89er Limo retten

  • Sicher - aber dem Getriebe ist das egal. Wenn man es aufmacht (was man sowieso tun sollte bevor man solchen Gebrauchtkram einbaut), kann man einfach die Gleitstein-Achswellenräder gegen die neue Tripode-Ausführung tauschen und schon kann man das Getriebe mit Gleichlaufgelenkwellen kombinieren. ;)


    Seitdem nun die detaillierte Anleitung für alle verfügbar ist, kann es sogar fast jeder selber machen. :thumbup:

  • Danke für die Info, das war mir so nicht bewusst.


    @bseQ dann könnte ich mir ja das Getriebe abholen um es zu Schulungszwecken zu zerlegen bevor ich mich an mein eigentliches mache.

  • Eine Frage: der Pappwagen hat keine Papiere. Wie geht man da am besten vor um neue zu beantragen? Ist für mich Neuland.


    Gruß
    Matti

  • Du machst eine Vollabnahme bei TÜV/Dekra und lässt dir von der Polizei schriftlich bestätigen, dass dein Fahrzeug nicht zur Fahndung ausgeschrieben ist. Damit gehst du dann zur Zulassungsstelle und lässt den Wagen zu.


    Was noch helfen kann. Wenn der Wagen in den letztem 7 Jahren noch zugelassen war, dann kann die Zulassungsstelle auf die Daten zu greifen und die brauchst die Abnahme nicht.


    Einige Wünschen noch eine Erklärung, dass du den Brief nicht mehr hast..

  • Also bekomme ich erst Papiere, wenn der Wagen wieder aufgebaut und Betriebsbereit ist?


    Braucht man also eine Vollabnahme? Ich dachte, die gäbe es so nicht mehr.


    Stellt denn die Zulassungsstelle keinen neuen Brief aus? Wir haben auf dem Kaufvertrag explizit "Kauf ohne Papiere" eingetragen. Das sollte doch reichen oder nicht?


    Gruß
    Matti

  • Nein - das reicht nicht.


    Du brauchst die Vollabnahme, wenn das Fahrzeug länger als 7 Jahre nicht mehr zugelassen war.
    Die bekommst Du natürlich nur für ein verkehrssicheres Fahrzeug - also de facto erst wenn es fertig ist. Man restauriert dadurch leider oft ins Blaue hinein - ging mir beim 66er auch nicht anders.


    Dann macht die Zulassungsstelle eine Abfrage beim KBA - das ist nur Minutensache. Wenn die vom KBA das OK bekommen, kannst Du den Wagen zulassen und man stellt Dir neue Papiere aus - für teures Geld.


    Vorher aber wird man eine eidesstattliche Versicherung vom Vorbesitzer über den Verlust der Fahrzeugpapiere sehen wollen, denn wenn auf Deinem Kaufvertrag eindeutig steht, daß das Auto schon ohne Papiere verkauft wurde, muß der Vorbesitzer der Zulassungsstelle erklären wo die denn hingekommen sind. Und den Kaufvertrag wird die Zulassungsstelle definitiv sehen wollen, wenn Du keine Papiere hast.


    Tja...und der worst case ist:
    Du hast das Auto komplett fertig, ein paar Tausend Euro investiert und dann kommt einer mit dem Fahrzeugbrief. Dann gehört dem das Auto...da gibt's dann nichts zu wackeln.

  • Fast alles richtig wie DeLuxe es schreibt, ich hatte gestern einen ähnlichen Fall.


    In einem Punkt muß ich widersprechen, wenn jemand mit dem Brief kommt ist auch er nicht automatisch der Besitzer.
    Dies ist nachzulesen im Kleingedruckten auf dem Brief selbst, dort steht unter C.4c : "Der Inhaber der Zulassungsbescheinigung wird nicht als Eigentümer des Fahrzeugs ausgewiesen".


    Da wir auch Zulassungsdienst machen habe ich solche Sachen öfter auf dem Tisch liegen.


