Oldtimerzeitschrift gestanden haben, müßte der zuständige Redakteur den Job wechseln. Dann könnte er auch schreiben, daß es egal ist ob man Bremsflüssigkeit oder Wasser ins System füllt. ;)


    1K-Lack ist nicht witterungsbeständig. 1K-Lack ist auch nach dem Aushärten nicht chemikalienbeständig, nicht benzinresistent und nicht lösemittelfest. 1K-Lack ist nicht ansatzweise so beständig gegen mechanische Einflüsse wie 2K-Material.
    Alles Dinge, die auf ein Kraftfahrzeug tagtäglich in irgendeiner Form einwirken.


    1K-Lack ist beim Einschichtverfahren daher für Autos absolut ungeeignet! Das sieht man doch schon, wenn man mal ein paar Kleinteile mit 'ner 1K-Sprühdose lackiert hat. Selbst bei guter Vorbereitung, Grundierung usw. taugt das nichts.

  • Über die Lackmengen gibt es unterschiedliche Meinungen...


    Manche sagen, daß 3l Basis genügen - plus Härter plus Verdünner. Das kann sogar stimmen, wenn es nur darum geht einen Trabant außen'rum mal fix anzupusten.


    Es macht die Qualität und eine gute Pistole und schon kommt man mit 3l hin. Wir haben ein kompl. Vorderteil mit 200ml geschafft und da war sogar noch was übrig.
    Bei Braune-Artikeln fehlt es an Deckkraft, deshalb soooviele Liter. Man erschrickt immer wenn man den Preis von Qulitätslack hört und nimmt dann lieber den billigen. Aber da muß man dann eben fast die doppelte Menge nehmen und kommt dadurch fast auf den selben Preis!

  • Ludwig-Lacke. Bin sehr zufrieden damit, habe erst am letzten WE einen hinteren Kotflügel eines Opel Astra`s lackiert mit sehr gutem Ergebniss

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren!

  • Ich nehme auch nur noch 2K-Dosen für Kleinkram. Der hohe Preis rentiert sich schnell...


    @P50-Original
    Auch die beste Pistole hat nur eine Düsengröße X und da läuft entweder mehr oder eben weniger durch - je nach Größe.
    Es nützt mir doch nichts, super sparsam beim Lack zu sein, aber am Ende Schichtstärken zu erzeugen die von jeder Fliege durchschlagen werden.
    Beim Unilack baut man Schicht auf - das ist nunmal so...

  • Hier mag ich auch mal was beisteuern. Ich habe meine Stoßstange, die Rücklichter und die Lampenringe in der Lackierwerkstatt meines Vertrauens lackieren lassen. Als Vorlage galten die Originalteile. Und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Sie haben auch nicht den extremen Glanz, damit die Teile nicht zu sehr vom Original abstechen. Das ganze hat mich 150 Euro gekostet. Dort habe ich mir auch schonmal Lack anmischen lassen (Farbe +Härter+Verdünnung) und habe für 30 ml 20 Euro bezahlt. Da mein Trabant ja nur 30 km von der Grenze zu Polen beheimatet ist, kann man schonmal einen Abstecher dorthin machen. Und mit welcher Ausdauer dort nach dem richtigen Farbton gesucht wird ist schon klasse!!