    Einfacher ist es wenn im Kaufvertrag nichts von verlorenen Papieren drin steht und man die dann selbst verliert. So kann man selbst die eidesstattliche Versicherung ausfüllen.


    @bseQ, zu welcher Zulassungsstelle müsstest Du?

  • Man kann auch schon vor Beginn der Restauration bei der zuständigen Zulassungsstelle eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragen. Das kostet hier 25 Euro und man benötigt einen Eigentumsnachweis, also den schon genannten Kaufvertrag bzw in meinem Fall eine Überlassungsbescheinigung. Die Zulassungsstelle teilt dir dann mir,ob das Auto sauber ist. Ich hoffe, dass man so die Gefahr der unangenehmen Überraschung bei der späteren Zulassung umgeht.

  • War bei unserer Zulassungsstelle nicht machbar, habe nachgefragt. Jedwege Papiere erst nach Vollabnahme.


    Wobei unsere Zulassungsstelle MOL dafür bekannt ist , stur zu sein, das hört man auch von den umliegenden Zulassungsstellen.
    Bekannte mit dem gleichem Hobby wie wir haben da eher weniger Probleme, aber den Zulassungsbezirk kann man sich nunmal nur indirekt aussuchen.

  • Ich sprach auch nicht von den Fahrzeugpapieren sondern nur von einer Anfrage beim KBA durch die Zulassungsstelle. Damit würden sie nur in Erfahrung bringen, wann und wo das Auto zuletzt gemeldet war oder ob es sogar als gestohlen gemeldet ist. Und wenn sich die Leute bei dir im Kreis so anstellen, dann lass es einen Bekannten aus einem anderen Landkreis machen.

  • So wie du es beschreibst ist es auch die übliche vorgehensweise, man sucht sich nen Schrauberkollegen aus BAR.


    Mir war schon klar das du nur eine Unbedenklichkeitsbescheinigung meinst. Ich kenne sogar Mitarbeiter privat, aber es ist nichts zu machen, die haben hier einen sehr stregen Vorgesetzten.


    Diese Abfrage konnte man doch sogar letztes Jahr noch selbst erledigen, soweit ich weiß.
    Bei meinem HP 650 war das so, da gab es auf der Seite des KBA eine Art schwarzes Brett und nachdem man die Fahrgestellnr. eingegeben hat konnte man sehen ob bis dahin ein Diebstahl vorlag.


    ist auch alles halb so wild, bseQ kommt aus Bernau und muß sich hier nicht plagen.

  • Wir wollten mit Rostumwandler ran, dann Rostschutzlack streichen und anschließend in Wagenfarbe überlackieren. Soll ja kein Neuaufbau werden, eher eine Instandsetzung.

  • Wird trotzdem wieder rosten - leider. Wenn es nur kurzfristig halten soll, weil man sowieso in 2-3 Jahren eine GR plant, dann ist es ok.
    Langfristig hält es allerdings nicht.

  • Aber mal kurz aus reiner Überlegung: Der Innenraum war klitschnass, dadurch, dass die Scheiben auf der Fahrerseite kaputt waren und der Wagen über ein halbes Jahr draußen stand. Ist doch klar, dass sich da der Rost freut. Wenn allerdings neue Dichtgummis rein kommen, der Rost (auf unsere Weise) entfernt wird und anschließend gestrichen/lackiert, dann hat man doch im Innenraum nichts mehr zu befürchten. Denn: So wie es wohl kommen soll, wird das eh nur ein Sommerwagen (zwecks Nasser Teppiche).


    Und die Karosse sah von unten wirklich noch gut aus. Es gibt nur wenige Stellen, an denen es Flugrost gibt. Der wagen hat keinen UBS, nur die reine Werkslackierung, daher kann man das eigentlich sehr gut erkennen. Die gravierenden Rostprobleme des Bodenblechs kommen also nur vom Innenraum.